Wall Street besichtigen: Tipps von einer Finanzbloggerin

Wall Street besichtigen: Tipps von einer Finanzbloggerin

Die New Yorker Börse kannst du nicht besichtigen. Die Besuchergalerie der New York Stock Exchange ist seit den Anschlägen vom 11. September 2001 geschlossen und wurde nie wieder geöffnet. Es gibt keine Tickets und keine öffentlichen Touren. Was du siehst, ist die Fassade von aussen, und die ist gratis. Der Rest des Financial District lohnt sich trotzdem, vor allem der Charging Bull am Bowling Green, das Fearless Girl gegenüber der Börse und die Federal Hall, wo George Washington vereidigt wurde. Für alles zusammen brauchst du etwa zwei bis drei Stunden zu Fuss.

Auf dieser Seite: Was 2026 wirklich geht · Die 7 Orte · Geschichte · Warum ich als Finanzbloggerin hinfahre · Bezahlen in den USA · Häufige Fragen

Im Oktober 2024 habe ich mir einen langjährigen Traum erfüllt und sieben Tage in New York verbracht. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich an die Wall Street gehe. Nicht wegen der Fotos, sondern weil ich seit Jahren über genau diese Börse schreibe.

Was ich vorher nicht wusste und was in vielen Reiseberichten fehlt: Vieles, was man dort erwartet, gibt es gar nicht mehr. Deshalb habe ich diesen Artikel im Juli 2026 komplett überarbeitet und alle Angaben nachgeprüft.

Wall Street besichtigen: Was 2026 wirklich möglich ist

Drei Dinge solltest du wissen, bevor du deinen Tag im Financial District planst. Sie stehen so in kaum einem Reiseblog, weil viele Texte alte Informationen weiterschreiben.

  • Die Börse selbst ist zu. Die Besuchergalerie der New York Stock Exchange ist seit 2001 geschlossen. Der Handelssaal ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Wer online Tickets für eine Börsenführung verkauft, verkauft dir einen Stadtrundgang durchs Quartier, nicht den Zutritt ins Gebäude.
  • Der Goldtresor der Fed ist keine Touristenattraktion mehr. Früher konnte man die kostenlose Tour durch das grösste Goldlager der Welt buchen. Heute vergibt die New York Fed Besuche nur noch an Schul- und Studiengruppen ab der 7. Klasse, mit Voranmeldung, und selbst dort ist der Tresor nicht garantiert Teil des Programms. Als Privatperson siehst du das Gebäude von aussen.
  • Das Museum of American Finance ist nicht mehr in New York. Es hat seinen Standort an der Wall Street 48 nach einem Wasserschaden 2018 aufgegeben und im Juli 2026 in Boston neu eröffnet, am Commonwealth Pier im Seaport. Der Eintritt dort ist gratis. In Manhattan suchst du es vergeblich.
Was heisst das für deinen Besuch? Wall Street besichtigen bedeutet 2026 einen Spaziergang durch ein Quartier, nicht den Besuch einer Institution. Genau das macht es aber günstig. Fast alles, was ich dir gleich zeige, kostet keinen Eintritt.
1792
Gründungsjahr der Börse laut Buttonwood Agreement
2001
Seither ist die Besuchergalerie geschlossen
0 $
Eintritt für Bulle, Fearless Girl und Federal Hall
2–3 h
Realistische Dauer für den ganzen Rundgang

Die 7 Orte im Financial District, die sich lohnen

Alle sieben liegen so nah beieinander, dass du sie bequem an einem Vormittag zu Fuss abläufst. Ich habe sie in der Reihenfolge sortiert, in der ich sie gehen würde.

OrtAdresseKostenKommst du rein?
New York Stock Exchange11 Wall StreetgratisNein, nur Fassade
Charging BullBowling Green, BroadwaygratisSteht im Freien
Fearless GirlBroad StreetgratisSteht im Freien
Federal Hall26 Wall StreetgratisJa, Montag bis Freitag
Trinity Church89 BroadwaygratisJa, Kirche und Friedhof
Federal Reserve Bank33 Liberty StreetgratisNein, nur Fassade
9/11 Memorial180 Greenwich StreetPlatz gratis, Museum kostetJa, Platz 8 bis 20 Uhr

1. Das Gebäude der New York Stock Exchange

11 Wall Streetgratisnur von aussen

Die berühmte Fassade mit den korinthischen Säulen und der grossen Flagge zeigt nicht zur Wall Street, sondern zur Broad Street. Der Bau von 1903 trägt dort die Nummer 18. Das überrascht viele. Wer nur die Wall Street entlangläuft, geht am bekanntesten Motiv vorbei.

Die Wall Street selbst ist eine schmale, autofreie Gasse zwischen hohen Häusern. Ganz anders, als man es aus Filmen kennt.

Mein Tipp: Stell dich für das klassische Foto auf die Broad Street und geh ein paar Schritte Richtung Exchange Place zurück, sonst bekommst du das Gebäude nicht ganz aufs Bild.
Wall Street besichtigen: Strassenschild und Häuserschlucht im Financial District New York Gebäude der New York Stock Exchange von aussen an der Broad Street New Yorker Börse mit amerikanischer Flagge an der Fassade Financial District New York mit Wolkenkratzern und engen Strassen Wall Street als schmale autofreie Strasse in Lower Manhattan Blick durch den Financial District Richtung New York Stock Exchange

Die Wall Street an einem Sonntag im Oktober 2024. Keine Banker, dafür viele Touristen.

2. Charging Bull

Bowling Green, Broadwaygratisimmer offen

Der Bulle steht nicht vor der Börse, sondern einige Blocks weiter südlich am Bowling Green. Der Bildhauer Arturo Di Modica liess ihn am frühen Morgen des 15. Dezember 1989 ohne Bewilligung auf der Broad Street vor der Börse abstellen, unter dem dortigen Weihnachtsbaum, als Geschenk an die Stadt. Noch am selben Tag holte ihn die Polizei ab. Nach öffentlichem Protest kam er wenige Tage später an seinen heutigen Platz.

Er steht für den Bullenmarkt, also für steigende Kurse. Kurios ist, dass die Statue der Stadt gar nie gehörte. Sie gilt bis heute offiziell als vorübergehende Installation. 2019 wollte die Stadt sie näher an die Börse verlegen, die zuständige Design-Kommission lehnte das 2020 ab. Fotografieren ist schwierig, weil auf beiden Seiten Verkehr fliesst und ständig Leute durchs Bild laufen.

Mein Tipp: Vor 8 Uhr morgens hast du ihn fast für dich allein. Ab etwa 10 Uhr stehen die Leute Schlange, gerade an der Rückseite.
Charging Bull Bronzestatue am Bowling Green in New York Wall Street Bulle als Symbol für steigende Kurse am Bullenmarkt

Der Charging Bull steht am Bowling Green, nicht vor der Börse.

3. Fearless Girl

Broad Street, gegenüber der NYSEgratisimmer offen

Das Mädchen mit den Händen in den Hüften ist rund 1,30 Meter gross und stammt von der Bildhauerin Kristen Visbal. Es wurde im März 2017 zum Weltfrauentag aufgestellt, ursprünglich direkt vor dem Bullen am Bowling Green. Auftraggeberin war der Vermögensverwalter State Street Global Advisors.

Di Modica sah darin eine Umdeutung seiner Arbeit. Seit Dezember 2018 steht die Figur an der Broad Street und schaut die Börse an. Am alten Standort liegt heute nur noch eine Platte mit Fussabdrücken.

Mein Tipp: Bulle und Mädchen stehen nicht mehr zusammen. Wenn du beide willst, plane ungefähr zehn Gehminuten dazwischen ein.

4. Federal Hall National Memorial

26 Wall StreetgratisMontag bis Freitag

Hier wurde George Washington 1789 als erster Präsident der USA vereidigt, damals noch im Vorgängerbau. Vor dem Eingang steht seine Statue, direkt gegenüber der Börse.

Das Gebäude gehört zum National Park Service, der Eintritt ist frei und es ist Montag bis Freitag offen. Es ist einer der wenigen Orte an der Wall Street, in die du tatsächlich hineingehen kannst. Wichtig für 2026: Die Federal Hall war längere Zeit geschlossen und hat erst am 10. Juli 2026 wieder geöffnet.

Mein Tipp: Prüfe die Öffnungszeiten am Vortag auf der Seite des National Park Service. Der barrierefreie Zugang liegt hinten an der Pine Street 15, nicht an der Wall Street.

5. Trinity Church und das Grab von Alexander Hamilton

89 Broadway, Ecke Wall StreetgratisKirche und Friedhof

Die neugotische Kirche steht am oberen Ende der Wall Street. Der heutige Bau von 1846 ist bereits der dritte an dieser Stelle. Auf dem Friedhof liegt Alexander Hamilton, der erste Finanzminister der USA und der Mann, der das amerikanische Finanzsystem aufgebaut hat.

Für Leute, die sich für Börsengeschichte interessieren, ist das ein passender Zwischenhalt. Vielleicht kennst du die Kirche auch aus dem Film über die Tempelritter.

Mein Tipp: Der Friedhof ist ein ruhiger Ort mitten im Trubel. Gute Gelegenheit für eine Pause, wenn dir die Menschenmengen zu viel werden.

6. Federal Reserve Bank of New York

33 Liberty Streetgratis von aussenkeine Touren für Private

Unter diesem Gebäude liegt einer der grössten Goldtresore der Welt, gebaut direkt auf dem Felsen von Manhattan. Der grösste Teil des Goldes gehört nicht den USA, sondern anderen Zentralbanken.

Wie oben erwähnt, kommst du als Privatperson nicht hinein. Die Fassade im Stil eines florentinischen Palasts ist trotzdem einen Umweg wert.

Mein Tipp: Wenn du als Lehrperson mit einer Klasse reist, kannst du eine Anfrage stellen. Gruppen aus dem Umland werden bevorzugt, die Plätze sind knapp.

7. Stone Street und das 9/11 Memorial

Stone Street / 180 Greenwich StreetMemorial gratisMuseum kostet

Die Stone Street ist eine kopfsteingepflasterte Gasse voller Restaurants, in der die Banker mittags sitzen. Als ich dort war, lief gerade ein Oktoberfest mit Bier und Bratwurst, mitten in Manhattan.

Das 9/11 Memorial mit den beiden Wasserbecken ist von der Börse in wenigen Gehminuten erreichbar. Der Platz mit den Becken ist gratis und täglich von 8 bis 20 Uhr offen, nur das Museum kostet Eintritt.

Mein Tipp: Plane das Memorial ans Ende. Nach diesem Ort hat man selten noch Lust auf Selfies mit einem Bullen.
Oktoberfest an der Stone Street im Financial District New York

Oktoberfest an der Stone Street, wenige Schritte von der Börse entfernt.

Woher der Name Wall Street kommt

Im 17. Jahrhundert stand hier tatsächlich eine Mauer. Die Holländer errichteten 1653 eine Palisade aus Holz rund um ihre Siedlung Nieuw Amsterdam, aus Sorge vor Angriffen der Engländer und der indigenen Bevölkerung. Entlang dieser Befestigung verlief ein Weg, und der hiess Wall Street.

Die Mauer verschwand 1699, die Strasse blieb. Später trafen sich hier Händler und Spekulanten im Freien, oft unter einer Platane vor der heutigen Wall Street 68. Am 17. Mai 1792 unterzeichneten 24 Broker das nach diesem Baum benannte Buttonwood Agreement. Die Börse selbst feiert dieses Datum als ihre Gründung, formell organisiert wurde sie aber erst 1817.

Im 19. Jahrhundert wurde die Wall Street zum Finanzzentrum Amerikas. Die Nähe zum Hafen spielte dabei eine grosse Rolle, denn hier kam das Geld an.

Kleine Randnotiz
Buttonwood ist die amerikanische Platane. Die schöne Geschichte, dass 24 Männer unter dem Baum standen und unterschrieben, hält der Prüfung übrigens nicht stand. Dafür waren es zu viele. Der Name erinnert an den Treffpunkt, nicht an den Ort der Unterschrift.

Warum ich als Finanzbloggerin überhaupt dorthin fahre

Ehrlich gesagt gibt es an der Wall Street wenig zu sehen. Eine schmale Gasse, ein geschlossenes Gebäude, eine Bronzefigur mit Warteschlange. Wer nur Sehenswürdigkeiten abhaken will, ist an anderen Orten in New York besser aufgehoben.

Für mich war es trotzdem etwas Besonderes. Ich schreibe seit 2020 über Aktien und Dividenden, und in meinem Depot liegen Titel, die genau an dieser Börse gehandelt werden. Diese Kurse sind für mich sonst Zahlen auf einem Bildschirm. Hier stand ich vor dem Haus, in dem sie entstehen.

Was mich am meisten überrascht hat, war wie klein und unspektakulär alles ist. Man stellt sich ein Zentrum der Weltwirtschaft grösser vor. In Wirklichkeit sind es ein paar Strassen, in denen morgens Leute mit Kaffeebechern zur Arbeit gehen.

Genau das fand ich beruhigend. Die Börse ist kein magischer Ort und kein Kasino, sondern ein Handelsplatz. Wer regelmässig investiert und lange dabei bleibt, muss dieses Gebäude nicht verstehen. Es genügt zu wissen, dass es existiert und dass dort täglich um 9.30 Uhr eine Glocke läutet.

HB

Zu mir: Ich bin Helga, zertifizierte Vermögensberaterin IAF und schreibe seit 2020 auf liebefinanzen.ch über Aktien, ETFs und Dividenden aus Schweizer Sicht. Ich war im Oktober 2024 selbst eine Woche in New York und habe alle Angaben in diesem Artikel im Juli 2026 nachgeprüft.

Bezahlen in den USA ohne unnötige Gebühren

New York ist teuer, teilweise teurer als die Schweiz. Umso ärgerlicher ist es, wenn zusätzlich Gebühren dazukommen, die man vermeiden könnte. Ich hatte mehrere Kreditkarten und Debitkarten dabei und habe unterwegs verglichen.

Der grösste Hebel ist nicht die Karte selbst, sondern der Fremdwährungszuschlag. Bei vielen Schweizer Kreditkarten liegt er zwischen 1,5 und 2,5 Prozent. Auf zwei Wochen New York summiert sich das schnell auf den Preis von zwei Abendessen.

KarteZuschlag bei Kartenzahlung in FremdwährungBargeldbezug im Ausland
neon free0.35 % auf den Mastercard-Kurs1.5 %
neon plus, global, metalkein Zuschlagreduziert je nach Plan
Yuh0.95 % auf den Interbankenkursje nach Automat
Typische Schweizer Kreditkarte1.5 % bis 2.5 %hohe Bezugsgebühr

Stand Juli 2026. Gebühren ändern sich, prüfe sie vor der Abreise beim Anbieter. Dazu kann der Automatenbetreiber vor Ort eine eigene Gebühr verlangen, das gilt für jede Karte.

  • Immer in Dollar bezahlen. Wenn das Terminal fragt, ob du in Franken abrechnen willst, sag Nein. Diese Umrechnung im Laden ist fast immer teurer als der Kurs deiner Bank.
  • Grössere Beträge mit der Debitkarte. Ich habe dafür neon und Zak genutzt.
  • Bargeld nur wenig und nur mit Debitkarte. Kreditkarten verlangen beim Bezug am Automaten hohe Gebühren. Ganz gratis ist es aber auch mit der Debitkarte nicht, bei neon free kostet der Bezug im Ausland 1.5 Prozent. Dazu kommt oft eine Gebühr des Automatenbetreibers vor Ort.
  • Flug mit der Meilenkarte. Meinen Swiss Flug habe ich mit der Miles&More Karte bezahlt, damit die Meilen zusammenkommen.
  • Kleine Beträge mit der Punktekarte. Für den Alltag nutze ich die gratis Coop Kreditkarte, um auch auf Reisen Superpunkte zu sammeln.

🇺🇸 Meine zwei Karten für Reisen ausserhalb der Schweiz

Beide sind Schweizer Anbieter und deutlich günstiger als eine normale Kreditkarte. Gratis ist es aber bei keinem von beiden, darum hier die Zahlen im Klartext. Mit meinen Codes bekommst du zusätzlich ein Startguthaben.

neon

CHF 10 Startguthaben

Mein Hauptkonto auf Reisen. Beim Gratisplan neon free kommt ein Wechselkursaufschlag von 0.35 Prozent dazu, bei den kostenpflichtigen Plänen plus, global und metal entfällt er ganz. Gerechnet wird zum Mastercard-Kurs.

Zu neon →

Yuh

CHF 50 + 250 Swissqoin

Konto und Depot in einer App. Yuh verrechnet eine Wechselgebühr von 0.95 Prozent auf den Interbankenkurs. Dafür kannst du Dollar vorab in der App kaufen und den Zeitpunkt selbst wählen.

Zu Yuh →

*Affiliate. Nur für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Bei Yuh nach Einzahlung von CHF 500. Für dich kostet es nichts extra, das Startguthaben bekommst du trotzdem. Prüfe die aktuellen Konditionen vor der Reise, sie können sich ändern. Alle Codes auf einen Blick auf meiner Gutschein-Seite.

Wenn du ohnehin ein Depot hast, lohnt sich ein Blick auf die Swissquote Debitkarte. Damit sammelst du beim Bezahlen Trading Credits, die du später für Aktien und ETFs einsetzen kannst.

So planst du deinen Wall Street Rundgang

  1. Anreise mit der U-Bahn. Die nächsten Stationen sind Wall Street (Linien 2 und 3 sowie 4 und 5), Broad Street (J und Z) und Bowling Green (4 und 5). Vom Times Square bist du in etwa 20 Minuten unten.
  2. Früh starten. Zwischen 7 und 9 Uhr ist es am ruhigsten und das Licht in den engen Strassen ist besser. Ab dem späten Vormittag wird es voll.
  3. Werktag oder Wochenende entscheiden. Ich war an einem Sonntag dort. Es war angenehm leer, aber ohne jede Börsenatmosphäre. Unter der Woche siehst du das Quartier arbeiten, dafür sind mehr Leute unterwegs.
  4. Zwei bis drei Stunden einplanen. Das reicht für alle sieben Orte in Ruhe, inklusive Kaffeepause an der Stone Street.
  5. Ausweis einstecken. Für die Federal Hall und für das 9/11 Museum musst du durch eine Sicherheitskontrolle.
Vorsicht bei Tourangeboten: Anbieter werben online mit Formulierungen wie Stock Exchange Tour. Gemeint ist fast immer ein geführter Spaziergang durch den Financial District. Der kann gut sein, bringt dich aber nicht in die Börse hinein. Lies die Leistungsbeschreibung genau, bevor du buchst.

Das Wichtigste in Kürze

  • In die Börse kommst du nicht hinein. Die Besuchergalerie ist seit 2001 zu, daran wird sich nichts ändern.
  • Die Fed-Tour und das Finanzmuseum fallen als Ziele weg. Beides steht noch in vielen älteren Reisetipps.
  • Reinkommen kannst du bei der Federal Hall und der Trinity Church. Beides gratis.
  • Bulle und Fearless Girl stehen nicht mehr zusammen, dazwischen liegen zehn Gehminuten.
  • Zwei bis drei Stunden reichen für alles. Am besten vor 9 Uhr, dann hast du die Fotospots fast für dich.
  • Beim Bezahlen kostet dich die falsche Karte mehr als der ganze Rundgang. Immer in Dollar abrechnen lassen.

Häufige Fragen zum Besuch der Wall Street

Kann man die New Yorker Börse besichtigen?
Nein. Die Besuchergalerie der New York Stock Exchange ist seit dem 11. September 2001 geschlossen und wurde nicht wieder geöffnet. Der Handelssaal ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Hinein kommen nur geladene Gäste, zum Beispiel Vertreterinnen und Vertreter kotierter Firmen sowie akkreditierte Medien. Von aussen kannst du das Gebäude an der Ecke Wall Street und Broad Street jederzeit anschauen und fotografieren.
Was kostet ein Besuch an der Wall Street?
Nichts. Der Charging Bull, das Fearless Girl, die Fassade der Börse, die Trinity Church und die Federal Hall sind alle gratis zugänglich. Eintritt zahlst du nur, wenn du zusätzlich ins 9/11 Museum willst oder einen geführten Rundgang buchst. Der Platz mit den beiden Wasserbecken am 9/11 Memorial ist ebenfalls kostenlos.
Wie komme ich zur Wall Street?
Am einfachsten mit der U-Bahn nach Lower Manhattan. Passende Stationen sind Wall Street mit den Linien 2 und 3 sowie 4 und 5, Broad Street mit J und Z, Bowling Green mit 4 und 5 sowie Rector Street mit R und W. Vom Times Square dauert die Fahrt rund 20 Minuten. Ein Taxi lohnt sich wegen des Verkehrs in Downtown meist nicht.
Wann ist am wenigsten los?
Früh am Morgen, etwa zwischen 7 und 9 Uhr. Danach füllt sich vor allem der Bereich um den Charging Bull, wo sich zeitweise Schlangen für Fotos bilden. Am Wochenende ist das Quartier insgesamt ruhiger, weil die Angestellten fehlen, dafür ist die typische Börsenstimmung nicht spürbar. Im Winter ist deutlich weniger los als im Sommer und im Herbst.
Lohnt sich das Museum of American Finance?
In New York kannst du es nicht mehr besuchen. Das Museum hat seinen Standort an der Wall Street 48 nach einem Wasserschaden 2018 aufgegeben und im Juli 2026 in Boston am Commonwealth Pier neu eröffnet. Der Eintritt ist dort gratis. Wenn du in New York etwas zur Finanzgeschichte sehen willst, sind die Federal Hall und das Fraunces Tavern Museum die naheliegenden Alternativen.
Kann ich den Goldtresor der Federal Reserve besichtigen?
Als Privatperson nein. Die Federal Reserve Bank of New York vergibt Besuche im Museum und Learning Center nur noch an Schul- und Studiengruppen ab der 7. Klasse, mit Voranmeldung und Ausweispflicht. Ein Besuch des Goldtresors ist dabei nicht garantiert. Die frühere kostenlose Tour für alle gibt es nicht mehr.
Stehen Charging Bull und Fearless Girl zusammen?
Nein, nicht mehr. Das Fearless Girl stand von 2017 bis 2018 direkt vor dem Bullen am Bowling Green. Seit Dezember 2018 steht es an der Broad Street gegenüber der Börse. Zwischen den beiden Statuen liegen etwa zehn Gehminuten. Am ursprünglichen Standort erinnert eine Bodenplatte mit Fussabdrücken an die alte Aufstellung.
Wie viel Zeit soll ich für den Financial District einplanen?
Für die Wall Street mit Börsengebäude, Bulle, Fearless Girl, Federal Hall und Trinity Church reichen zwei bis drei Stunden. Wenn du das 9/11 Museum dazunimmst, plane einen halben Tag. Alle Orte liegen so nah beieinander, dass du keine öffentlichen Verkehrsmittel brauchst.

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Weitere Bilder aus New York

Ich habe auf dieser Reise mehrere hundert Fotos gemacht, ich war schliesslich einmal Reisebloggerin. Hier ein Teil davon, vom Central Park über Chinatown bis Coney Island.

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Warst du schon einmal in New York oder planst du eine Reise dorthin? Schreib mir gern in die Kommentare, was du im Financial District erlebt hast.

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