Mit dem Investieren beginnen 2026

Mit dem Investieren beginnen 2026

Mit dem Investieren beginnen 2026: Anleitung für Anfänger

Auf Instagram schreiben mir viele Leute, die immer noch nicht mit dem Investieren begonnen haben. Das ist total verständlich, der erste Schritt ist nicht einfach. Aber: Jeder verlorene Tag kostet dich Rendite. In diesem Artikel beantworte ich Schritt für Schritt die häufigsten Anfängerfragen, ganz ohne Fachchinesisch.

Kurz zusammengefasst

  • Zwei Wege: Robo-Advisor (automatisch, z.B. VIAC, Selma) oder Broker (selbst auswählen, z.B. Yuh, Swissquote, Neon).
  • Für den Einstieg reicht oft ein einziger Welt-ETF, z.B. auf den MSCI World oder FTSE All-World.
  • Monatlicher Sparplan schlägt Einmalkauf: automatisiert, diszipliniert, ohne Markt-Timing.
  • Bitcoin und Nasdaq 100 nur als kleine Beimischung, nicht als Kern deines Portfolios.

Zuletzt aktualisiert und faktengeprüft am 27. Juli 2026

Aus der Praxis

Typische Fragen eines Followers

Neulich unterhielt ich mich mit einem Follower über die Gründe, warum er noch nicht mit dem Investieren angefangen hat. Hier der ungefähre Chatverlauf, vielleicht erkennst du dich wieder:

Follower

Ich habe immer noch nicht begonnen mit dem Investieren. Mein Vorsatz für 2026: endlich mal beginnen!

Helga

Woran liegt es denn, dass du noch nicht gestartet hast?

Follower

Zum einen weiss ich nicht, bei welchem Broker ich investieren soll: Yuh, Neon, Swissquote oder Robo-Advisors wie VIAC, Selma, Inyova. Ich will es einfach halten. Zum anderen weiss ich nicht, in was ich investieren soll. Würde ein MSCI World reichen? Und dann meinte ein Bekannter, ich könnte 50% MSCI World, 25% Nasdaq 100 und 25% Bitcoin nehmen …

Wichtig: Zu diesen Fragen teile ich gerne meine Gedanken. Dies ist keine Anlageberatung, sondern meine persönliche Meinung zur Reflexion. Wäge Vor- und Nachteile immer selbst ab.
Schritt 1

Robo-Advisor oder Broker?

Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Ansätze:

  • Robo-Advisor (z.B. VIAC, Selma, Inyova, Findependent): automatisches Investieren, der Anbieter wählt die ETFs für dich nach deinem Risikoprofil aus
  • Broker (z.B. Yuh, Neon, Swissquote): selbstständiges Investieren, du wählst Aktien und ETFs selbst aus

Hab keine Angst vor dem eigenen Vergleichen von ETFs! Es ist nicht so schwierig, wie es klingt.

✓ Vorteile Robo-Advisor

  • Anlagestrategie wird nach deinem Risikoprofil berechnet
  • Ideal, wenn du wenig Zeit oder Erfahrung hast

✗ Nachteile Robo-Advisor

  • Gebühren als Prozentsatz der Investment-Summe, z.B. VIAC Invest: 0.25% Verwaltungsgebühr + ca. 0.20% Produktkosten, macht bei CHF 50’000 rund CHF 230–250 pro Jahr
  • Weniger flexibel, einzelne ETFs sind nicht auswechselbar

✓ Vorteile Broker

  • Volle Kontrolle über deine Investitionen und Auswahl
  • Günstige Gebühren bei Anbietern wie Yuh oder Neon

✗ Nachteile Broker

  • Braucht mehr Wissen und Eigenverantwortung
  • Kann am Anfang überwältigend wirken
Für den Einstieg: Wenn du es dir einfach machen willst, ist ein Robo-Advisor eine gute Wahl. Du zahlst monatlich ein und musst dich um nichts kümmern. Mittlerweile gibt es aber auch sehr einfache Sparpläne bei Swissquote, Yuh und Neon, bei denen du deine ETFs selbst auswählst und besparst. Der Aufwand für die Recherche ist überschaubar, versuche es ruhig einmal.
Schritt 2

In was soll ich investieren?

Beispiel: MSCI World ETF

MSCI World Index Chart, Screenshot Finanzen.ch

✓ Vorteile

  • Breit diversifiziert mit rund 1’300 Firmen aus 23 Industrieländern
  • Einfach mit einem einzigen ETF in die Welt investieren
  • Günstig, tiefe laufende Kosten

✗ Nachteile

  • Schwerpunkt USA mit rund 72%. Schwellenländer wie China oder Indien fehlen ganz
  • USD-Währungsrisiko

Für Anfänger reicht ein MSCI World ETF oft aus. Starte und schau, wie sich die Entwicklung für dich anfühlt. Du kannst später ein oder zwei weitere ETFs dazukaufen, um weitere Märkte abzudecken. Verzettle dich nicht.

Viele erfahrene Investorinnen und Investoren setzen mittlerweile nur noch auf 1–2 ETFs, etwa den FTSE All World, den MSCI World oder den MSCI ACWI, der zusätzlich Schwellenländer enthält.

Beispiel: Dividendenaktien

✓ Vorteile

✗ Nachteile

  • Aufwand, da du einzelne Aktien recherchieren musst
  • Kleinere Diversifikation als bei einem ETF
  • Steuern auf Dividenden beachten
Zur Anekdote

Mischung: MSCI World, Nasdaq 100 und Bitcoin?

Der Vorschlag des Bekannten aus dem Chat lautete: 50% MSCI World, 25% Nasdaq 100, 25% Bitcoin. Meine ehrliche Einschätzung dazu:

25% Bitcoin finde ich für Anfänger viel zu hoch! Bitcoin kannst du später als kleinen Anteil hinzufügen, maximal 5% deines Portfolios ist meine persönliche Faustregel.
  • MSCI World: breite Basis mit rund 1’300 Aktien, keine Schwellenländer
  • Nasdaq 100: die 100 grössten Nicht-Finanz-Unternehmen der Nasdaq-Börse nach Marktkapitalisierung, hohe Wachstumschancen durch Technologieaktien, aber auch mehr Schwankung
  • Bitcoin: möglicherweise hohe Rendite, aber sehr risikobehaftet und unvorhersehbar. Bitcoin ist für mich ein Glaube an ein alternatives Geldsystem, nicht nur eine Renditehoffnung. Muss gut gesichert werden

Ich würde anstelle des Nasdaq 100 eher zum S&P 500 tendieren. Achtung: Viele dieser Aktien sind bereits im MSCI World enthalten. Auf Doppelungen achten, das kannst du z.B. bei justetf.com analysieren.

Tipp: Für den Anfang ist eine simple Strategie besser. Ein Welt-ETF allein reicht für den Start völlig aus.

Schritt 3

Monatlich einzahlen und vergessen?

✓ Vorteile Sparplan

  • Automatisiert den Vermögensaufbau
  • Cost-Average-Effekt: mal teurer, mal günstiger kaufen
  • Kein Markt-Timing nötig

✗ Zu beachten

  • Achte auf die Gebühren pro Ausführung, sie können sich summieren
AnbieterGratis-ETFs im Sparplan
VIAC InvestKeine Transaktionskosten, nur 0.25% p.a. Verwaltungsgebühr (+ Produktkosten)
Yuh21 ETFs gratis besparbar
Neonrund 20 ETFs gratis besparbar
Swissquoteüber 115 ETFs sparplanfähig, ab CHF 3 pro Ausführung

Monatlich einzahlen ist eine gute Strategie. Lege einen Betrag fest, der zu deinem Budget passt, und bleib dabei.

Zusammenfassung

Checkliste für Anfänger

  1. Baue zuerst deinen Notgroschen auf, bevor du investierst
  2. Wähle einen Anbieter mit günstigen Gebühren. Prüfe Pauschalgebühren genau, sie können bei viel Kapital teuer werden
  3. Starte mit einem Welt-ETF, bevor du weitere Pläne schmiedest
  4. Investiere nur Geld, das du in den nächsten Jahren nicht brauchst
  5. Nutze einen Sparplan für eine regelmässige Routine
  6. Höre nicht zu sehr auf Bekannte, sondern mach deine eigene Recherche
Direkt loslegen

Anbieter, mit denen ich selbst investiere

Hier meine eigenen Codes für einen einfachen Einstieg:

🎁 CHF 100 Trading Credits

Swissquote: der grösste Schweizer Broker

Grösste Auswahl an Aktien, ETFs und Krypto, Eintrag ins Aktionärsregister möglich. Ich halte hier mein eigenes Dividenden-Depot.

MKT_LIEBEFINANZEN
Jetzt CHF 100 sichern →

*Affiliate. Nur für Schweizer Einwohner.

Yuh

21 ETFs gratis besparbar, einfache App, ideal für den Einstieg.

YUHLIEBE
Mehr erfahren →

Neon

Kein Wechselkurs-Aufschlag, rund 20 gratis ETFs im Sparplan.

liebefinanzen
Mehr erfahren →

Findependent

Schweizer Robo-Advisor, automatisiertes Investieren ohne eigene Auswahl.

liebefinanzen20
Mehr erfahren →

Selma

Robo-Advisor mit persönlicher Anlagestrategie nach deinem Risikoprofil.

liebefinanzen
Mehr erfahren →
Bilanz

Fazit: Mit dem Investieren beginnen 2026

Geld investieren bietet für Anfänger diverse Möglichkeiten. Besonders ETFs eignen sich, um Geld breit gestreut anzulegen. Sparpläne sind ein guter Weg, auch mit wenig Kapital zu starten. Die beste Investition hängt von deinem Budget und deinen Zielen ab und kann nicht pauschal beantwortet werden.

Halte dein Investment einfach und günstig, so legst du die beste Grundlage für deinen Vermögensaufbau. Mit dem Investieren beginnen 2026: mach deinen Vorsatz wahr! 😊

Nutze einen Robo-Advisor wie VIAC oder Findependent, wenn du einfach starten möchtest. Zahle monatlich einen festen Betrag ein und lass das Portfolio für dich arbeiten. Oder starte mit einem Broker wie Yuh und investiere in einen Welt-ETF, das Depot kostet nichts und mehrere ETFs sind gratis besparbar.

Fragen & Antworten

Häufige Fragen für Investment-Anfänger

Soll ich als Anfänger einen Robo-Advisor oder einen Broker wählen?
Wenn du dich nicht um die Auswahl kümmern willst, ist ein Robo-Advisor wie VIAC oder Selma einfacher. Willst du volle Kontrolle und tiefere Gebühren, eignet sich ein Broker wie Yuh oder Swissquote besser, du musst dann aber selbst recherchieren.
Reicht ein einzelner MSCI World ETF für den Einstieg?
Für die meisten Anfänger ja. Der MSCI World deckt rund 1’300 Unternehmen aus 23 Industrieländern ab, ist aber stark USA-lastig (rund 72%) und enthält keine Schwellenländer. Alternativ deckt ein FTSE All-World oder MSCI ACWI zusätzlich Schwellenländer ab.
Wie viel meines Portfolios sollte in Bitcoin fliessen?
Als grobe Faustregel für Einsteiger: maximal 5% des Portfolios. Bitcoin ist volatil und unvorhersehbar. Eine Gewichtung von 25%, wie sie manchmal empfohlen wird, ist für Anfänger deutlich zu hoch.
Welcher Broker bietet die meisten gratis ETFs im Sparplan?
Aktuell bietet Yuh mit 21 ETFs die grösste gratis Auswahl im Sparplan, gefolgt von Neon mit rund 20 ETFs. Swissquote hat die grösste Gesamtauswahl an sparplanfähigen ETFs, verlangt aber ab CHF 3 pro Ausführung.
Wie viel Geld brauche ich, um mit dem Investieren zu beginnen?
Bei den meisten Schweizer Brokern und Robo-Advisors kannst du bereits mit kleinen Beträgen starten, teilweise ab wenigen Franken pro Monat im Sparplan. Wichtiger als der Startbetrag ist, dass du regelmässig investierst und vorher einen Notgroschen für Notfälle aufgebaut hast.
Sind Kursgewinne aus Aktien und ETFs in der Schweiz steuerfrei?
Für Privatanlegerinnen und Privatanleger sind Kursgewinne aus dem Verkauf von Aktien und ETFs im Privatvermögen in der Schweiz grundsätzlich steuerfrei. Dividenden hingegen musst du als Einkommen versteuern.
Was ist der Unterschied zwischen MSCI World und FTSE All-World?
Der MSCI World enthält nur Industrieländer, rund 1’300 Unternehmen aus 23 Ländern. Der FTSE All-World deckt zusätzlich Schwellenländer und Small Caps ab und ist damit breiter diversifiziert.
Weiterlesen

Diese Artikel passen thematisch dazu

Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.

*Affiliate

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert