9 Finanzfehler von Schweizern, und wie du sie vermeidest
Hast du manchmal das Gefühl, die Organisation deiner Finanzen wächst dir über den Kopf? Du verdienst ein ordentliches Einkommen, aber am Ende des Monats bleibt trotzdem nichts übrig. Dann geht es dir wie vielen anderen Schweizerinnen und Schweizern. Das hängt oft mit einem ungünstigen Mindset und einem unbewussten Umgang mit Geld zusammen. In diesem Beitrag zeige ich dir 9 Finanzfehler, die ich immer wieder beobachte, dazu bekommst du konkrete Lösungsvorschläge für jeden einzelnen.
Kurz zusammengefasst
Die häufigsten Finanzfehler sind ein Lebensstil über den eigenen Verhältnissen, Lifestyle-Inflation bei jeder Lohnerhöhung, fehlendes Basiswissen, Konsumschulden, kein automatisiertes Sparen, kein Notgroschen, nur ein Einkommen, das Nichtinvestieren und eine verdrängte Altersvorsorge. Die gute Nachricht, für die meisten Fehler gibt es einfache, konkrete Gegenmassnahmen, die du sofort umsetzen kannst.
Zuletzt aktualisiert am 28. Juli 2026
Über den eigenen Verhältnissen leben
Du arbeitest hart fürs Geld und willst dir in der Freizeit etwas gönnen. Leider ist das Geld schnell ausgegeben für Handy, Abos, Auto, Restaurantbesuche, Markenkleidung und Reisen. Am Ende des Monats liegen nur noch wenige Franken auf deinem Konto. Der Wunsch nach Konsum bleibt trotzdem, Werbung weckt immer wieder neue Bedürfnisse, und ein Mangelgefühl wird zum ständigen Begleiter.
Finde heraus, welche Ausgaben dir wirklich einen Mehrwert bieten. Kaufe nicht Dinge, um andere zu beeindrucken, und übe dich in Achtsamkeit. Es geht nicht darum, sparsam bis ans Limit zu leben, sondern darum, das Geld nicht mit der Giesskanne auszugeben. Wenn du weniger Dinge willst, gewinnst du mehr Freiheit, auch finanzielle Freiheit.
Zak von der Bank Cler
Gratis Schweizer Bankkonto mit Topf-System für dein Budget.
*Affiliate. Nur für Personen mit Wohnsitz Schweiz.
Lifestyle-Inflation
Sobald sie mehr verdienen, passen viele Schweizerinnen und Schweizer ihre Ausgaben entsprechend an und haben Ende Monat trotzdem genauso wenig übrig wie vorher. Eine Lohnerhöhung fühlt sich dann nie wirklich nach mehr Wohlstand an.
Kein Basis-Finanzwissen
Du musst keine Finanzexpertin werden. Aber zumindest die Grundlagen zu Zinsen, Wirtschaft, Banken und Börse solltest du verstehen, wenn du eigene Finanzentscheidungen treffen willst. Sobald du ein grundsätzliches Finanzwissen aufgebaut hast, hinterfragst du kritischer und kannst selbstständig Entscheide fällen, statt dich blind auf andere zu verlassen.
Schulden machen
Konsum ist allgegenwärtig und verführt ständig. Meistens fehlt das nötige Kleingeld, um sich alle Wünsche sofort zu erfüllen. Mache keine Schulden und nimm keine Kredite für Konsum oder Luxusgüter auf. Wenn du dir etwas Grösseres leisten möchtest, spare darauf hin und kaufe es erst, sobald das Geld angespart ist. Schulden werden dich lange verfolgen, meide sie deshalb konsequent.
Nur sparen, was übrig bleibt
Viele Menschen können nicht sparen, weil sie vorher bereits alles ausgeben. Mit einem simplen Kniff kannst du dich selbst austricksen, spare direkt nach dem Lohneingang einen fixen Betrag. Schiebe zum Beispiel CHF 200 von deinem Lohn sofort in einen separaten Topf, bevor du überhaupt die Chance hast, das Geld auszugeben.
Keinen Notgroschen haben
Für mich ist der Notgroschen eine Selbstverständlichkeit. Es ist immer wieder erstaunlich, wie auch gutverdienende Menschen kein Geld auf der hohen Kante haben. Ein Notgroschen ist ein Muss, ohne Wenn und Aber, er bewahrt dich davor, bei einer Autoreparatur oder einem Jobverlust in Schulden zu rutschen.
Nur ein Einkommen
Nur ein Einkommen zu haben ist ein Klumpenrisiko und macht maximal unflexibel. Du bist komplett auf den Job angewiesen und musst dich vielleicht sogar in unschönen Arbeitsverhältnissen durchbeissen, weil dir die finanzielle Alternative fehlt.
Nicht investieren
Das Mindset ist weit verbreitet, dass die Börse ein Zocker-Casino sei. Mit der richtigen Anlagestrategie lässt sich über viele Jahre aber ein solides Vermögen aufbauen. Wer sein Geld nur auf dem Sparkonto liegen lässt, verliert durch die Inflation langfristig sogar an Kaufkraft.
Altersvorsorge verdrängen
Gerade Frauen beschäftigen sich statistisch seltener mit den eigenen Finanzen. Die Überraschung und der Frust sind entsprechend gross, wenn es im Alter dann nicht reicht. Es lohnt sich, bereits in jungen Jahren an die Altersvorsorge zu denken und diese eigenverantwortlich zu planen, statt sich allein auf AHV und Pensionskasse zu verlassen.
Mein Fazit zu den 9 Finanzfehlern
Bewusst oder unbewusst haben wir wohl schon alle einige dieser 9 Finanzfehler begangen. Es ist aber nie zu spät, deine Finanzen auf Kurs zu bringen. Das Ziel ist Freiheit, nicht der ewige Konsumkreislauf, der dich auf Dauer wahrscheinlich nicht glücklich macht.
Unsere Welt ist voller Konsumfallen, wir wollen mithalten können und uns für unsere Arbeit auch etwas gönnen. Trotzdem lohnt es sich, die eigenen Verhaltensweisen im Umgang mit Geld immer wieder zu hinterfragen und behutsam zu ändern.
- Finde heraus, welcher der 9 Fehler bei dir am meisten zutrifft
- Setze pro Monat nur eine einzige Änderung um, statt alles auf einmal
- Automatisiere Sparen und Notgroschen, damit Disziplin keine Willenssache mehr ist
Ich wünsche dir viel Erfolg beim Umsetzen.
Häufige Fragen zu Finanzfehlern
Was ist der häufigste Finanzfehler in der Schweiz?
Wie viel sollte ich als Notgroschen zurücklegen?
Warum ist Lifestyle-Inflation ein Problem?
Muss ich viel Geld haben, um mit dem Investieren zu beginnen?

Finanzbloggerin
Zertifizierte Vermögensberaterin IAF
Mein Dividenden Depot I Eröffne dein Swissquote Depot und erhalte CHF 100 Trading Credits mit dem Code MKT_LIEBEFINANZEN I Meine Lieblings-Kreditkarte I Gratis Gutscheine

Schöne Zusammenstellung an häufigen Fehlern im Zusammenhang mit Finanzen. Viele dieser Fehler können mit wenig Aufwand vermieden werden, wenn man sich ihnen bewusst ist. Ich hoffe viele Menschen lesen deinen Beitrag und gehen danach bewusster mit ihrem Geld um.
Liebe Grüße,
Hanna
Der “10. Finanzfehler von Schweizern”: Keinen Topf resp. keinen monatlichen Dauerauftrag auf ein separates Konto für die Steuern zu haben.
Rund 1/4 des Bruttogehalts oder 1/3 des Nettogehalts monatlich zur Seite zu legen hat sich 40 Jahre lang bewährt und ich konnte immer gut schlafen.
Liebe Grüsse
Franziska