Swissquote vs. Saxo vs. Yuh vs. neon: Welcher Broker passt zu dir?

Swissquote vs. Saxo vs. Yuh vs. neon

Swissquote vs. Saxo vs. Yuh vs. neon: Welcher Broker passt zu dir?

Swissquote vs. Saxo vs. Yuh vs. neon: Broker-Vergleich Schweiz

Welche Frage bekomme ich am häufigsten? Swissquote vs Saxo. Ich nutze Swissquote selbst für mein Dividenden-Depot. Ich kenne auch Yuh und neon aus vielen Tests. Und Saxo ist gerade sehr gefragt. Der Grund: Seit 2025 gehört Saxo mehrheitlich der Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin. Und Saxo hat die Depotgebühren abgeschafft. In diesem Beitrag zeige ich dir alle vier Broker im direkten Vergleich. Du bekommst die Gebühren, die Vor- und Nachteile, und konkrete Rechenbeispiele. Stand Juli 2026.

Antwort in Kürze

Swissquote oder Saxo, was ist besser?

Rein von den Kosten her ist Saxo aktuell oft günstiger, wegen der fehlenden Depotgebühr und dem gratis ETF-Sparplan. Swissquote punktet dafür mit der grössten Auswahl, dem Aktienregister für Generalversammlungen und einem vollwertigen Bankkonto, das Saxo nicht bietet. Für kleine Beträge lohnt sich oft Yuh am meisten. Bist du komplett neu beim Investieren, starte am besten mit meinem Investieren für Anfänger Schweiz Guide.

Kurz zusammengefasst

  • Swissquote hat das breiteste Angebot der Schweiz (inkl. Aktienregister, Krypto-Börse SQX), dafür Depotgebühren bis CHF 200 im Jahr. Als einzige der vier ist sie selbst börsenkotiert, ein vollwertiges Bankkonto mit normalem Zahlungsverkehr gibt es obendrauf.
  • Saxo ist seit der Gebührensenkung und dem Wegfall der Depotgebühr aktuell einer der günstigsten Broker der Schweiz, inklusive gratis ETF-Sparplan. Dafür ein reiner Broker ohne Zahlungsverkehr, Auszahlungen gehen nur auf Konten, von denen du vorher eingezahlt hast.
  • Yuh ist am einfachsten für den Einstieg mit kleinen Beträgen, mit 21 gratis besparbaren ETFs im Sparplan.
  • neon verbindet Alltagsbanking mit Investieren, keine Depotgebühr, keine Fremdwährungsgebühr und 7 ETFs zu 0% im Sparplan.
  • Alle vier sind FINMA-reguliert mit Schweizer Einlagensicherung bis CHF 100’000.
  • Keine Anlageberatung, sondern meine persönliche Einordnung.

Zuletzt aktualisiert am 7. August 2026

Übersicht

Die vier Broker im Überblick

Swissquote

Depot bis CHF 200/J.
  • Grösste Auswahl der Schweiz
  • Aktienregister & Generalversammlungen
  • Eigene Krypto-Börse SQX
  • Über 25 Jahre am Markt
🎁 MKT_LIEBEFINANZENCHF 100 Trading Credits*

Saxo

Keine Depotgebühr
  • Kaufgebühr ab 0.08%, mindestens CHF 3
  • Gratis ETF-Sparplan (AutoInvest)
  • Gratis e-Steuerauszug
  • Seit 2025 mehrheitlich Schweizer Eigentümer
  • Reiner Broker ohne Zahlungsverkehr
Kein Affiliate-Code verfügbar

Yuh

Keine Depotgebühr
  • 0.5% Kaufgebühr, gestaffelt ab CHF 10’000 auf 0.35%, ab CHF 20’000 auf 0.25%
  • 21 ausgewählte ETFs ohne Kaufgebühr besparbar, ab CHF 10
  • Einfachste App für den Einstieg
  • Gehört zu 100% Swissquote
🎁 YUHLIEBECHF 50 + 250 Swissqoin*

neon

Keine Depotgebühr
  • 0.5% Kaufgebühr pro Trade
  • Keine Fremdwährungsgebühr
  • 7 ausgewählte ETFs im Sparplan zu 0% Kaufgebühr
  • Alltagsbanking, 3a und Investieren in einer App
🎁 liebefinanzenCHF 10 Startguthaben*

*Affiliate-Link, für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

Wer steckt eigentlich hinter den vier Brokern? Yuh gehört seit Juli 2025 zu 100% Swissquote. Bei Saxo hält seit 2025 die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin rund 70% der Anteile. Und neon arbeitet mit der Hypothekarbank Lenzburg zusammen, die im Hintergrund die Konten führt. Swissquote selbst gehört niemandem allein, die Aktien werden frei an der Börse SIX gehandelt. Bei Saxo ist das Gründerteam um Kim Fournais weiterhin mit dabei und führt das Unternehmen mit. Interessieren dich neben diesen vier auch andere Schweizer Neobanken wie Zak, findest du in meinem Neo-Banken Schweiz Vergleich eine breitere Übersicht.

Wichtiger Unterschied: Alltagsbanking ja oder nein. Swissquote ist als Schweizer Bank lizenziert und bietet dir ein vollwertiges Bankkonto mit Debitkarte, Twint und e-Banking für den Alltag. Saxo Bank (Schweiz) AG verfügt nach eigenen Angaben ebenfalls über eine FINMA-Banklizenz, richtet ihr Angebot aber ausschliesslich aufs Investieren aus, ohne Alltagsbanking-Funktionen wie Debitkarte, Twint oder e-Banking für den Alltag.

Das kann für dich ein Nachteil sein, wenn du dein Geld flexibel bewegen möchtest: Auszahlungen bei Saxo sind nach meiner Recherche nur auf ein Konto möglich, von dem du zuvor eingezahlt hast, eine neue IBAN lässt sich nicht einfach hinterlegen. Willst du zum Beispiel eine Dividende direkt für Alltagsausgaben nutzen oder Geld kurzfristig verschieben, brauchst du bei Saxo den Umweg über eine externe Bank, bei Swissquote, Yuh oder neon geht das direkt aus der App. Bitte prüfe diese Punkte vor einer Kontoeröffnung immer direkt beim jeweiligen Anbieter, da sich Leistungen und Konditionen ändern können.

Kosten

Gebühren im direkten Vergleich

Am wichtigsten sind zwei Zeilen. Die Depotgebühr fällt laufend an, egal ob du handelst. Und die Kaufgebühr fällt nur beim Kauf oder Verkauf an.

KostenpunktSwissquoteSaxoYuhneon
Depotgebühr0.025% pro Quartal, mindestens CHF 15, maximal CHF 50 → bis CHF 200/JahrKeineKeineKeine
Kaufgebühr ETF/Aktien CHCHF 3 bis 500, CHF 5 bis 1’000, CHF 9 flat ab 1’000 (nur “ETF Leaders”)0.08%, mindestens CHF 30.5%, mindestens CHF 10.5%, mindestens CHF 1 (7 ETFs zu 0%)
ETF-SparplanJa (Dauerauftrag/”Recurring”), reguläre Kaufgebühr pro Ausführung, Fractional Trading optional aktivierbarGratis (AutoInvest, über 100 ETFs, nur iShares und Amundi)Ab CHF 10 möglich, 21 ETFs verschiedener Anbieter gratisJa, 7 ETFs davon zu 0%
e-SteuerauszugCHF 85 (digital), CHF 100 (Papier)Ja, gratisJaJa
ZahlungsverkehrJa, vollwertige Bank mit Karte, Twint und e-BankingNein, Auszahlungen nur auf Konten, von denen eingezahlt wurdeJa, Konto und Karte in der AppJa, Konto und Karte in der App
Auslieferung Wertschriftenca. CHF 54 pro TitelEinlieferung gratis, Auslieferung CHF 50 pro PositionMöglich

Eigene Recherche, Stand Juli 2026. Gebühren können sich jederzeit ändern, prüfe die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter vor einem Entscheid.

Gratis ETF-Sparpläne: Saxo, Yuh und neon bieten das, Swissquote nicht. Drei der vier Broker lassen dich ausgewählte ETFs komplett ohne Kaufgebühr regelmässig besparen. Bei Swissquote ist ein automatisierter Sparplan zwar auch möglich, aber nicht kostenlos.
  • Saxo AutoInvest: über 100 ETFs, komplett gratis im Sparplan, keine Kaufgebühr bei Einzahlung, du zahlst nur die Stempelsteuer. Wichtig: alle gratis ETFs stammen ausschliesslich von iShares und Amundi.
  • Yuh: 21 ausgewählte ETFs lassen sich im Sparplan gratis besparen, ab CHF 10 pro Ausführung, für alle anderen Titel gilt die reguläre Kaufgebühr. Die 21 gratis ETFs stammen von verschiedenen Anbietern, darunter Vanguard, iShares, Invesco und Xtrackers.
  • neon: 7 ausgewählte ETFs, darunter der Vanguard FTSE All-World, sind im Sparplan zu 0% Kaufgebühr, die Kosten werden am nächsten Werktag automatisch zurückerstattet.
  • Swissquote: bietet zwar einen automatischen Dauerauftrag (“Recurring Order”) auf Aktien, ETFs und Krypto, dieser ist aber nicht gratis, es gilt die reguläre Kaufgebühr oder die “ETF Leaders”-Flatrate bei jeder Ausführung. Mehr dazu in meiner Anleitung zum Swissquote Sparplan.

Für regelmässiges, automatisiertes Sparen mit kleinen bis mittleren Beträgen ist damit Saxo am grosszügigsten (die grösste Auswahl an gratis ETFs, aber nur von iShares und Amundi), gefolgt von Yuh (21 ETFs von verschiedenen Anbietern) und neon (7 ETFs). Wichtig zu wissen: Bei allen dreien gilt die Gratis-Kaufgebühr nur für die jeweils ausgewählten ETFs, nicht für dein gesamtes Depot.

🎯 Mindestbeträge im Vergleich. Bei Yuh und neon kannst du schon mit Kleinstbeträgen einsteigen, bei Saxo lohnt es sich in der Praxis eher ab CHF 50 pro Ausführung. Der Grund dahinter ist immer derselbe: Kauft der Broker nur ganze Aktien- und ETF-Anteile, oder auch Bruchteile davon?
SaxoYuhneon
Ganze Anteile oder Bruchteile?Nur ganze AnteileBruchteile möglichNur ganze Anteile
MindestbetragKein fixer Betrag, praktisch ab ca. CHF 50Ab CHF 101 Anteil + ca. 5% Reserve
Ausführung1x monatlich, fix am 5.Flexibel wählbar3 Termine im Monat wählbar

Ganze Anteile oder Bruchteile, was heisst das konkret: Saxo und neon kaufen ausschliesslich ganze Aktien- oder ETF-Anteile. Kostet ein Anteil zum Beispiel CHF 95 und du zahlst CHF 50 ein, kauft der Broker gar nichts. Das Geld bleibt liegen, bis genug zusammenkommt oder bis zum nächsten Termin. Deshalb lohnen sich beide erst ab einem Betrag für einen ganzen Anteil. Yuh dagegen kauft auch Bruchteile eines Anteils. Zahlst du CHF 10 ein und ein Anteil kostet CHF 95, bekommst du einfach rund ein Zehntel eines Anteils. Deshalb funktioniert Yuh schon ab sehr kleinen Beträgen reibungslos.

Was der Mindestbetrag zusätzlich bedeutet: Bei Saxo bleibt unter CHF 50 oft Geld ungenutzt liegen. Es wird erst mit der nächsten Einzahlung verrechnet. Bei neon zahlst du am besten etwas mehr als den reinen Kurswert ein. So fällst du bei einer kurzen Kursschwankung nicht knapp unter den nötigen Betrag.

Was die Ausführung bedeutet: Saxo kauft nur einmal im Monat, immer am 5. Das ist wenig flexibel, dafür planbar. Bei Yuh wählst du Tag und Rhythmus frei. neon bietet dir drei feste Termine im Monat zur Wahl.

Für dich heisst das: Willst du mit CHF 20 oder CHF 50 im Monat starten, sind Yuh und neon die einfacheren Einstiege, weil sie genau für solche Kleinstbeträge gemacht sind. Erst wenn du regelmässig mehrere Hundert Franken pro Monat investierst und dir die grössere Auswahl wichtig ist, zieht Saxo mit seinen über 100 gratis ETFs an beiden vorbei.

Wo kann ich Wertschriftenleihe machen? Bei Swissquote und bei Saxo. Du musst es aktiv einschalten. Dabei verleihst du deine Aktien und ETFs an andere Institutionen. Dafür bekommst du Geld, bei Saxo 50% des Ertrags, bei Swissquote 0.5% bis über 4% pro Jahr. Du bekommst weiterhin deine Dividenden. Aber während der Leihdauer verlierst du das Stimmrecht an der Generalversammlung. Und es bleibt ein Risiko, falls die Gegenpartei ausfällt. Yuh und neon bieten das nicht an.
Wo sind Bruchteile (Fractional Shares) möglich? Bei Swissquote und bei Yuh. Bei Swissquote musst du “Fractional Trading” zuerst in den Einstellungen einschalten, standardmässig ist es aus. Dann kannst du Aktien, ETFs und sogar Krypto in Bruchteilen kaufen, ab CHF 3. Ganze Aktien werden weiterhin ins Aktienregister eingetragen. Bruchteile dagegen werden nur treuhänderisch verwahrt, ohne Stimmrecht oder Aktionärsgeschenke. Bei Yuh ist Fractional Trading direkt aktiv. Bei Saxo und neon kaufst du immer nur ganze Anteile. Reicht dein Betrag nicht für einen ganzen Anteil, bleibt der Rest auf dem Konto liegen. Er wird meist beim nächsten Kauf verwendet.
SwissquoteSaxoYuhneon
Ja (opt-in)NeinJaNein

Gebühren nach Anlageklasse im Detail

Die Kosten hängen stark davon ab, was du kaufst. Hier die vier wichtigsten Anlageklassen einzeln aufgeschlüsselt.

Schweizer Aktien (an der SIX)

BrokerKaufgebührZusatzkosten
SwissquoteCHF 3 bis 190, gestaffelt nach Betrag+ 0.075% Stempelsteuer
Saxo0.08%, mindestens CHF 3+ 0.075% Stempelsteuer
Yuh0.5% (ab CHF 10’000: 0.35%, ab CHF 20’000: 0.25%), mindestens CHF 1+ 0.075% Stempelsteuer
neon0.5%, mindestens CHF 1+ 0.075% Stempelsteuer, keine Fremdwährungsgebühr

US-Aktien (NYSE/Nasdaq)

BrokerKaufgebührZusatzkosten
SwissquoteGleicher Tarif wie an der SIX, CHF 3 bis 190+ 0.15% Stempelsteuer, + ca. 0.95% Währungswechsel ohne USD-Konto
Saxo0.08%, mindestens USD 1+ 0.15% Stempelsteuer, + ca. 0.25% Währungswechsel
Yuh0.5% bis 0.25%, mindestens CHF 1, wie bei CH-Titeln+ 0.15% Stempelsteuer, Wechselkurs im Kaufpreis enthalten
neon1.0%, mindestens CHF 1 (doppelt so hoch wie bei CH-Titeln)+ 0.15% Stempelsteuer, keine separate Fremdwährungsgebühr

Wechselgebühren und Fremdwährungskonten

Kaufst du Titel in USD oder EUR, wird irgendwo Geld gewechselt. Die Frage ist nur wo, und zu welchem Kurs. Hier lohnt sich ein genauerer Blick. Die Unterschiede sind grösser als bei der reinen Kaufgebühr.

BrokerFremdwährungskontoWechselgebühr
SwissquoteJa, eigene Verrechnungskonten in CHF, USD, EUR und weiteren Währungenca. 0.95%, fällt nur an, wenn du effektiv wechselst
SaxoJa, mehrere Kontowährungen frei wählbarca. 0.25%, deutlich günstiger als bei Swissquote oder Yuh
YuhJa, “Meine Währungen” mit CHF-, USD- und EUR-Konto, per Wisch umbuchbarca. 0.95% beim manuellen Wechsel, beim Aktienkauf direkt im Kurs enthalten
neonNein, alles läuft über ein CHF-KontoKeine separate Gebühr beim Aktienhandel, da neon über BX Swiss in CHF handelt
Warum das für dich relevant ist. Hast du ein Fremdwährungskonto bei Swissquote oder Yuh, kannst du eine USD-Dividende einfach in USD stehen lassen. Du wechselst dann später, wenn es dir passt. Ohne dieses Konto wird bei jeder Transaktion sofort zum aktuellen Kurs getauscht. Bei Saxo lohnt sich das Konto weniger. Die Wechselgebühr ist dort mit 0.25% ohnehin schon die tiefste. Bei neon stellt sich die Frage praktisch nicht. US-Titel werden dort technisch in CHF über die BX Swiss gehandelt. Neons Kartenzahlungen im Ausland laufen separat (0.35% bei neon free, 0% bei den kostenpflichtigen Plänen).

ETFs

BrokerKaufgebührDetails
SwissquoteCHF 3 bis 9 flat für “ETF Leaders” (über 1’100 ETFs), sonst wie AktienAutomatischer Dauerauftrag möglich, aber nicht gratis, Fractional Trading optional (opt-in)
Saxo0.08%, mindestens CHF 3, oder gratis im AutoInvest-SparplanÜber 100 ETFs im gratis Sparplan, nur iShares und Amundi
Yuh0.5% bis 0.25%, gestaffelt nach BetragSparplan ab CHF 10, 21 ETFs davon komplett gratis
neon0.5%, 7 ausgewählte ETFs zu 0%0%-ETFs im Sparplan gratis, Gebühr wird sonst am nächsten Werktag zurückerstattet

Kryptowährungen

BrokerZugangGebühr
SwissquoteDirektkauf über die eigene Krypto-Börse SQX, über 50 CoinsGestaffelt, ca. 1.0% (bis CHF 10’000), 0.75% (bis CHF 50’000), 0.5% (darüber)
SaxoNur indirekt über Krypto-ETPs, kein Direktkauf von CoinsWie ein normaler ETF-Kauf, 0.08%, mindestens CHF 3
YuhDirektkauf möglich, kleinere Auswahl als Swissquote1.0% pauschal
neonNur indirekt über ETCs, ETNs oder Zertifikate, kein DirektkaufWie ein normaler Aktienkauf, 0.5% bzw. 1.0% bei internationalen Produkten

Eigene Recherche, Stand Juli 2026. Krypto-Gebühren sind bei allen Anbietern dynamisch und können sich häufiger ändern als klassische Wertschriftengebühren, prüfe deshalb die aktuellen Sätze direkt in der App vor einem Kauf.

Das Muster dahinter. Saxo ist bei gewöhnlichen Aktien und Nicht-Leader-ETFs am günstigsten. Eine Ausnahme: Bei Swissquotes “ETF Leaders” kippt das ab rund CHF 11’250 pro Kauf, dank der gedeckelten CHF 9 wird Swissquote dort sogar günstiger, siehe Beispiel oben. Yuh und neon sind bei kleinen Beträgen oft am günstigsten. Bei US-Aktien lohnt sich neon wegen der 1%-Gebühr aber kaum, dort ist Yuh die günstigere Alternative. Beim Krypto-Direktkauf sind nur Swissquote und Yuh überhaupt eine Option, Saxo und neon bieten das nur indirekt über Fondsprodukte an.
Broker 1

Swissquote im Detail

Swissquote ist die grösste unabhängige Schweizer Online-Bank und bei mir selbst seit Jahren im Einsatz für mein Dividenden-Depot. Die Auswahl an Aktien, ETFs, Kryptowährungen und weiteren Anlageklassen ist die grösste unter den drei Anbietern hier.

Dafür spricht
  • Grösste Auswahl an Wertpapieren und Börsenplätzen
  • Zugang zum Aktienregister, damit auch zu Generalversammlungen und Aktionärsgeschenken
  • Eigene Krypto-Börse SQX mit Direktkauf von Coins
  • Seit über 25 Jahren am Markt und an der SIX kotiert, das macht Swissquote sehr etabliert
  • Die Swissquote-Aktie (SQN) läuft selbst gut, mit Rekordergebnis 2025 und Kurs nahe dem 52-Wochen-Hoch
  • Breiter, unkomplizierter Kundenservice mit langer Schweizer Tradition
  • Vollwertiges Bankkonto mit Debitkarte, Twint und e-Banking, nicht nur ein reines Depot
Dagegen spricht
  • Depotgebühr bis CHF 200 im Jahr, andere Anbieter verlangen keine
  • Der ausführliche e-Steuerauszug kostet CHF 85 (digital) bzw. CHF 100 (Papier), bei Saxo ist er gratis
  • Automatischer Sparplan (Dauerauftrag) ist nicht gratis, anders als bei Saxo, Yuh oder neon
  • Fractional Trading muss erst manuell aktiviert werden, standardmässig ausgeschaltet, und Bruchteile geben kein Stimmrecht an der GV
  • Auslieferung von Wertschriften ist mit ca. CHF 54 pro Titel teuer
🎁 CHF 100 Trading Credits
Swissquote Gutscheincode MKT_LIEBEFINANZEN für CHF 100 Trading Credits

Swissquote

Der Broker, den ich selbst für mein Dividenden-Depot nutze.

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*Affiliate. Nur für Personen mit Wohnsitz Schweiz, nach Einzahlung von CHF 1’000 innerhalb 30 Tagen.

Ausführlich gehe ich auf die Gebühren in meinem Beitrag Swissquote Gebühren Erfahrungen ein, einen vollständigen Testbericht findest du in Swissquote Erfahrungen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Kontoeröffnung inklusive Bonus gibt es in Swissquote Konto eröffnen, eine Anleitung für deinen ersten Kauf in Swissquote Aktien kaufen, und wie du bestehende Positionen von einer anderen Bank überträgst, erkläre ich in Aktien übertragen zu Swissquote.

Warum Swissquote gerade bei Schweizer Aktien Vorteile hat. Für reine Schweizer Positionen ist Swissquote oft die naheliegendste Wahl. Hier die Gründe.
  • Aktienregister-Eintrag. Nur bei Swissquote wirst du bei vielen Titeln automatisch als Aktionärin oder Aktionär im Register der Gesellschaft eingetragen. Das gibt dir Stimmrecht an der Generalversammlung und Zugang zu Aktionärsgeschenken, zum Beispiel Vergünstigungen bei Nestlé, Lindt oder Swatch. Saxo, Yuh und neon bieten diesen Eintrag nicht an.
  • Kein Währungsumtausch nötig. Schweizer Aktien werden ohnehin in CHF gehandelt, dadurch fällt bei Swissquote hier keine zusätzliche Devisengebühr an, anders als bei Positionen in Fremdwährung.
  • “ETF Leaders” deckt viele Schweizer ETFs ab. Die gedeckelte Flat Fee liegt bei maximal CHF 9. Das gilt auch für zahlreiche beliebte Schweiz-ETFs. So bleiben die Kosten bei grösseren Positionen planbar.
  • Lange Erfahrung mit dem Schweizer Markt. Swissquote handelt seit über 25 Jahren an der SIX. Das bringt Erfahrung mit Kapitalerhöhungen, Bezugsrechten und Nennwertrückzahlungen.

Für weltweite ETFs oder wenn dir das Aktienregister egal ist, sieht die Rechnung oft anders aus. Dort punkten Saxo oder neon mit tieferen Gebühren.

Broker 2

Saxo im Detail

Saxo ist ursprünglich eine dänische Bank. In der Schweiz läuft sie als eigene, FINMA-regulierte Saxo Bank (Schweiz) AG mit Sitz in Zürich. Anfang 2025 hat Saxo die Depotgebühren gestrichen. Seither ist Saxo einer der günstigsten Broker im Schweizer Markt, besonders für den langfristigen ETF-Sparplan.

Dafür spricht
  • Keine Depotgebühr mehr seit 2025
  • Gratis ETF-Sparplan (AutoInvest) für über 100 ETFs
  • Tiefe Kaufgebühren ab CHF 3 bzw. USD 1
  • Bis zu 21 gratis Fremdwährungs-Unterkonten, damit lassen sich ETFs direkt in USD, EUR & Co. kaufen, inklusive US-domizilierter ETFs wie VT
  • Gratis e-Steuerauszug
  • Seit 2025 mehrheitlich bei der Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin
Dagegen spricht
  • Kein Zugang zum Aktienregister, keine Teilnahme an Generalversammlungen oder Aktionärsvergünstigungen
  • Im AutoInvest-Sparplan kauft Saxo nur ganze ETF-Anteile, keine Bruchteile. Reicht deine Sparrate nicht für einen ganzen Anteil, bleibt der Restbetrag bis zum nächsten Termin ungenutzt liegen, das kann bei teureren ETFs oder kleinen Sparraten den automatischen Vermögensaufbau ausbremsen
  • Der gratis AutoInvest-Sparplan umfasst nur ETFs von iShares und Amundi, beliebte Vanguard-ETFs wie der VWRL lassen sich bei Saxo nur ausserhalb des Sparplans kaufen
  • Plattform und App sind aus meiner Sicht nicht besonders benutzerfreundlich, gerade für Einsteiger wirkt Saxo komplizierter als Yuh oder Swissquote
  • Kryptowährungen nur indirekt über ETPs handelbar, kein Direktkauf von Coins
  • Zeigt beim Kauf in Fremdwährungen keinen ungefähren CHF-Gegenwert an
  • Kein Bankkonto-System mit Debitkarte, Zahlungen und e-Banking, Saxo ist ein reiner Investment-Broker
  • Auszahlungen nur auf Konten, von denen du vorher eingezahlt hast, eine IBAN manuell eingeben oder anpassen geht nicht
Drei technische Details, die du kennen solltest. Fremdwährungs-Unterkonten musst du bei Saxo selbst einrichten und mit Geld auffüllen. Eine automatische Verrechnung mit dem CHF-Hauptkonto gibt es nicht. Ein Wertschriftenübertrag zu einem anderen Broker kostet CHF 50 pro Position, die Einlieferung zu Saxo ist gratis. Und bei Auszahlungen fliesst Geld nur auf Konten, von denen du vorher bei Saxo eingezahlt hast. Eine IBAN manuell eingeben oder anpassen geht nicht, ein neues Auszahlungskonto registrierst du per Einzahlung von genau diesem Konto. In einem Nutzerbericht kostete eine Auszahlung von CHF 200 deshalb CHF 25 Gebühren, weil die hinterlegte IBAN falsch gespeichert war und die Zahlung über eine Zwischenbank lief. Alle Details dazu in meinem Vergleich Swissquote vs. Saxo Bank.
Zur früheren China-Beteiligung. Von 2018 bis 2025 gehörte Saxo Bank mehrheitlich einem chinesischen Autokonzern. Zhejiang Geely hält Marken wie Geely Auto, Volvo und Zeekr. Über eine Tochterfirma hielt Geely rund 52% der Anteile an Saxo. Der Geely-Vertreter Daniel Donghui Li war zeitweise sogar Verwaltungsratspräsident. Kritisiert wurde vor allem der Einfluss eines chinesischen Grossaktionärs auf eine europäische Bank. Im Frühling 2025 verkaufte Geely seine Anteile vollständig. Der Grund: Geely will sich aufs Kerngeschäft Automobil konzentrieren. Käuferin war die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin, mehr dazu unten.
Zur Übernahme durch J. Safra Sarasin. Im März 2026 hat die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin rund 70% der Saxo-Anteile übernommen. FINMA und die dänische Finanzaufsicht haben beide zugestimmt. Für dich als Kundin oder Kunde ändert sich operativ nichts: Die Saxo Bank (Schweiz) AG bleibt eine eigenständige Tochter mit Schweizer Banklizenz und der gewohnten Einlagensicherung bis CHF 100’000.
Kann ich bei Saxo ETFs in CHF handeln? Ja, manche. An der Schweizer Börse SIX gibt es einige beliebte ETFs auch in CHF, zum Beispiel den Vanguard FTSE All-World (VWRL). Kaufst du so einen ETF in CHF, zahlst du keine Wechselgebühr. Viele andere bekannte ETFs gibt es an der SIX aber nur in USD oder EUR. Dann zahlst du die 0.25% Wechselgebühr, ausser du hast ein Fremdwährungskonto eingerichtet. Beim AutoInvest-Sparplan geht das nicht. Das Konto läuft dort immer in CHF. Wählst du einen USD-ETF im Sparplan, zahlst du bei jedem Kauf die Wechselgebühr. Schau darum vor dem Kauf immer nach, in welcher Währung ein ETF an der SIX gehandelt wird.

Ausführlich gehe ich auf alle Schwachstellen von Saxo in meinem Beitrag Saxo Bank Nachteile: eine ehrliche Einordnung ein.

Saxo

Aktuell einer der günstigsten Schweizer Broker, besonders für ETF-Sparpläne.

Zu Saxo →

Kein Affiliate-Link. Angaben ohne Gewähr, keine Anlageberatung.

Broker 3

Yuh im Detail

Yuh ist die App für alle, die einfach starten wollen und mit kleinen Beträgen. Seit Juli 2025 gehört sie zu 100% Swissquote. Davor war sie ein gemeinsames Projekt von Swissquote und PostFinance.

Dafür spricht
  • Keine Depotgebühr
  • ETF-Sparplan schon ab CHF 10, 21 ETFs davon komplett gratis besparbar
  • Sehr einfache, aufgeräumte App, ideal für den ersten Broker überhaupt
  • Verbindet Banking, Karte und Investieren in einer einzigen, schnellen App
  • Schnelle Kontoeröffnung, in wenigen Minuten erledigt
Dagegen spricht
  • 0.5% Kaufgebühr bei kleinen Beträgen, sinkt zwar ab CHF 10’000 auf 0.35% und ab CHF 20’000 auf 0.25%, bleibt aber trotzdem teurer als Saxo
  • Kleinere Auswahl an ETFs und Aktien als bei Swissquote oder Saxo
  • Kein Aktienregister-Zugang
  • Bei Sonderfällen (z. B. hängenden Kartentransaktionen) wird der Kundenservice in Bewertungen gelegentlich als langsam kritisiert
🎁 CHF 50 + 250 Swissqoin
Yuh Gutscheincode YUHLIEBE für CHF 50 Trading Credits und 250 Swissqoin

Yuh

Der einfachste Einstieg, ideal für kleine Beträge und Sparpläne.

👉 Dein Rabattcode YUHLIEBE
Zu Yuh →

*Affiliate. Nach Einzahlung von CHF 500.

Meinen ausführlichen Vergleich der beiden Swissquote-Marken findest du in Yuh vs. Swissquote, einen vollständigen Testbericht in Yuh Erfahrungen. Mehr zu den 21 gratis besparbaren ETFs liest du in Yuh gratis ETF Sparplan.

Broker 4

neon im Detail

neon ist zuerst eine Schweizer Neobank fürs Alltagskonto. Über “neon invest” kannst du in der App aber auch ETFs und Aktien kaufen. Praktisch für alle, die Banking, Säule 3a und Investieren an einem Ort haben wollen.

Dafür spricht
  • Keine Depotgebühr
  • Keine Fremdwährungsgebühr, ausser bei Dividenden in Fremdwährung
  • Ausgewählte ETFs, darunter der Vanguard FTSE All-World, zu 0% Kaufgebühr
  • Säule 3a direkt integriert, Gesamtkosten 0.39% bis 0.45%
  • Gebühren transparent und linear, keine versteckten Staffelungen
Dagegen spricht
  • 0.5% Kaufgebühr bei regulären ETFs und Aktien wird ab höheren Beträgen teuer
  • Internationale Aktien kosten sogar 1.0%
  • Kleinere Auswahl an Aktien und ETFs als bei den anderen drei Brokern
  • Die App wirkt neben Wise oder Revolut technisch etwas weniger fertig, ein Punkt, der oft in Foren wie der Mustachian Post genannt wird
🎁 CHF 10 Startguthaben
neon Gutscheincode liebefinanzen für CHF 10 Startguthaben

neon

Alltagskonto, Säule 3a und Investieren in einer App, mit ausgewählten Gratis-ETFs.

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Zu neon →

*Affiliate. Angaben ohne Gewähr, keine Anlageberatung.

Mehr zum gratis ETF-Sparplan findest du in meinem Beitrag neon Invest: gratis ETF Sparplan, einen vollständigen Testbericht in neon Erfahrungen.

Sicherheit

Sicherheit und Regulierung

Alle vier Broker sind in der Schweiz FINMA-reguliert. Auf Bargeld gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis CHF 100’000. Deine Wertschriften sind davon unabhängig geschützt. Sie gelten als Sondervermögen und bleiben bei einer Insolvenz der Bank ausserhalb der Konkursmasse.

SwissquoteSaxoYuhneon
RegulierungFINMA, an der SIX kotiertFINMA, Schweizer BanklizenzFINMA (über Swissquote)FINMA
Einlagensicherungbis CHF 100’000bis CHF 100’000bis CHF 100’000bis CHF 100’000
MehrheitseigentümerPublikumsgesellschaft (SIX)J. Safra Sarasin (seit 2025)Swissquote (seit 2025, 100%)Hypothekarbank Lenzburg
Saxo vs. Swissquote: der Unterschied bei der Eigentümerstruktur. Swissquote ist seit dem Jahr 2000 an der Börse SIX kotiert (Symbol SQN). Das heisst: Es gehört vielen tausend Aktionärinnen und Aktionären, nicht einem einzelnen ausländischen Grossaktionär. Als börsenkotierte Firma legt Swissquote zudem Quartalszahlen und Jahresberichte offen, jeder kann sich selbst ein Bild von der Stabilität machen.
Einordnung

Warum die Gebühr allein nicht alles ist

Rein von den Kosten her liegt Saxo oft vorne. Trotzdem ist der günstigste Broker nicht automatisch die beste Wahl für dich. Es gibt gute Gründe, auch andere Punkte anzuschauen.

Benutzerfreundlichkeit

  • Eine App, die du nicht gern öffnest, nutzt du seltener
  • Komplizierte Plattformen führen eher zu Fehlern oder Frust
  • Gerade für den ersten Broker zählt Einfachheit oft mehr als 1 Franken Kaufgebühr

Zusatzleistungen

  • Aktienregister, Generalversammlungen, Aktionärsgeschenke gibt es nicht überall
  • Ein gratis e-Steuerauszug spart dir jedes Jahr Zeit
  • Kryptobörse, Sparpläne oder 3a-Integration sind je nach Anbieter unterschiedlich

Vertrauen und Kontinuität

  • Wie lange ist der Anbieter schon am Markt, ohne grosse Umbrüche
  • Wer steht als Eigentümer dahinter, und wie oft hat das gewechselt
  • Wie reagiert der Kundenservice, wenn wirklich mal etwas schiefläuft
Ein Gedanke dazu. Ein paar Franken weniger Gebühr bringen dir wenig, wenn du wegen einer umständlichen App seltener investierst. Oder wenn dir am Ende Rechte fehlen, die dir wichtig sind, wie das Aktienregister. Die günstigste Lösung ist nur dann die beste, wenn sie zu dir passt. Deshalb lohnt sich ein Blick über die reine Gebührentabelle hinaus, bevor du dich entscheidest.
Entscheidung

Welcher Broker passt zu dir?

Ziel dieser Tabelle ist nicht, dir vorzuschreiben, was du tun sollst. Sie soll dir eine schnelle Orientierung geben. Schau, welche Situation oder welches Ziel am ehesten auf dich zutrifft. Dann siehst du auf einen Blick, welcher Broker in der Praxis am besten dazu passt.

SituationOft gewählt wird
Du startest mit kleinen, regelmässigen BeträgenYuh, wegen des ETF-Sparplans ab CHF 10
Du willst langfristig grössere Summen günstig investierenSaxo, wegen fehlender Depotgebühr und gratis Sparplan
Du willst die grösste Auswahl und Zugang zu GeneralversammlungenSwissquote
Dir ist ein möglichst etablierter, breit bekannter Schweizer Anbieter wichtigSwissquote
Dir ist der günstigste Gesamtpreis am wichtigstenSaxo, in den Rechenbeispielen aktuell am günstigsten
Du willst Banking, 3a und Investieren an einem Ortneon, dank integrierter App für alles
Dir ist eine besonders einfache, aufgeräumte Bedienung wichtigYuh oder Swissquote, aktuell eingängiger als Saxo
Du hältst vor allem Schweizer Aktien und willst Aktionärsrechte nutzenSwissquote, wegen des Aktienregister-Eintrags
Du willst dein Geld flexibel bewegen, etwa Dividenden direkt ausgeben oder überweisenSwissquote, Yuh oder neon, alle mit echtem Bankkonto. Saxo kennt keinen Zahlungsverkehr
Was ich selbst mache: Mein Dividenden-Depot liegt bei Swissquote. Zwei Gründe sind mir wichtig: Erstens finde ich die Bedienung bei Swissquote einfacher. Zweitens werde ich dort automatisch ins Aktienregister eingetragen, das brauche ich für Generalversammlungen und Aktionärsgeschenke. Das heisst nicht, dass Saxo schlecht ist, nur dass es für meine Bedürfnisse nicht die erste Wahl ist. Nichts spricht aber dagegen, mehrere Broker parallel zu nutzen, zum Beispiel Yuh oder neon für kleine Sparpläne und Swissquote für grössere Positionen mit Aktienregister-Bezug.
Fragen & Antworten

Häufige Fragen zum Brokervergleich

Welcher Broker ist am günstigsten?
Bei grösseren, regelmässigen Beträgen ist aktuell Saxo am günstigsten, wegen der fehlenden Depotgebühr und dem gratis ETF-Sparplan. Bei sehr kleinen Beträgen kann Yuh trotz der höheren Kaufgebühr günstiger sein, weil es keine Mindestbeträge für Sparpläne gibt.
Ist Saxo in der Schweiz sicher?
Ja, die Saxo Bank (Schweiz) AG ist FINMA-reguliert, verfügt über eine Schweizer Banklizenz und bietet die Einlagensicherung bis CHF 100’000. Seit 2025 hält zudem die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin die Mehrheit der Anteile.
Gehören Yuh und Swissquote zusammen?
Ja, Yuh gehört seit Juli 2025 zu 100% zu Swissquote. Davor war es ein gemeinsames Projekt von Swissquote und PostFinance.
Kann ich mehrere Broker gleichzeitig nutzen?
Ja, problemlos. Viele kombinieren zum Beispiel einen günstigen Sparplan-Broker wie Saxo oder Yuh mit Swissquote für einzelne Positionen oder den Zugang zum Aktienregister.
Wieso hat Swissquote eine Depotgebühr, die anderen nicht?
Das hängt vom Geschäftsmodell ab. Swissquote finanziert sich unter anderem über die Depotgebühr, dafür bietet es die breiteste Auswahl und Zusatzleistungen wie das Aktienregister. Saxo und Yuh verzichten auf die Depotgebühr, dafür ist ihr Angebot in Teilen kleiner.
Bietet neon auch einen ETF-Sparplan?
Ja, neon Invest bietet einen Sparplan für ausgewählte ETFs, darunter der Vanguard FTSE All-World, komplett ohne Kaufgebühren. Für andere ETFs und Aktien gilt die reguläre Kaufgebühr von 0.5%.
War Saxo Bank in chinesischem Besitz?
Ja, von 2018 bis 2025 hielt der chinesische Autokonzern Zhejiang Geely Holding Group über seine Tochter Geely Financials Denmark rund 52% der Anteile an Saxo Bank. Im Frühling 2025 hat Geely diese Beteiligung vollständig verkauft, seit März 2026 hält die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin die Mehrheit.
Warum ist Swissquote für Schweizer Aktien am besten?
Vier Gründe sprechen dafür. Erstens der Aktienregister-Eintrag: Du wirst bei vielen Titeln automatisch als Aktionärin oder Aktionär eingetragen, mit Stimmrecht an der Generalversammlung und Zugang zu Aktionärsgeschenken, etwa bei Nestlé, Lindt oder Swatch. Das bieten Saxo, Yuh und neon nicht an. Zweitens entfällt bei CHF-Titeln der Währungsumtausch. Drittens deckt die gedeckelte “ETF Leaders”-Flatrate von maximal CHF 9 auch viele Schweizer ETFs ab. Und viertens handelt Swissquote seit über 25 Jahren an der SIX, das bringt Erfahrung mit Kapitalerhöhungen und Bezugsrechten. Das gilt vor allem für reine Schweizer Positionen. Bei kleinen und mittleren Beträgen ist Yuh bei Schweizer Aktien zum Beispiel oft sogar günstiger, siehe die Gebührentabelle weiter oben.
Ist der günstigste Broker automatisch der beste?
Nicht unbedingt. Neben der Gebühr spielen auch Benutzerfreundlichkeit, Zusatzleistungen wie das Aktienregister, die Kontinuität des Anbieters und deine persönliche Anlagesumme eine Rolle. Bei kleinen, regelmässigen Beträgen wirkt sich ein Gebührenunterschied von wenigen Franken kaum aus.
Gibt es Gebührenunterschiede zwischen Schweizer Aktien, US-Aktien, ETFs und Krypto?
Ja, teils deutlich. Bei neon kosten US-Aktien 1.0% statt 0.5% wie Schweizer Titel. Bei Swissquote kommt bei US-Titeln ohne eigenes USD-Konto eine Fremdwährungsgebühr von rund 0.95% dazu. ETFs sind bei Swissquote über die “ETF Leaders” oft am günstigsten gedeckelt, bei Saxo im AutoInvest-Sparplan sogar gratis. Kryptowährungen lassen sich nur bei Swissquote und Yuh direkt kaufen, bei Saxo und neon nur indirekt über ETPs oder Zertifikate.
Welche Broker bieten einen gratis ETF-Sparplan?
Kostenlos bieten das Saxo, Yuh und neon an. Bei Saxo sind über 100 ETFs im AutoInvest-Sparplan komplett gratis, allerdings ausschliesslich von iShares und Amundi. Bei Yuh sind es 21 ausgewählte ETFs von verschiedenen Anbietern wie Vanguard, iShares, Invesco und Xtrackers, bei neon 7 ausgewählte ETFs, darunter der Vanguard FTSE All-World. Swissquote bietet ebenfalls einen automatisierbaren Dauerauftrag auf Aktien, ETFs und Krypto an, dieser ist aber nicht gratis, es gilt die reguläre Kaufgebühr.
Bekomme ich bei Saxo auch eine Karte fürs Alltagsbanking?
Nein. Saxo ist ein reiner Investment-Broker ohne Debitkarte, Zahlungsfunktionen oder e-Banking für den Alltag. Auszahlungen gehen zudem nur auf Konten, von denen du vorher eingezahlt hast, eine IBAN manuell erfassen geht nicht. Swissquote, Yuh und neon bieten alle ein vollwertiges Bankkonto mit Karte, Zahlen und e-Banking zusätzlich zum Investieren an.
Wie viel kostet der Kauf einer Schweizer Aktie für CHF 2’000 konkret?
Bei Saxo zahlst du rund CHF 4.50 (Mindestgebühr CHF 3 plus Stempelsteuer), bei Swissquote, Yuh und neon je CHF 11.50 (Kaufgebühr plus Stempelsteuer). Die Stempelsteuer von 0.075% fällt bei allen vier gleich an.
Wer bietet ein Fremdwährungskonto an, und was kostet der Wechsel?
Swissquote und Yuh bieten eigene Fremdwährungskonten in CHF, USD und EUR an, mit einer Wechselgebühr von rund 0.95%. Saxo erlaubt ebenfalls mehrere Kontowährungen, hier liegt die Wechselgebühr mit rund 0.25% deutlich tiefer. neon führt nur ein CHF-Konto, handelt aber auch US-Titel technisch in CHF, daher fällt beim Aktienkauf keine separate Wechselgebühr an.
Kann ich bei Saxo ETFs in USD kaufen?
Ja. Saxo bietet bis zu 21 gratis Fremdwährungs-Unterkonten, unter anderem in USD und EUR. Richtest du ein USD-Konto ein und füllst es mit USD, kaufst du ETFs manuell direkt in USD. Die 0.25%-Wechselgebühr fällt dann nur beim tatsächlichen Umtausch an. Beim AutoInvest-Sparplan geht das nicht, dort läuft das Konto immer in CHF. Ein USD-ETF im Sparplan kostet also bei jeder Ausführung die Wechselgebühr. So sind bei Saxo auch US-domizilierte ETFs wie VT handelbar, die es bei Swissquote, Yuh oder neon meist nicht gibt. Ein Nachteil: Das Unterkonto musst du manuell einrichten und mit Guthaben auffüllen. Eine automatische Verrechnung mit dem CHF-Hauptkonto gibt es nicht.
Wo kann ich Wertschriftenleihe machen?
Bei Swissquote und bei Saxo. Beide bieten das als Extra an, du musst es selbst einschalten. Du verleihst deine Aktien und ETFs an andere Institutionen und bekommst dafür Geld, bei Saxo 50% des Ertrags, bei Swissquote je nach Nachfrage unterschiedlich viel. Yuh und neon bieten das nicht an.
Bei welchem Broker kann ich Bruchteile von Aktien kaufen?
Bei Swissquote und bei Yuh. Bei Swissquote musst du “Fractional Trading” zuerst in den Kontoeinstellungen aktivieren, dann kannst du Aktien, ETFs und Krypto ab CHF 3 in Bruchteilen kaufen. Bruchteile werden bei Swissquote nur treuhänderisch verwahrt, ohne Stimmrecht an der Generalversammlung. Saxo und neon kaufen immer nur ganze Anteile.
Fazit

Fazit

Es gibt nicht den einen besten Broker für alle. Wer regelmässig kleine Beträge sparen will, ist bei Yuh oder neon gut aufgehoben. Wer langfristig grössere Summen möglichst günstig investieren will, kommt an Saxo aktuell kaum vorbei. Und wer die grösste Auswahl und Extras wie das Aktienregister will, findet das nach wie vor am ehesten bei Swissquote. Am Ende zählt nicht nur die Gebühr, sondern auch, was zu deiner Anlagesumme, deinem Anlagehorizont, deiner Erfahrung und deinen Bedürfnissen passt.

Keine Anlageberatung. Angaben ohne Gewähr, bitte prüfe die aktuellen Konditionen direkt bei den Anbietern. Kennzahlen Stand Juli 2026.

*Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links, für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

Depotübertrag: So zügelst du dein Portfolio zwischen Swissquote, Saxo und Yuh

Du hast dich entschieden und dein Depot liegt beim falschen Broker? Kein Problem, Wertschriften lassen sich übertragen, ohne dass du verkaufen musst. So bleibst du durchgehend investiert. So läuft es ab:

  1. Konto beim neuen Broker eröffnen. Das neue Depot muss zuerst stehen.
  2. Übertrag beim neuen Broker beantragen. Alle drei bieten dafür ein Formular (“Depotübertrag” bzw. “Transfer of securities”). Du gibst den alten Broker, die Depotnummer und die Titel an, den Rest erledigen die Banken untereinander.
  3. Warten. Innerhalb der Schweiz dauert der Übertrag meist 1 bis 3 Wochen.
  4. Kontrollieren und Einstandspreise nachtragen. Die ursprünglichen Kaufkurse werden oft nicht mitübertragen, notiere sie dir vorher aus dem alten Depotauszug.

Die Kosten: Eingehende Überträge sind in der Regel kostenlos. Der abgebende Broker verlangt meist eine Gebühr pro Position, branchenüblich rund CHF 50 bis 100 je Titel. Bei wenigen ETFs verkraftbar, bei zwanzig Einzelpositionen läppert es sich. Prüfe vorher die aktuelle Gebührenordnung deines bisherigen Brokers, und frage beim neuen nach, manche übernehmen die Kosten ab einer gewissen Depotgrösse auf Anfrage.

Drei Stolpersteine: ① Bruchteile (Fractional Shares bei Yuh) lassen sich nicht übertragen, nur ganze Anteile. Die Bruchstücke verkaufst du vorher, in der Schweiz steuerfrei. ② Prüfe, ob der neue Broker alle deine Titel überhaupt handelt, sonst bleibt nur der Verkauf. ③ Steuerlich passiert beim Übertrag nichts, es ist kein Verkauf. Fürs Wertschriftenverzeichnis brauchst du am Jahresende einfach die Auszüge beider Broker.

2 thoughts on “Swissquote vs. Saxo vs. Yuh vs. neon: Welcher Broker passt zu dir?

  1. Hallo Helga,
    Seit einigen Jahren habe ich ein Depot bei YUH.
    Zum Beginnen und Erfahrungen sammeln eine gute Idee.
    Damals als YUH noch mit PostFinance zusammen gearbeitet hat, auch sehr einfach zu Eröffnen.
    Leider habe ich festgestellt, dass es (wenigstens im Moment) nicht möglich ist eine Übertragung der Aktien/ETF zu Swissquote zu machen.
    Es wäre nur ein Verkauf bei YUH und erneuter Kauf bei Swissquote möglich. Das finde ich schade und enorm teuer wenn man sich später entschließt definitiv zu Swissquote zu wechseln.
    Ich hoffe, dass das irgendwann möglich wird.

    Ich finde das eine wichtige Information für alle die mit YUH beginnen und später mal auf einen anderen Broker umsteigen möchten !
    Grüsse Fredy

    1. Lieber Fredy

      Ja, das ist aktuell leider nicht möglich.

      Deshalb ist es sinnvoll, von Anfang an mit Swissquote zu starten, wenn du langfristig mehr als nur die Basisfunktionen nutzen möchtest.

      Letztlich kommt es immer darauf an, welches Ziel du mit deinem Depot verfolgst.

      Wenn du lediglich einen ETF-Sparplan auf einen der kostenlosen Sparplan-ETFs bei Yuh aufbauen möchtest, reicht ein Yuh-Depot vollkommen aus. In diesem Fall macht ein Wechsel zu Swissquote aus meiner Sicht wenig Sinn.

      Möchtest du hingegen in Schweizer Einzelaktien investieren oder die volle Auswahl an Wertschriften und Funktionen nutzen, ist Swissquote die bessere Wahl.

      Liebe Grüsse
      Helga

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