Descartes Finance Erfahrungen 2026: Gebühren, Säule 3a und Bitcoin

Descartes Finance Erfahrungen 2026: Gebühren, Säule 3a und Bitcoin

Descartes Finance

Descartes Finance ist ein Schweizer Vermögensverwalter aus Zürich mit FINMA-Lizenz. Du kannst dort eine Säule 3a, ein Freizügigkeitskonto und ein freies Depot führen, ab CHF 10 Einstieg. Es gibt drei Anlagemodelle, eines davon mit einer kleinen Bitcoin-Beimischung. Die All-in-Gebühr liegt bei 0.64 bis 0.80 Prozent in der Vorsorge und ab 0.84 Prozent im freien Vermögen.

Kurz zusammengefasst

  • Schweizer Vermögensverwalter aus Zürich, seit 2016 aktiv, mit FINMA-Lizenz und ohne eigene Fonds.
  • Drei Produkte: Säule 3a, Freizügigkeit und Invest für freies Vermögen.
  • Einstieg schon ab CHF 10.
  • All-in-Gebühr 0.64 bis 0.80% in der Vorsorge, ab 0.84% im freien Vermögen. Fondskosten sind enthalten.
  • Als erster digitaler Schweizer Anbieter mit Bitcoin in der Vorsorge, 1 bis 5 Prozent je nach Risikostufe.
  • Mit dem Code liebefinanzen bekommst du CHF 25 oder CHF 50 Rabatt beim Start.
Keine Anlageberatung: Ich beschreibe hier ein Angebot und meine persönlichen Eindrücke. Ob Descartes zu dir passt, hängt von deinem Anlagehorizont, deinem Einkommen, deiner Steuersituation und deiner Risikofähigkeit ab. Das kann ich nicht beurteilen. Kurse können steigen und fallen, im schlimmsten Fall verlierst du dein eingesetztes Geld. Alle Gebühren und Konditionen ohne Gewähr, Stand Juli 2026, prüfe die aktuellen Werte vor einer Kontoeröffnung direkt bei Descartes.

Descartes Gutscheincode: liebefinanzen

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Die drei Produkte von Descartes

Säule 3a

Digitale Vorsorgelösung mit Wertschriften und fünf Risikostufen bis 100 Prozent Aktien. Bis zu fünf separate 3a-Konten möglich, praktisch für den gestaffelten Bezug im Alter.

0.64 bis 0.80% pro Jahr

Freizügigkeit

Für dein Vorsorgekapital aus der Pensionskasse, etwa bei einer Auszeit oder zwischen zwei Stellen. Seit Mai 2026 ist wieder bis 100 Prozent Aktienquote möglich, sofern dein Risikoprofil das hergibt.

0.64 bis 0.80% pro Jahr

Invest

Für dein freies Vermögen, also ausserhalb der Vorsorge. Hier gibt es zusätzlich das Modell mit Bitcoin-Beimischung.

ab 0.84% pro Jahr
Gut zu wissen: Bei der Freizügigkeit kannst du das empfohlene Risikoprofil nach unten anpassen, aber nicht nach oben. Wer laut Profil für 60 Prozent Aktien geeignet ist, kann also 40 oder 20 Prozent wählen, aber nicht 80 oder 100.
Descartes Säule 3a Übersicht in der Web-App
Die Säule 3a von Descartes in der Web-App
Descartes Freizügigkeitskonto Übersicht
Das Freizügigkeitskonto für Kapital aus der Pensionskasse

Weitere Möglichkeiten

  • Anlegen ab 55, mit Strategien für die Zeit kurz vor der Pensionierung
  • Anlegen für Kinder, quasi ein Sparschwein mit Renditechance
  • Für Partner, also White-Label-Lösungen für Banken und Unternehmen

Die drei Anlagemodelle

Bei den meisten Anbietern wählst du nur die Aktienquote. Bei Descartes kommt die Frage dazu, nach welcher Logik überhaupt angelegt wird.

  • Passiv, das klassische Indexmodell, einfach und günstig.
  • Minimum Risk, umgesetzt mit Fonds des Partners OLZ. Ziel ist weniger Schwankung, unter anderem indem Klumpen wie die grossen Technologiewerte gemieden werden.
  • Minimum Risk BTC, dieselbe risikooptimierte Basis plus eine Bitcoin-Beimischung von 1 bis 5 Prozent je nach Risikostufe. Umgesetzt über regulierte Bitcoin-ETPs an der SIX.
ModellSäule 3aFreizügigkeitInvest
Passivjajaja
Minimum Riskjajaja
Minimum Risk BTCjajaja
Neu seit 2026: Bitcoin ist nicht mehr nur im freien Vermögen möglich, sondern auch in der Säule 3a und in der Freizügigkeit. Descartes ist nach eigenen Angaben der erste digitale Schweizer Vermögensverwalter, der Bitcoin fest in die Vorsorge-Modellportfolios aufnimmt. Die Beimischung bleibt bei höchstens 5 Prozent.
Descartes Asset Allocation nach Aktien, Währungen, Märkten und Sektoren
Schau dir genau an, in welche Märkte, Währungen und Sektoren investiert wird

Descartes Gebühren

Descartes arbeitet mit einer All-in-Gebühr. Verwaltung, Fondskosten, Fremdwährungsgebühren, Transaktionskosten und Ausgabeaufschläge sind darin enthalten. Der TER der Fonds kommt also nicht obendrauf.

ProduktAll-in-Gebühr pro JahrBemerkung
Säule 3a0.64 bis 0.80%je nach gewählter Strategie
Freizügigkeit0.64 bis 0.80%je nach gewählter Strategie
Investab 0.84%beim Modell mit Bitcoin bis etwa 1.0%
Update: Günstigere Fonds ab 4. August 2026. Descartes setzt im Anlagemodell Passiv ab diesem Datum kostengünstigere Indexfonds ein. Der TER sinkt je nach Risikostufe um 0.02 bis 0.05 Prozentpunkte, was sich leicht positiv auf die All-in-Gebühr auswirkt.
StrategieTER bisherTER ab 4.8.2026
Passiv 200.27%0.22%
Passiv 400.26%0.22%
Passiv 600.25%0.21%
Passiv 800.27%0.25%
Passiv 1000.24%0.21%

Angaben Stand Juli 2026, ohne Gewähr. Prüfe die aktuellen Preise vor einer Kontoeröffnung direkt bei Descartes.

Descartes im Preisvergleich

Damit du die Zahlen einordnen kannst, hier Descartes neben den anderen Schweizer Anbietern. Die Reihenfolge sagt nichts über die Eignung für dich aus, nur über den Preis.

AnbieterAll-in pro JahrMindestbetragSäule 3a?
Findependent0.40 bis 0.65%CHF 500nein
finpension Invest0.39%CHF 1ja
True Wealth0.57 bis 0.68%CHF 8’500ja
Selma0.64 bis 0.90%CHF 2’000ja
Descartes 3a und Freizügigkeit0.64 bis 0.80%CHF 10ja
Swissquote Invest Easy0.67 bis 0.80%CHF 500ja
Descartes Investab 0.84%CHF 10freies Vermögen
Inyova0.95%CHF 2’000ja

Stand Juli 2026, ohne Gewähr. Den vollständigen Vergleich mit allen Details findest du im Robo Advisor Vergleich Schweiz.

Einordnung: Descartes gehört damit nicht zu den günstigsten Anbietern der Schweiz. Wie sich die Kosten gegen finpension, Findependent, Selma und die anderen schlagen, siehst du in meinem Robo Advisor Vergleich Schweiz und im Säule 3a Gebühren Vergleich.

Wer hinter Descartes steckt

Die Descartes Finance AG wurde 2015 in Zürich gegründet und ist seit 2016 am Markt. Sie ist eigentümergeführt und bankunabhängig. Gründer und CEO ist Adriano Lucatelli, der zuvor viele Jahre in der Bankenwelt tätig war und an der Universität Zürich lehrte. Verwaltungsratspräsident ist Rino Borini.

Ich konnte Adriano persönlich kennenlernen und mit ihm über Reichtum, Gesellschaft, Politik und Finanzen sprechen. Ein Satz von ihm ist mir geblieben: “Der grösste Luxus ist die Freiheit, zu tun und zu sagen, was man möchte. Und die eigene Zukunft zu gestalten.”

Wo dein Geld liegt

Descartes hält dein Geld nicht selbst. Konto und Depot laufen bei der Lienhardt & Partner Privatbank Zürich. Bei der Kontoeröffnung in der Descartes-App wird dieses Bankkonto automatisch für dich eröffnet. Die Vorsorgegelder werden über die Unabhängige Vorsorgestiftung Zürich verwaltet.

Deine Wertschriften gelten als Sondervermögen. Geht ein Beteiligter in Konkurs, gehören sie weiterhin dir. Bargeld ist über die Schweizer Einlagensicherung bis CHF 100’000 geschützt.

Was Descartes anders macht

Keine eigenen Fonds

Descartes hat keine hauseigenen Anlagefonds, sondern nutzt etablierte Fonds und Indexfonds. Damit fällt der Anreiz weg, eigene Produkte zu verkaufen, wie es bei Hausbanken häufig vorkommt.

Nachhaltigkeit von Anfang an

Descartes legt in allen Strategien ESG-konform an und war damit unter den jungen digitalen Anbietern früh dran. Firmen, die fundamentale Nachhaltigkeitskriterien verletzen, werden aussortiert, und Firmen mit kleinerem CO2-Ausstoss werden stärker gewichtet.

Fokus auf den Franken

Die Fonds werden in Franken gekauft, das reduziert Fremdwährungskosten für dich.

Digital, aber mit Menschen

Die Kontoeröffnung läuft online. Du kannst aber jederzeit einen Termin für eine persönliche Beratung abmachen, kostenlos.

Risiko senken statt Rendite jagen

Die Minimum-Risk-Strategie streut breit, meidet Klumpenrisiken und sichert bei Bedarf Währungen ab. Die Idee dahinter ist, mit weniger Schwankung durch unruhige Börsenphasen zu kommen.

Stärken und Schwächen

Dafür spricht
  • All-in-Gebühr ohne versteckte Kosten, Fondskosten inklusive
  • Persönliche Beratung möglich, kostenlos
  • Keine hauseigenen Fonds, also kein Interessenkonflikt
  • ESG von Anfang an, nicht erst seit dem Nachhaltigkeits-Hype
  • Einstieg schon ab CHF 10
  • Vorsorge und freies Vermögen in einer App
Dagegen spricht
  • Nicht der günstigste Anbieter der Schweiz
  • Keine eigene Depotzusammenstellung, du wählst kein einzelnes Wertpapier
  • Bitcoin ist nur im Modell Minimum Risk enthalten, nicht frei wählbar

Für wen sich Descartes eignet

Descartes passt eher, wenn du Vorsorge und freies Vermögen an einem Ort verwalten willst, Wert auf eine Schweizer Lösung legst und dich nicht selbst um einzelne ETFs kümmern möchtest. Wer die tiefsten Gebühren sucht, findet anderswo günstigere Anbieter.

Descartes und Yuh

Die Säule 3a in der Yuh-App läuft im Hintergrund über Descartes. Mehr dazu in meinem Beitrag Yuh Säule 3a.

Woher der Name kommt

René Descartes lebte von 1596 bis 1650 und war französischer Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler. Sein Satz “Ich denke, also bin ich” gilt als Grundstein des modernen Rationalismus. Er wollte Wissen auf Vernunft, Logik und methodischen Zweifel aufbauen.

Genau darauf spielt der Firmenname an: ein regelbasierter, überprüfbarer Anlageprozess statt Bauchgefühl.

Häufige Fragen zu Descartes

Was kostet Descartes wirklich?
In der Säule 3a und der Freizügigkeit 0.64 bis 0.80 Prozent pro Jahr je nach Strategie, im freien Vermögen ab 0.84 Prozent. Die Fondskosten sind darin enthalten, es kommt nichts obendrauf.
Kann ich Bitcoin in der Säule 3a haben?
Ja, seit 2026 ist das Modell Minimum Risk BTC auch in der Säule 3a und der Freizügigkeit verfügbar. Der Bitcoin-Anteil beträgt je nach Risikostufe 1 bis 5 Prozent und läuft über regulierte Bitcoin-ETPs.
Ab welchem Betrag kann ich starten?
Ab CHF 10. Die Mindesteinlage wurde von früher CHF 25’000 gesenkt.
Wo liegt mein Geld?
Konto und Depot werden bei der Lienhardt & Partner Privatbank Zürich geführt, die Vorsorgegelder über die Unabhängige Vorsorgestiftung Zürich. Descartes selbst hält dein Geld nicht.
Ist Descartes sicher?
Descartes ist bei der FINMA lizenziert. Deine Wertschriften sind Sondervermögen und fallen bei einem Konkurs nicht in die Konkursmasse. Bargeld ist über die Einlagensicherung bis CHF 100’000 geschützt.
Kann ich mehrere Säule-3a-Konten führen?
Ja, bis zu fünf. Das hilft dir später beim gestaffelten Bezug, weil du die Steuerlast über mehrere Jahre verteilen kannst.

Der Descartes Blog

Descartes betreibt einen eigenen Finanzblog, in dem Fachleute schreiben, unter anderem Adriano Lucatelli, Rino Borini, Rea Vogel, Iwan Brot, Noemi Schurtenberger, Anna Stünzi und Michael Frei. Dazu gibt es ein grosses Finanzglossar, das sich zum Nachschlagen lohnt.

Auszeichnungen

Descartes wurde nach eigenen Angaben 2025 mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit Platz 1 in einem Robo-Advisor-Vergleich von finanzen.ch sowie mit WealthBriefing Awards für Wachstumsstrategie und Marketing. Ältere Auszeichnungen stammen von der Handelszeitung und der BILANZ.

Diese Angaben stammen vom Anbieter und sind von mir nicht einzeln überprüft.

Fazit

Descartes ist ein eigenständiger Vertreter unter den Schweizer Vermögensverwaltern. Rational, regelbasiert und mit klarem Fokus auf Risikoreduktion statt maximaler Rendite. Das Angebot deckt Vorsorge und freies Vermögen ab, die Gebühren sind transparent, wenn auch nicht die tiefsten am Markt.

Ob Descartes zu dir passt, entscheidest am Ende nur du. Prüfe dein eigenes Risikoprofil, vergleiche die Gebühren mit anderen Anbietern und denke langfristig.

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*Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links, für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten. Keine Anlageberatung, sondern allgemeine Information und meine persönliche Meinung. Alle Angaben Stand Juli 2026, ohne Gewähr.

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