Fonds oder ETF Vergleich Schweiz

Fonds oder ETF Schweiz 2026: Kostenvergleich

Fonds oder ETF Vergleich Schweiz: Was Bankfonds wirklich kosten

Fonds oder ETF Vergleich Schweiz: Du möchtest endlich dein Geld gewinnbringend anlegen? Investieren kann für Anfänger kompliziert wirken. Was sind die Unterschiede zwischen Fonds und ETFs, und was ist besser?

Der erste Ansprechpartner ist oft immer noch die traditionelle Bank. Viele Schweizer Banken erklären alles rund um Fonds und Aktien jedoch mit sperrigen Fachbegriffen. Als Laie ist das kaum zu durchschauen, wenn man sich nicht vertieft mit Finanzthemen auseinandersetzt. Auch die verschachtelten Gebühren der Banken sind ein Problem und für viele Kundinnen und Kunden auf den ersten Blick nicht klar.

Kurz zusammengefasst

  • Ein aktiver Fonds wird aktiv von einer Fondsmanagerin oder einem Fondsmanager verwaltet, ein ETF bildet passiv einen Index nach.
  • Aktive Fonds bei Schweizer Banken kosten oft 1 bis 1,5 % pro Jahr, plus einmaligem Ausgabeaufschlag, Depot- und weiteren Gebühren.
  • Bekannte Welt-ETFs kosten oft nur um die 0,2 % TER pro Jahr, ohne Ausgabeaufschlag.
  • Meine klare Reihenfolge: 🔴 aktive Bankfonds meiden, sie sind zu teuer. 🟡 Robo-Advisor sind okay, aber du zahlst laufend Prozente aufs ganze Depot. 🟢 Am günstigsten für die meisten Anfängerinnen und Anfänger ist ein einzelner ETF im gratis Sparplan bei Yuh.
  • Alternativen zur Hausbank: Online-Broker wie Swissquote oder Yuh, oder automatisierte ETF-Portfolios wie finpension, Findependent, Selma oder Inyova.
  • Das ist keine Anlageberatung. Es ist meine persönliche Meinung als Orientierungshilfe.
Aktiver Fonds, typisch
1,0–1,5 % p. a. plus 2–3 % Ausgabeaufschlag
Passiver Welt-ETF, typisch
ca. 0,2 % TER p. a., kein Ausgabeaufschlag
Günstigste Variante
Eigener ETF-Sparplan bei Yuh
Teuerste Variante
Aktiver Anlagefonds bei der Hausbank
Fondsmanagement
Aktiv: reale Person wählt Titel aus
ETF-Management
Passiv: bildet automatisch einen Index nach

ETF oder Fonds: wo liegen die Unterschiede?

Du kannst deine Anlagefonds gerne bei der Bank zum Vermögensaufbau kaufen. Trotzdem solltest du verstehen, in was du investierst. Und ganz wichtig: du musst wissen, wie viel Gebühren du für deine Investments bezahlst.

Aktiv gemanagter Fonds
  • Eine Fondsmanagerin oder ein Fondsmanager wählt die Titel gezielt aus
  • Ziel: den Markt zu schlagen, was den meisten aktiven Fonds langfristig nicht gelingt
  • Deutlich höhere Gebühren, oft mit Ausgabeaufschlag
Passiver ETF
  • Bildet automatisch einen Index nach, zum Beispiel den SMI oder MSCI World
  • Kein aktives Stockpicking, dafür sehr tiefe Kosten
  • Historisch meist bessere Nettorendite als aktive Fonds

Weisst du, wie viel du für deine Anlagefonds bei der Bank im Jahr bezahlst? Hat dir das der Banker oder die Bankberaterin schon einmal an einem konkreten Beispiel vorgerechnet?


Fonds-Sparplan bei der Bank eröffnen?

Kolleginnen und Kollegen berichten mir immer wieder, dass sie von ihrer Bank kontaktiert wurden, weil sie grosse Geldbeträge ungenutzt auf dem Bankkonto liegen lassen. Als Finanzbloggerin bekomme ich bei solchen Erzählungen jedes Mal das nervöse Kribbeln.

Sie werden zu einem Gespräch bei der Bank eingeladen. Die Beraterin oder der Berater im Anzug ist freundlich und empfiehlt, oft ohne grosse Analyse der individuellen Finanzsituation, direkt Anlagefonds. Ein gutes Argument dafür sind die Negativzinsen, die bei manchen Banken ab höheren Guthaben auf dem Sparkonto fällig werden.

Auf meine Nachfrage können mir Bekannte oft nicht beantworten, in welche Fonds sie genau investieren. Und kaum jemand weiss, wie viel diese Fonds pro Jahr kosten. Die Leute lassen sich auf einen Blindflug ein, weil die Bank ein seriöses Image hat. Sie sind mit jeder Rendite zufrieden, die höher ist als der Zins auf dem Sparkonto.

Die meisten kennen den Unterschied zwischen aktiv gemanagten Fonds und passiven ETFs nicht, und welche Alternativen es überhaupt gibt. Dank dieser Unwissenheit verdient die Bank gutes Geld. Daran ist nichts Verwerfliches, denn jede Firma will Geld verdienen. Aber du solltest dir dessen bewusst sein.

Der Banker ist eine Verkäuferin oder ein Verkäufer, keine neutrale Beratung

Die Bank möchte, dass du teure, aktiv gemanagte Produkte kaufst. Es geht dabei primär um einen Verkauf, nicht um eine unabhängige Beratung. Leider geht das auf Kosten deiner Rendite. Banken haben ein Interesse daran, die Sache komplizierter erscheinen zu lassen, als sie ist. Klar ist: ein aktiv gemanagter Fonds-Sparplan bei der Bank ist meist teuer.

Unübersichtliche Gebühren bei Fonds

Der Banker oder die Bankberaterin könnte dir genauso gut ETFs vorschlagen, stattdessen werden oft aktiv gemanagte Anlagefonds empfohlen. Das aktive Management dieser Fonds wird dir als Kundin oder Kunde verrechnet. Bei einer Person aus meinem Umfeld kam das böse Erwachen erst, als sie den Fonds-Sparplan wieder auflösen wollte, wegen der Exit-Gebühren.

Je nach Bank zahlst du Depotgebühren, Entry-Fee, Exit-Fee und weitere Kosten, das ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Dazu kommen oft noch Gebühren für den Steuerausweis, Stempelsteuern und die TER (Total Expense Ratio). Die Gebührenstrukturen der Banken bis ins Detail zu durchschauen, ist anspruchsvoll, die Angaben verteilen sich häufig über mehrere Dokumente, Webseiten und PDFs.


Was kosten aktiv gemanagte Anlagefonds bei Schweizer Banken?

Nehmen wir an, die Bank schlägt dir einen Fonds wie den Raiffeisen Futura Global Stock A vor, weil du global in Aktien investieren möchtest. Der Fonds ist wie ein ETF ein “Aktien-Korb”, wird aber aktiv von einer realen Person, der Fondsmanagerin oder dem Fondsmanager, verwaltet. Das kostet Gebühren.

Screenshot Factsheet Raiffeisen Futura Global Stock A, Gebührenübersicht
Screenshot Fondskosten-Übersicht (Factsheet Raiffeisen Futura Global Stock A)
  • Management-Gebühr / TER von ca. 1,3 bis 1,4 % pro Jahr auf den investierten Betrag
  • Ausgabeaufschlag von ca. 3 %: eine einmalige Gebühr beim Erwerb von Fondsanteilen. Bei ETFs gibt es diese Gebühr nicht. Investierst du CHF 50’000 auf einmal, bezahlst du damit gleich CHF 1’500, allein für den Einstieg. Diese Kosten musst du erst mit deiner Rendite wieder hereinholen

Der Ausgabeaufschlag stand nicht direkt im Factsheet des Fonds, ich musste diese Gebühr separat recherchieren. Genau das zeigt exemplarisch das Grundproblem: Die Gesamtkosten eines aktiven Fonds sind selten auf einen Blick ersichtlich, du musst sie dir aktiv zusammensuchen.

Screenshot Ausgabeaufschlag Recherche
Screenshot: Recherche zum Ausgabeaufschlag

Weiter können verrechnet werden:

  • Stempelsteuern
  • Transaktionsgebühren
  • Depotgebühren
  • Entry-Fee
  • Exit-Fee
  • Gebühren für den Steuerausweis

Diese Kosten musst du dir bei vielen Banken selbst zusammentragen, teils über separate Preisübersichten für das jeweilige E-Banking.

Ein Fonds wie der oben genannte kostet dich also spürbar hohe Gebühren. Um diese Kosten wieder wettzumachen, müsste sich der Fonds überdurchschnittlich gut entwickeln und die Marktrendite übertreffen. Es ist jedoch gut belegt, dass die meisten aktiv gemanagten Fonds den breiten Markt über längere Zeiträume nicht schlagen können. Eine günstigere Alternative sind ETFs.


3 Bank-Fondsangebote im Vergleich: Raiffeisen, UBS, Valiant

Um das Ganze greifbarer zu machen, habe ich mir drei typische Fondsangebote von Schweizer Banken angeschaut, die gerade für Einsteigerinnen und Einsteiger oft der erste Kontaktpunkt sind. Alle drei bieten solide, breit gestreute Fonds an, kosten aber spürbar mehr als ein vergleichbarer ETF.

BankBeispiel-FondsTER (ca.)Zusätzliche Kosten
RaiffeisenFutura Swiss Stock / Global Invest Equity1,3 – 1,4 % p. a.Ausgabeaufschlag ca. 3 %, Depotgebühr gemäss Preisliste
UBSVitainvest World Sustainable (aktiv)1,4 – 1,6 % p. a.Ausgabeaufschlag möglich, je nach Zeichnungsweg
UBS (Alternative)Vitainvest Passive Sustainableca. 0,25 % p. a.Deutlich günstigere, passive Variante desselben Fondshauses
ValiantFondsinvest (Beratungslösung)ca. 0,85 % p. a.Zusätzlicher Beratungs- und Depotpreis von 0,4 % p. a. auf den Depotwert

Werte je nach genauem Fonds und Anlagestrategie unterschiedlich, Stand meiner Recherche Juli 2026. Vor dem Kauf immer die aktuellen Angaben direkt beim Anbieter prüfen.

Auffällig: Bei allen drei Banken gibt es neben der teuren, aktiv gemanagten Standardlösung inzwischen auch günstigere, passiv verwaltete oder indexnahe Varianten desselben Fondshauses, wie bei der UBS Vitainvest Passive. Frag bei deiner Bank gezielt danach, oft wird dir zuerst nur die teurere aktive Variante vorgeschlagen.

Wo findest du die Gebühren dieser Fonds?

  • Raiffeisen: Die TER steht im Factsheet des jeweiligen Fonds, abrufbar über raiffeisenfunds.ch oder swissfunddata.ch. Die Depot- und Kontoführungsgebühren findest du separat im Dokument “Dienstleistungspreise Anlegen” auf raiffeisen.ch.
  • UBS: Die TER steht im Factsheet und im KID (Basisinformationsblatt) jedes Fonds, abrufbar direkt auf ubs.com unter dem jeweiligen Vitainvest-Produkt. Depotgebühren findest du im Preis- und Leistungsverzeichnis für dein Konto.
  • Valiant: Die Fondskosten stehen im Factsheet des gewählten Fonds. Der zusätzliche Beratungs- und Depotpreis von Fondsinvest ist auf der Produktseite auf valiant.ch direkt angegeben, unabhängig vom Factsheet.

Das Muster wiederholt sich bei fast jeder Bank: Die TER steht im Factsheet oder KID des Fonds, alle weiteren Kosten wie Depotgebühr, Ausgabeaufschlag oder Beratungspreis stehen in einem separaten Preisdokument. Du musst dir die Gesamtkosten also aus mindestens zwei Quellen zusammensuchen.


Die wichtigsten Begriffe kurz erklärt

BegriffBedeutung
TERTotal Expense Ratio, die jährliche Gesamtkostenquote eines Fonds oder ETFs in Prozent des investierten Betrags
AusgabeaufschlagEinmalige Gebühr beim Kauf von Fondsanteilen, oft 2-3%, bei ETFs meist keine
RücknahmekommissionEinmalige Gebühr beim Verkauf von Fondsanteilen, je nach Anbieter unterschiedlich hoch
DepotgebührLaufende Gebühr für die Aufbewahrung deiner Wertschriften, meist separat von der TER verrechnet
FactsheetEin- bis zweiseitiges Datenblatt mit den wichtigsten Kennzahlen eines Fonds, inklusive TER
KIDKey Information Document, das gesetzlich vorgeschriebene Kurzdokument zu Risiko und Kosten eines Fonds
Aktiv gemanagtEine Fondsmanagerin oder ein Fondsmanager wählt die Titel gezielt aus, mit dem Ziel, den Markt zu schlagen
Indexnah / passivDer Fonds bildet einen Index nach, ohne aktives Stockpicking, dadurch meist deutlich günstiger
FondsvolumenDas gesamte verwaltete Vermögen eines Fonds, ein Hinweis auf dessen Wirtschaftlichkeit und Bestand

Was ist ein ETF?

Ein ETF ist ein passiver Indexfonds. Das bedeutet, ein ETF bildet einen Index nach, zum Beispiel den DAX, den S&P 500 oder den SMI. Weil ETFs auf ein aktives Management verzichten, sind ihre Gebühren deutlich tiefer als bei aktiven Fonds.

Warum solltest du in ETFs investieren? Ein ETF umfasst oft mehrere hundert oder tausend Aktien in einem Korb. Dank ETFs kannst du breit gestreut in Märkte, Länder oder Themen investieren, genauso wie bei einem Bankfonds. Der grosse Unterschied sind die Kosten.

KostenartAktiver BankfondsPassiver Welt-ETF
Laufende Gebühr (TER)ca. 1,0–1,5 % p. a.ca. 0,2 % p. a.
Ausgabeaufschlagoft ca. 2–3 % einmaligkeiner
Managementaktiv, durch Fondsmanagerin/-managerpassiv, bildet Index nach
Stempelsteuerfällt anfällt an

Richtwerte zur Orientierung, die exakten Kosten hängen vom jeweiligen Produkt und Anbieter ab und sollten vor dem Kauf direkt geprüft werden.

Ein bekannter Welt-ETF wie der iShares Core MSCI World kostet zum Beispiel oft um die 0,2 % TER pro Jahr, zusätzlich zu Stempelsteuern. Management-Gebühren gibt es bei passiven ETFs nicht. Kaufst du deine ETFs bei einem Broker wie Swissquote, zahlst du zusätzlich Transaktionskosten, eine Depotgebühr und die Gebühr für den Steuerausweis, insgesamt aber meist deutlich weniger als bei einer Schweizer Grossbank.


ETFs vs. aktiv gemanagte Fonds: günstigere Alternativen

Wenn du deine ETF-Anlagestrategie nicht selbst zusammenstellen möchtest, sind automatisierte Anbieter wie Selma, Findependent oder finpension ideal. Sie kaufen für dich ETFs, die Gebühren werden dabei transparent ausgewiesen. Bei Selma investierst du gesamthaft für unter 1 % Gebühren, je nach Anlagesumme, finpension und Findependent gehören preislich sogar zu den günstigsten Robo-Advisorn der Schweiz. Gerade Einsteigerinnen und Einsteiger bekommen so ein Gesamtpaket, ähnlich wie bei der Bank, nur viel günstiger. Falls dich nachhaltige Aktien-Investments interessieren, schau dir Inyova an.

Investieren mit Selma, Findependent, finpension oder Inyova ist natürlich nicht gratis. Die Produktkosten, Spreads/Wechselkurse und Stempelsteuern eines Fonds oder ETFs fallen in jedem Fall an. Dennoch ist das Gesamtpaket im Vergleich zu Anlagefonds bei der Bank meist deutlich günstiger. Zudem fallen keine Entry-Fees, Exit-Fees, Überweisungsgebühren oder Gebühren für den Steuerausweis an, und sicher kein Ausgabeaufschlag.

Noch günstiger: der eigene ETF-Sparplan bei Yuh oder Swissquote

Was in der Diskussion oft untergeht: Robo-Advisor wie Selma, Findependent, finpension oder Inyova berechnen ihre Gebühr jedes Jahr auf dein gesamtes verwaltetes Vermögen, nicht nur auf das, was du neu einzahlst. Je grösser dein Depot wird, desto mehr Franken zahlst du dafür, selbst wenn du gar nichts mehr einzahlst oder umschichtest.

Richtest du dir dagegen selbst einen ETF-Sparplan bei Yuh oder Swissquote ein, zahlst du nur eine kleine Gebühr pro Kauf, plus die sehr tiefe TER des ETFs selbst. Es gibt keine laufende Prozentgebühr auf dein gesamtes Depot. Dafür musst du deine Strategie selbst festlegen und deinen Sparplan selbst einrichten, den Komfort eines Robo-Advisors hast du damit nicht.

RangVarianteUngefähre Kosten pro Jahr
1. Am günstigstenEigener ETF-Sparplan bei Yuh Nur ETF-TER (ca. 0,2 %) plus kleine Gebühr pro Kauf, keine Prozentgebühr aufs Gesamtvermögen
2.finpension (Robo-Advisor)ca. 0,39 % aufs gesamte Depot
3.Findependent (Robo-Advisor)ab ca. 0,40 % aufs gesamte Depot
4.Selma (Robo-Advisor)ca. 0,42–0,68 % aufs gesamte Depot
5.Inyova (thematischer Robo-Advisor)ca. 0,6–1,2 % aufs gesamte Depot
6. Am teuerstenAktiver Anlagefonds bei der Bankca. 1,0–1,5 % pro Jahr, plus 2–3 % Ausgabeaufschlag einmalig

Ungefähre Richtwerte zur Einordnung, keine Anlageberatung. Die exakten Gebühren hängen von Anbieter, Anlagesumme und Produkt ab und sollten vor dem Kauf direkt geprüft werden.

Ganz einfach erklärt: was solltest du als Anfängerin oder Anfänger tun?

Schlechteste Wahl
🔴

Aktiver Bankfonds

Teuer und unübersichtlich. Hohe laufende Gebühr plus einmaliger Ausgabeaufschlag. Für die allermeisten Anfängerinnen und Anfänger keine sinnvolle Wahl.

Okay, aber nicht optimal
🟡

Robo-Advisor

finpension, Findependent, Selma oder Inyova: deutlich günstiger als die Bank und sehr bequem. Du zahlst aber weiterhin jedes Jahr eine Prozentgebühr auf dein ganzes Vermögen, auch wenn es längst investiert ist.

Beste Wahl
🟢

Günstiger ETF im Yuh-Sparplan

Bei Yuh sind 21 ETFs im Sparplan komplett gratis. Du zahlst nur die minimale TER des ETFs selbst, keine laufende Prozentgebühr aufs Depot. Für die meisten Anfängerinnen und Anfänger der günstigste und einfachste Einstieg.

Meine klare Einordnung für den Einstieg: Lass die Finger von aktiv gemanagten Bankfonds, dafür sind die Gebühren einfach zu hoch, gerade am Anfang, wenn dein Depot noch klein ist. Ein Robo-Advisor ist eine solide Option, wenn du dir die Arbeit komplett abnehmen lassen willst und die laufende Gebühr dafür in Kauf nimmst. Am günstigsten und für die meisten Anfängerinnen und Anfänger völlig ausreichend ist aber ein einzelner, breit gestreuter Welt-ETF, den du dir selbst im gratis Sparplan bei Yuh einrichtest. Kein Formular, keine Depotgebühr, keine laufende Prozentgebühr, nur die sehr tiefe TER des ETFs.

Zwei Wege zum ETF, wähle zuerst deinen

Bevor du einen Anbieter aussuchst, klär eine einzige Frage. Willst du deinen ETF selber auswählen, oder soll das jemand für dich übernehmen? Daran hängt, welcher der vier Anbieter unten zu dir passt.

Weg 1, ETF selber auswählen
  • Du suchst dir deinen ETF selbst aus, für die meisten reicht ein breiter Welt-ETF
  • Du richtest den Sparplan selbst ein und legst Betrag und Datum fest
  • Du zahlst nur pro Kauf eine kleine Gebühr plus die TER des ETFs
  • Keine laufende Prozentgebühr auf dein ganzes Depot
  • Passt zu dir, wenn du dich einmal kurz einlesen magst
  • Anbieter: Swissquote und Yuh
Weg 2, ETF-Sparplan abgeben
  • Du beantwortest ein paar Fragen zu Ziel und Risiko
  • Der Anbieter stellt das ETF-Portfolio zusammen und kauft für dich ein
  • Sparplan und Rebalancing laufen automatisch weiter
  • Dafür zahlst du jedes Jahr einen Prozentsatz auf dein ganzes Depot
  • Passt zu dir, wenn du dich um nichts kümmern willst
  • Anbieter: Findependent und finpension
Der Unterschied in einem Satz: Beim Selberauswählen zahlst du für jeden Kauf, beim abgegebenen Sparplan zahlst du jedes Jahr für alles, was schon im Depot liegt. Bei kleinen Beträgen fällt das kaum auf, ab etwa CHF 20’000 im Depot wird der Unterschied deutlich spürbar.

Weg 1: ETF selber auswählen

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Banking und Investieren in einer App, ab CHF 25 pro Sparrate. 21 ETFs kannst du komplett gebührenfrei besparen, du wählst den ETF aber weiterhin selbst aus.

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Fazit

Fonds oder ETF Vergleich Schweiz

Aktive Fonds bei Schweizer Banken sind für die meisten Anlegenden unnötig teuer. ETFs sind die bessere Alternative für alle, die unkompliziert und günstig am langfristigen Vermögensaufbau arbeiten wollen. Leider sind ETFs ausserhalb der Finanz-Community bei vielen Menschen noch kaum bekannt. Fonds-Sparpläne kennen viele, ETFs werden von Banken aber kaum aktiv erwähnt. Ich finde, das sollte sich ändern.

Machen wir ETFs in der Schweiz bekannter.

Ich persönlich wurde nie von einer Bank kontaktiert, noch wurden mir aktive Fonds angeboten. Ich hatte immer zu wenig Cash auf der Bank und war damit schlicht uninteressant für solche Gespräche. Das hat mich zum Glück von Anfang an vor teuren Investment-Fehlern bewahrt.

Dank Schweizer Anbietern wie Selma, Findependent und finpension gibt es heute wirklich keinen triftigen Grund mehr, bei der Hausbank aktive Fonds zu kaufen. Auch der Kauf von Einzelaktien sollte nicht über die Bank abgewickelt werden, da die Gebühren dort oft hoch sind. Mittlerweile gibt es mit Yuh auch in der Schweiz einen günstigen Broker für den Einstieg.

Die Schweizer Finanzwelt bewegt sich, nutze die Chance. Auch Bankkonti lassen sich mittlerweile gratis und digital führen, dank neon und Zak. Emanzipiere dich von traditionellen Schweizer Bankprodukten, wenn du magst.

Kein Banken-Bashing: Dieser Artikel soll niemanden schlechtreden. Wenn du deine Fonds bei deiner Hausbank halten möchtest, werde ich dir das nicht ausreden, jede Person soll so investieren, wie sie oder er möchte. Ich habe durch Gespräche mit Followern und im Umfeld aber gemerkt, dass vielen Leuten gar nicht bewusst ist, was sie bei der Bank genau kaufen. Alle Angaben in diesem Artikel ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
HB

Helga Baechler ist Finanzbloggerin und zertifizierte Vermögensberaterin IAF. Sie investiert selbst über mehrere Schweizer Broker und Robo-Advisor und schreibt auf liebefinanzen.ch über ETFs, Dividendenstrategien und passives Einkommen.


Fragen & Antworten

Fonds oder ETF: die häufigsten Fragen

Bieten Raiffeisen, UBS oder Valiant auch günstigere Fonds an?
Ja, alle drei bieten neben ihren teureren aktiven Fonds auch passiv oder indexnah verwaltete Varianten an, zum Beispiel die UBS Vitainvest Passive Sustainable mit einer TER von rund 0,25%. Diese sind zwar günstiger als das aktive Pendant, aber meist immer noch teurer als ein vergleichbarer ETF.
Wo finde ich die Gebühren eines Bankfonds?
Die TER steht im Factsheet oder KID des Fonds, meist abrufbar über die Bank-Webseite oder swissfunddata.ch. Zusätzliche Kosten wie Depotgebühr oder Ausgabeaufschlag stehen oft in einem separaten Preisdokument, nicht im Factsheet selbst.
Was ist der grösste Unterschied zwischen Fonds und ETF?
Ein aktiver Fonds wird von einer Fondsmanagerin oder einem Fondsmanager verwaltet, die oder der versucht, den Markt zu schlagen. Ein ETF bildet stattdessen passiv einen Index nach. Dadurch sind ETFs meist deutlich günstiger.
Sind ETFs wirklich günstiger als aktive Fonds?
In aller Regel ja. Aktive Fonds kosten oft 1 bis 1,5 % pro Jahr plus Ausgabeaufschlag, während bekannte Welt-ETFs oft nur um die 0,2 % TER kosten, ganz ohne Ausgabeaufschlag.
Was ist ein Ausgabeaufschlag?
Eine einmalige Gebühr beim Kauf von Fondsanteilen, oft 2 bis 3 % der Anlagesumme. Bei ETFs gibt es diese Gebühr üblicherweise nicht.
Schlagen aktive Fonds den Markt?
Die meisten aktiv gemanagten Fonds schaffen es über längere Zeiträume nicht, den breiten Markt nach Kosten zu schlagen. Das ist einer der Hauptgründe, warum passive ETFs so beliebt geworden sind.
Wo kann ich günstig ETFs kaufen?
Über Online-Broker wie Swissquote oder Yuh, oder automatisiert über Robo-Advisor wie finpension, Findependent, Selma oder Inyova, die die ETF-Auswahl für dich übernehmen. Einen kompletten Überblick über alle Anbieter findest du in meinem Investieren-Guide für Anfänger.
Ist ein eigener ETF-Sparplan günstiger als ein Robo-Advisor?
Ja, in der Regel schon. Ein Robo-Advisor berechnet seine Gebühr laufend auf dein gesamtes Vermögen, ein eigener ETF-Sparplan bei Yuh oder Swissquote kostet dagegen nur eine kleine Gebühr pro Kauf plus die tiefe TER des ETFs. Bei Yuh sind sogar 21 ETFs im Sparplan komplett gratis. Dafür übernimmt der Robo-Advisor die Auswahl und das Rebalancing für dich.
Muss ich mich zwischen Fonds und ETF entscheiden, oder kann ich beides kombinieren?
Du kannst beides kombinieren. Viele Anlegende nutzen ETFs als kostengünstige Basis und ergänzen gezielt einzelne aktive Fonds oder Aktien, wenn sie von einer bestimmten Strategie überzeugt sind.

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6 thoughts on “Fonds oder ETF Vergleich Schweiz

  1. I am looking for investiment in Switzerland, its a lil bit complicated, bevor i was think that here will be easy coz the bank here have Worldwide credibility, but i am dissapointed that “Zins” its around 0.1%? its almost not for believe. thank you so much for yours TIP, i will continue to read your Bloog.

    I wünsche dir einen schönen Tag.

  2. Grüss dich Helga

    Ich bin Zufällig auf deinem Blog gestossen, ich lese mir seit ca. 0500 Uhr deine Beiträge. Danke erstmal für deinen Informativen Input, Aufstellung und Erklärungen, Top!

    Ich werde Bald ein Teil meiner 3a Säule Anlegen, Laut mehrere verschiedene Quellen unteranderem auch dein Beitrag habe ich erfahren das ETF`s lukrativer sind. Wie ist da deine Meinung in Kombi mit der 3a Säule? Hast du noch weitere Tipps für mich?

    Danke dir!!

    Lg
    Cici

    1. Hallo Cici
      vielen Dank für deinen Kommentar. Das ist wirklich super nett von dir. Ich freue mich.
      Verstehe ich das richtig, dass du einerseits eine Säule 3a bei der Bank hast, und noch übriges Geld zum Investieren?
      Oder du möchtest deine Säule 3a bei der Bank zu einer Säule 3a mit ETFs übertragen?

      Meine Meinung ist ja so, dass es sich überhaupt nicht lohnt, eine Säule 3a bei der Bank liegenzulassen, ohne Wertschriften.
      Du hast einen langen Anlagehorizont, den du nutzten solltest. Zudem gibt es auf der Bank kaum noch Zinsen.

      Mittlerweile gibt es gute Anbieter wie Viac, Frankly, Selma und Inyova (nachhaltige 3a).
      Bei Selma und Inyova haben ich Gutschein-Codes, die du nutzen kannst.
      Hier gehts zum Selma 3a Blogpost
      Hier gehts zum Inyova 3a Blogpost

      Du kannst auch eine Kombination machen aus “normalen” Sparplänen und einer Säule 3a als Zusatz.
      Bei Selma und Inyova kannst du genau das machen mit dem gleichen Konto.

      1. Hey Helga

        Danke für deine Rasche Antwort. Ja eigentlich hast du mit beidem Recht, ich habe die 3a Säule (nicht investiert, 5 Jahre einbezahlt, Wohnhaft seit 6 Jahren in CH) werde ich jetzt aber zu ca. 60-70% in ETF`s per 3. Säule anlegen. Dann habe ich noch eine Menge Geld angespart was ich auch gerne per Selma und Inyova inkl. Inyova Kids (für meine 2-Jährige Tochter) anlegen möchte. Ein Startkapital von jeweils ca. 5k, 2k für Kind und einer Monatlichen Investment von ca. 200-300 CHF Pro Account. Max. Monat Investment von ca. 600-800 CHF Gesamt.

        So mein Aktuelle Vorstellung.

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