Neo-Banken Schweiz Vergleich 2026: Zak, Yuh, neon & mehr

Neo-Banken Schweiz Vergleich 2026: Zak, Yuh, neon und mehr einfach erklärt

Yuh vs Zak vs neon

Der einfache Überblick zuerst. Zak, Yuh und neon free kosten dich keinen Franken im Monat. Für den Alltag reicht das völlig aus. Reist du oft, lohnen sich neon global, neon metal oder Alpian, weil sie im Ausland weniger Gebühren nehmen.

Zum Vergleich: bei einer klassischen Bank wie Raiffeisen, UBS oder PostFinance zahlst du für Konto und Karte oft rund 100 Franken im Jahr. Bei den meisten Neo-Banken zahlst du dafür null Franken.

Was ist eine Neo-Bank überhaupt? Ganz einfach erklärt: du eröffnest ein Bankkonto komplett am Handy, ohne in eine Filiale zu gehen. Du bekommst eine Kontonummer (die sogenannte IBAN) und eine Karte, meistens gratis. Alles läuft über eine App.

Es gibt noch weitere Smartphone-Banken wie CSX und Yapeal, die ich bisher nicht persönlich getestet habe. N26 und Revolut kommen aus dem Ausland und bieten kein Schweizer Bankkonto an.

5 Begriffe kurz erklärt, bevor es losgeht:
  • IBAN: deine persönliche Kontonummer. Du brauchst sie, damit dir jemand Geld überweisen kann.
  • Debitkarte: eine Bankkarte, die Geld sofort direkt vom Konto abbucht. Es gibt keinen Kredit, du gibst also nur Geld aus, das wirklich auf dem Konto liegt.
  • TWINT: die Schweizer App zum Bezahlen per Handy, an der Kasse oder unter Freunden.
  • FINMA: die Schweizer Aufsichtsbehörde für Banken. Ist ein Anbieter FINMA-reguliert, wird er staatlich kontrolliert wie eine normale Bank.
  • Einlagensicherung: geht eine Bank pleite, ist dein Geld bis CHF 100’000 gesetzlich geschützt.

Neo-Bank oder Hausbank: was ist der Unterschied?

Eine Neo-Bank gibt dir ein Bankkonto und eine Karte, meist ganz ohne Gebühren. Die Kontoeröffnung dauert am Handy nur wenige Minuten. Die Karten sind fast immer Debitkarten. Das heisst, du zahlst nur mit Geld, das wirklich auf deinem Konto liegt, ganz ohne Kredit.

Vorteile

Meist komplett gratis, ohne Kontoführungsgebühr

Konto in wenigen Minuten am Handy eröffnet

Push-Nachrichten bei jeder Zahlung

Oft Zusatzfunktionen wie Spartöpfe oder Investieren

Nachteile

Keine Beratung vor Ort in einer Filiale

Kein klassischer Kredit oder Hypothek möglich

Support meist nur per Chat oder Mail

Bargeld einzahlen ist oft umständlicher

Brauchst du eine Hypothek oder eine persönliche Beratung, kommst du um eine Hausbank wie Raiffeisen, UBS oder PostFinance meist nicht herum. Für dein Lohnkonto und den Alltag reicht eine Neo-Bank aber fast immer aus. Viele Leute kombinieren deshalb beides: die Neo-Bank für den Alltag, die Hausbank für die grossen Sachen.

Was kostet die Bankkarte wirklich? Der grosse Kostenvergleich

Das ist die wichtigste Frage in diesem Beitrag, und deshalb bekommt sie den grössten Block. Eine Bankkarte klingt banal, kostet dich über die Jahre aber richtig Geld, wenn du sie bei der falschen Bank bestellst.

Ganz einfach erklärt, damit es niemand missversteht: bei einer etablierten Bank wie Raiffeisen, UBS oder PostFinance zahlst du oft zwei getrennte Gebühren. Erstens eine Kontogebühr, nur dafür, dass du überhaupt ein Konto hast. Zweitens eine Kartengebühr, nur dafür, dass du die Karte besitzt. Diese zwei Gebühren zusammen ergeben schnell 100 Franken oder mehr pro Jahr.

Bei einer Neo-Bank wie Zak, Yuh, neon free oder Alpian gibt es diese Trennung nicht. Das Konto ist gratis, und die Karte ist automatisch im gratis Konto dabei. Für beides zusammen zahlst du null Franken.

Kontogebühr + Kartengebühr im Schnellcheck

Was du für BEIDES zusammen im Jahr bezahlst, ohne Zusatzpakete

Gratis0.–ZakKonto + Karte gratisZAKLOV ⤉+ CHF 50 Startguthaben
Gratis0.–YuhKonto + Karte gratisYUHLIEBE ⤉+ CHF 50 & 250 Swissqoin
Gratis0.–neon freeKonto + Karte gratisliebefinanzen ⤉+ CHF 10 & gratis Karte
Gratis0.–AlpianKonto + Karte gratisliebef ⤉+ bis CHF 120 Bonus
Hausbankca. 108.–RaiffeisenKontogebühr, Karte im Paket dabei
Hausbankca. 100.–UBSKontogebühr + Kartengebühr
Hausbankca. 100.–PostFinanceKontogebühr + Kartengebühr

Quelle: moneyland.ch und Blick, Stand 2026. Die Zahlen bei Raiffeisen können je nach lokaler Genossenschaftsbank leicht abweichen. Angaben ohne Gewähr.

Der Unterschied ist gross, und er ist keine Werbeaussage von mir, sondern eine reine Rechnung. Bei Raiffeisen, UBS oder PostFinance zahlst du meist eine Kontogebühr und eine Kartengebühr, zusammen rund 100 Franken im Jahr. Über 5 Jahre gerechnet sind das schon 500 Franken. Bei Zak, Yuh, neon free oder Alpian zahlst du für Konto und Karte zusammen die ganze Zeit 0 Franken.

Wichtig für dich als Einsteiger, damit du den Unterschied klar siehst: bei Raiffeisen kannst du die Karte auch einzeln bestellen, ohne das Konto-Paket. Dann zahlst du nur die Kartengebühr, aktuell rund 50 Franken im Jahr, im 1. Jahr für Mitglieder gratis. Nimmst du das ganze Mitglied-Konto mit Karte, zahlst du die höhere Kontogebühr von rund 108 Franken, die Karte ist darin bereits eingerechnet. Bei einer Neo-Bank stellt sich diese Frage gar nicht. Es gibt nur eine einzige Zahl, und die lautet null.

AnbieterKontogebühr/JahrKartengebühr/JahrZusammenBargeld im AuslandCodeDein Bonus
Zak0 CHF0 CHF0 CHF5 CHF/BezugZAKLOV ⤉CHF 50 Startguthaben
Yuh0 CHF0 CHF0 CHF4.90 CHF/BezugYUHLIEBE ⤉CHF 50 + 250 Swissqoin
neon free0 CHF0 CHF0 CHF1.5 % der Summeliebefinanzen ⤉CHF 10 + gratis Karte
Alpian0 CHF0 CHF0 CHF2.5 % der Summeliebef ⤉Bis CHF 120 Bonus
Raiffeisen (Mitglied-Konto)ca. 108 CHFim Konto inbegriffenca. 108 CHF4.50 CHF/Bezug
Raiffeisen (nur Karte, ohne Konto-Paket)0 CHF*ca. 50 CHFca. 50 CHF4.50 CHF/Bezug
PostFinancezusammen ca. 100 CHFim Paket enthaltenca. 100 CHF5 CHF/Bezug
UBSzusammen ca. 100 CHFim Paket enthaltenca. 100 CHFje nach Paket

*Wenn du bereits ein Konto bei der Bank hast und nur die Karte einzeln dazubestellst. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand 2026. Bei PostFinance und UBS werden Konto- und Kartengebühr meist als ein gemeinsames Paket verrechnet, deshalb ist hier keine exakte Trennung möglich. Raiffeisen ist übrigens eine Genossenschaftsbank: für die günstigeren Mitglied-Konditionen brauchst du einen sogenannten Anteilschein, meist ab CHF 200, den du bei der Kontoeröffnung zeichnest und der sogar verzinst wird. Prüfe vor deiner Entscheidung die aktuellen Zahlen auf der jeweiligen offiziellen Seite, da sich Gebühren laufend ändern und bei Raiffeisen je nach Region variieren können. Eine Ausnahme unter den Hausbanken ist die Zürcher Kantonalbank, die ihre Konto- und Kartengebühren komplett abgeschafft hat, allerdings nur für Personen im Kanton Zürich.

Kurz gesagt: Bei einer Hausbank zahlst du oft zweimal, einmal fürs Konto und einmal für die Karte. Bei einer Neo-Bank zahlst du für beides zusammen meistens nichts. Für eine reine Alltagskarte gibt es deshalb keinen Grund, bei einer Hausbank zu bleiben und dafür zu bezahlen. Eine Hausbank brauchst du weiterhin, wenn du eine Hypothek willst, viel Bargeld einzahlst, oder eine persönliche Beratung schätzt.

Alle Anbieter im Überblick

Hier siehst du alle Neo-Banken aus diesem Vergleich nebeneinander, mit den wichtigsten Gebühren für Alltag und Reisen auf einen Blick.

AnbieterKosten/MtBezug CHBezug AuslandKarte AuslandCH IBANCode
ZakGratisGratis (Bank Cler)5 CHF/Bezug~2 % (im Kurs)JaZAKLOV ⤉
Zak Plus8 CHFWeltweit gratisGratis~2 % (im Kurs)JaZAKLOV ⤉
YuhGratis1×/Woche gratis4.90 CHF/Bezug0.95 % (13 Whg.)JaYUHLIEBE ⤉
neon freeGratis2.50 CHF/Bezug1.5 % der Summe0.35 %Jaliebefinanzen ⤉
neon plus2 CHF2× gratis1.0 % der Summe0 %Jaliebefinanzen ⤉
neon global8 CHF3× gratis0.5 % der Summe0 %Jaliebefinanzen ⤉
neon metal15 CHF5× gratisGratis0 %Jaliebefinanzen ⤉
AlpianGratis2 CHF/Bezug2.5 % der Summe0.2 % (0.5 % Wo.)Jaliebef ⤉
WiseGratisCa. 250 CHF/Mt gratis, danach ~1.75 % + 0.50MittelkursNein (belgisch)

Alle Angaben ohne Gewähr, Stand August 2026. Prüfe vor deiner Entscheidung die aktuellen Zahlen auf der jeweiligen offiziellen Seite. “Karte Ausland” meint den Wechselkursaufschlag bei Kartenzahlungen ausserhalb der Kontowährung.

Funktionen im Detail: TWINT, Mindestalter, Investieren

Neben den Kosten ist das die zweithäufigste Frage: welche App kann eigentlich was. TWINT ist übrigens die Schweizer App, mit der du per Handy an der Kasse oder unter Freunden bezahlst. Hier die wichtigsten Unterschiede, die in den Kostentabellen nicht auftauchen. Bist du beim Investieren noch ganz neu, findest du die Grundlagen in meinem Guide Investieren für Anfänger Schweiz.

AnbieterTWINTMindestalterInvestieren integriertCode
ZakNativ (Bank Cler TWINT)12 Jahre (Vollfunktion ab 18)Zak Invest, 12’000+ TitelZAKLOV ⤉
YuhNativ, auch für Teens14 Jahre (Yuh 14+), sonst 18Fractional Shares ab CHF 25, KryptoYUHLIEBE ⤉
neonNur TWINT Prepaid, keine eigene App15 Jahre (Investieren ab 18)neon Invest, Aktien & ETFsliebefinanzen ⤉
AlpianNur TWINT Prepaid, eigene App in Planung18 JahreVermögensverwaltung ab CHF 2’000liebef ⤉
WiseNein18 JahreNein

Bei Yuh 14+ und Zak ab 12 gelten reduzierte Funktionen ohne Investieren oder Vorsorge, diese schalten erst mit 18 frei. neon hat seit der Einführung der eigenen Debit Mastercard 2025 keine Möglichkeit mehr, die Karte in der UBS TWINT App zu hinterlegen.

Zak: gratis Konto mit Spartöpfen

Zak gehört zur Bank Cler, einer etablierten Schweizer Bank. Das heisst, dein Geld liegt nicht bei einem reinen Start-up, sondern bei einer richtigen Bank mit Filialen. Praktisch sind die Spartöpfe, mit denen du dein Budget in kleine Fächer aufteilen kannst, zum Beispiel für Ferien oder Miete. Als einzige Neo-Bank in diesem Vergleich funktioniert TWINT bei Zak direkt über die eigene Bank-Cler-TWINT-App, ohne Umweg über eine Zusatzlösung. Meinen ausführlichen Test findest du im Zak Erfahrungsbericht.

Das Konto lässt sich schon ab 12 Jahren eröffnen, allerdings mit eingeschränktem Funktionsumfang. Zak Invest, Zak Vorsorgen und der Freunde-einladen-Bonus stehen erst ab 18 zur Verfügung, Zak Plus und Versicherungen ab 16.

Was: Gratis Schweizer Bankkonto mit Spartöpfen, geführt bei der Bank Cler.

ZAKLOV ⤉Klicken zum Kopieren ✓ CHF 50 Startguthaben
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Yuh: Banking, Sparen und Investieren in einer App

Yuh gehört zu Swissquote und bringt Banking und Investieren in einer App zusammen. Speziell ist die eigene Kryptowährung Swissqoin, die du bei bestimmten Aktionen als Bonus bekommst. TWINT ist direkt eingebaut, du brauchst dafür keine zusätzliche App. Meinen ausführlichen Test findest du im Yuh Erfahrungsbericht.

Investieren geht bei Yuh schon ab CHF 25, auch in teure Aktien wie Nestlé oder Apple. Möglich macht das der Kauf von Bruchteilen einer Aktie, sogenannte Fractional Shares, statt einer ganzen Aktie auf einmal.

Seit 2025 gibt es zusätzlich Yuh 14+, ein eigenständiges Jugendkonto für Teenager ab 14 Jahren, das sie ohne Zustimmung der Eltern selbst eröffnen können. Enthalten sind Konto, Karte, TWINT und Sparfunktionen. Investieren und Vorsorge bleiben Erwachsenen ab 18 vorbehalten und schalten sich mit dem 18. Geburtstag automatisch frei. Für Paare gibt es ausserdem das Yuh Partnerkonto als gratis Gemeinschaftskonto.

Was: All-in-One App fürs Banking und Investieren, betrieben von Swissquote.

YUHLIEBE ⤉Klicken zum Kopieren ✓ CHF 50 + 250 Swissqoin
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neon: 4 Pläne für jeden Bedarf

neon hat sein Preismodell im Mai 2025 komplett neu aufgestellt. Statt einem einzigen gratis Konto gibt es jetzt vier Pläne: free, plus, global und metal. Seither kostet auch ein Schweizer Bargeldbezug bei neon free 2.50 CHF pro Abhebung, vorher waren die ersten zwei im Monat gratis. Die aktuelle Übersicht findest du auf der offiziellen neon Preisseite. Meinen ausführlichen Test findest du im neon Erfahrungsbericht.

Ein wichtiger Unterschied zu Zak und Yuh: neon hat keine eigene TWINT-App, und seit der neuen Debit Mastercard 2025 lässt sich die Karte auch nicht mehr in der UBS TWINT App hinterlegen. Es bleibt nur TWINT Prepaid als Umweg. Ein neon-Konto kannst du ab 15 Jahren eröffnen, investieren darfst du aber erst ab 18. Für Paare gibt es zudem neon duo als Gemeinschaftskonto, mehr dazu im Vergleich Yuh&Me vs. neon duo.

Bezüge bei Coop und Lidl bleiben bei neon free weiterhin gratis. Die Erstkarte kostet bei free und plus 20 CHF, bei global und metal ist sie gratis.

Was: Modernes Schweizer Bankkonto mit vier wählbaren Plänen, je nach Reisehäufigkeit.

liebefinanzen ⤉Klicken zum Kopieren ✓ CHF 10 + gratis Karte
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Alpian: digitale Privatbank mit Beratung

Alpian ist die erste digitale Privatbank der Schweiz mit eigener FINMA-Banklizenz. Die FINMA ist die Schweizer Aufsichtsbehörde für Banken, das heisst, Alpian wird genauso überwacht wie eine klassische Bank. Anders als bei den übrigen Neo-Banken bekommst du auf Wunsch eine echte persönliche Beratung. Meinen ausführlichen Test findest du im Alpian Erfahrungsbericht.

Was: Digitale Privatbank mit Multiwährungskonto und persönlicher Beratung.

liebef ⤉Klicken zum Kopieren ✓ Bis CHF 120 Bonus
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Wise: der Spezialist für Fremdwährungen

Wise ist keine Schweizer Bank, sondern ein reguliertes Zahlungsunternehmen mit Sitz in Belgien. Du bekommst deshalb eine belgische statt einer Schweizer IBAN. Auch TWINT, eBill und Schweizer QR-Rechnungen fehlen. Dafür überzeugt Wise beim Geldwechsel mit dem echten Wechselkurs, dem sogenannten Mittelkurs, ganz ohne versteckten Aufschlag. Ideal also als Zweitkonto für Reisen, aber kein Ersatz für dein Schweizer Alltagskonto.

Für Wise habe ich aktuell keinen eigenen Code, du kannst dich aber trotzdem direkt bei Wise informieren.

Meine Einschätzung: Für den reinen Alltag reichen Zak, Yuh oder neon free völlig aus, alle drei sind gratis. Reist du oft, lohnt sich neon global, neon metal oder Alpian wegen der tiefen Auslandsgebühren. Wise ist die beste Ergänzung für echte Fremdwährungskonten, aber kein Ersatz fürs Schweizer Hauptkonto.

Lohnt sich Raiffeisen, UBS oder PostFinance trotzdem noch?

Ganz klar ja, aber nicht mehr für alles. Eine Hausbank wie Raiffeisen, UBS oder PostFinance macht heute vor allem in diesen 3 Fällen noch Sinn.

  • Du willst eine Hypothek oder einen Kredit, das bieten Neo-Banken nicht an.
  • Du zahlst regelmässig grössere Bargeldbeträge ein, zum Beispiel als Vereinskassier oder Kleinunternehmerin.
  • Du willst eine persönliche Beratung am Schalter, zum Beispiel zur Vorsorge und Säule 3a.

Für dein normales Lohnkonto und die tägliche Karte lohnt sich das aber kaum noch. Rechne selbst nach: zahlst du bei Raiffeisen rund 108 Franken im Jahr fürs Mitglied-Konto, sind das über 10 Jahre gerechnet gut 1’000 Franken, nur für etwas, das du bei Zak, Yuh oder neon free gratis bekommst. Viele meiner Leserinnen machen es deshalb so: Hausbank für die Hypothek und das Sparkonto, Neo-Bank für Lohn, Karte und Alltag.

Was du bei Auslandsgebühren beachten solltest

Im Alltag in der Schweiz sind fast alle Anbieter aus diesem Vergleich gratis. Im Ausland trennt sich die Spreu vom Weizen: dort verlangen die meisten Karten einen Aufschlag auf den Wechselkurs, oft zusätzlich eine feste Gebühr pro Bargeldbezug. Die grosse Tabelle weiter oben zeigt dir alle Auslandsgebühren auf einen Blick.

Als Faustregel gilt: reist du nur selten, reicht die Gratis-Version der meisten Anbieter locker aus. Bist du dagegen oft im Ausland unterwegs, zum Beispiel im Feriencamp, auf Geschäftsreise oder beim Städtetrip mit Freunden, lohnt sich fast immer eine bezahlte Stufe. Bei neon global, neon metal oder Zak Plus sparst du schon nach wenigen Bargeldbezügen mehr, als das Abo im Jahr kostet.

Kleines Rechenbeispiel: hebst du im Urlaub dreimal Bargeld ab, kostet dich das bei neon free rund 1.5 % der Summe pro Bezug. Bei neon metal, das 15 CHF im Jahr kostet, sind diese Bezüge gratis. Ab ungefähr CHF 1’000 Bargeld pro Jahr im Ausland lohnt sich der Umstieg meistens.

Häufige Fragen zum Neo-Banken Vergleich

Welche Neo-Bank ist in der Schweiz komplett gratis?
Zak, Yuh, neon free und Alpian bieten alle ein gratis Konto ohne Grundgebühr. Bei neon free kostet aber inzwischen jeder Bargeldbezug in der Schweiz 2.50 CHF.
Was kostet eine Bankkarte bei Raiffeisen im Vergleich zu Zak oder Yuh?
Bei Raiffeisen zahlst du fürs Mitglied-Konto mit Karte rund 108 CHF im Jahr, im 1. Jahr meist gratis. Eine einzelne Debitkarte ohne Konto-Paket kostet rund 50 CHF im Jahr. Zak, Yuh und neon free geben dir dieselbe Grundfunktion komplett gratis.
Brauche ich neben einer Neo-Bank noch ein Konto bei Raiffeisen, UBS oder PostFinance?
Nur wenn du eine Hypothek, einen Kredit oder eine persönliche Beratung vor Ort möchtest. Für Lohnkonto und Alltagskarte reicht eine Neo-Bank für die meisten Menschen völlig aus.
Kann ich mit neon TWINT nutzen?
Nur über TWINT Prepaid. neon hat keine eigene TWINT-App, und seit der neuen Debit Mastercard 2025 lässt sich die Karte auch nicht mehr in der UBS TWINT App hinterlegen. Zak und Yuh unterstützen TWINT dagegen nativ.
Ab welchem Alter kann ich ein Konto eröffnen?
Zak schon ab 12 Jahren mit eingeschränktem Funktionsumfang, Yuh mit dem Jugendkonto Yuh 14+ ab 14 Jahren, neon ab 15 Jahren. Investieren und Vorsorgen sind bei allen Anbietern erst ab 18 möglich. Alpian und Wise setzen durchgehend 18 Jahre voraus.
Kann ich mit Yuh, Zak oder neon direkt investieren?
Ja, alle drei bieten integriertes Investieren: Zak Invest mit über 12’000 Titeln, Yuh mit Fractional Shares ab CHF 25 und Krypto, neon Invest mit Aktien und ETFs. Bei allen dreien musst du dafür 18 Jahre alt sein.
Was passiert mit meinem Geld, wenn der Anbieter Konkurs geht?
Zak, Yuh und neon laufen über FINMA-lizenzierte Banken mit Einlagensicherung bis CHF 100’000. Bei neon ist das die Partnerbank Hypothekarbank Lenzburg, bei Yuh und Zak steht die jeweilige Muttergesellschaft direkt dahinter. Wertschriften in einem Depot fallen zusätzlich nicht in die Konkursmasse, sie bleiben dein Eigentum.
Welcher Anbieter ist für Reisen am günstigsten?
Für häufige Reisen lohnen sich neon metal mit 0 Prozent Auslandsgebühren oder Alpian dank guter Wechselkurse.
Warum hat Wise keine Schweizer IBAN?
Wise ist keine Schweizer Bank, sondern ein Zahlungsunternehmen mit Sitz in Belgien, deshalb wird eine belgische IBAN ausgestellt.
Sind Neo-Banken in der Schweiz sicher?
Zak, Yuh, neon und Alpian sind an FINMA-regulierte Schweizer Banken angebunden und bieten Einlagensicherung bis CHF 100’000. Wise ist nur EU-reguliert, ohne Schweizer Einlagensicherung.
Kann ich mehrere Neo-Banken gleichzeitig nutzen?
Ja, das mache ich selbst so. Ich nutze mehrere Konten parallel und weise jedem einen eigenen Zweck zu, zum Beispiel ein Konto fürs Reisen und eines für den Alltag.

Fazit

Es gibt keinen einzelnen Gewinner, jede App hat ihre eigenen Stärken. Für den Alltag reichen Zak, Yuh oder neon free völlig aus, und du sparst dir die 100 Franken im Jahr, die eine klassische Bankkarte oft kostet. Reist du viel, lohnt sich eine bezahlte Stufe oder Alpian. Eine Hausbank wie Raiffeisen, UBS oder PostFinance bleibt sinnvoll für Hypothek, Bargeld und Beratung. Da alle Basisversionen der Neo-Banken gratis sind, kannst du einfach mehrere parallel ausprobieren.

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27 thoughts on “Neo-Banken Schweiz Vergleich 2026: Zak, Yuh, neon & mehr

  1. guter Beitrag, danke

    mich würden noch die LoginSzenarien und Transkationsbestätigungen interessieren und wie diese gesichert sind?
    (2fa ist ja zb recht gut und sicher, sollten aber nicht auf dem selben Gerät sein, wenn man das Handy verliert)

    1. Hallo Peter, danke für die Anregung.

      Ich habe bei allen 3 Anbietern beim Login meine Gesichtserkennung aktiviert.

      Bei den Überweisungen muss ich meinen Pin Code eingeben (bei Yuh und neon).

      Bei Zak bekommt man per SMS immer einen neuen Code, den man eingeben muss. Ich wüsste aber nicht, was ich jetzt genau machen soll, wenn ich mein Handy verliere 🙂

  2. Hey Helga, super Beitrag 👌

    Mein Mann und ich sind gerade auf der Suche nach einem neuen Haushaltskonto, sind von YUH leider ein wenig enttäuscht…
    Kann da z. B. die Krankenkassenrechnung nicht bezahlen, da ich weder einen Code zum einscannen noch eine IBAN Nummer habe…
    2tes Problem: ich habe z. B heute nur 50.- auf dem Konto, möchte aber eine Rechnung von 200.- einscannen und per NÄCHSTE WOCHE bezahlen, weil ich weiss das zu diesem Zeitpunkt genügend Geld drauf sein wird, das scheitert aber, weil JETZT der Saldo zu klein ist… 🤐
    Weisst du zufällig, ob das bei neon auch ein Problem ist?

    Ganz liebe Grüsse, Anja

    1. Liebe Anja
      bei neon wirst du höchstwarscheinlich auch genügend Geld auf dem Konto haben müssen?
      Aber genau weiss ich es nicht, eventuell kannst du direkt bei neon nachfragen?

      Eine Leserin hat mich gerade informiert, dass es bei neon und Zak möglich sein soll, Zahlungen im Voraus zu erfassen, obwohl das Geld noch nicht auf dem Konto ist. Aber frag besser direkt bei den Anbietern nach.

      Bei yuh kannst du QR-Rechnungen und normale ESR Rechnungen problemlos scannen. (Zahlen – Scannen und Zahlen)
      Schau mal hier auf dem Bild:
      Screenshot Yuh QR oder ESR
      Liebe Grüsse
      Helga

  3. Hallo Helga,

    Ich habe mich für Neon entschieden und benütze ausländische Banking-Apps für weiteres, und bin somit auch bestens abgedeckt.
    Eine „normale“ Kreditkarte sollte man immer haben da es eben in gewissen Hotels/Autovermietungen/Tankstellen sowie gar an den ausländischen Autobahnautomaten die meisten dieser Karten nicht akzeptiert werden. Man kann ja eine gratis Kreditkarte bei Topcard (Coop) oder Cembra/Migros Bank beantragen.

    Danke für deine Beiträge , ich freue mich immer wieder neues zu lesen!

    1. Liebe Giulia
      das ist ein wichtiger Tipp, den du hier schreibst! Einer Leserin ist die neon Karte in einem Hotel in Genf nicht voll akzeptiert worden (bzw. sie musste ein Depot hinterlegen).

      Man sollte immer eine zusätzlich universelle Kreditkarte dabeihaben. Ich habe in vielen Ferien-Ländern mit der Migros und Coop Kreditkarte bezahlt, diese wurden immer akzeptiert (natürlich mit entsprechenden Transaktions-Gebühren).
      Neon ist natürlich im Ausland viel attraktiver in Sachen Wechselkurs und Gebühren als diese Kreditkarten!

      Ich persönlich habe immer mehrere Karte dabei und war schon oft froh darüber, falls mal etwas “spinnt” oder nicht akzeptiert wird (warum auch immer), kann man spontan wechseln.

      Grüsse
      Helga

  4. Hallo,
    Ich wäre interessiert ob eine von den 3 „Banken“ folgende Möglichkeit anbieten:
    1. Jointaccount ?
    2. Mietkautionssparkonto ?
    3. Zusatz Fremdwährungskonto wie EUR oder USD ?

    Vielen Dank und Gruss Silvius

  5. Hallo Helga
    Ich habe irgendwo gelesen, dass man bei yuh keine Zahlungen von Dritten annehmen kann? Also wäre es z.B. als Konto für mein Einzelunternehmen nicht geeignet? Was würdest du dafür empfehlen?
    Danke und lieben Gruss, Hanna

    1. Hallo Hanna
      1. bei Yuh kann man problemlos Zahlungen von Dritten empfangen und auch an Dritte versenden. Es funktioniert wie eine normale Bank mit IBAN. Falls du deine Einnahme einfach im Nebenverdienst verrechnest, kannst du das yuh Konto sicher nutzten.
      2. Yuh ist nicht auf Businesskunden ausgerichtet (es soll aber etwas im Tun sein).

  6. Meine Erfahrungen:
    Ich habe neon seit zwei Jahren und Zak seit halben Jahr. Neon ist super günstig , auch im Ausland usw. aber: eigenartige Abrechnungen d.h. manchmal stehen da Beträge wochenlang reserviert und man weiss eigentlich nie richtig wieviel Geld man tatsächlich auf dem Konto hat. Keine Benachrichtigung beim Geld Eingang usw. Hab’s trotzdem meiner Mutter empfohlen damit sie nicht immer Bargeld mit sich herumschleppt, Voralpen im Ausland, und sie liebt es.

    Zak ist toll, Töpfe sind super, viel besser als Spaces von Neon. Was nicht so toll ist, das alles über sms läuft, Freigabe von Zahlungen usw. Zak hat tolles support. Die App (Android) hatte bugs. Das habe ich dann gemeldet und kurz danach erschien tatsächlich Update im Google Play. Sie hören einem zu. Das hat mich veranlasst das Zak als mein Hauptkonto zu machen. Beim Zak bekommt man Visa Karte beim Neon master card.

    Mastercard wird eigentlich wie Visa überall akzeptier. Ein Ausnahme sind Autobahn Gebühren in Italien. Da wird nur Visa akzeptiert. Zum Glück hatte ich im Juli 2022, als ich durch Norditalien gefahren bin, meine Zak Karte dabei. Neon wurde nicht akzeptiert.

    Inzwischen habe ich neon gekündigt und Revolut geholt. Wird hauptsächlich verwendet fürs tägliche Zahlungsverkehr, online Shopping usw.

    Revolut hat normale debit Karte, virtuelle (für Apple Pay Google pay usw) und virtuelle einmalige Karte. D.h. Man kann die Karte einmal im online Shop verwenden und dann ist sie ungültig.

    1. Hallo H.P.
      Interessant dass Du von Neon auf Revolut gewechselt hast. Ich hatte Revolut, benutze nun aber Neon und nicht mehr Revolut. Neon hat für mich den Vorteil dass das Konto in der Schweiz ist und die Kartenwechselkurse sind gut (ich lebe im Ausland).

  7. Hallo Helga, besten Dank für die hilfreiche Übersicht!

    Was mir oft noch fehlt ist eine Information wie es um die Limiten beim Bezahlen steht. Mir ist bewusst, dass Neobanken (momentan) eher sparsame und junge Nutzer anlocken. Trotzdem würde mich interessieren, ob die Limiten auch angehoben werden können. Teilweise ist die Rede dass Barabhebungen auf CHF 1’000 limitiert sind, Onlinezahlungen auf 5’000 oder darunter, sowie monatlich max. 10’000. Je nach Anbieter / Konto auch mal tiefer.

    Bei grösseren Anschaffungen (Uhr, Fahrrad, Jahresurlaub, Möbel etc.), für Familien oder generell höheren Lebensstandard reichen diese Limiten oftmals nicht aus. Im schlimmsten Fall steht man im Ausland im Hotel und kann nicht bezahlen. Wie flexibel sind die Anbieter bei der Anhebung dieser Limiten? Oder bleibt für diese Fälle nur der Gang zu den Grossbanken, bzw. der Griff zur Kreditkarte? Besten Dank!

  8. Guten Tag Helga
    Ein sehr gut verfasster und verständlich gemachter Artikel. Ich bin seit meinen Jugendjahren Mitglied bei der Raiffeisenbank und war/bin nachwievor zufrieden. So habe ich nach mehreren Kontoeröffnungen bei anderen Banken und der Postfinance diese wieder gekündigt und habe bei der Raiffeisen mehrere Privatkonti für bestimmte Zwecke errichtet (Haushalt, Steuern). Im Sommer dieses Jahres eröffnete ich bei Yuh ein Konto, da mir die Gebührentransparenz und mittlerweile sogar die positiven Zinsen ins Auge gestochen sind. Ich bin mit Yuh vollends zufrieden, da ich nebst dem Produkt von Raiffeisen (Rio) zusätzlich in ETF und Aktien investieren kann. Die Projekte bei Yuh können ebenfalls als “Sparkonten” verwendet werden, so kann man beispielsweise für technische Anschaffungen, Reisen, Steuern separate Konten führen (notabene unter 1 IBAN-Nr.). Einen weiteren Vorteil von Yuh sehe ich in den Fremdwährungskonten wo man die gängigsten 12 Fremdwährungen kaufen und verwalten kann (ebenfalls unter der einmaligen IBAN-Nr.). So habe ich mir für meinen Auslandsaufenthalt vorgängig die entsprechende Währung gekauft und sämtliche Bezahlungen mit der Yuh-Karte getätigt – wobei keine Gebühren entstanden sind wie bei einer Kreditkarte. Hervorzuheben ist der Support von Yuh – hatte bereits mehrere Anliegen deponiert, welche sehr zeitnah beantwortet wurden. Die Mitgliedschaft bei der Raiffeisen nutze ich nachwievor und werde diese auch nicht kündigen, da ich mit der Bank zufrieden bin und zudem Vorsorgekonti dort angelegt habe. Zudem ist man als Member Plus doch mit einigen Goodies bedacht was die 40.00 für die Debitkarte mehr als wett machen. Fairerweise füge ich hier an, dass ich die beiden anderen Produkte (Zak, Neon) nicht besitze, denke bei der Auswahl der richtigen Lösung spielen dann halt auch viele subjektive Punkte eine Rolle. Ich kann ein Neo-Bank-Produkt als Alternative zur herkömmlichen Bankenlösung sehr empfehlen.

    1. Hallo Philip
      Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.
      Ich mache das genauso – mein Raiffeisenkonto behalte ich wegen den Museums-Eintritten und den Aktionen in unserer Region.
      Ich finde es toll, dass man sich heutzutage alles nach den eigenen Bedürfnissen zusammenstellen und das Beste von allem rauspicken kann.
      Raiffeisen Rio ist für mich nicht attraktiv – da finde ich Selma Finance interessanter.
      Liebe Grüsse
      Helga

  9. Erwähnenswert wäre, dass ein elektronischer Steuerauszug bei Neon kostenlos ist. Das erspart doch einiges an Arbeit, gerade wenn man viel bzw häufig investiert hat. Bei Yuh kostet dieser Service 25 Franken, und das ist nur der Einführungspreis, wird also vermutlich in Zukunft noch mehr kosten.

    1. Danke für den Hinweis.
      Die Neuigkeit, dass Yuh ein E-Steuerausweis einführt, kam erst gerade gestern raus.
      Daher hatte ich noch keine Zeit, den Artikel zu aktualisieren.
      Das wird aber nachgeholt.
      Helga

  10. Wechselkurs bei Yuh

    Hallo – Ich suche jetzt seit einer Stunde und finde einfach keine Information zu dem Thema…
    Bei Zak und Neon steht jeweils: Umrechnung zum Visa- oder Mastercard-Referenzkurs…

    Bei Yuh finde ich einfach keine Angabe dazu. Zu welchem Kurs wird denn da umgerechnet? Reuters Referenzkurs?

    Außerdem finde ich die Angabe bei Neon falsch dargestellt. Hier wird zu folgenden Bedingungen gewechselt:
    1,55% Wise Gebühr,
    0,4% Neon Gebühr,
    Mastercard Wechselkurs

    So zumindest habe ich es nach meiner Recherche herausgefunden.

    Kann mir jemand helfen?

    LG
    Alex

    1. Liebe Sybil
      nach meinem Wissensstand ist das so noch nicht möglich.
      WeChat und Alipay würde ich jetzt nicht unbedingt nutzen, da der chinesische Staat da sicher irgendwelche Daten abgreift.
      Grüsse
      Helga

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