Swissquote vs. Saxo vs. Yuh vs. neon: Welcher Broker passt zu dir?
Welche Frage bekomme ich am häufigsten? Swissquote vs Saxo. Ich nutze Swissquote selbst für mein Dividenden-Depot. Ich kenne auch Yuh und neon aus vielen Tests. Und Saxo ist gerade sehr gefragt. Der Grund: Seit 2025 gehört Saxo mehrheitlich der Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin. Und Saxo hat die Depotgebühren abgeschafft. In diesem Beitrag zeige ich dir alle vier Broker im direkten Vergleich. Du bekommst die Gebühren, die Vor- und Nachteile, und konkrete Rechenbeispiele. Stand Juli 2026.
Antwort in Kürze
Swissquote oder Saxo, was ist besser?
Rein von den Kosten her ist Saxo aktuell oft günstiger, wegen der fehlenden Depotgebühr und dem gratis ETF-Sparplan. Swissquote punktet dafür mit der grössten Auswahl, dem Aktienregister für Generalversammlungen und einem vollwertigen Bankkonto, das Saxo nicht bietet. Für kleine Beträge lohnt sich oft Yuh am meisten. Bist du komplett neu beim Investieren, starte am besten mit meinem Investieren für Anfänger Schweiz Guide.
Kurz zusammengefasst
- Swissquote hat das breiteste Angebot der Schweiz (inkl. Aktienregister, Krypto-Börse SQX), dafür Depotgebühren bis CHF 200 im Jahr. Als einzige der vier ist sie selbst börsenkotiert, ein vollwertiges Bankkonto mit normalem Zahlungsverkehr gibt es obendrauf.
- Saxo ist seit der Gebührensenkung und dem Wegfall der Depotgebühr aktuell einer der günstigsten Broker der Schweiz, inklusive gratis ETF-Sparplan. Dafür ein reiner Broker ohne Zahlungsverkehr, Auszahlungen gehen nur auf Konten, von denen du vorher eingezahlt hast.
- Yuh ist am einfachsten für den Einstieg mit kleinen Beträgen, mit 21 gratis besparbaren ETFs im Sparplan.
- neon verbindet Alltagsbanking mit Investieren, keine Depotgebühr, keine Fremdwährungsgebühr und 7 ETFs zu 0% im Sparplan.
- Alle vier sind FINMA-reguliert mit Schweizer Einlagensicherung bis CHF 100’000.
- Keine Anlageberatung, sondern meine persönliche Einordnung.
Zuletzt aktualisiert am 7. August 2026
Die vier Broker im Überblick
Swissquote
Depot bis CHF 200/J.- Grösste Auswahl der Schweiz
- Aktienregister & Generalversammlungen
- Eigene Krypto-Börse SQX
- Über 25 Jahre am Markt
Saxo
Keine Depotgebühr- Kaufgebühr ab 0.08%, mindestens CHF 3
- Gratis ETF-Sparplan (AutoInvest)
- Gratis e-Steuerauszug
- Seit 2025 mehrheitlich Schweizer Eigentümer
- Reiner Broker ohne Zahlungsverkehr
Yuh
Keine Depotgebühr- 0.5% Kaufgebühr, gestaffelt ab CHF 10’000 auf 0.35%, ab CHF 20’000 auf 0.25%
- 21 ausgewählte ETFs ohne Kaufgebühr besparbar, ab CHF 10
- Einfachste App für den Einstieg
- Gehört zu 100% Swissquote
neon
Keine Depotgebühr- 0.5% Kaufgebühr pro Trade
- Keine Fremdwährungsgebühr
- 7 ausgewählte ETFs im Sparplan zu 0% Kaufgebühr
- Alltagsbanking, 3a und Investieren in einer App
*Affiliate-Link, für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.
Wer steckt eigentlich hinter den vier Brokern? Yuh gehört seit Juli 2025 zu 100% Swissquote. Bei Saxo hält seit 2025 die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin rund 70% der Anteile. Und neon arbeitet mit der Hypothekarbank Lenzburg zusammen, die im Hintergrund die Konten führt. Swissquote selbst gehört niemandem allein, die Aktien werden frei an der Börse SIX gehandelt. Bei Saxo ist das Gründerteam um Kim Fournais weiterhin mit dabei und führt das Unternehmen mit. Interessieren dich neben diesen vier auch andere Schweizer Neobanken wie Zak, findest du in meinem Neo-Banken Schweiz Vergleich eine breitere Übersicht.
Das kann für dich ein Nachteil sein, wenn du dein Geld flexibel bewegen möchtest: Auszahlungen bei Saxo sind nach meiner Recherche nur auf ein Konto möglich, von dem du zuvor eingezahlt hast, eine neue IBAN lässt sich nicht einfach hinterlegen. Willst du zum Beispiel eine Dividende direkt für Alltagsausgaben nutzen oder Geld kurzfristig verschieben, brauchst du bei Saxo den Umweg über eine externe Bank, bei Swissquote, Yuh oder neon geht das direkt aus der App. Bitte prüfe diese Punkte vor einer Kontoeröffnung immer direkt beim jeweiligen Anbieter, da sich Leistungen und Konditionen ändern können.
Gebühren im direkten Vergleich
Am wichtigsten sind zwei Zeilen. Die Depotgebühr fällt laufend an, egal ob du handelst. Und die Kaufgebühr fällt nur beim Kauf oder Verkauf an.
| Kostenpunkt | Swissquote | Saxo | Yuh | neon |
|---|---|---|---|---|
| Depotgebühr | 0.025% pro Quartal, mindestens CHF 15, maximal CHF 50 → bis CHF 200/Jahr | Keine | Keine | Keine |
| Kaufgebühr ETF/Aktien CH | CHF 3 bis 500, CHF 5 bis 1’000, CHF 9 flat ab 1’000 (nur “ETF Leaders”) | 0.08%, mindestens CHF 3 | 0.5%, mindestens CHF 1 | 0.5%, mindestens CHF 1 (7 ETFs zu 0%) |
| ETF-Sparplan | Ja (Dauerauftrag/”Recurring”), reguläre Kaufgebühr pro Ausführung, Fractional Trading optional aktivierbar | Gratis (AutoInvest, über 100 ETFs, nur iShares und Amundi) | Ab CHF 10 möglich, 21 ETFs verschiedener Anbieter gratis | Ja, 7 ETFs davon zu 0% |
| e-Steuerauszug | CHF 85 (digital), CHF 100 (Papier) | Ja, gratis | Ja | Ja |
| Zahlungsverkehr | Ja, vollwertige Bank mit Karte, Twint und e-Banking | Nein, Auszahlungen nur auf Konten, von denen eingezahlt wurde | Ja, Konto und Karte in der App | Ja, Konto und Karte in der App |
| Auslieferung Wertschriften | ca. CHF 54 pro Titel | Einlieferung gratis, Auslieferung CHF 50 pro Position | – | Möglich |
Eigene Recherche, Stand Juli 2026. Gebühren können sich jederzeit ändern, prüfe die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter vor einem Entscheid.
- Saxo AutoInvest: über 100 ETFs, komplett gratis im Sparplan, keine Kaufgebühr bei Einzahlung, du zahlst nur die Stempelsteuer. Wichtig: alle gratis ETFs stammen ausschliesslich von iShares und Amundi.
- Yuh: 21 ausgewählte ETFs lassen sich im Sparplan gratis besparen, ab CHF 10 pro Ausführung, für alle anderen Titel gilt die reguläre Kaufgebühr. Die 21 gratis ETFs stammen von verschiedenen Anbietern, darunter Vanguard, iShares, Invesco und Xtrackers.
- neon: 7 ausgewählte ETFs, darunter der Vanguard FTSE All-World, sind im Sparplan zu 0% Kaufgebühr, die Kosten werden am nächsten Werktag automatisch zurückerstattet.
- Swissquote: bietet zwar einen automatischen Dauerauftrag (“Recurring Order”) auf Aktien, ETFs und Krypto, dieser ist aber nicht gratis, es gilt die reguläre Kaufgebühr oder die “ETF Leaders”-Flatrate bei jeder Ausführung. Mehr dazu in meiner Anleitung zum Swissquote Sparplan.
Für regelmässiges, automatisiertes Sparen mit kleinen bis mittleren Beträgen ist damit Saxo am grosszügigsten (die grösste Auswahl an gratis ETFs, aber nur von iShares und Amundi), gefolgt von Yuh (21 ETFs von verschiedenen Anbietern) und neon (7 ETFs). Wichtig zu wissen: Bei allen dreien gilt die Gratis-Kaufgebühr nur für die jeweils ausgewählten ETFs, nicht für dein gesamtes Depot.
| Saxo | Yuh | neon | |
|---|---|---|---|
| Ganze Anteile oder Bruchteile? | Nur ganze Anteile | Bruchteile möglich | Nur ganze Anteile |
| Mindestbetrag | Kein fixer Betrag, praktisch ab ca. CHF 50 | Ab CHF 10 | 1 Anteil + ca. 5% Reserve |
| Ausführung | 1x monatlich, fix am 5. | Flexibel wählbar | 3 Termine im Monat wählbar |
Ganze Anteile oder Bruchteile, was heisst das konkret: Saxo und neon kaufen ausschliesslich ganze Aktien- oder ETF-Anteile. Kostet ein Anteil zum Beispiel CHF 95 und du zahlst CHF 50 ein, kauft der Broker gar nichts. Das Geld bleibt liegen, bis genug zusammenkommt oder bis zum nächsten Termin. Deshalb lohnen sich beide erst ab einem Betrag für einen ganzen Anteil. Yuh dagegen kauft auch Bruchteile eines Anteils. Zahlst du CHF 10 ein und ein Anteil kostet CHF 95, bekommst du einfach rund ein Zehntel eines Anteils. Deshalb funktioniert Yuh schon ab sehr kleinen Beträgen reibungslos.
Was der Mindestbetrag zusätzlich bedeutet: Bei Saxo bleibt unter CHF 50 oft Geld ungenutzt liegen. Es wird erst mit der nächsten Einzahlung verrechnet. Bei neon zahlst du am besten etwas mehr als den reinen Kurswert ein. So fällst du bei einer kurzen Kursschwankung nicht knapp unter den nötigen Betrag.
Was die Ausführung bedeutet: Saxo kauft nur einmal im Monat, immer am 5. Das ist wenig flexibel, dafür planbar. Bei Yuh wählst du Tag und Rhythmus frei. neon bietet dir drei feste Termine im Monat zur Wahl.
Für dich heisst das: Willst du mit CHF 20 oder CHF 50 im Monat starten, sind Yuh und neon die einfacheren Einstiege, weil sie genau für solche Kleinstbeträge gemacht sind. Erst wenn du regelmässig mehrere Hundert Franken pro Monat investierst und dir die grössere Auswahl wichtig ist, zieht Saxo mit seinen über 100 gratis ETFs an beiden vorbei.
| Swissquote | Saxo | Yuh | neon |
|---|---|---|---|
| Ja (opt-in) | Nein | Ja | Nein |
Gebühren nach Anlageklasse im Detail
Die Kosten hängen stark davon ab, was du kaufst. Hier die vier wichtigsten Anlageklassen einzeln aufgeschlüsselt.
Schweizer Aktien (an der SIX)
| Broker | Kaufgebühr | Zusatzkosten |
|---|---|---|
| Swissquote | CHF 3 bis 190, gestaffelt nach Betrag | + 0.075% Stempelsteuer |
| Saxo | 0.08%, mindestens CHF 3 | + 0.075% Stempelsteuer |
| Yuh | 0.5% (ab CHF 10’000: 0.35%, ab CHF 20’000: 0.25%), mindestens CHF 1 | + 0.075% Stempelsteuer |
| neon | 0.5%, mindestens CHF 1 | + 0.075% Stempelsteuer, keine Fremdwährungsgebühr |
US-Aktien (NYSE/Nasdaq)
| Broker | Kaufgebühr | Zusatzkosten |
|---|---|---|
| Swissquote | Gleicher Tarif wie an der SIX, CHF 3 bis 190 | + 0.15% Stempelsteuer, + ca. 0.95% Währungswechsel ohne USD-Konto |
| Saxo | 0.08%, mindestens USD 1 | + 0.15% Stempelsteuer, + ca. 0.25% Währungswechsel |
| Yuh | 0.5% bis 0.25%, mindestens CHF 1, wie bei CH-Titeln | + 0.15% Stempelsteuer, Wechselkurs im Kaufpreis enthalten |
| neon | 1.0%, mindestens CHF 1 (doppelt so hoch wie bei CH-Titeln) | + 0.15% Stempelsteuer, keine separate Fremdwährungsgebühr |
Wechselgebühren und Fremdwährungskonten
Kaufst du Titel in USD oder EUR, wird irgendwo Geld gewechselt. Die Frage ist nur wo, und zu welchem Kurs. Hier lohnt sich ein genauerer Blick. Die Unterschiede sind grösser als bei der reinen Kaufgebühr.
| Broker | Fremdwährungskonto | Wechselgebühr |
|---|---|---|
| Swissquote | Ja, eigene Verrechnungskonten in CHF, USD, EUR und weiteren Währungen | ca. 0.95%, fällt nur an, wenn du effektiv wechselst |
| Saxo | Ja, mehrere Kontowährungen frei wählbar | ca. 0.25%, deutlich günstiger als bei Swissquote oder Yuh |
| Yuh | Ja, “Meine Währungen” mit CHF-, USD- und EUR-Konto, per Wisch umbuchbar | ca. 0.95% beim manuellen Wechsel, beim Aktienkauf direkt im Kurs enthalten |
| neon | Nein, alles läuft über ein CHF-Konto | Keine separate Gebühr beim Aktienhandel, da neon über BX Swiss in CHF handelt |
ETFs
| Broker | Kaufgebühr | Details |
|---|---|---|
| Swissquote | CHF 3 bis 9 flat für “ETF Leaders” (über 1’100 ETFs), sonst wie Aktien | Automatischer Dauerauftrag möglich, aber nicht gratis, Fractional Trading optional (opt-in) |
| Saxo | 0.08%, mindestens CHF 3, oder gratis im AutoInvest-Sparplan | Über 100 ETFs im gratis Sparplan, nur iShares und Amundi |
| Yuh | 0.5% bis 0.25%, gestaffelt nach Betrag | Sparplan ab CHF 10, 21 ETFs davon komplett gratis |
| neon | 0.5%, 7 ausgewählte ETFs zu 0% | 0%-ETFs im Sparplan gratis, Gebühr wird sonst am nächsten Werktag zurückerstattet |
Kryptowährungen
| Broker | Zugang | Gebühr |
|---|---|---|
| Swissquote | Direktkauf über die eigene Krypto-Börse SQX, über 50 Coins | Gestaffelt, ca. 1.0% (bis CHF 10’000), 0.75% (bis CHF 50’000), 0.5% (darüber) |
| Saxo | Nur indirekt über Krypto-ETPs, kein Direktkauf von Coins | Wie ein normaler ETF-Kauf, 0.08%, mindestens CHF 3 |
| Yuh | Direktkauf möglich, kleinere Auswahl als Swissquote | 1.0% pauschal |
| neon | Nur indirekt über ETCs, ETNs oder Zertifikate, kein Direktkauf | Wie ein normaler Aktienkauf, 0.5% bzw. 1.0% bei internationalen Produkten |
Eigene Recherche, Stand Juli 2026. Krypto-Gebühren sind bei allen Anbietern dynamisch und können sich häufiger ändern als klassische Wertschriftengebühren, prüfe deshalb die aktuellen Sätze direkt in der App vor einem Kauf.
Swissquote im Detail
Swissquote ist die grösste unabhängige Schweizer Online-Bank und bei mir selbst seit Jahren im Einsatz für mein Dividenden-Depot. Die Auswahl an Aktien, ETFs, Kryptowährungen und weiteren Anlageklassen ist die grösste unter den drei Anbietern hier.
- Grösste Auswahl an Wertpapieren und Börsenplätzen
- Zugang zum Aktienregister, damit auch zu Generalversammlungen und Aktionärsgeschenken
- Eigene Krypto-Börse SQX mit Direktkauf von Coins
- Seit über 25 Jahren am Markt und an der SIX kotiert, das macht Swissquote sehr etabliert
- Die Swissquote-Aktie (SQN) läuft selbst gut, mit Rekordergebnis 2025 und Kurs nahe dem 52-Wochen-Hoch
- Breiter, unkomplizierter Kundenservice mit langer Schweizer Tradition
- Vollwertiges Bankkonto mit Debitkarte, Twint und e-Banking, nicht nur ein reines Depot
- Depotgebühr bis CHF 200 im Jahr, andere Anbieter verlangen keine
- Der ausführliche e-Steuerauszug kostet CHF 85 (digital) bzw. CHF 100 (Papier), bei Saxo ist er gratis
- Automatischer Sparplan (Dauerauftrag) ist nicht gratis, anders als bei Saxo, Yuh oder neon
- Fractional Trading muss erst manuell aktiviert werden, standardmässig ausgeschaltet, und Bruchteile geben kein Stimmrecht an der GV
- Auslieferung von Wertschriften ist mit ca. CHF 54 pro Titel teuer
Swissquote
Der Broker, den ich selbst für mein Dividenden-Depot nutze.
*Affiliate. Nur für Personen mit Wohnsitz Schweiz, nach Einzahlung von CHF 1’000 innerhalb 30 Tagen.
Ausführlich gehe ich auf die Gebühren in meinem Beitrag Swissquote Gebühren Erfahrungen ein, einen vollständigen Testbericht findest du in Swissquote Erfahrungen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Kontoeröffnung inklusive Bonus gibt es in Swissquote Konto eröffnen, eine Anleitung für deinen ersten Kauf in Swissquote Aktien kaufen, und wie du bestehende Positionen von einer anderen Bank überträgst, erkläre ich in Aktien übertragen zu Swissquote.
- Aktienregister-Eintrag. Nur bei Swissquote wirst du bei vielen Titeln automatisch als Aktionärin oder Aktionär im Register der Gesellschaft eingetragen. Das gibt dir Stimmrecht an der Generalversammlung und Zugang zu Aktionärsgeschenken, zum Beispiel Vergünstigungen bei Nestlé, Lindt oder Swatch. Saxo, Yuh und neon bieten diesen Eintrag nicht an.
- Kein Währungsumtausch nötig. Schweizer Aktien werden ohnehin in CHF gehandelt, dadurch fällt bei Swissquote hier keine zusätzliche Devisengebühr an, anders als bei Positionen in Fremdwährung.
- “ETF Leaders” deckt viele Schweizer ETFs ab. Die gedeckelte Flat Fee liegt bei maximal CHF 9. Das gilt auch für zahlreiche beliebte Schweiz-ETFs. So bleiben die Kosten bei grösseren Positionen planbar.
- Lange Erfahrung mit dem Schweizer Markt. Swissquote handelt seit über 25 Jahren an der SIX. Das bringt Erfahrung mit Kapitalerhöhungen, Bezugsrechten und Nennwertrückzahlungen.
Für weltweite ETFs oder wenn dir das Aktienregister egal ist, sieht die Rechnung oft anders aus. Dort punkten Saxo oder neon mit tieferen Gebühren.
Saxo im Detail
Saxo ist ursprünglich eine dänische Bank. In der Schweiz läuft sie als eigene, FINMA-regulierte Saxo Bank (Schweiz) AG mit Sitz in Zürich. Anfang 2025 hat Saxo die Depotgebühren gestrichen. Seither ist Saxo einer der günstigsten Broker im Schweizer Markt, besonders für den langfristigen ETF-Sparplan.
- Keine Depotgebühr mehr seit 2025
- Gratis ETF-Sparplan (AutoInvest) für über 100 ETFs
- Tiefe Kaufgebühren ab CHF 3 bzw. USD 1
- Bis zu 21 gratis Fremdwährungs-Unterkonten, damit lassen sich ETFs direkt in USD, EUR & Co. kaufen, inklusive US-domizilierter ETFs wie VT
- Gratis e-Steuerauszug
- Seit 2025 mehrheitlich bei der Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin
- Kein Zugang zum Aktienregister, keine Teilnahme an Generalversammlungen oder Aktionärsvergünstigungen
- Im AutoInvest-Sparplan kauft Saxo nur ganze ETF-Anteile, keine Bruchteile. Reicht deine Sparrate nicht für einen ganzen Anteil, bleibt der Restbetrag bis zum nächsten Termin ungenutzt liegen, das kann bei teureren ETFs oder kleinen Sparraten den automatischen Vermögensaufbau ausbremsen
- Der gratis AutoInvest-Sparplan umfasst nur ETFs von iShares und Amundi, beliebte Vanguard-ETFs wie der VWRL lassen sich bei Saxo nur ausserhalb des Sparplans kaufen
- Plattform und App sind aus meiner Sicht nicht besonders benutzerfreundlich, gerade für Einsteiger wirkt Saxo komplizierter als Yuh oder Swissquote
- Kryptowährungen nur indirekt über ETPs handelbar, kein Direktkauf von Coins
- Zeigt beim Kauf in Fremdwährungen keinen ungefähren CHF-Gegenwert an
- Kein Bankkonto-System mit Debitkarte, Zahlungen und e-Banking, Saxo ist ein reiner Investment-Broker
- Auszahlungen nur auf Konten, von denen du vorher eingezahlt hast, eine IBAN manuell eingeben oder anpassen geht nicht
Ausführlich gehe ich auf alle Schwachstellen von Saxo in meinem Beitrag Saxo Bank Nachteile: eine ehrliche Einordnung ein.
Saxo
Aktuell einer der günstigsten Schweizer Broker, besonders für ETF-Sparpläne.
Zu Saxo →Kein Affiliate-Link. Angaben ohne Gewähr, keine Anlageberatung.
Yuh im Detail
Yuh ist die App für alle, die einfach starten wollen und mit kleinen Beträgen. Seit Juli 2025 gehört sie zu 100% Swissquote. Davor war sie ein gemeinsames Projekt von Swissquote und PostFinance.
- Keine Depotgebühr
- ETF-Sparplan schon ab CHF 10, 21 ETFs davon komplett gratis besparbar
- Sehr einfache, aufgeräumte App, ideal für den ersten Broker überhaupt
- Verbindet Banking, Karte und Investieren in einer einzigen, schnellen App
- Schnelle Kontoeröffnung, in wenigen Minuten erledigt
- 0.5% Kaufgebühr bei kleinen Beträgen, sinkt zwar ab CHF 10’000 auf 0.35% und ab CHF 20’000 auf 0.25%, bleibt aber trotzdem teurer als Saxo
- Kleinere Auswahl an ETFs und Aktien als bei Swissquote oder Saxo
- Kein Aktienregister-Zugang
- Bei Sonderfällen (z. B. hängenden Kartentransaktionen) wird der Kundenservice in Bewertungen gelegentlich als langsam kritisiert
Yuh
Der einfachste Einstieg, ideal für kleine Beträge und Sparpläne.
*Affiliate. Nach Einzahlung von CHF 500.
Meinen ausführlichen Vergleich der beiden Swissquote-Marken findest du in Yuh vs. Swissquote, einen vollständigen Testbericht in Yuh Erfahrungen. Mehr zu den 21 gratis besparbaren ETFs liest du in Yuh gratis ETF Sparplan.
neon im Detail
neon ist zuerst eine Schweizer Neobank fürs Alltagskonto. Über “neon invest” kannst du in der App aber auch ETFs und Aktien kaufen. Praktisch für alle, die Banking, Säule 3a und Investieren an einem Ort haben wollen.
- Keine Depotgebühr
- Keine Fremdwährungsgebühr, ausser bei Dividenden in Fremdwährung
- Ausgewählte ETFs, darunter der Vanguard FTSE All-World, zu 0% Kaufgebühr
- Säule 3a direkt integriert, Gesamtkosten 0.39% bis 0.45%
- Gebühren transparent und linear, keine versteckten Staffelungen
- 0.5% Kaufgebühr bei regulären ETFs und Aktien wird ab höheren Beträgen teuer
- Internationale Aktien kosten sogar 1.0%
- Kleinere Auswahl an Aktien und ETFs als bei den anderen drei Brokern
- Die App wirkt neben Wise oder Revolut technisch etwas weniger fertig, ein Punkt, der oft in Foren wie der Mustachian Post genannt wird
neon
Alltagskonto, Säule 3a und Investieren in einer App, mit ausgewählten Gratis-ETFs.
*Affiliate. Angaben ohne Gewähr, keine Anlageberatung.
Mehr zum gratis ETF-Sparplan findest du in meinem Beitrag neon Invest: gratis ETF Sparplan, einen vollständigen Testbericht in neon Erfahrungen.
Sicherheit und Regulierung
Alle vier Broker sind in der Schweiz FINMA-reguliert. Auf Bargeld gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis CHF 100’000. Deine Wertschriften sind davon unabhängig geschützt. Sie gelten als Sondervermögen und bleiben bei einer Insolvenz der Bank ausserhalb der Konkursmasse.
| Swissquote | Saxo | Yuh | neon | |
|---|---|---|---|---|
| Regulierung | FINMA, an der SIX kotiert | FINMA, Schweizer Banklizenz | FINMA (über Swissquote) | FINMA |
| Einlagensicherung | bis CHF 100’000 | bis CHF 100’000 | bis CHF 100’000 | bis CHF 100’000 |
| Mehrheitseigentümer | Publikumsgesellschaft (SIX) | J. Safra Sarasin (seit 2025) | Swissquote (seit 2025, 100%) | Hypothekarbank Lenzburg |
Warum die Gebühr allein nicht alles ist
Rein von den Kosten her liegt Saxo oft vorne. Trotzdem ist der günstigste Broker nicht automatisch die beste Wahl für dich. Es gibt gute Gründe, auch andere Punkte anzuschauen.
Benutzerfreundlichkeit
- Eine App, die du nicht gern öffnest, nutzt du seltener
- Komplizierte Plattformen führen eher zu Fehlern oder Frust
- Gerade für den ersten Broker zählt Einfachheit oft mehr als 1 Franken Kaufgebühr
Zusatzleistungen
- Aktienregister, Generalversammlungen, Aktionärsgeschenke gibt es nicht überall
- Ein gratis e-Steuerauszug spart dir jedes Jahr Zeit
- Kryptobörse, Sparpläne oder 3a-Integration sind je nach Anbieter unterschiedlich
Vertrauen und Kontinuität
- Wie lange ist der Anbieter schon am Markt, ohne grosse Umbrüche
- Wer steht als Eigentümer dahinter, und wie oft hat das gewechselt
- Wie reagiert der Kundenservice, wenn wirklich mal etwas schiefläuft
Welcher Broker passt zu dir?
Ziel dieser Tabelle ist nicht, dir vorzuschreiben, was du tun sollst. Sie soll dir eine schnelle Orientierung geben. Schau, welche Situation oder welches Ziel am ehesten auf dich zutrifft. Dann siehst du auf einen Blick, welcher Broker in der Praxis am besten dazu passt.
| Situation | Oft gewählt wird |
|---|---|
| Du startest mit kleinen, regelmässigen Beträgen | Yuh, wegen des ETF-Sparplans ab CHF 10 |
| Du willst langfristig grössere Summen günstig investieren | Saxo, wegen fehlender Depotgebühr und gratis Sparplan |
| Du willst die grösste Auswahl und Zugang zu Generalversammlungen | Swissquote |
| Dir ist ein möglichst etablierter, breit bekannter Schweizer Anbieter wichtig | Swissquote |
| Dir ist der günstigste Gesamtpreis am wichtigsten | Saxo, in den Rechenbeispielen aktuell am günstigsten |
| Du willst Banking, 3a und Investieren an einem Ort | neon, dank integrierter App für alles |
| Dir ist eine besonders einfache, aufgeräumte Bedienung wichtig | Yuh oder Swissquote, aktuell eingängiger als Saxo |
| Du hältst vor allem Schweizer Aktien und willst Aktionärsrechte nutzen | Swissquote, wegen des Aktienregister-Eintrags |
| Du willst dein Geld flexibel bewegen, etwa Dividenden direkt ausgeben oder überweisen | Swissquote, Yuh oder neon, alle mit echtem Bankkonto. Saxo kennt keinen Zahlungsverkehr |
Häufige Fragen zum Brokervergleich
Welcher Broker ist am günstigsten?
Ist Saxo in der Schweiz sicher?
Gehören Yuh und Swissquote zusammen?
Kann ich mehrere Broker gleichzeitig nutzen?
Wieso hat Swissquote eine Depotgebühr, die anderen nicht?
Bietet neon auch einen ETF-Sparplan?
War Saxo Bank in chinesischem Besitz?
Warum ist Swissquote für Schweizer Aktien am besten?
Ist der günstigste Broker automatisch der beste?
Gibt es Gebührenunterschiede zwischen Schweizer Aktien, US-Aktien, ETFs und Krypto?
Welche Broker bieten einen gratis ETF-Sparplan?
Bekomme ich bei Saxo auch eine Karte fürs Alltagsbanking?
Wie viel kostet der Kauf einer Schweizer Aktie für CHF 2’000 konkret?
Wer bietet ein Fremdwährungskonto an, und was kostet der Wechsel?
Kann ich bei Saxo ETFs in USD kaufen?
Wo kann ich Wertschriftenleihe machen?
Bei welchem Broker kann ich Bruchteile von Aktien kaufen?
Fazit
Es gibt nicht den einen besten Broker für alle. Wer regelmässig kleine Beträge sparen will, ist bei Yuh oder neon gut aufgehoben. Wer langfristig grössere Summen möglichst günstig investieren will, kommt an Saxo aktuell kaum vorbei. Und wer die grösste Auswahl und Extras wie das Aktienregister will, findet das nach wie vor am ehesten bei Swissquote. Am Ende zählt nicht nur die Gebühr, sondern auch, was zu deiner Anlagesumme, deinem Anlagehorizont, deiner Erfahrung und deinen Bedürfnissen passt.
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Depotübertrag: So zügelst du dein Portfolio zwischen Swissquote, Saxo und Yuh
Du hast dich entschieden und dein Depot liegt beim falschen Broker? Kein Problem, Wertschriften lassen sich übertragen, ohne dass du verkaufen musst. So bleibst du durchgehend investiert. So läuft es ab:
- Konto beim neuen Broker eröffnen. Das neue Depot muss zuerst stehen.
- Übertrag beim neuen Broker beantragen. Alle drei bieten dafür ein Formular (“Depotübertrag” bzw. “Transfer of securities”). Du gibst den alten Broker, die Depotnummer und die Titel an, den Rest erledigen die Banken untereinander.
- Warten. Innerhalb der Schweiz dauert der Übertrag meist 1 bis 3 Wochen.
- Kontrollieren und Einstandspreise nachtragen. Die ursprünglichen Kaufkurse werden oft nicht mitübertragen, notiere sie dir vorher aus dem alten Depotauszug.
Die Kosten: Eingehende Überträge sind in der Regel kostenlos. Der abgebende Broker verlangt meist eine Gebühr pro Position, branchenüblich rund CHF 50 bis 100 je Titel. Bei wenigen ETFs verkraftbar, bei zwanzig Einzelpositionen läppert es sich. Prüfe vorher die aktuelle Gebührenordnung deines bisherigen Brokers, und frage beim neuen nach, manche übernehmen die Kosten ab einer gewissen Depotgrösse auf Anfrage.

Finanzbloggerin
Zertifizierte Vermögensberaterin IAF
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Hallo Helga,
Seit einigen Jahren habe ich ein Depot bei YUH.
Zum Beginnen und Erfahrungen sammeln eine gute Idee.
Damals als YUH noch mit PostFinance zusammen gearbeitet hat, auch sehr einfach zu Eröffnen.
Leider habe ich festgestellt, dass es (wenigstens im Moment) nicht möglich ist eine Übertragung der Aktien/ETF zu Swissquote zu machen.
Es wäre nur ein Verkauf bei YUH und erneuter Kauf bei Swissquote möglich. Das finde ich schade und enorm teuer wenn man sich später entschließt definitiv zu Swissquote zu wechseln.
Ich hoffe, dass das irgendwann möglich wird.
Ich finde das eine wichtige Information für alle die mit YUH beginnen und später mal auf einen anderen Broker umsteigen möchten !
Grüsse Fredy
Lieber Fredy
Ja, das ist aktuell leider nicht möglich.
Deshalb ist es sinnvoll, von Anfang an mit Swissquote zu starten, wenn du langfristig mehr als nur die Basisfunktionen nutzen möchtest.
Letztlich kommt es immer darauf an, welches Ziel du mit deinem Depot verfolgst.
Wenn du lediglich einen ETF-Sparplan auf einen der kostenlosen Sparplan-ETFs bei Yuh aufbauen möchtest, reicht ein Yuh-Depot vollkommen aus. In diesem Fall macht ein Wechsel zu Swissquote aus meiner Sicht wenig Sinn.
Möchtest du hingegen in Schweizer Einzelaktien investieren oder die volle Auswahl an Wertschriften und Funktionen nutzen, ist Swissquote die bessere Wahl.
Liebe Grüsse
Helga