Individualbesteuerung: Folgen, über die kaum gesprochen wird
Gleichstellung von Frauen, Abwertung von Care-Arbeit oder unnötige Steuerausfälle? In dieser Podcastfolge mit Finanzplaner Manuel Aeberli nehmen wir kein Blatt vor den Mund und fragen: Geht es wirklich um Gleichstellung, oder doch nur um den eigenen Steuervorteil?
Kurz zusammengefasst
- Was ändert sich? Jede Person füllt künftig eine eigene Steuererklärung aus, auch verheiratete Paare. Das Einkommen wird unabhängig vom Zivilstand besteuert.
- Abstimmung: Angenommen am 8. März 2026 mit über 54% Ja, Inkrafttreten spätestens 2032.
- Zu Gast: Manuel Aeberli, Finanzplaner, ordnet die selten diskutierten Praxisfragen ein: Vermögenstrennung, Solidarhaftung, Verhältnis zur AHV.
Zuletzt aktualisiert am 27. Juli 2026
Podcastfolge: Individualbesteuerung ja oder nein
Über meinen Gast: Manuel Aeberli
Manuel Aeberli ist Finanzplaner und ordnet in dieser Folge die praktischen und finanziellen Fragen rund um die Individualbesteuerung ein. Mehr über Manuel Aeberli.
Worum geht’s in der Folge?
Gemeinsam beleuchten wir die grossen und oft übersehenen Fragen rund um die Individualbesteuerung:
- Was ist die Heiratsstrafe, und wen trifft sie wirklich?
- Fördert das bisherige System Teilzeitarbeit, vor allem bei Frauen? Oder verschlechtert die Individualbesteuerung die Situation von Familien und Menschen in der Care-Arbeit?
- Mehr Fairness oder mehr Bürokratie? Wird alles gerechter oder einfach komplizierter?
Praxisfragen, die selten diskutiert werden
- Wie trennt man Einkommen und Vermögen im Alltag? (Konto, Auto, Liegenschaft)
- Wird es für Paare und Steuerbehörden tatsächlich aufwendiger?
- Was passiert mit der Solidarhaftung bei Steuerschulden?
- Passt die Individualbesteuerung überhaupt zu Systemen wie der AHV?
- Steigt das Risiko für Intransparenz oder neue Ungerechtigkeiten, etwa bei Prämienverbilligungen?
Was die Individualbesteuerung konkret bedeutet
- Verheiratete Personen werden künftig einzeln besteuert und zahlen gleich viel Steuer wie unverheiratete Personen in vergleichbarer Situation
- Gemeinsames Vermögen (z.B. Haus oder Bankkonto) wird nach Eigentumsanteil besteuert
- Eltern können die Kinderabzüge je zur Hälfte geltend machen
- Die Vorlage entlastet die Steuerpflichtigen bei der direkten Bundessteuer um geschätzt CHF 630 Millionen pro Jahr
- Die Kantone müssen die Individualbesteuerung ebenfalls einführen, legen Steuertarif und Kinderabzüge aber weiterhin selbst fest
Weitere Finanzpodcast-Folgen
Häufige Fragen zur Individualbesteuerung
Wurde die Individualbesteuerung angenommen?
Was ist die Heiratsstrafe?
Wer ist Manuel Aeberli?
Ändert sich für alle Kantone gleich viel?

Finanzbloggerin
Zertifizierte Vermögensberaterin IAF
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