Dividenden-ETF einfach erklärt
SDIV
Global X SuperDividend UCITS ETF (USD) Distributing
Ca. 10 Prozent Dividende, jeden Monat. Klingt super. Doch beim Global X SuperDividend ETF zählt nicht, wie viel er auszahlt, sondern wie viel dir am Ende bleibt.
Lohnt sich der Global X SuperDividend ETF?
Der ETF zahlt jeden Monat aus, total ca. 10 Prozent im Jahr. Gleichzeitig ist sein Kurs seit dem Start 2022 fast im gleichen Mass gefallen. Unter dem Strich blieben so nur ca. 0.5 Prozent pro Jahr. Für die meisten ist ein breiter Dividenden-ETF wie der VHYL die bessere Wahl.
So funktioniert der Global X SuperDividend ETF
Ein ETF ist ein Korb mit vielen Aktien, mehr dazu in ETF einfach erklärt. Im SDIV sind vor allem kleinere Firmen aus Banken, Öl und Gas, Immobilien und Schifffahrt. Ca. ein Drittel stammt aus den USA, ca. 15 Prozent aus Brasilien. Bekannte Namen wie Nestlé oder Apple fehlen.
Branchen gerundet, Quelle Global X Europe, Stand Ende Oktober 2026
SDIV Steckbrief
| Merkmal | Global X SuperDividend ETF |
|---|---|
| ISIN | IE00077FRP95 |
| Ticker | SDIV an der SIX in CHF |
| Kosten (TER) | 0.45 Prozent pro Jahr |
| Ausschüttung | monatlich, ca. 10 Prozent pro Jahr |
| Index | Solactive Global SuperDividend v2, ca. 100 Firmen |
| Fondsgrösse | ca. 950 Millionen US-Dollar |
| Domizil und Start | Irland, seit Februar 2022 |
Quelle Global X Europe und justETF, Stand Ende Oktober 2026
Merke
Eine sehr hohe Dividendenrendite entsteht oft, weil der Aktienkurs gefallen ist. 10 Prozent sind darum eher ein Warnsignal als ein Geschenk.
Global X SuperDividend Dividende, wie viel pro Monat?
Jeden Monat ca. 0.08 US-Dollar pro Anteil, in den letzten zwölf Monaten total ca. 0.96 US-Dollar. Das sind ca. 10 Prozent des Kurses. Die Zahlung kommt jeweils gegen Ende Monat. Du erhältst sie, wenn du den ETF vor dem Ex-Tag besitzt, der meist um den 20. liegt.
Annahme 9.5 Prozent pro Jahr, vor Steuern, Wechselkurs und Gebühren. Kursverluste sind nicht eingerechnet.
Woher kommt die hohe Dividende beim SDIV?
Die ca. 10 Prozent entstehen vor allem durch die Auswahl der Aktien, nicht weil die Firmen besonders viel verdienen.
Gefallene Kurse. Die Dividendenrendite ist die Dividende geteilt durch den Kurs. Sie steigt also auch, wenn der Kurs fällt. Viele Aktien im SDIV sind günstig, weil die Börse ihnen wenig zutraut.
Branchen, die fast alles auszahlen. Immobilienfirmen (REITs) müssen in den USA mindestens 90 Prozent ihres steuerbaren Gewinns ausschütten. Öl-, Gas- und Schifffahrtsfirmen zahlen in guten Jahren hohe Gewinne aus. In Brasilien ist eine Mindestausschüttung von 25 Prozent des Gewinns gesetzlich vorgeschrieben.
Wenig bleibt für Wachstum. Wer fast den ganzen Gewinn auszahlt, investiert kaum in die Zukunft. Darum wachsen diese Firmen selten.
Teurer Wechsel. Kürzt eine Firma ihre Dividende stark, fliegt sie raus, meist nachdem der Kurs schon eingebrochen ist. Neu kommen wieder Aktien mit hoher Rendite, oft ebenfalls mit gefallenem Kurs.
Kleine Firmen zählen gleich viel. Jede der ca. 100 Firmen erhält das gleiche Gewicht. Kleine, riskantere Hochzahler haben so mehr Einfluss als in einem normalen ETF.
Kurz gesagt
Die hohe Ausschüttung ist zu einem grossen Teil der Preis für mehr Risiko und fehlendes Wachstum.
Der Haken beim SDIV, der Kurs fällt
Bei jeder Ausschüttung sinkt der Wert des ETF-Anteils um genau diesen Betrag. Das Geld wandert nur vom Fonds auf dein Konto. Verdienen tust du erst, wenn die Firmen im ETF auch an Wert gewinnen. Beim SDIV war das bisher kaum der Fall.
Pro Jahr seit dem Start im Februar 2022, Gesamtrendite inklusive Ausschüttungen in US-Dollar, Stand 30.09.2026, Quelle Global X Europe. In den letzten drei Jahren lief es mit ca. 12.5 Prozent pro Jahr besser, 2022 war dafür sehr schlecht.
Rendite des Global X SuperDividend ETF
Gesamtrendite inklusive Ausschüttungen. USD-Werte Nettoinventarwert per 30.09.2026, Quelle Global X Europe. CHF-Wert per 02.11.2026, Quelle extraETF.
In Franken sieht es noch schlechter aus. Seit dem Start im Februar 2022 liegt der ETF inklusive aller Ausschüttungen bei ca. minus 12 Prozent, weil zum gefallenen Kurs auch der schwächere US-Dollar dazukam. Aus CHF 10’000 wurden so bis Anfang November 2026 ca. CHF 8’800, obwohl jeden Monat Geld ausbezahlt wurde.
Dazu kommen die Steuern
Die ganze Ausschüttung versteuerst du als Einkommen, auch wenn der Kurs gleichzeitig fällt. Den Kursverlust kannst du nicht abziehen. Verrechnungssteuer gibt es keine, weil der ETF in Irland liegt. Mehr dazu in ETF Steuern Schweiz.
SDIV vs. VHYL, welcher Dividenden-ETF passt?
SDIV
Global X SuperDividend
Maximale Ausschüttung- ca. 100 Firmen
- ca. 10 Prozent Ausschüttung
- jeden Monat
- 0.45 Prozent Kosten
VHYL
Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield
Breit und solide- ca. 2’440 Firmen
- ca. 2.5 bis 3 Prozent Ausschüttung
- viermal im Jahr
- 0.29 Prozent Kosten
Alles zum VHYL findest du in VHYL ETF einfach erklärt. Willst du jeden Monat Geld, aber mit soliden Firmen, schau dir den L&G Global Quality Dividends ETF an. Weitere Vergleiche in Beste Dividenden-ETFs Schweiz.
Kostenrechner, was kostet der SDIV im Vergleich?
Die Kosten (TER) werden jedes Jahr automatisch vom Fondsvermögen abgezogen. Du siehst sie nie auf einer Rechnung, aber sie schmälern deine Rendite. Vergleiche hier den SDIV mit dem VHYL und dem L&G Global Quality Dividends ETF.
Der SDIV kostet dich in 10 Jahren ca. CHF 160 mehr als der VHYL.
Laufende Kosten (TER) auf den angelegten Betrag, Annahme gleichbleibender Wert. Ohne Gebühren des Brokers, Wechselkurs und Steuern. TER laut Anbietern, Stand Oktober 2026.
Der Unterschied bei den Kosten ist überschaubar. Viel wichtiger ist beim SDIV, dass der Kurs über die Jahre fallen kann. Alles zum L&G Global Quality Dividends ETF findest du in meiner L&G Analyse.
Vor- und Nachteile des SDIV
Vorteile
- Jeden Monat Geld aufs Konto
- Sehr hohe Ausschüttung
- An der SIX in Franken kaufbar
Nachteile
- Kurs sinkt über die Jahre oft
- Kaum Gesamtrendite seit 2022
- Alles als Einkommen steuerbar
- Viele Firmen mit wackligen Dividenden
Global X SuperDividend ETF kaufen in der Schweiz
Konto eröffnen, zum Beispiel bei Swissquote. Das geht online in ca. 15 Minuten.
ETF suchen mit der ISIN IE00077FRP95 und die Variante an der SIX mit dem Ticker SDIV in CHF wählen.
Mit Limite kaufen. Der ETF wird an der SIX wenig gehandelt, eine Limite schützt dich vor einem schlechten Preis. Mehr in der Anleitung ETF kaufen.
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Häufige Fragen zum Global X SuperDividend ETF
Wie lautet die ISIN des Global X SuperDividend ETF?
IE00077FRP95. An der SIX Swiss Exchange heisst er SDIV und wird in Franken gehandelt.
Wie viel Dividende zahlt der SDIV?
Jeden Monat ca. 0.08 US-Dollar pro Anteil, im Jahr ca. 0.96 US-Dollar. Das sind ca. 10 Prozent. Garantiert ist der Betrag nicht.
Warum ist die Dividende des SDIV so hoch?
Der ETF kauft die ca. 100 Aktien mit der höchsten Dividendenrendite weltweit. Diese ist oft hoch, weil die Kurse gefallen sind oder die Firmen fast ihren ganzen Gewinn auszahlen, etwa Immobilienfirmen, Öl- und Schifffahrtsfirmen und brasilianische Unternehmen. Für Wachstum bleibt so wenig übrig.
Lohnt sich der SDIV?
Für die meisten nicht als Hauptanlage. Seit dem Start 2022 blieben inklusive Ausschüttungen nur ca. 0.5 Prozent pro Jahr, weil der Kurs gefallen ist. Höchstens als kleine Beimischung.
Was kostet der SDIV?
0.45 Prozent pro Jahr, dazu die Gebühren deines Brokers.
Wie wird der SDIV in der Schweiz besteuert?
Die Ausschüttungen sind Einkommen. Verrechnungssteuer gibt es keine, weil der ETF in Irland domiziliert ist.
Mein Fazit zum Global X SuperDividend ETF
Jeden Monat Geld aufs Konto fühlt sich gut an, und Cashflow ist auch mir wichtig. Doch beim SDIV zahlt der ETF viel aus und verliert gleichzeitig an Wert. Am Ende bleibt wenig, und die Steuern kommen trotzdem. In meinem Dividenden-Depot setze ich darum auf solide Dividendenzahler und den VHYL. Wie du ein Depot Schritt für Schritt aufbaust, zeige ich in Investieren für Anfänger Schweiz.
Quellen Global X Europe SDIV, justETF, DivvyDiary
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*Werbung, Affiliate-Links. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Anlageberatung. Vergangene Entwicklungen sind keine Garantie für die Zukunft. Zahlen Stand Ende Oktober 2026.

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