Beste Dividenden-ETFs Schweiz 2026: Der grosse Vergleich
Ein Dividenden ETF ist ein Korb voller Aktien, die regelmässig Geld auszahlen. Du kaufst einmal und bekommst dann immer wieder etwas aufs Konto, ohne etwas verkaufen zu müssen. Wichtig ist, in welchem Land der ETF zu Hause ist. Bei Schweizer Aktien nimmst du einen ETF aus der Schweiz, dann holst du die Steuern komplett zurück und zahlst nur die halbe Stempelsteuer. Bei weltweiten ETFs ist Irland üblich.
🎁 Zuerst der ETF, dann das Depot
Entscheide zuerst, welchen ETF du willst. Erst danach wählst du den Anbieter, der ihn auch führt. Diese drei nutze ich selbst, mit meinen Codes bekommst du ein Startguthaben.
Swissquote
CHF 100 Trading CreditsGrösste Auswahl, alle 10 ETFs aus diesem Vergleich handelbar. Ich nutze Swissquote selbst für meine Dividendenwerte.
Konto eröffnen →
Yuh
CHF 50 + 250 SwissqoinGünstiger Einstieg ab CHF 25, gebührenfreie ETF-Sparpläne. Kleinere Auswahl, schau vorher in die Yuh ETF Liste.
Zu Yuh →
neon
CHF 10 StartguthabenGratis Konto plus neon Invest für ETFs. Die Auswahl ist am kleinsten, dafür sehr einfach bedienbar. Was es gibt, steht bei neon Invest.
Zu neon →*Affiliate. Nur für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Bei Swissquote nach Einzahlung von CHF 1’000 innerhalb 30 Tagen, bei Yuh nach Einzahlung von CHF 500. Für dich entstehen keine Mehrkosten, den Bonus bekommst du trotzdem. Alle Codes auf einen Blick auf meiner Gutschein-Seite.
Kurz zusammengefasst
- Ein Dividenden-ETF sammelt Aktien mit hoher oder verlässlicher Dividende und zahlt dir die Erträge regelmässig aufs Konto.
- Domizil Schweiz für Schweizer Aktien: Verrechnungssteuer voll zurück, nur 0.075% Stempelsteuer, alles in Franken.
- Domizil Irland für weltweite ETFs: gutes Steuerabkommen mit den USA, keine zusätzliche Quellensteuer auf deine Ausschüttung.
- Andere Domizile wie Deutschland oder die Niederlande funktionieren, sind steuerlich aber meist etwas ungünstiger.
- Achtung beim iShares Swiss Dividend: nur 20 Titel, die zehn grössten machen über 94% aus. Das ist ein echtes Klumpenrisiko.
- Keine Anlageberatung, sondern meine persönliche Einordnung als Orientierungshilfe.
Worauf ein Dividenden-ETF bei der Aktienauswahl achtet
Ein Dividenden-ETF pickt sich Aktien nicht einfach nach Gefühl heraus. Er folgt einem Index mit festen Regeln, und diese Regeln bestimmen am Schluss, welche Firma überhaupt reinkommt und welche wieder rausfliegt. Die genauen Kriterien unterscheiden sich von Index zu Index, ein paar Punkte tauchen aber fast überall auf.
- Dividendenrendite. Die aktuelle Ausschüttung im Verhältnis zum Aktienkurs. Wichtig zu wissen, eine besonders hohe Rendite ist kein Qualitätsmerkmal, oft steckt ein gefallener Kurs dahinter, kurz bevor die Dividende gekürzt wird.
- Dividendenkontinuität. Wie viele Jahre eine Firma die Dividende schon zahlt oder sogar steigert. Die sogenannten Dividendenaristokraten brauchen dafür oft 10, 20 oder sogar 25 Jahre in Folge.
- Ausschüttungsquote. Wie viel vom Gewinn als Dividende rausgeht. Eine tiefere Quote heisst mehr Puffer, eine Firma, die fast ihren ganzen Gewinn ausschüttet, hat bei einer schlechten Phase kaum noch Spielraum.
- Verschuldung und Cashflow. Ob eine Firma genug Geld verdient, um die Dividende auch in einer Krise zu stemmen, statt sie mit neuen Schulden zu finanzieren.
- Mindestgrösse und Handelbarkeit. Nur Firmen ab einer bestimmten Marktkapitalisierung und mit genug täglichem Handelsvolumen kommen rein, sonst lässt sich der ETF selbst schlecht handeln.
- Grenzen pro Sektor und Land. Viele Indizes deckeln, wie viel eine einzelne Branche oder ein einzelnes Land ausmachen darf. Das verhindert, dass am Schluss nur noch Banken oder Versorger im Topf liegen.
- Regelmässiges Rebalancing. Der Index wird meist einmal im Jahr neu zusammengestellt. Firmen, die eine Dividende kürzen oder die Kriterien nicht mehr erfüllen, fliegen dann automatisch raus.
Je nachdem, welche dieser Kriterien ein Index stärker gewichtet, entsteht ein ganz anderes Portfolio. Die folgende Übersicht zeigt die drei häufigsten Strategien, alle ETFs dazu findest du weiter unten im Detail.
| Strategie | Was im Vordergrund steht | Beispiel aus dieser Liste |
|---|---|---|
| Höchste Rendite | Firmen mit der aktuell höchsten Ausschüttung, oft ältere, langsamer wachsende Branchen | iShares STOXX Global Select Dividend 100 |
| Dividendenwachstum, Aristokraten | Lange Historie steigender oder zumindest stabiler Ausschüttungen, Fokus auf Verlässlichkeit | SPDR Global Dividend Aristocrats, SPDR US Dividend Aristocrats |
| Qualität | Zusätzliche Filter wie Eigenkapitalrendite, Verschuldung oder Cashflow, oft mehr Wachstumsfirmen im Portfolio | Fidelity Global Quality Income, WisdomTree Global Quality Dividend Growth |
Die 10 besten Dividenden-ETFs im Überblick
So liest du die Tabelle
Die zehn ETFs sind nach Fondsdomizil gruppiert, weil genau davon deine Steuern abhängen. Zuerst kommen die beiden Schweizer, danach die fünf irischen, zuletzt die drei aus weiteren Ländern. Übrigens kannst du jede ISIN antippen, dann liegt sie in deiner Zwischenablage und lässt sich direkt in die Suche deines Brokers einfügen.
| ETF | ISIN | TER | Ausschüttung | Fokus |
|---|---|---|---|---|
| Domizil Schweiz | ||||
| iShares Swiss Dividend (CHDVD) | 0.15% | jährlich, CHF | Schweiz, 20 Titel | |
| UBS MSCI Swiss Dividend | 0.12% | jährlich, CHF | Schweiz, breiter | |
| Domizil Irland | ||||
| Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield (VHYL) | 0.29% | quartalsweise | Welt inkl. Schwellenländer | |
| SPDR S&P Global Dividend Aristocrats | 0.45% | quartalsweise | Welt, 10 Jahre Dividendenhistorie | |
| Fidelity Global Quality Income (FGEQ) | 0.40% | quartalsweise | Industrieländer, Qualitätsfilter | |
| SPDR S&P US Dividend Aristocrats | 0.35% | quartalsweise | nur USA | |
| WisdomTree Global Quality Dividend Growth | 0.38% | quartalsweise | Welt, Dividendenwachstum | |
| Weitere Domizile | ||||
| iShares STOXX Global Select Dividend 100 | 0.46% | quartalsweise | Welt, 100 Titel, Domizil DE | |
| VanEck Morningstar Dev. Markets Dividend Leaders (TDIV) | 0.38% | quartalsweise | Industrieländer, Domizil NL | |
| UBS MSCI Swiss Dividend, thesaurierend | 0.12% | keine, reinvestiert | Schweiz, ohne Ausschüttung | |
Eigene Recherche auf justETF und den Anbieter-Factsheets, Stand 25. Juli 2026. TER, Fondsvolumen und Ausschüttungsrenditen ändern sich laufend, prüfe die aktuellen Werte vor einem Kauf direkt beim Anbieter. Jeden ETF im Detail findest du weiter unten, gruppiert nach Domizil.
Schweiz, Irland oder ein anderes Domizil?
In der Tabelle oben sind die ETFs nach Domizil gruppiert. Das Fondsdomizil ist einfach das Land, in dem der ETF zu Hause ist. Du siehst es an den ersten zwei Buchstaben der ISIN. CH heisst Schweiz, IE heisst Irland, DE Deutschland, NL Niederlande.
Das klingt nach einem Detail, ist aber der wichtigste Punkt für dich. Denn davon hängt ab, wie viel von der Dividende am Schluss wirklich bei dir ankommt.
Der Grund sind Quellensteuern. Dabei handelt es sich um Geld, das ein Land automatisch einbehält, bevor die Dividende weitergereicht wird. Je nach Land bekommst du es allerdings vollständig zurück, teilweise zurück, oder gar nicht.
| Domizil | Stempelsteuer beim Kauf | Quellensteuer auf deine Ausschüttung | Für dich geeignet als |
|---|---|---|---|
| Schweiz (CH) | 0.075%, also die Hälfte | 35% Verrechnungssteuer, über die Steuererklärung voll zurück | Schweizer Aktien |
| Irland (IE) | 0.15% | keine, Irland behält bei Ausschüttungen ins Ausland nichts ein | weltweite ETFs, der Standard |
| Niederlande (NL) | 0.15% | 15%, über das Formular DA-1 rückforderbar | nur mit Zusatzaufwand |
| Deutschland (DE) | 0.15% | keine deutsche Quellensteuer für dich | möglich, aber selten die beste Wahl |
Warum Irland bei weltweiten ETFs so beliebt ist
Es gibt eine zweite Stelle, an der Steuern anfallen, und die siehst du nie. Sie passiert im Fonds selbst.
Stell dir vor, dein ETF besitzt Apple-Aktien. Apple zahlt eine Dividende. Bevor dieses Geld überhaupt im Fonds ankommt, behalten die USA einen Teil davon ein. Wie gross dieser Teil ist, hängt davon ab, in welchem Land der Fonds zu Hause ist.
Irland hat mit den USA eine Vereinbarung, die diesen Abzug halbiert. Statt 30 Prozent gehen nur 15 Prozent weg. Und wenn der irische Fonds dir dann ausschüttet, behält Irland selbst nichts mehr ein. Deshalb sind fast alle grossen weltweiten ETFs in Irland zu Hause. Das ist kein Zufall, sondern spart dir schlicht Geld.
Domizil Schweiz: die zwei heimischen Optionen
1. iShares Swiss Dividend
CHDVD · CH0237935637 · Valor 23793563Der Platzhirsch. Er bildet den SPI Select Dividend 20 ab, also die 20 dividendenstärksten Schweizer Titel. Ganz oben liegen Zurich Insurance, Roche, Nestlé, Novartis und Holcim. Ausschüttungsrendite je nach Jahr etwa 2.5 bis 4%.
Oft gewählt, wenn du Schweizer Dividenden in Franken willst und mit einem konzentrierten Portfolio leben kannst.
2. UBS MSCI Swiss Dividend
CH1244681594 ausschüttend · CH1416135353 thesaurierendDie günstigere und jüngere Alternative, ebenfalls mit Schweizer Domizil. Mit 0.12% TER schlägt sie den iShares knapp, und es gibt sie auch thesaurierend, was für den reinen Vermögensaufbau praktisch ist.
Der Haken ist die Grösse. Dieser Fonds bewegt sich im zwei- bis knapp dreistelligen Millionenbereich, während der CHDVD bei etwa 8 Milliarden liegt. Kleine Fonds werden nämlich häufiger geschlossen und lassen sich manchmal schlechter handeln.
Oft gewählt, wenn dir die tiefere TER und eine thesaurierende Variante wichtiger sind als maximale Fondsgrösse.
Domizil Irland: die fünf weltweiten Klassiker
3. Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield
VHYL · IE00B8GKDB10Der Klassiker und der einzige in dieser Liste, der auch Schwellenländer mitnimmt. Über 1’700 Positionen bedeuten sehr breite Streuung, dadurch ist das Klumpenrisiko spürbar kleiner als bei den Schweizer Varianten.
Die Ausschüttungsrendite ist mit etwa 2.5% niedriger, als viele erwarten. Denn der Index nimmt einfach die obere Hälfte der Dividendenzahler, nicht die absoluten Spitzenreiter. Das schützt zwar vor Dividendenfallen, drückt aber die Rendite.
Oft gewählt, wenn du einen einzigen weltweiten Dividenden-ETF willst und nicht lange vergleichen möchtest.
4. SPDR S&P Global Dividend Aristocrats
ZPRG / GLDV · IE00B9CQXS71 · seit Februar 2026 unter State Street SPDR geführtHier kommt nur hinein, wer die Dividende seit mindestens zehn Jahren gehalten oder erhöht hat, dazu kommen Qualitätskriterien wie Eigenkapitalrendite und Cashflow. Das ist ein echter Stabilitätsfilter.
Mit etwa 4% ist die laufende Ausschüttung eine der höchsten im Vergleich. Dafür bist du mit 0.45% im oberen Kostenbereich und stärker in klassischen, weniger wachstumsstarken Branchen investiert.
Oft gewählt, wenn dir verlässliche, hohe Ausschüttungen wichtiger sind als Kurswachstum.
5. Fidelity Global Quality Income
FGEQ · IE00BYXVGZ48Kombiniert Dividende mit Qualitätskennzahlen und einem Nachhaltigkeitsfilter. Das Ergebnis ist ein modernes Portfolio mit mehr Technologie und Industrie als bei den klassischen Dividendenindizes.
Die Ausschüttungsrendite ist mit etwa 1.8% entsprechend tief. Dafür läufst du weniger Gefahr, nur alte, schrumpfende Firmen im Depot zu haben.
Oft gewählt, wenn du Dividenden magst, aber nicht auf Wachstumsfirmen verzichten willst.
6. SPDR S&P US Dividend Aristocrats
IE00B6YX5D40Der grösste in dieser Liste, aber bewusst einseitig. Er enthält nämlich ausschliesslich US-Firmen mit mindestens 20 Jahren steigender Dividende. Das ist ein sehr harter Filter, der historisch stabile Unternehmen liefert.
Wichtig: Das ist kein Welt-ETF. Als alleinige Anlage fehlt dir Europa, die Schweiz und Asien komplett.
Oft gewählt als Ergänzung, wenn du gezielt auf US-Dividendenwerte setzen willst.
7. WisdomTree Global Quality Dividend Growth
GGRA / GGRG · IE00BZ56RN96Dieser ETF sucht nicht die höchste Dividende von heute, sondern Firmen, deren Dividende künftig wachsen dürfte. Ganz oben liegen deshalb Apple, Microsoft und Broadcom. Die zehn grössten Positionen machen etwa 27% aus, das Portfolio ist damit technologielastiger als alle anderen hier.
Die aktuelle Ausschüttungsrendite liegt bei nur etwa 1.2%, also am unteren Ende. Die Idee ist, dass die Ausschüttung über die Jahre steigt und du dafür mehr Kurswachstum mitnimmst.
Oft gewählt, wenn du jung bist und lieber auf steigende statt auf hohe Ausschüttungen setzt. Warum jährlich steigende Dividenden so stark wirken, zeige ich dir in Jährlich steigende Dividenden.
Weitere Domizile: Deutschland, Niederlande und die thesaurierende Variante
8. iShares STOXX Global Select Dividend 100
ISPA · DE000A0F5UH1 · Domizil DeutschlandDer ETF mit einer der höchsten laufenden Ausschüttungen. Dabei nimmt der Index 40 Titel aus Nordamerika, 30 aus Europa und 30 aus dem Asien-Pazifik-Raum, deren Dividende in den letzten fünf Jahren nicht gesunken ist.
Dafür ist er mit 0.46% der teuerste hier und mit 100 Titeln stärker konzentriert als der Vanguard. Deutsches Domizil bedeutet für dich die volle Stempelsteuer von 0.15%.
Oft gewählt, wenn dir eine hohe laufende Ausschüttung wichtig ist und du die höheren Kosten in Kauf nimmst.
9. VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders
TDIV · NL0011683594 · Domizil NiederlandeDer Mittelweg zwischen hoher Rendite und Qualität. Dabei filtert der Index Industrieländer-Aktien nach Konsistenz und Nachhaltigkeit der Dividende, nicht nur nach der reinen Höhe.
Beachte das niederländische Domizil. Die Niederlande behalten auf die Ausschüttung 15% Quellensteuer ein. Du holst sie dir über das Formular DA-1 zurück, musst dich aber darum kümmern.
Oft gewählt, wenn dir die Balance gefällt und dich der zusätzliche Steuerschritt nicht stört.
10. UBS MSCI Swiss Dividend, thesaurierend
CH1416135353 · Domizil SchweizBewusst als zehnter aufgeführt, weil er die Gegenprobe zu allen anderen ist. Gleiche Aktien, gleiche Kosten, aber die Dividenden werden automatisch reinvestiert statt ausgezahlt.
Das kann steuerlich sinnvoll sein, wenn du in einer hohen Progression steckst und das Geld ohnehin nicht brauchst. Achtung: In der Schweiz musst du auch bei thesaurierenden Fonds die im Fonds vereinnahmten Erträge deklarieren, du sparst also keine Einkommenssteuer, sondern nur die Wiederanlagekosten.
Oft gewählt, wenn du reinen Vermögensaufbau willst und keinen Cashflow brauchst.
Wann ein Dividenden-ETF Sinn macht, und wann nicht
Ob sie zu dir passen, hängt vor allem davon ab, wo du gerade stehst. Hier zehn Situationen, die mir in meiner Community immer wieder begegnen.
Du gehst in ein paar Jahren in Pension
Du bist Anfang sechzig, hast ein Depot aufgebaut und möchtest daraus bald ein Zusatzeinkommen. Anteile zu verkaufen fühlt sich falsch an, gerade wenn die Kurse gerade tief stehen.
Genau dafür sind Ausschüttungen gemacht. Du bekommst Geld, ohne im falschen Moment verkaufen zu müssen.
Du bist 25 und startest gerade
Du hast dreissig oder vierzig Jahre Zeit und brauchst das Geld nicht. Jede Ausschüttung wird bei dir sofort besteuert, statt im Fonds weiterzuarbeiten.
Ein breiter Welt-ETF reicht völlig. Dividenden-ETFs kannst du später jederzeit dazunehmen.
Dein Basisdepot steht schon
Du hast bereits einen breiten Welt-ETF als Fundament und möchtest bewusst eine Ertragsschicht daraufsetzen, ohne die Basis anzurühren.
Als Beimischung sinnvoll. Wichtig ist die Reihenfolge: zuerst breit, dann Dividenden.
Du zahlst viel Einkommenssteuer
Du verdienst gut und steckst in einer hohen Progression. Jeder ausgeschüttete Franken wird bei dir hoch besteuert, obwohl du das Geld gar nicht brauchst.
In der Ansparphase fährst du mit thesaurierenden ETFs meist besser.
Du brauchst einen Grund, dranzubleiben
Du kennst dich und weisst, dass du bei einem Kurssturz nervös wirst. Zahlen im Depot fühlen sich abstrakt an, echtes Geld auf dem Konto nicht.
Unterschätze das nicht. Der beste ETF nützt nichts, wenn du ihn in der Krise verkaufst.
Du sparst CHF 50 im Monat
Bei CHF 600 im Jahr und 3% Ausschüttung bekommst du etwa CHF 18, verteilt auf vier Zahlungen. Willst du die wieder anlegen, fressen die Gebühren einen grossen Teil davon.
Bau zuerst eine Basis auf. Unter etwa CHF 10’000 im Depot lohnt sich der Aufwand kaum.
Du reduzierst dein Pensum
Sabbatical, Teilzeit oder Frühpensionierung. Du willst einen Teil deiner Fixkosten aus dem Depot decken, planbar und ohne jedes Mal ETFs zu verkaufen.
Sinnvoll. Achte auf die Ausschüttungstermine, damit das Geld dann kommt, wenn du es brauchst.
Du willst die höchste Rendite
Du hoffst, mit Dividenden mehr herauszuholen als mit einem normalen Welt-ETF. Ein Dividenden-ETF filtert aber gerade viele wachstumsstarke Firmen heraus.
Kombiniere statt zu ersetzen. Welt-ETF als Motor, Dividenden-ETF für den Cashflow, dann hast du beides.
Du hast Freude an passivem Einkommen
Dir gefällt die Vorstellung, dass Geld reinkommt, ohne dass du dafür arbeitest. Du schaust gern nach, wann die nächste Zahlung kommt. Kenn ich gut, mir geht es genau gleich.
Das ist ein guter Grund. Wer Freude daran hat, bleibt dran. Und Dranbleiben ist beim Investieren fast alles. Mehr dazu in Passives Einkommen ein Leben lang dank Dividenden.
Du willst eine bestimmte Rechnung damit zahlen
Du hast ein konkretes Ziel. Das Handyabo. Die Krankenkasse. Der Ausflug im Monat. Irgendwann die Putzfrau. Nicht irgendwann reich, sondern genau diese eine Rechnung.
Perfekt. Wie viel Depot du dafür brauchst, rechne ich dir unten bei Was Dividenden konkret bezahlen können aus.
Was Dividenden konkret bezahlen können
Das Schönste an Ausschüttungen ist, dass sie abstraktes Depotvermögen in etwas verwandeln, das du im Alltag spürst. Nicht als grosser Wurf, sondern Stück für Stück. Und genau so würde ich auch daran herangehen: nicht “irgendwann finanziell frei”, sondern “diese eine Rechnung zahlt jetzt mein Depot”.
Rechnen wir mit einer Ausschüttungsrendite von 3% brutto pro Jahr. Das ist ein realistischer Mittelwert für ein Depot aus mehreren Dividenden-ETFs, garantiert ist er aber nicht. Wann du komplett von deinen Ausschüttungen leben könntest, rechnest du dir mit meinem Dividenden-Rechner aus.
Was dir dein Depot pro Monat aufs Konto legt
| Depotwert | Ausschüttung pro Jahr | Pro Monat | Das bezahlt dir zum Beispiel |
|---|---|---|---|
| CHF 10’000 | CHF 300 | CHF 25 | Dein Handyabo |
| CHF 25’000 | CHF 750 | CHF 63 | Streaming, Fitness und der Kaffee unterwegs |
| CHF 50’000 | CHF 1’500 | CHF 125 | Jeden Monat einmal schön essen zu zweit |
| CHF 100’000 | CHF 3’000 | CHF 250 | Eine Putzfrau alle zwei Wochen |
| CHF 200’000 | CHF 6’000 | CHF 500 | Die Krankenkassenprämie für eine Person |
| CHF 300’000 | CHF 9’000 | CHF 750 | Einen Arbeitstag weniger pro Woche |
Gerechnet mit 3% Ausschüttungsrendite brutto. Ausschüttungen sind nicht garantiert und können gekürzt werden.
Drei Beispiele im Detail
Du möchtest alle zwei Wochen drei Stunden Reinigung, zu CHF 35 pro Stunde. Das sind CHF 105 pro Einsatz und etwa CHF 2’730 pro Jahr.
Bei 3% Ausschüttung brauchst du dafür ein Depot von etwa CHF 91’000. Klingt viel? Bei CHF 500 monatlich und 6% Gesamtrendite bist du in etwa elf Jahren dort. Und ab dann putzt dein Depot für dich, jeden Monat, ohne dass du einen Franken vom Lohn abzweigst.
Du verdienst CHF 90’000 im Jahr und möchtest von 100 auf 90 Prozent reduzieren. Das kostet dich CHF 9’000 Bruttolohn pro Jahr.
Dafür brauchst du bei 3% ein Depot von etwa CHF 300’000. Das ist ein grosses Ziel, aber ein sehr konkretes. Und der Weg dorthin ist nicht alles oder nichts: Schon bei CHF 150’000 deckst du einen halben freien Tag ab.
Ein Wochenendausflug im Monat mit Bahn, Essen und Eintritt kostet schnell CHF 150, also CHF 1’800 pro Jahr.
Dafür genügt ein Depot von etwa CHF 60’000. Das ist für viele in erreichbarer Nähe, und es fühlt sich völlig anders an, einen Ausflug aus Dividenden zu bezahlen statt vom Lohn.
Der Trick: Gib jeder Ausschüttung einen Namen
Was in meiner Community am besten funktioniert, ist nicht das grosse Fernziel, sondern die Zuordnung. Sag nicht “ich baue Vermögen auf”, sondern “dieser ETF zahlt mein Handyabo”. Sobald eine Ausschüttung einen konkreten Job hat, bleibst du dran. Und wenn der nächste Betrag reicht, gibst du ihm den nächsten Job.
- Etappe 1, das Kleine: Handyabo, Streaming, Kaffee. Ab etwa CHF 10’000 im Depot.
- Etappe 2, das Schöne: Essen gehen, Ausflüge, ein Konzert. Ab etwa CHF 50’000.
- Etappe 3, die Entlastung: Putzfrau, Kinderbetreuung, Gartenhilfe. Ab etwa CHF 100’000.
- Etappe 4, die Freiheit: Weniger arbeiten, Sabbatical, früher aufhören. Ab etwa CHF 300’000.
Wie funktioniert eine Ausschüttung eigentlich?
Stell dir den ETF als grossen Topf vor. In diesem Topf liegen zum Beispiel 1’700 Aktien. Diese Firmen zahlen übers Jahr verteilt ihre Dividenden, und das Geld landet zuerst im Topf. Bei einem ausschüttenden ETF wird der Topf regelmässig geleert und das Geld an dich weitergereicht. Bei einem thesaurierenden ETF bleibt es dagegen drin und wird automatisch wieder investiert.
Du hast 100 Anteile eines ETFs, der bei CHF 100 steht. Dein Depot ist also CHF 10’000 wert. Der ETF schüttet CHF 3 pro Anteil aus.
Am Ex-Tag: Der Kurs fällt auf etwa CHF 97. Dein Depot ist noch CHF 9’700 wert.
Am Zahltag: CHF 300 landen auf deinem Konto.
Zusammen: wieder CHF 10’000.
Du hast also im Moment der Ausschüttung weder gewonnen noch verloren. Das Geld hat nur die Tasche gewechselt, vom Depot aufs Konto. Und genau das ist der Reiz: Du kommst an einen Teil deiner Rendite heran, ohne je einen Anteil verkaufen zu müssen.
Warum das für viele der entscheidende Vorteil ist
Wer alle drei Monate echtes Geld auf dem Konto sieht, bleibt eher dabei und verkauft weniger schnell in einer Krise. Und wer später von seinem Vermögen leben will, bekommt ein planbares Einkommen, ohne im falschen Moment Anteile abstossen zu müssen. Genau darin liegt die Stärke dieser Strategie, und für viele wiegt sie schwerer als das letzte halbe Prozent Rendite.
Was du beim Geld auf dem Konto beachten musst
- Die Währung. Viele weltweite ETFs schütten in US-Dollar aus. Willst du Franken, zahlst du eine Wechselgebühr. Ein ETF mit Domizil Schweiz schüttet dagegen direkt in CHF aus.
- Der Rhythmus. Die meisten weltweiten Dividenden-ETFs zahlen quartalsweise, also viermal im Jahr. Schweizer ETFs oft nur einmal jährlich, meist im Frühling.
- Kleine Beträge. Bei CHF 1’000 im Depot und 3% Ausschüttung sind das CHF 30 im Jahr, verteilt auf vier Zahlungen. Erwarte am Anfang keine Wunder.
- Wieder anlegen kostet. Willst du die Ausschüttung reinvestieren, zahlst du erneut Courtage und Stempelsteuer. Bei kleinen Beträgen lohnt es sich, mehrere Ausschüttungen zu sammeln. Wie du deine Ausschüttungen im Voraus berechnest, steht in ETF Dividende berechnen.
- Steuern fallen sofort an. Jede Ausschüttung ist in der Schweiz steuerbares Einkommen, auch wenn du sie sofort wieder anlegst.
Welcher Typ passt zu welcher Situation?
Die folgende Übersicht ist keine Empfehlung, sondern zeigt, welche Merkmale in welcher Lebenssituation häufig eine Rolle spielen. Welche Anlage für dich passt, hängt allerdings von deiner Gesamtsituation ab und lässt sich nicht aus einer Tabelle ablesen.
| Situation | Worauf dabei oft geachtet wird |
|---|---|
| Du willst einen einzigen Dividenden-ETF und Ruhe | Vanguard VHYL, Domizil Irland, breit gestreut, günstig |
| Du willst Franken auf dem Konto und Schweizer Firmen | iShares Swiss Dividend, nur als Beimischung wegen der 20 Titel |
| Dir ist eine hohe laufende Ausschüttung wichtig | SPDR Global Dividend Aristocrats oder iShares STOXX Global Select 100 |
| Du bist jung und sparst noch auf | Ehrlich gesagt braucht es keinen Dividenden-ETF, ein breiter Welt-ETF genügt |
| Du bist in hoher Steuerprogression | Thesaurierend bevorzugen und Dividenden-ETFs später aufbauen |
| Du willst bald von den Erträgen leben | Jetzt macht die Ausschüttung wirklich Sinn, Domizil Irland als Basis |
Dividenden-ETF oder normaler Welt-ETF?
Diese Frage wird oft als Entweder-oder gestellt, dabei ergänzen sich die beiden hervorragend. Der Welt-ETF ist der Motor, der Dividenden-ETF liefert dagegen den Cashflow. Viele in meiner Community fahren deshalb genau diese Kombination.
- Du siehst echtes Geld auf dem Konto, das motiviert enorm beim Dranbleiben
- Regelmässiges Einkommen, ohne Anteile verkaufen zu müssen
- Dividendenstarke Firmen sind oft etablierte, profitable Unternehmen
- Ideal, wenn du später von deinen Erträgen leben willst
- Höhere TER als ein simpler Welt-ETF mit 0.14 bis 0.20%
- Der Dividendenfilter wirft Wachstumsfirmen aus dem Portfolio
- Viel weniger Titel und damit mehr Klumpenrisiko
So holst du das Beste aus deinem Dividenden-ETF
Diese sechs Stolpersteine umgehst du mit ein bisschen Wissen ganz leicht.
- Nur auf die Ausschüttungsrendite schauen. Die höchste Rendite kommt oft von Firmen in Schwierigkeiten. Wenn der Kurs einbricht, steigt die Rendite optisch, kurz bevor die Dividende gekürzt wird. Das nennt man Dividendenfalle.
- Das Fondsdomizil ignorieren. Zwei fast identische ETFs können sich steuerlich spürbar unterscheiden. Schau immer auf die ersten zwei Buchstaben der ISIN.
- Mehrere Dividenden-ETFs kombinieren. Die grossen Indizes überschneiden sich stark. Zwei bringen dir selten mehr Streuung, dafür doppelte Kosten.
- Den ganzen Vermögensaufbau darauf aufbauen. Als alleiniger Baustein ist ein Dividenden-ETF zu eng, gerade der CHDVD mit 20 Titeln.
- Jede Ausschüttung sofort reinvestieren. Bei CHF 30 Ausschüttung frisst die Courtage einen grossen Teil weg. Sammle lieber ein paar Quartale.
- Ohne Notgroschen investieren. Bevor du in ETFs gehst, brauchst du 3 bis 6 Nettomonatslöhne als Reserve.
Dividenden-ETF kaufen: so gehst du vor
Du weisst jetzt, welcher ETF zu dir passt. Fehlt nur noch das Depot. Wenn du zum ersten Mal kaufst, geh vorher kurz durch meine Anleitung ETF kaufen für Anfänger.
- Code kopieren. Tippe unten auf den Code deines Anbieters, er wird automatisch in die Zwischenablage gelegt.
- Konto eröffnen. Klick auf den Button und fülle die Anmeldung aus. Du brauchst dafür deine ID oder deinen Pass.
- Code einfügen. Im Anmeldeprozess gibt es ein Feld für den Gutschein- oder Aktionscode. Genau dort einfügen, das wird am häufigsten vergessen.
- Einzahlen. Bei Swissquote CHF 1’000 innerhalb von 30 Tagen, bei Yuh CHF 500. Erst danach wird das Guthaben gutgeschrieben.
- ETF suchen und kaufen. Gib die ISIN aus der Tabelle oben ins Suchfeld ein, dann findest du garantiert den richtigen ETF.
🎁 Dein Code, je nach Anbieter
Tippe auf den Code, dann ist er kopiert. Danach beim gleichen Anbieter im Anmeldeformular einfügen.
*Affiliate. Nur für Leute mit Wohnsitz in der Schweiz. Für dich kostet es nichts extra, dein Startguthaben bekommst du trotzdem.
Häufige Fragen zu Dividenden-ETFs
Fragen zur Auswahl und zum Domizil
Welcher ist der beste Dividenden-ETF für die Schweiz?
Warum fällt der Kurs am Tag der Ausschüttung?
Welches Fondsdomizil ist für Schweizer am besten?
Wie oft wird ausgeschüttet?
Fragen zu Steuern, Kosten und Kauf
Muss ich Dividenden aus ETFs in der Schweiz versteuern?
Ist ein Dividenden-ETF besser als ein normaler Welt-ETF?
Wie viele Titel enthält der iShares Swiss Dividend?
Wo kaufe ich Dividenden-ETFs in der Schweiz am günstigsten?
So geht es weiter
Fazit
Dividenden-ETFs sind ein spannender Baustein, weil sie etwas Abstraktes greifbar machen.
Welcher ETF zu dir passt und ob überhaupt einer, entscheidest am Ende nur du selbst, allenfalls zusammen mit einer unabhängigen Beratung.
*Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links, für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten. Keine Anlageberatung, sondern allgemeine Information und meine persönliche Meinung. Steuerliche Angaben sind vereinfacht und ersetzen keine Steuerberatung. Alle Kennzahlen Stand 25. Juli 2026, ohne Gewähr.

Finanzbloggerin
Zertifizierte Vermögensberaterin IAF
Mein Dividenden Depot I Eröffne dein Swissquote Depot und erhalte CHF 100 Trading Credits mit dem Code MKT_LIEBEFINANZEN I Meine Lieblings-Kreditkarte I Gratis Gutscheine
