VIAC vs finpension vs Frankly: Welche Säule 3a lohnt sich?
Update 20. Oktober 2026
finpension, VIAC und Frankly sind die drei beliebtesten digitalen Säule-3a-Anbieter der Schweiz und regelmässig Gewinner in Gebühren-Vergleichen. Alle drei setzen auf steueroptimierte Vorsorgefonds statt auf ein zinsloses Bankkonto, aber bei Gebühren, Aktienquote und Flexibilität gibt es klare Unterschiede.
In diesem Säule 3a Vergleich 2026 stelle ich dir finpension vs. VIAC und finpension vs. Frankly im direkten Duell gegenüber, damit du schnell siehst, welcher Anbieter zu deiner Situation passt, inklusive meiner aktuellen Gutscheincodes für alle drei Anbieter.
- finpension ist mit 0,39-0,42% (je nach Strategie) aktuell der günstigste der drei Anbieter und bietet die meiste Flexibilität bei der Strategie.
- VIAC deckelt die Verwaltungsgebühr bei maximal 0,40% pro Jahr, mit Fondskosten sind es 0,40 bis 0,44%, praktisch gleichauf mit finpension. Dafür fällt auf Cash keine Gebühr an.
- Frankly ist mit 0,43% All-in-Fee etwas teurer, dafür die einfachste und übersichtlichste App der drei.
- Alle drei erlauben eine Aktienquote von 95-99% und einen kostenlosen Übertrag von deiner Hausbank.
- Neu seit Oktober 2026: Die findependent Säule 3a unterbietet alle drei mit 0,29% Verwaltungsgebühr, hat aber noch keine Erfahrungswerte.
- Mit meinen Codes gibt es bei finpension CHF 25 Gebührengutschrift und bei Frankly CHF 50 Gutschein.
Übersicht: finpension, VIAC und Frankly im Vergleich
| finpension | VIAC | Frankly | findependent (neu) | |
|---|---|---|---|---|
| Gebühren p.a. | 0,39-0,42% | bis 0,40% | 0,43% all-in | 0,29%* |
| Aktienquote | bis 99% | bis 99% | bis 95% | bis 99% |
| Investiert in | UBS & Swisscanto Fonds, Immobilien, Edelmetalle, Krypto bis 5% | UBS & Swisscanto Fonds, Cash bei Bank WIR | Swisscanto Fonds (ZKB) | Swisscanto Indexfonds, TER 0,00% |
| Strategie-Flexibilität | Sehr hoch, frei kombinierbar | Hoch, mehrere Vorlagen | Vordefinierte Strategien | 5 Lösungen oder eigenes Portfolio |
| Cash-Anteil gebührenfrei | Nein | Ja | Ja | kein Cash-Konto |
| Ideal für | Renditeorientierte, Kostenfreaks | Unentschlossene, Cash-Puffer | Einsteigerinnen, Einfachheit | Kostenbewusste, Neugierige |
| Mein Gutscheincode | LIEBXP | FNEzQPg | refhb99a0 | liebe3a |
VIAC deckelt die Verwaltungsgebühr bei maximal 0,40% pro Jahr, dazu kommen geringe Fondskosten, insgesamt unter 0,44%. *findependent 0,29% Verwaltungsgebühr, Fonds-TER 0,00%, bei Lösungen mit Immobilien Schweiz kommt die TER dieses Fonds anteilig dazu. Stand Oktober 2026, Angaben ohne Gewähr. Keine Anlageberatung.
Die drei Anbieter kurz vorgestellt
Was ist finpension?
finpension ist eine unabhängige Schweizer Vorsorgelösung, betrieben von der finpension AG mit Sitz in Luzern (die zugehörigen Vorsorgestiftungen sind in Schwyz registriert), spezialisiert auf digitale Säule-3a- und Freizügigkeitslösungen. finpension setzt auf UBS- und Swisscanto-Vorsorgefonds und erlaubt zusätzlich kleine Beimischungen von Immobilien, Edelmetallen und Kryptowährungen. Mehr dazu in meinem finpension Erfahrungsbericht, oder in meinem ausführlichen Beitrag zu finpension Säule 3a, Konto oder Wertschriften.
Was ist VIAC?
VIAC war einer der ersten digitalen Säule-3a-Anbieter der Schweiz und gehört zur WIR Bank. Das Angebot ist bekannt für transparente Performance-Daten und einen Gebührencap, der die effektiven Kosten nach oben begrenzt.
Was ist Frankly?
Frankly ist das digitale Vorsorgeprodukt der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Die App setzt bewusst auf Einfachheit, mit klar definierten Strategien und Swisscanto-Fonds im Hintergrund. Mehr dazu in meinem Frankly Erfahrungsbericht.
finpension vs. VIAC
finpension
0,39%VIAC
0,40-0,44%Auf den ersten Blick wirkt VIAC mit seinem Gebührencap von maximal 0,40% fast gleich günstig wie finpension. Das stimmt auch weitgehend. Der Deckel gilt für die Verwaltungsgebühr, die regulär 0,52% beträgt und dank Cap höchstens 0,40% pro Jahr kostet, und zwar nur auf dem investierten Teil. Dazu kommen geringe Produktkosten der Fonds von durchschnittlich ca. 0,01%, bei einer voll investierten Strategie liegen die Gesamtkosten laut VIAC unter 0,44%. finpension nennt seinerseits eine Bandbreite von 0,39% bis 0,42% Gesamtkosten, je nach eingesetzten Fonds. Preislich liegen die beiden Anbieter damit praktisch gleichauf, der Unterschied ist im Alltag kaum spürbar.
Der wichtigste praktische Unterschied: Bei VIAC fällt auf deinem Cash-Anteil keine Gebühr an, weil dieser separat bei der Bank WIR geführt wird. Wenn du also noch unsicher bist, wie hoch deine Aktienquote sein soll, oder bewusst einen Teil in Cash halten willst, ist das ein Vorteil für VIAC. Bei finpension zahlst du die Gebühr dagegen auf das gesamte Depot, auch auf Cash-Anteile.
Bei der Strategie-Flexibilität hat finpension die Nase leicht vorne: Du kannst Aktienquote, Fondsauswahl, Immobilien-, Edelmetall- und sogar einen kleinen Krypto-Anteil (bis 5%) frei kombinieren. VIAC bietet ebenfalls eine hohe Flexibilität mit mehreren Strategie-Vorlagen und einer nachhaltigen Variante, ist aber etwas weniger granular anpassbar als finpension.
- du die tiefstmögliche Gebühr willst
- du deine Strategie im Detail selbst zusammenstellen möchtest
- du dein Vermögen konsequent voll investieren willst, ohne Cash-Reserve
- dir ein gebührenfreier Cash-Anteil wichtig ist
- du dich an fertigen Strategie-Vorlagen orientieren möchtest
- du transparente Performance-Daten schätzt
finpension vs. Frankly
finpension
0,39%Frankly
0,43%Frankly (von der Zürcher Kantonalbank) ist mit einer All-in-Fee von 0,43% etwas teurer als finpension mit 0,39%. Der Unterschied ist auf lange Sicht spürbar, gerade bei grösseren Vermögen, aber nicht dramatisch.
Der grosse Unterschied liegt eher bei der Einfachheit. Frankly bietet vordefinierte, klar verständliche Strategien und eine sehr benutzerfreundliche App, ideal für alle, die sich nicht mit Fondsauswahl und Detaileinstellungen beschäftigen möchten. finpension bietet dafür mehr Kontrolle: eigene Fondsauswahl, feinere Aktienquoten-Abstufungen und zusätzliche Anlageklassen wie Immobilien, Edelmetalle und einen kleinen Krypto-Anteil.
Bei der Aktienquote erlaubt finpension bis zu 99%, Frankly maximal 95%. Für sehr renditeorientierte, langfristige Anlegerinnen und Anleger ist das ein weiterer kleiner Vorteil für finpension.
- du die tiefste Gebühr und maximale Aktienquote willst
- du dich gerne selbst mit deiner Strategie beschäftigst
- du zusätzliche Anlageklassen wie Immobilien oder Edelmetalle beimischen möchtest
- du eine besonders einfache, übersichtliche App bevorzugst
- du dich nicht mit Detaileinstellungen beschäftigen möchtest
- du neu bei der digitalen Säule 3a einsteigst
Für blutige Anfänger: neon als Alternative
Hast du noch nie investiert und findest schon Frankly zu viel, lohnt sich ein Blick auf neon 3a. Konto, Investieren und Säule 3a laufen in derselben App, du wählst nur eine von fünf fixen Strategien und startest schon ab CHF 1, ohne monatlichen Mindestbetrag. Die All-in-Gebühr sinkt mit deinem Guthaben von 0,45% auf 0,38% ab CHF 50’000. Unter CHF 50’000 sind finpension und VIAC etwas günstiger, darüber ist neon sogar günstiger als finpension.
neon
CHF 10 Startguthaben
Neu und noch günstiger: findependent 3a
Seit Oktober 2026 gibt es mit der findependent Säule 3a eine neue Konkurrentin für die drei. Sie kostet 0,29% Verwaltungsgebühr pro Jahr, investiert wird in Swisscanto-Indexfonds mit einer TER von 0,00% (einzige Ausnahme ist der Immobilienfonds Schweiz). Du wählst aus fünf Lösungen mit 20 bis 99% Aktien oder stellst ein eigenes Portfolio zusammen, startest ab CHF 1 und kannst bis zu 5 Portfolios führen. Überträgst du deine bestehende 3a bis 28. Februar 2027, zahlst du bis 30. Juni 2027 keine Gebühren. Weil das Angebot neu ist, fehlen noch Erfahrungswerte. Eine Möglichkeit ist, findependent als zusätzliches 3a-Konto neben finpension, VIAC oder Frankly zu nutzen.
findependent 3a
CHF 2’000 zeitlich unbegrenzt gebührenfrei
Meine Gutscheincodes für finpension, VIAC und Frankly
Alle drei Codes sind meine persönlichen Empfehlungscodes. Ein Klick auf den Code kopiert ihn direkt in die Zwischenablage, zum Einfügen bei der Kontoeröffnung.
VIAC
Mein Empfehlungscode
*Affiliate. Bei einer Kontoeröffnung über diese Codes erhalte ich eventuell eine kleine Vergütung, für dich entstehen keine Mehrkosten. Angaben ohne Gewähr, bitte prüfe die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter.
Fazit: Welche Säule 3a lohnt sich für dich?
Alle drei Anbieter sind seriös, günstig und eine klare Verbesserung gegenüber einem klassischen 3a-Bankkonto ohne Rendite. Die Unterschiede sind eher fein als grundlegend:
- Für die tiefsten Gesamtkosten und maximale Kontrolle: finpension
- Für einen gebührenfreien Cash-Puffer: VIAC
- Für maximale Einfachheit als Einsteiger: Frankly
- Für blutige Anfänger, die alles in einer Banking-App wollen: neon
- Für die tiefste Gebühr, auch ohne Langzeit-Erfahrung: findependent
Wichtiger als die perfekte Wahl ist, dass du überhaupt startest. Du kannst dein bestehendes 3a-Konto von der Hausbank jederzeit kostenlos zu einem dieser Anbieter übertragen lassen. Wenn du parallel dazu auch dein Freizügigkeitskonto optimieren möchtest, oder generell mehr über den Vergleich zwischen ETF-Depot und Säule 3a erfahren willst, findest du dazu weitere Artikel auf meinem Blog.
Häufige Fragen
Ist finpension oder VIAC günstiger?
finpension und VIAC liegen bei den Gesamtkosten praktisch gleichauf: finpension nennt 0,39-0,42%, bei VIAC sind es mit gedeckelter Verwaltungsgebühr und Fondskosten 0,40-0,44%.
Ist finpension besser als Frankly?
finpension ist günstiger (0,39% statt 0,43%) und erlaubt eine höhere Aktienquote sowie mehr Anlageklassen. Frankly punktet dafür mit einer besonders einfachen App für Einsteigerinnen und Einsteiger.
Kann ich mein 3a-Konto einfach zu finpension, VIAC oder Frankly wechseln?
Ja, der Wechsel von der Hausbank ist bei allen drei Anbietern kostenlos und läuft meist über ein Online-Formular direkt beim neuen Anbieter.
Kann ich mehrere Säule-3a-Konten gleichzeitig führen, z.B. bei finpension und VIAC?
Ja, das ist sogar empfehlenswert, um den späteren Bezug staffeln und dadurch Steuern sparen zu können.
Was bringt mir der finpension Code LIEBXP?
Mit dem Code LIEBXP erhältst du bei der Kontoeröffnung eine Gebührengutschrift von CHF 25.
Was ist der Unterschied zwischen Säule 3a und einem freien ETF-Depot?
Einzahlungen in die Säule 3a kannst du vom steuerbaren Einkommen abziehen, dafür ist das Geld bis kurz vor der Pension gebunden. Ein freies ETF-Depot bleibt jederzeit verfügbar, bietet aber keinen direkten Steuervorteil.
Investieren finpension, VIAC und Frankly in ETFs oder in Fonds?
Alle drei nutzen keine klassischen ETFs, sondern speziell für die Säule 3a konstruierte, steueroptimierte Vorsorgefonds von UBS oder Swisscanto, die in der 3a meist rentabler sind als vergleichbare ETFs.
Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links und ist keine Anlageberatung.

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