Der Guide für deinen Start
Investieren für Anfänger
Schritt für Schritt zum ersten ETF in der Schweiz. Einfach erklärt, ohne Fachchinesisch.
Du willst dein Geld anlegen und dir ein Vermögen aufbauen, weisst aber nicht, wo du anfangen sollst? Dieses Gefühl kenne ich gut. In diesem Guide «Investieren für Anfänger Schweiz» zeige ich dir den Weg in fünf einfachen Schritten.
Wie fange ich in der Schweiz mit Investieren an?
Zuerst baust du dir einen Notgroschen von 3 bis 6 Monatsausgaben auf. Danach eröffnest du ein Depot bei einer Investier-App, einem Online-Broker oder einem Robo-Advisor. Für den Start reicht oft ein einziger breiter Welt-ETF, den du per Sparplan jeden Monat automatisch kaufst. Wichtiger als der perfekte Anbieter ist, dass du früh, regelmässig und langfristig investierst.
In 5 Schritten zum ersten ETF
Das ist dein Fahrplan. Jeder Schritt ist weiter unten genauer erklärt. Unbekannte Wörter findest du im Glossar.
Fundament legen. Mach ein Budget und spare dir einen Notgroschen an. Erst dann investierst du. Zum Fundament
Deinen Weg wählen. Willst du selbst auswählen, mit einem Broker oder einer App? Oder soll alles automatisch laufen, mit einem Robo-Advisor? Zur Entscheidungshilfe
Depot eröffnen. Ein Depot ist dein Konto für Wertpapiere. Die Eröffnung geht online und dauert meist 10 bis 15 Minuten. Zu den Anbietern
ETF auswählen. Für den Start reicht oft ein einziger breiter Welt-ETF. Zu den Strategien
Sparplan starten und laufen lassen. Ein fester Betrag wird jeden Monat automatisch investiert. Schau dir die Kurse möglichst selten an. Zum Sparplan
Warum überhaupt investieren?
Auf dem Sparkonto verliert dein Geld langsam an Wert. Der Grund heisst Inflation, also die schleichende Teuerung. Die Preise steigen, und mit dem gleichen Betrag kannst du dir später weniger kaufen.
Beispiel
Bei 2 % Inflation pro Jahr sind CHF 10’000 nach 20 Jahren nur noch so viel wert wie heute ca. CHF 6’700. Auf dem Konto steht weiterhin CHF 10’000. Du kannst dir dafür aber deutlich weniger leisten.
Investierst du dein Geld, arbeitet es für dich. Dabei hilft der Zinseszins. Das heisst, auch deine Gewinne bringen mit der Zeit wieder neue Gewinne. Je länger du dabei bist, desto stärker wirkt dieser Effekt.
Rechenbeispiel mit angenommenen 5 % Rendite pro Jahr, monatlich verzinst, ohne Kosten, Steuern und Kursschwankungen. Keine Prognose.
Nach 30 Jahren hast du im Beispiel CHF 72’000 selbst einbezahlt. Im Depot liegen aber ca. CHF 166’500. Mehr als die Hälfte davon ist Ertrag. Rechne es mit deinen eigenen Zahlen im Zinseszinsrechner für Anfänger oder im ETF Sparplan Rechner nach.
Kurzfristig schwankt es, langfristig wächst es
An der Börse geht es auf und ab, manchmal heftig. Die Börse ist der Marktplatz, auf dem Aktien und ETFs gehandelt werden. In der Schweiz heisst sie SIX. Die Weltmärkte haben sich nach grossen Einbrüchen bisher immer wieder erholt. Eine Garantie für die Zukunft ist das aber nicht.
- Kursschwankungen sind normal und gehören zum Investieren dazu.
- Wer im Tief verkauft, macht aus einem Verlust auf dem Papier einen echten Verlust.
- Ein Anlagehorizont von 10 Jahren und mehr gleicht Schwankungen am besten aus.
Dein Fundament vor dem ersten Franken
Bevor du investierst, brauchst du ein Budget und einen Notgroschen. Der Notgroschen ist deine Reserve für Notfälle, zum Beispiel bei Jobverlust oder einer teuren Reparatur. Ohne Reserve müsstest du deine ETFs vielleicht genau dann verkaufen, wenn die Börse gerade tief steht.
- Erstelle ein Budget, zum Beispiel mit dem Budget-Rechner Schweiz.
- Spare 3 bis 6 Monatsausgaben als Notgroschen auf einem eigenen Konto. Deinen Betrag findest du im Notgroschen-Rechner.
- Investiere nur Geld, das du in den nächsten 10 Jahren nicht brauchst.
- Starte mit kleinen Beträgen und steigere dich langsam.
- Lege dein Ziel fest. Früher in Pension, ein Zusatzeinkommen oder einfach mehr Sicherheit? Hilfe dazu gibt dir Vermögen aufbauen in 8 Schritten.
Rechenbeispiel
Gibst du ca. CHF 3’500 pro Monat aus, brauchst du einen Notgroschen zwischen CHF 10’500 und CHF 21’000.
Für den Notgroschen eignet sich ein separates, kostenloses Konto. Ich nutze dafür neon. Mit neon invest kannst du später direkt aus der App in ETFs investieren.
neon
🎁 CHF 10 Startguthaben- Kostenloses Schweizer Konto per App
- Ideal für deinen Notgroschen
- Mit neon invest später direkt in ETFs
Code bei der Kontoeröffnung angeben. Mehr in neon invest Erfahrungen und zum gemeinsamen Konto. *Werbung, Affiliate-Link.
Wo passt das ins Schweizer Vorsorgesystem?
Die Schweiz hat ein System mit drei Säulen. In diesem Guide geht es um das freie Investieren, die sogenannte Säule 3b.
| Säule | Was ist das? |
|---|---|
| Säule 1 | Die AHV, die staatliche Basisrente, finanziert über Lohnabzüge |
| Säule 2 | Die Pensionskasse, automatisch über deinen Arbeitgeber |
| Säule 3a | Freiwillig und steuerlich begünstigt, 2026 max. CHF 7’258 pro Jahr mit Pensionskasse. Das Geld ist bis kurz vor der Pension gebunden. |
| Säule 3b | Freies Investieren ohne Steuervorteil, dafür ohne Limite und jederzeit verfügbar. Darum geht es hier. |
Maximalbetrag Säule 3a 2026 gemäss UBS und Bund. Ohne Pensionskasse gelten 20 % des Nettoeinkommens, max. CHF 36’288.
Die Säule 3a lohnt sich wegen der Steuervorteile meist zusätzlich zum freien Investieren, nicht anstelle davon. Wie du sie mit ETFs nutzt, liest du in Säule 3a investieren einfach erklärt und in ETF oder Säule 3a. Besonders günstig ist die findependent Säule 3a. Meine Strategie für die nächsten Jahre zeige ich in Säule 3a 2027.
Mein klarer Rat
Schliesse die Säule 3a nicht bei einer Versicherung ab. Sparen und Versichern zu kombinieren ist viel zu teuer. Halte Anlage und Versicherung immer getrennt. Warum, zeigt der Kassensturz-Bericht zur gemischten Lebensversicherung.
In was investieren? 5 Strategien für Anfänger
Es gibt nicht die eine richtige Lösung. Die Strategien unterscheiden sich im Aufwand, im Risiko und darin, wie breit dein Geld verteilt ist. Diese Verteilung nennt man Diversifikation. Je breiter, desto kleiner das Risiko einzelner Firmen.
| Strategie | Aufwand | Passt, wenn du … |
|---|---|---|
| Welt-ETF | sehr klein | es maximal einfach willst |
| Core-Satellite | mittel | einen soliden Kern willst und gezielt Akzente setzen möchtest |
| Dividendenstrategie | gross | regelmässige Ausschüttungen aufs Konto willst |
| Nachhaltig | klein bis mittel | wissen willst, wo dein Geld steckt |
| Robo-Advisor | sehr klein | dich um gar nichts kümmern willst |
Grobe Orientierung, keine Anlageempfehlung. Viele kombinieren auch zwei Strategien.
1. Der Welt-ETF, der einfachste Start
Eine Aktie ist ein kleiner Anteil an einer Firma. Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein Fonds, der an der Börse gehandelt wird. Er ist wie ein Korb mit vielen Aktien. Mit einem einzigen Welt-ETF besitzt du also kleine Stücke von über tausend Firmen aus vielen Ländern. Mehr dazu in Was sind ETFs.
Jeder ETF bildet einen Index nach. Ein Index ist eine Liste von Firmen, zum Beispiel die grössten Firmen der Welt. Die bekanntesten Welt-Indizes sind diese drei.
| Index | Was steckt drin? |
|---|---|
| MSCI World | ca. 1’250 grosse und mittlere Firmen aus 23 Industrieländern, davon über 70 % USA |
| MSCI ACWI | Industrie- und Schwellenländer zusammen (All Country World Index) |
| FTSE All-World | ca. 3’700 Firmen aus Industrie- und Schwellenländern wie China oder Indien |
Quelle MSCI Factsheet per 30.09.2026 und Vanguard. Die Zahlen ändern sich laufend leicht.
Konkrete ETFs vergleiche ich in 10 Welt-ETFs im Vergleich. Den Unterschied der Indexanbieter erkläre ich in FTSE All-World oder MSCI World.
Darauf achtest du bei der ETF-Auswahl
- Tiefe Kosten. Die TER (Total Expense Ratio) zeigt die laufenden Kosten pro Jahr. Gute Welt-ETFs kosten meist unter 0.30 %.
- Genug gross. Ein Fondsvolumen von mindestens CHF 100 Millionen. Sehr kleine Fonds werden manchmal geschlossen.
- Physisch. Der ETF kauft die Aktien wirklich, statt sie nur nachzubilden.
- Thesaurierend oder ausschüttend. Thesaurierend legt die Dividenden automatisch wieder an. Ausschüttend zahlt sie dir aufs Konto. Mehr in ETF thesaurierend oder ausschüttend.
Diese Angaben findest du auf JustETF oder ExtraETF. Alle Punkte gesammelt gibt es in der ETF Auswahl Checkliste.
2. Core-Satellite, ein Kern mit Akzenten
Ca. 70 bis 90 % deines Geldes stecken in einem breiten Welt-ETF. Das ist der Kern (Core). Den Rest investierst du in wenige Satelliten, zum Beispiel Schwellenländer oder Dividendenaktien. Prüfe dabei auf JustETF die Überschneidungen. Ein S&P 500 oder Nasdaq 100 steckt zum grossen Teil schon im MSCI World. Verschiebt sich die Aufteilung stark, gleichst du sie wieder aus. Das nennt man Rebalancing.
3. Die Dividendenstrategie, Einkommen aus Aktien
Du kaufst einzelne Aktien von Firmen, die regelmässig eine Dividende zahlen. Die Dividende ist ein Teil des Gewinns, den eine Firma an ihre Aktionärinnen und Aktionäre auszahlt. Das Ziel ist ein wachsendes passives Einkommen. Diese Strategie braucht mehr Zeit für die Recherche, und dein Geld ist weniger breit verteilt als bei einem Welt-ETF.
Rechenbeispiel
Für CHF 500 Zusatzeinkommen pro Monat brauchst du bei 3.5 % Dividendenrendite ein Depot von ca. CHF 171’000. Deine eigenen Zahlen testest du im Rechner Wann kannst du von deinen Dividenden leben?
Wie ich vorgehe, erzähle ich in Dividendenstrategie, Vorteile und Nachteile und in Passives Einkommen dank Dividenden. Für Schweizer Aktien hilft der SMI Dividendenrechner. Ein schöner Bonus sind Generalversammlungen mit Essen und Sachdividenden.
4. Nachhaltig investieren
Du investierst in ETFs oder Aktien, die zusätzlich ökologische und soziale Kriterien erfüllen. Man spricht von ESG (Environment, Social, Governance). Das kann ein ESG-Welt-ETF sein, der zum Beispiel Waffen oder Kohle ausschliesst. Oder ein Anbieter wie Inyova, der in nachhaltige Einzelaktien investiert. Die Kriterien sind nicht einheitlich, und die Kosten sind oft etwas höher.
5. Der Robo-Advisor, alles automatisch
Ein Robo-Advisor ist ein digitaler Vermögensverwalter. Du beantwortest ein paar Fragen zu deinem Risiko. Danach investiert er dein Geld automatisch in ein passendes Portfolio aus vielen ETFs und gleicht es laufend aus. Dafür zahlst du eine jährliche Gebühr auf dein ganzes Vermögen.
Welches Ziel passt zu deiner Lebenssituation?
- Du startest bei null. Welt-ETF oder Core-Satellite für möglichst viel Wachstum.
- Du hast eine grössere Summe frei. Lies Erspartes anlegen und 200’000 Franken investieren.
- Du bist bald pensioniert. Oft eine Kombination aus Dividenden und ETFs, dazu mein Podcast Investieren ab 50.
- Du hast keine Zeit. Ein Robo-Advisor nimmt dir die Arbeit ab.
Robo-Advisor oder Broker?
Das ist die wichtigste Entscheidung am Anfang. Ein Broker ist der Anbieter, über den du selbst an der Börse kaufst und verkaufst. Ein Robo-Advisor macht das für dich. Diese Übersicht hilft dir beim Entscheid.
🤖 Robo-Advisor
Zum Beispiel finpension, Findependent oder Selma
Ich will mich um nichts kümmern- Ein paar Fragen beantworten, der Rest läuft automatisch
- Kein Fachwissen nötig
- Gut, wenn dich Kursschwankungen nervös machen
- Jährliche Gebühr auf dein ganzes Vermögen
📱 Broker oder App
Zum Beispiel Yuh oder Swissquote
Ich will selbst wählen- Du entscheidest, was du wann kaufst
- Du lernst viel dabei
- Gut, wenn dich das Thema interessiert
- Gebühr pro Kauf statt aufs ganze Vermögen
Den perfekten Anbieter gibt es nicht. Du kannst später jederzeit wechseln oder beides kombinieren. Warte aber nicht zu lange, denn jedes Jahr ohne Investieren ist verlorene Zeit für den Zinseszins.
Für Einsteigende empfehle ich meistens zuerst Yuh bei kleinerem Budget und Swissquote bei mittlerem bis grösserem Budget. Beide sind Schweizer Anbieter. Das macht die Steuern, die Verrechnungssteuer und die Dividenden einfach. Für mich persönlich ist es einfacher, alles in der Schweiz zu halten.
Warum nicht einfach bei der Hausbank?
Das ist bequem, bei den meisten grossen Banken aber teurer. Oft verkauft dir die Bank eigene Fonds statt günstiger ETFs. Ein hauseigener Fonds kostet oft 1 bis 2 % pro Jahr, ein breiter ETF oft nur 0.10 bis 0.30 %. Mehr dazu in Dank ETFs langfristig an der Börse investieren.
Was ist eine Retrozession?
Verkauft dir die Bank einen fremden Fonds, bekommt sie vom Fondsanbieter oft eine Provision zurück. Diese steckt in den Fondskosten und ist für dich kaum sichtbar. Frag deshalb immer nach den Gesamtkosten und nach einem günstigeren ETF.
Der Kostenunterschied klingt klein. Über viele Jahre wird daraus aber viel Geld.
Vereinfachtes Rechenbeispiel ohne Kursschwankungen und weitere Einzahlungen. Der Unterschied beträgt ca. CHF 28’000, nur wegen der Kosten.
Yuh und Swissquote im Vergleich
Diese beiden Broker nutze ich selbst. Yuh ist eine einfache App für den Start. Swissquote ist der grösste Online-Broker der Schweiz und mein eigener Broker für mein Dividenden-Depot.
| Merkmal | Yuh | Swissquote |
|---|---|---|
| Ideal für | Einstieg, kleine Beträge, einfache App | grössere Beträge, riesige Auswahl |
| Depotgebühr | keine | CHF 20 bis 50 pro Quartal je nach Depotwert, plus MWST |
| Gebühr pro Kauf | 0.50 % bis CHF 10’000, 0.35 % bis CHF 20’000, 0.25 % darüber | fixer Betrag je nach Auftragsgrösse |
| Sparplan | ab CHF 10 pro Monat, ausgewählte ETFs ohne Gebühr | ja, auch mit Bruchteilen von Aktien |
| Bonus mit Code | CHF 50 + 250 Swissqoin | CHF 100 Trading Credits |
Quelle yuh.com und swissquote.com, Stand Oktober 2026. Zusätzlich fällt die eidgenössische Stempelsteuer an. Alle Swissquote Gebühren erkläre ich in Swissquote Gebühren.
Bei Yuh kannst du dank Bruchteilsaktien schon mit kleinen Beträgen starten. Welche ETFs es gibt, zeigt die Yuh ETF Liste, die Gratis-Sparpläne findest du in Yuh gratis ETF-Sparplan. Den direkten Vergleich mit allen Details liest du in Yuh vs. Swissquote.
Yuh
🎁 CHF 50 + 250 Swissqoin- Einfache App, ideal für den Start
- Keine Depotgebühr
- ETF-Sparplan ab CHF 10 pro Monat
Nur mit Wohnsitz in der Schweiz, nach Einzahlung von CHF 500. Code bei der Anmeldung in der App eingeben. *Werbung, Affiliate-Link.
Swissquote
🎁 CHF 100 Trading Credits- Mein eigener Broker für mein Dividenden-Depot
- Riesige Auswahl an Aktien und ETFs
- Schweizer Bank mit Einlagensicherung
Nur mit Wohnsitz in der Schweiz, nach Einzahlung von CHF 1’000. Mehr in Swissquote Aktionscode. *Werbung, Affiliate-Link.
Wie der erste Kauf Schritt für Schritt abläuft, zeige ich in Aktien kaufen mit Swissquote, Yuh und neon und in der Anleitung ETF kaufen für Anfänger. Eine einfache Einführung in die App gibt es in Einfache App zum Investieren und in Swissquote App erklärt.
Robo-Advisor im Vergleich
Du willst lieber alles automatisch? Dann ist ein Robo-Advisor deine Lösung. Achte vor allem auf die jährliche Gebühr, denn sie fällt jedes Jahr auf dein ganzes Vermögen an.
| Anbieter | Gebühr pro Jahr | Minimum | Code |
|---|---|---|---|
| finpension Invest | 0.39 %, plus ca. 0.08 bis 0.10 % Produktkosten | CHF 1 | LIEBXP |
| Findependent | 0.29 bis 0.40 % je nach Betrag, plus 0.12 bis 0.25 % Fondskosten | CHF 500 | liebefinanzen20 |
| Selma | 0.42 bis 0.68 % je nach Betrag, plus Produktkosten | beim Anbieter prüfen | liebefinanzen |
| Inyova | nachhaltige Einzelaktien, Gebühr beim Anbieter prüfen | beim Anbieter prüfen | LIEBE-FINANZEN |
| Descartes | mehrere Anlagemodelle, Details im Erfahrungsbericht | beim Anbieter prüfen | liebefinanzen |
Quelle moneyland.ch, selma.com und Anbieter, Stand Oktober 2026. Konditionen können sich ändern. Alle Anbieter im Detail im Robo-Advisor Vergleich Schweiz.
finpension Invest
🎁 CHF 25 Gutschrift- Einer der günstigsten Robo-Advisor der Schweiz
- Kein festes Minimum
- Code bei der Eröffnung eingeben
Gutschrift, wenn du in den ersten 12 Monaten mindestens CHF 1’000 einzahlst. *Werbung, Affiliate-Link.
Findependent
🎁 CHF 20 Startguthaben- Günstig und einfach
- Gleiche Gebühr für alle Strategien
- Start ab CHF 500
Code bei der Eröffnung angeben. *Werbung, Affiliate-Link.
Selma
🎁 CHF 5’000 ein Jahr gratis verwaltet- Persönliche Betreuung per App
- Auch für Familien und Kinder
- Gebühr sinkt mit grösserem Betrag
Code bei der Eröffnung angeben. *Werbung, Affiliate-Link.
Inyova
🎁 12 Monate ohne Verwaltungsgebühr- Nachhaltige Einzelaktien nach deinen Werten
- Zum Beispiel ohne Waffen oder fossile Energie
Code bei der Eröffnung angeben. *Werbung, Affiliate-Link.
Sparplan einrichten, so gehts
Ein Sparplan ist wie ein Dauerauftrag für ETFs. Du legst einmal den Betrag, den Rhythmus und den Ausführungstag fest. Danach kauft der Anbieter jeden Monat automatisch für dich ein.
ETF suchen. Am einfachsten über die ISIN. Das ist die weltweit eindeutige Nummer eines Wertpapiers.
Betrag festlegen. Wähle einen Betrag, den du auch in schwierigen Monaten zahlen kannst.
Rhythmus und Tag wählen. Monatlich, am besten kurz nach dem Zahltag.
Laufen lassen. Nicht bei jedem Kursrutsch eingreifen. Einmal im Jahr kurz prüfen reicht.
Bei Swissquote zeige ich dir das in Swissquote Sparplan einrichten. Bei Robo-Advisors läuft die Auswahl über einen kurzen Fragebogen.
Der Cost-Average-Effekt
Investierst du jeden Monat den gleichen Betrag, kaufst du bei hohen Kursen automatisch weniger Anteile und bei tiefen Kursen mehr. So gleicht sich dein Einstiegspreis über die Zeit aus. Du musst nicht den perfekten Zeitpunkt finden.
Viele nutzen beides. Ein Sparplan ist die feste Basis, dazu kommen manuelle Käufe, zum Beispiel bei einem grösseren Betrag oder für Aktien, die es im Sparplan nicht gibt. Wie du mit wenig Geld startest, zeige ich in Investieren mit wenig Geld und in 1’000 Franken investieren.
Kosten und Steuern einfach erklärt
Beim Investieren gibt es nur wenige Kosten. Wer sie kennt, spart über die Jahre viel Geld.
| Kosten | Was ist das? |
|---|---|
| TER | Laufende Kosten des ETFs pro Jahr, direkt im Kurs verrechnet |
| Handelsgebühr | Gebühr des Brokers für jeden Kauf und Verkauf |
| Depotgebühr | Gebühr für die Aufbewahrung deiner Wertpapiere, bei Yuh gratis |
| Stempelsteuer | Bundessteuer auf jeden Kauf und Verkauf, 0.075 % bei Schweizer und 0.15 % bei ausländischen Wertpapieren |
| Verwaltungsgebühr | Beim Robo-Advisor, jährlich auf das ganze Vermögen |
Stempelsteuer gemäss moneyland.ch. Die meisten Welt-ETFs haben eine ausländische ISIN, zum Beispiel aus Irland.
| Steuer-Thema | So funktioniert es |
|---|---|
| Kursgewinne | Für Privatpersonen in der Schweiz steuerfrei |
| Dividenden | Als Einkommen in der Steuererklärung angeben |
| Depotwert | Per 31. Dezember als Vermögen angeben |
| Verrechnungssteuer | 35 % auf Dividenden von Schweizer Aktien, über die Steuererklärung zurückholen |
| US-Aktien | Mit dem Formular W-8BEN sinkt die US-Quellensteuer auf 15 % |
Allgemeine Information, die Praxis kann je nach Kanton abweichen.
Die meisten Broker schicken dir Ende Jahr einen Steuerauszug. Den kannst du direkt für die Steuererklärung nutzen. Mehr dazu in ETF Steuern Schweiz und in Steuern auf Dividenden.
Den Überblick behalten
Sobald dein Sparplan läuft, behältst du locker den Überblick, ohne ständig die Kurse zu checken. Parqet zeigt dein Depot übersichtlich an, die Basisversion ist gratis. Divvydiary ist ein Dividendenkalender, den du mit Parqet verbinden kannst. Für eigene Berechnungen findest du alle meine Tools im Finanzrechner Schweiz.
Willst du tiefer einsteigen? Wie ich Aktien analysiere, zeige ich in Aktienanalyse einfach erklärt. Dafür nutze ich Aktienfinder und aktien.guide*. Gebühren vergleichst du unabhängig auf moneyland.ch. Gute Bücher findest du in meiner Finanzbücher-Liste.
Die 7 häufigsten Anfängerfehler
- Zu lange warten, weil die Auswahl überwältigend wirkt
- Ohne Notgroschen starten oder Geld investieren, das du bald brauchst
- Alles auf eine einzige Aktie setzen, statt breit zu streuen
- Ständig kaufen und verkaufen, statt bei der Strategie zu bleiben
- Jedem Hype hinterherrennen
- Bei einem Kursrutsch in Panik verkaufen
- Sich mehr auf Bekannte verlassen als auf eigene Recherche
Was du für langfristigen Erfolg brauchst, ist Geduld, eine einfache Strategie und Ruhe bei jedem Kursrückgang. Lust, dein Wissen zu testen? Mach mein Investieren-Quiz für Anfänger.
Begriffe einfach erklärt
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Aktie | Ein kleiner Anteil an einer Firma |
| ETF | Exchange Traded Fund, ein börsengehandelter Fonds mit vielen Aktien in einem Produkt |
| Index | Eine Liste von Firmen, die ein ETF nachbildet, zum Beispiel der MSCI World |
| Broker | Anbieter, über den du an der Börse kaufst und verkaufst |
| Depot | Dein Konto für Aktien und ETFs |
| Robo-Advisor | Digitaler Vermögensverwalter, der automatisch für dich investiert |
| Sparplan | Automatischer Kauf eines festen Betrags, zum Beispiel jeden Monat |
| TER | Total Expense Ratio, die laufenden Kosten eines ETFs pro Jahr |
| ISIN | Die weltweit eindeutige Nummer eines Wertpapiers |
| Diversifikation | Dein Geld auf viele Firmen, Länder und Branchen verteilen |
| Dividende | Teil des Gewinns, den eine Firma an ihre Aktionärinnen und Aktionäre auszahlt |
| Thesaurierend | Der ETF legt die Dividenden automatisch wieder an |
| Rebalancing | Die ursprüngliche Aufteilung deines Depots wiederherstellen |
| Klumpenrisiko | Zu viel Geld in einer einzelnen Aktie, Branche oder Region |
| Verrechnungssteuer | 35 % auf Schweizer Dividenden, die du über die Steuererklärung zurückholst |
| Inflation | Die schleichende Teuerung, dein Geld kauft mit der Zeit weniger |
Häufige Fragen zum Investieren für Anfänger in der Schweiz
Wie viel Geld brauche ich, um in der Schweiz mit Investieren zu starten?
Bei Yuh geht ein ETF-Sparplan schon ab CHF 10 pro Monat. Bei finpension Invest gibt es kein festes Minimum, Findependent startet ab CHF 500. Wichtiger als der Betrag ist, dass du überhaupt anfängst.
Was ist der Unterschied zwischen einer Aktie und einem ETF?
Eine Aktie ist ein Anteil an einer einzigen Firma. Ein ETF bündelt viele Aktien in einem Produkt. Mit einem ETF ist dein Geld automatisch breit verteilt und nicht nur auf eine Firma gesetzt.
Broker oder Robo-Advisor, was ist besser für Anfänger?
Beides ist gut. Beim Broker wählst du selbst und zahlst eine Gebühr pro Kauf. Beim Robo-Advisor läuft alles automatisch, dafür zahlst du eine jährliche Gebühr auf dein ganzes Vermögen. Willst du dich um nichts kümmern, passt ein Robo-Advisor. Willst du selbst lernen und entscheiden, passt ein Broker.
Was kostet Investieren in der Schweiz?
Es fallen die laufenden Kosten des ETFs (TER), Handelsgebühren, je nach Anbieter eine Depotgebühr und die Stempelsteuer an. Die Stempelsteuer beträgt 0.075 % bei Schweizer und 0.15 % bei ausländischen Wertpapieren. Beim Robo-Advisor zahlst du statt Handelsgebühren eine jährliche Verwaltungsgebühr.
Sind Kursgewinne in der Schweiz steuerpflichtig?
Nein. Kursgewinne sind für Privatpersonen in der Schweiz steuerfrei. Eine Ausnahme gilt, wenn die Steuerverwaltung dich als gewerbsmässige Händlerin oder gewerbsmässigen Händler einstuft, zum Beispiel bei sehr häufigem Handel mit geliehenem Geld.
Muss ich mein Depot in der Steuererklärung angeben?
Ja. Der Wert deines Depots per 31. Dezember gehört zum steuerbaren Vermögen, Dividenden gibst du als Einkommen an. Die meisten Broker schicken dir Ende Jahr einen Steuerauszug, den du direkt verwenden kannst.
Was ist der Unterschied zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs?
Ein ausschüttender ETF zahlt dir die Dividenden aufs Konto. Ein thesaurierender ETF legt sie automatisch wieder an, dafür steigt der Wert deines Anteils. In der Schweiz versteuerst du die Erträge bei beiden Arten.
Wie sicher ist mein Geld, wenn der Broker Konkurs geht?
Deine Aktien und ETFs sind Sondervermögen. Sie bleiben dein Eigentum und fallen nicht in die Konkursmasse. Nicht investiertes Bargeld ist über die Einlagensicherung bis CHF 100’000 pro Person und Bank geschützt.
Gibt es einen richtigen Zeitpunkt, um mit Investieren zu beginnen?
Den Markt zuverlässig zu timen, schaffen selbst Profis kaum. Mit einem Sparplan investierst du regelmässig und nutzt den Cost-Average-Effekt. Je früher du startest, desto länger wirkt der Zinseszins.
Wie werden Dividenden in der Schweiz besteuert?
Dividenden zählen als Einkommen. Bei Schweizer Aktien werden 35 % Verrechnungssteuer abgezogen, die du über die Steuererklärung zurückholst. Bei US-Aktien senkt das Formular W-8BEN die US-Quellensteuer auf 15 %.
Fazit, dein nächster Schritt
Investieren ist einfacher, als es klingt. Zuerst kommt der Notgroschen, dann wählst du zwischen Broker und Robo-Advisor, und ein breiter Welt-ETF im Sparplan reicht für den Start. Halte es einfach und günstig, und bleib dran. Welche Strategie für dich die beste ist, entscheidest du selbst, je nach Zeit, Risiko und Zielen.
Speziell für Frauen beantworte ich in Investieren für Anfängerinnen 40 Fragen einfach erklärt. Wie der grösste Investor der Welt breit gestreut anlegt, liest du in Norwegischer Staatsfonds einfach erklärt. Alle meine Codes findest du auf der Seite Alle Gutscheincodes.
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*Werbung, Affiliate-Links. Mit meinen Codes bekommst du einen Bonus, und ich erhalte eine kleine Provision. Für dich entstehen keine Mehrkosten. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Anlageberatung. Vergangene Entwicklungen sind keine Garantie für die Zukunft. Zahlen Stand Oktober 2026.

Finanzbloggerin
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