Saxo oder Yuh? Gratis ETF Sparplan Vergleich Schweiz 2026

Saxo oder Yuh: ETF Sparplan Vergleich Schweiz

Saxo AutoInvest vs. Yuh Sparplan: Gebühren, Bruchstücke und meine Empfehlung

Der grosse Vergleich

Saxo oder Yuh? Beide bieten dir einen gratis ETF Sparplan, funktionieren dabei aber komplett unterschiedlich. Yuh gewinnt beim Einstieg, ab CHF 10, mit Bruchstücken und in einer simplen App. Saxo gewinnt bei grösseren Beträgen dank mehr Auswahl und tieferen Verkaufsgebühren. Ich zeige dir jede Zahl im Detail.

Bei der Frage Saxo oder Yuh geht es nicht nur um Gebühren. Auch Einstiegsbetrag, Bruchstücke, Währungen und die Eigentümerschaft hinter den beiden Anbietern spielen eine Rolle. Dieser ETF Sparplan Vergleich zeigt dir alle Unterschiede mit konkreten Zahlen.

📌 Kurz zusammengefasst

  • Für den Einstieg: Yuh gewinnt. Ab CHF 10, mit Bruchstücken, ohne Unterkonto und Dauerauftrag.
  • Für grössere Sparraten: Ab ca. CHF 150 bis 200 pro Monat und Position wird Saxo interessant, mehr Auswahl, tiefere Verkaufsgebühren.
  • Die Kostendifferenz ist klein: Über 10 Jahre trennen Yuh und Saxo bei einem CHF-ETF nur ca. CHF 56.
  • Achtung Währung: Bei einem USD-ETF wird Saxo im AutoInvest sogar teurer als Yuh.
  • Nur iShares und Amundi: Der gratis Saxo Sparplan umfasst ausschliesslich ETFs dieser beiden Anbieter. Bei Yuh stammen die 21 gratis ETFs dagegen von verschiedenen Anbietern, darunter Vanguard, iShares, Invesco und Xtrackers.
  • Bank oder Broker: Yuh ist ein vollwertiges Bankkonto, Zahlungen gehen normal hin und her. Saxo ist ein reiner Broker, Auszahlungen fliessen nur auf Konten, von denen du vorher eingezahlt hast.
  • Eigentümerschaft: Yuh gehört zu 100% der börsenkotierten Swissquote. Saxo gehört mehrheitlich der Privatbank J. Safra Sarasin, ein Eigentümerwechsel seit März 2026.
  • Keine Anlageberatung, sondern meine persönliche Einordnung.

Zuletzt aktualisiert am 7. August 2026

Grundlagen

Saxo oder Yuh: Beide Sparpläne auf einen Blick

Gratis ETF Sparpläne gab es in der Schweiz lange nicht. Saxo oder Yuh, diese Frage erreicht mich aktuell am häufigsten. Beide werben mit null Kaufgebühren, funktionieren im Alltag aber komplett unterschiedlich. Genau diese Unterschiede entscheiden, welcher Sparplan zu dir passt. Einen Überblick über alle Anbieter findest du zudem in meinem ETF Sparplan Schweiz Vergleich.

🏦 Saxo AutoInvest

  • Sparplan der Saxo Bank Schweiz
  • Über 100 gratis ETFs, aber nur von iShares und Amundi
  • Ausführung 1x monatlich, fix am 5.
  • Reiner Broker, kein Banking integriert

📱 Yuh Sparplan

  • Teil der Finanz-App von Swissquote
  • 21 gratis ETFs von verschiedenen Anbietern, 0% statt 0.5%
  • Ab CHF 10, wöchentlich oder monatlich
  • Konto, Karte, Sparen und Depot in einer App

Meine ausführlichen Yuh Erfahrungen liest du im separaten Testbericht. Klingt ähnlich, im Detail trennen die beiden aber Welten. Schauen wir uns das an.

Für Einsteiger

Begriffe einfach erklärt

Bevor es in die Details geht, hier die wichtigsten Begriffe für alle, die zum ersten Mal einen Sparplan einrichten.

TER (Total Expense Ratio)
Die jährlichen Kosten des ETFs selbst. Werden automatisch im Fonds verrechnet und fallen bei jedem Anbieter gleich an.
Bruchstücke (Fractional Shares)
Teile eines ETF-Anteils. Kostet ein Anteil CHF 130, kannst du mit CHF 50 trotzdem investieren und erhältst 0.38 Anteile.
Sondervermögen
Deine ETFs gehören rechtlich dir, nicht der Bank. Geht die Bank pleite, bleiben deine ETFs geschützt.
Unterkonto
Ein separates Konto innerhalb deines Depots mit eigener IBAN. Bei Saxo brauchst du eines extra für den Sparplan.
Stempelsteuer
Eine staatliche Abgabe auf Wertschriftenkäufe, 0.075% bei Schweizer und 0.15% bei ausländischen Titeln. Fällt bei jeder Schweizer Bank an.
Kopf an Kopf

Die grosse Vergleichstabelle

Saxo AutoInvest Yuh Gratis Sparplan
Kaufgebühren CHF 0 CHF 0 (auf 21 ETFs)
Depotgebühren CHF 0 CHF 0
Mindestbetrag Preis eines ganzen Anteils, oft ab CHF 100 ab CHF 10
Bruchstücke Nein Ja
Frequenz Monatlich, fix am 5. Wöchentlich oder monatlich, frei wählbar
ETF-Auswahl gratis über 100, nur iShares und Amundi 21 ETFs, dafür verschiedene Anbieter wie Vanguard, iShares und Invesco
Positionen max. 10 pro Unterkonto, mehrere möglich Sparplan pro ETF einzeln einstellbar
Währungswechsel 0.25%, bei USD-ETFs nicht vermeidbar 0.95%, bei CHF-ETFs vermeidbar
Verkaufsgebühr 0.08%, min. CHF 3 0.5%, ab CHF 10’000 gestaffelt tiefer
Eigentümerin J. Safra Sarasin (seit 2026) Swissquote (100% seit Juli 2025)
Einzahlung Dauerauftrag auf Unterkonto direkt in der App
Banking integriert Nein, reiner Broker, Auszahlungen nur auf Konten, von denen du eingezahlt hast Ja, Konto, Karte, Sparen, 3a

Eigene Recherche, Stand Juli 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.

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Der wichtigste Unterschied

Einstiegsbetrag und Bruchstücke

Bei Yuh startest du ab CHF 10 pro Ausführung. Dank Bruchstücken wird dabei jeder Rappen investiert. Kostet ein Anteil CHF 130 und du zahlst CHF 50 ein, bekommst du 0.38 Anteile. Dein Geld arbeitet ab dem ersten Tag. Wie das Fractional Trading bei Yuh genau funktioniert, erkläre ich dir im Artikel zu Yuh Bruchstücken.

Saxo kennt keine Bruchstücke, du kaufst nur ganze Anteile. Offiziell gibt es keinen Mindestbetrag, in der Praxis brauchst du aber mindestens den Preis eines ganzen Anteils. Bei vielen Welt-ETFs sind das CHF 100 bis 150.

Konkret gerechnet: Sparst du CHF 100 pro Monat und dein ETF-Anteil kostet CHF 130, setzt dein Saxo Sparplan immer wieder Monate aus. Im Schnitt liegen dauerhaft CHF 50 bis 70 unangelegt herum und verpassen die Rendite. Bei Yuh ist dieser Betrag immer CHF 0.
Yuh Vorteile

  • Jeder Franken sofort investiert
  • Funktioniert ab kleinsten Beträgen
  • Keine liegengebliebenen Restbeträge
Saxo Nachteile

  • Nur ganze Anteile kaufbar
  • Sparplan pausiert bei zu wenig Guthaben
  • Restbeträge verpassen die Rendite
Flexibilität

Ausführung und Frequenz

Yuh lässt dir die Wahl. Du investierst wöchentlich oder monatlich und bestimmst den Tag selbst. Wöchentliches Investieren glättet deinen Einstiegskurs zusätzlich.

Saxo führt AutoInvest nur einmal pro Monat aus, fix am 5. Tag. Einen Wunschtag gibt es nicht, und pro AutoInvest-Unterkonto sind maximal 10 Instrumente möglich.

Oft unterschätzt

Warum App-Usability für Einsteiger fast wichtiger ist als die Gebühr

Bei einem Sparplan schaust du fast immer zuerst auf die Kosten. Die Erfahrung aus meiner Community zeigt aber etwas anderes: Der günstigste Sparplan bringt dir nichts, wenn du ihn nie einrichtest oder nach zwei Monaten wieder abbrichst. Genau hier liegt der grösste Unterschied zwischen Saxo und Yuh.

Bei Yuh liegen Girokonto, Karte, Sparen und Depot in einer einzigen App. Du siehst dein Gehalt eingehen, deine Ausgaben und deinen Sparplan an einem Ort, ohne Anbieter zu wechseln. Der Sparplan lässt sich in wenigen Schritten direkt in der App einrichten, mit einfacher Sprache statt Fachbegriffen.

Bei Saxo sind es dagegen mindestens zwei Systeme, die zusammenspielen müssen: das Saxo-Hauptkonto und zusätzlich das separate AutoInvest-Unterkonto mit eigener IBAN, auf das ein Dauerauftrag eingerichtet werden muss. Für jemanden, der zum ersten Mal überhaupt ein Depot eröffnet, ist das eine echte Hürde, nicht nur ein technisches Detail.

Kriterium Saxo AutoInvest Yuh Sparplan
Anzahl beteiligter Systeme 2, Saxo-Konto, Unterkonto 1, alles in der Yuh App
Einrichtung Unterkonto eröffnen plus Dauerauftrag einrichten Direkt in der App, wenige Klicks
Sprache in der App Eher fachlich, Trading-orientiert Einfach, alltagstauglich
Tägliche Nutzung Reiner Broker, kaum Alltagsbezug Auch für Karte und Zahlungen im Alltag genutzt
Zahlungsverkehr Keiner, Auszahlungen nur auf Konten, von denen du eingezahlt hast Normale Zahlungen an beliebige Konten, wie bei jeder Bank
Warum das entscheidend ist: Eine App, die du sowieso täglich für dein Konto und deine Karte nutzt, hältst du eher langfristig bei. Ein separates Unterkonto, das du nur einmal im Monat aus der Ferne siehst, gerät leichter in Vergessenheit, gerade in den ersten Monaten. Genau das ist der Hauptgrund, warum ich Einsteigerinnen und Einsteigern eher Yuh empfehle, auch wenn Saxo bei grösseren Beträgen rechnerisch günstiger ist.
Versteckte Kosten

Währungen und versteckte Kosten

Das AutoInvest-Unterkonto bei Saxo läuft zwingend in Schweizer Franken. Viele besparbare ETFs an der Schweizer Börse werden aber in US-Dollar gehandelt. Dann fällt bei jeder Ausführung die Umrechnungsgebühr von 0.25 Prozent an, und auch Fremdwährungs-Dividenden werden automatisch umgerechnet. Der bekannte Saxo-Trick mit dem Fremdwährungskonto funktioniert im AutoInvest nicht.

Bei Yuh ist die Wechselgebühr mit 0.95 Prozent zwar höher, lässt sich im Sparplan aber komplett vermeiden. Du wählst einfach einen ETF, der in Franken gehandelt wird, etwa den beliebten VWRL an der SIX. Wie er sich gegen den S&P 500 schlägt, liest du im Vergleich MSCI World vs. S&P 500. Welche ETFs zur Auswahl stehen, siehst du in meiner Yuh ETF Liste.

Szenario Saxo Yuh
ETF in CHF gehandelt 0% Wechselgebühr 0% Wechselgebühr
ETF in USD gehandelt 0.25% pro Ausführung vermeidbar, CHF-ETF wählen
So geht’s

Einrichtung Schritt für Schritt

Yuh: in 2 Minuten startklar

  1. App öffnen und Sparplan wählen. Konto, Karte und Depot liegen bereits in derselben App, das Geld ist schon da.
  2. ETF auswählen. Am besten einen der 21 Gratis-ETFs in CHF, etwa den VWRL.
  3. Betrag und Rhythmus festlegen. Ab CHF 10, wöchentlich oder monatlich.
  4. Bestätigen. Der Sparplan läuft ab sofort automatisch. Details im Artikel zum gratis Yuh ETF Sparplan.

Saxo: mit Unterkonto und Dauerauftrag

  1. AutoInvest-Unterkonto eröffnen. Es bekommt eine eigene IBAN, getrennt vom Saxo-Hauptkonto.
  2. Dauerauftrag einrichten. Bei deiner Hausbank, monatlich auf die neue IBAN.
  3. ETFs wählen. Bis zu 10 Instrumente aus über 100 gratis ETFs.
  4. Warten auf den 5. Die Ausführung erfolgt fix am 5. des Monats, sofern genug Guthaben da ist.
Drei Beteiligte statt einer App: deine Hausbank, dein Saxo-Hauptkonto und das AutoInvest-Unterkonto. Für erfahrene Anlegerinnen kein Problem, für den allerersten Sparplan aber eine echte Hürde.
Nachgerechnet

Gebührenbeispiel über 10 Jahre

Du investierst CHF 200 pro Monat über 10 Jahre in einen ausländischen Welt-ETF, bei 6 Prozent Rendite pro Jahr. Eingezahlt: CHF 24’000. Depotwert am Ende: ca. CHF 32’800. Am Ende verkaufst du alles auf einmal. Die TER lasse ich weg, sie ist bei allen Varianten identisch.

Kostenpunkt Yuh (CHF-ETF) Saxo (CHF-ETF) Saxo (USD-ETF)
Kaufgebühren CHF 0 CHF 0 CHF 0
Stempelsteuer Kauf CHF 36 CHF 36 CHF 36
Währungswechsel Kauf CHF 0 CHF 0 CHF 60
Verkaufsgebühr CHF 82 CHF 26 CHF 26
Stempelsteuer Verkauf CHF 49 CHF 49 CHF 49
Währungswechsel Verkauf CHF 0 CHF 0 CHF 82
Total über 10 Jahre ca. CHF 167 ca. CHF 111 ca. CHF 253
Drei Erkenntnisse: Erstens ist die Differenz zwischen Yuh und Saxo bei einem CHF-ETF mit ca. CHF 56 über 10 Jahre klein. Zweitens dreht sich das Bild bei einem USD-ETF komplett, Saxo wird mit ca. CHF 253 teurer als Yuh. Drittens entscheidet bei Saxo die Handelswährung mehr als der Anbieter selbst.

Die Rechnung ist vereinfacht, Kurse und Gebühren können sich ändern. Die Grössenordnung zeigt aber: Die Anbieterwahl kostet weit weniger Rendite als gar nicht anzufangen.

Wem gehört was

Wer steckt hinter Saxo und Yuh

Bei einem Sparplan vertraust du einem Anbieter über Jahrzehnte dein Geld an, ein Blick auf die Eigentümerschaft lohnt sich.

Yuh Saxo
Eigentümerin Swissquote, 100% seit Juli 2025 J. Safra Sarasin, ca. 71% seit März 2026
Vorher Joint Venture mit PostFinance (50/50) Chinesischer Geely-Konzern als Grossaktionär
Börsenkotiert Ja, Swissquote an der SIX Nein, Privatbank
Regulierung FINMA, Schweizer Banklizenz FINMA, Schweizer Banklizenz

Yuh gehört seit 2025 komplett Swissquote

Yuh startete 2021 als Joint Venture von Swissquote und PostFinance. Im Juli 2025 verkaufte PostFinance ihren 50-Prozent-Anteil für 90 Millionen Franken an Swissquote, die Transaktion bewertete Yuh mit 180 Millionen Franken. Seither gehört Yuh zu 100 Prozent der börsenkotierten Bank, die per Mitte 2025 über 340’000 Konten mit 3.2 Milliarden Franken Kundenvermögen zählte.

Vorteile

  • Börsenkotiert, Zahlen jederzeit einsehbar
  • Profitable, führende Schweizer Online-Bank
  • Schweizer Banklizenz und FINMA-Aufsicht
Nachteile

  • Staatsnaher Anker PostFinance fehlt neu
  • Europa-Expansion kann Fokus verschieben

Saxo gehört neu der Privatbank J. Safra Sarasin

Die Saxo Bank wurde 1992 in Kopenhagen gegründet, lange war der chinesische Geely-Konzern grösster Aktionär. Seit März 2026 übernahm die Basler Privatbank J. Safra Sarasin ca. 71 Prozent von Geely und der Mandatum Group, Gründer Kim Fournais trat als CEO zurück und präsidiert neu den Verwaltungsrat. Im Juli 2026 kündigte Safra Sarasin an, auch die restlichen 28.69 Prozent zu übernehmen.

Vorteile

  • Geely-Unsicherheit ist vom Tisch
  • Kapitalstarke Privatbank mit 180 Jahren Geschichte
  • Eigene Schweizer Banklizenz bleibt bestehen
Nachteile

  • Nicht börsenkotiert, weniger Transparenz
  • Zwei Eigentümerwechsel und CEO-Wechsel in kurzer Zeit
Für die Sicherheit deines Geldes ändert die Eigentümerschaft wenig. Beide haben eine Schweizer Banklizenz und stehen unter der Aufsicht der FINMA. Konten sind über die Einlagensicherung esisuisse bis CHF 100’000 geschützt, ETFs gelten als Sondervermögen und gehören dir auch bei einer Bankpleite. Die Eigentümerfrage betrifft die Strategie, nicht die Sicherheit.
Selten genannt

Was bei Saxo oft nicht erwähnt wird

In vielen Vergleichen liest du nur, dass Saxo der günstigste Anbieter ist. Das stimmt auch, ein paar Details tauchen aber selten auf. Eine ausführliche Übersicht findest du auch in meinem Artikel zu den Saxo Bank Nachteilen.

Punkt Was das für dich heisst
Gratis hat ein Geschäftsmodell iShares und Amundi vergüten Saxo für den Vertrieb, deshalb sind nur deren ETFs besparbar. Gleiches Modell wie bei Yuhs 21 Gratis-ETFs.
Kein Vanguard im Sparplan Der beliebte VWRL fehlt im AutoInvest komplett, weil nur iShares und Amundi im Programm sind. Bei Yuh ist er gratis dabei.
Keine Positionsüberträge Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter erzwingt einen Verkauf. Bei CHF 30’000 Depot kostet das ca. CHF 69 (Gebühr plus Stempelsteuer).
Auszahlung nur auf Einzahlungskonten Saxo zahlt Geld nur auf Konten aus, von denen du vorher eingezahlt hast, eine IBAN manuell eingeben geht nicht. In einem Nutzerbericht kostete eine Auszahlung von CHF 200 so CHF 25 Gebühren, weil die hinterlegte IBAN falsch gespeichert war und die Zahlung über eine Zwischenbank lief. Details im Bank-oder-Broker-Vergleich.
Mindestgebühr beim Verkauf Mindestens CHF 3. Bei CHF 500 Teilverkauf sind das 0.6%, mehr als Yuhs 0.5%. Saxo lohnt sich erst ab ca. CHF 600 pro Verkauf.
Ausführung kann sich verschieben Bei starken Marktbewegungen oder technischen Engpässen darf sich die Ausführung laut Saxo verzögern.
Konditionen können sich ändern Die Depotgebühren wurden erst im Februar 2025 abgeschafft. Gilt fairerweise für alle Anbieter, auch Yuh.
Verkauf über die Trading-Plattform Der Sparplan ist simpel, der Verkauf läuft aber über die SaxoInvestor App und wirkt komplexer als bei Yuh.
Fairerweise ein Pluspunkt Saxo liefert jährlich einen kostenlosen E-Steuerauszug für die Steuererklärung.

Weitere spannende Alternativen zeigt dir mein Vergleich der besten ETFs der Schweiz, und wo du bei Yuh deine Unterlagen findest, zeigt die Anleitung zu den Yuh Steuerdokumenten.

Mein Fazit

Meine Empfehlung für Anfängerinnen und Anfänger

Rein rechnerisch ist Saxo bei grösseren Beträgen der günstigste Anbieter der Schweiz. Trotzdem empfehle ich Einsteigerinnen und Einsteigern Yuh, aus sechs Gründen.

  1. Sehr tiefe Starthürde. Schon ab CHF 10 pro Woche investierst du mit, jeder Franken wird sofort angelegt.
  2. Null Setup-Stress. Kein Dauerauftrag, kein Unterkonto, keine liegengebliebenen Restbeträge.
  3. Volle Kontrolle. Über Frequenz und Ausführungstag frei entscheiden.
  4. Keine Währungskosten. Sofern du einen CHF-ETF wählst.
  5. Transparente Eigentümerin. Börsenkotierte Swissquote statt eines laufenden Eigentümerwechsels bei Saxo.
  6. Echtes Bankkonto. Zahlungen gehen normal hin und her wie bei jeder Bank. Saxo zahlt nur auf Konten aus, von denen du vorher eingezahlt hast.

Der wichtigste Grund ist aber psychologisch. Der beste Sparplan ist der, den du tatsächlich startest und durchziehst. Eine einfache App, die du sowieso täglich nutzt, schlägt die theoretisch günstigste Lösung, die du nie einrichtest. Falls du noch ganz am Anfang stehst, hilft dir auch meine ETF Anleitung für Anfänger.


Fragen & Antworten

Häufige Fragen zum ETF Sparplan Vergleich

Ist der Yuh Sparplan wirklich gratis?
Ja, auf den 21 sparplanfähigen ETFs entfällt die Kaufkommission von 0.5 Prozent komplett. Stempelsteuer, TER und Verkaufsgebühren fallen trotzdem an. Yuh erhält vom ETF-Anbieter eine Vertriebsvergütung, deshalb kann die App auf die Gebühr verzichten.
Warum wird mein Saxo AutoInvest nicht ausgeführt?
Saxo kauft nur ganze Anteile. Reicht dein Guthaben nicht für einen ganzen Anteil, überspringt der Sparplan die Ausführung und läuft automatisch weiter, sobald genug Geld vorhanden ist.
Welcher Sparplan ist bei kleinen Beträgen besser?
Yuh. Du startest ab CHF 10 und kaufst dank Bruchstücken auch Teile eines Anteils. Bei Saxo brauchst du faktisch den Preis eines ganzen Anteils, oft über CHF 100.
Fallen bei Saxo AutoInvest Währungsgebühren an?
Häufig ja. Das Unterkonto läuft in Franken, wird dein ETF in US-Dollar gehandelt, zahlst du bei jeder Ausführung 0.25 Prozent Umrechnungsgebühr. Ein Fremdwährungskonto lässt sich im AutoInvest nicht nutzen.
Warum ist der Saxo Sparplan gratis?
Saxo erhält von iShares und Amundi eine Vergütung für den Vertrieb ihrer ETFs. Deshalb kostet der Kauf nichts, und deshalb sind nur ETFs dieser beiden Anbieter besparbar.
Wem gehören Saxo und Yuh?
Yuh gehört seit Juli 2025 vollständig der börsenkotierten Swissquote. Die Saxo Bank gehört seit März 2026 mehrheitlich der Privatbank J. Safra Sarasin, die auch die restlichen Anteile von Gründer Kim Fournais übernimmt.
Kann ich bei Saxo Geld auf ein beliebiges Konto auszahlen?
Nein. Saxo zahlt nur auf Konten aus, von denen du vorher eingezahlt hast, eine IBAN manuell eingeben oder anpassen geht nicht. Ein neues Auszahlungskonto registrierst du, indem du zuerst von diesem Konto aus einzahlst. Bei Yuh hast du dagegen ein vollwertiges Bankkonto und überweist normal an beliebige Konten.
Verdienst du Geld an diesem Vergleich?
Teilweise ja. Bei einer Anmeldung über den Yuh Code erhalte ich eine Provision ohne Mehrkosten für dich. Für Saxo besteht kein Partnerprogramm. Alle Affiliate-Links sind gekennzeichnet.
Kann ich später von Yuh zu Saxo wechseln?
Ja, jederzeit möglich. Viele starten mit kleinen Beträgen bei Yuh und wechseln später mit grösseren Sparraten zu einem klassischen Broker. Beachte dabei Verkaufsgebühren oder Kosten für einen Depotübertrag.
Fazit

Fazit: Saxo oder Yuh im Vergleich

Saxo und Yuh sind beide gute gratis ETF Sparpläne, die Frage ist nur, wo du stehst. Startest du gerade erst und willst mit kleinen Beträgen loslegen, ist Yuh die bessere Wahl, einfach, flexibel, ab CHF 10 und mit Bruchstücken. Investierst du bereits grössere Summen und willst maximale Auswahl bei minimalen Kosten, führt an Saxo kaum ein Weg vorbei. Möchtest du zusätzlich neon oder Swissquote in die engere Wahl nehmen, hilft dir mein neon Test. Hauptsache, du fängst an.

*Affiliate-Links. Für dich entstehen keine Mehrkosten, ich erhalte bei einer Anmeldung gegebenenfalls eine Provision. Keine Anlageberatung, Angaben ohne Gewähr, Stand Juli 2026.

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