Investieren ab 50 in der Schweiz

Investieren ab 50 in der Schweiz

Update · Lesezeit ca. 13 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

Investieren ab 50 lohnt sich in der Schweiz. Denn wer bis 65 oder länger arbeitet, hat noch 15 bis 20 Jahre Zeit. Der Start gelingt in vier Schritten. Zuerst kommt der Notgroschen. Danach wandert die Säule 3a in Wertschriften. Zusätzlich helfen Einkäufe in die Pensionskasse, diesen Punkt lässt du unbedingt von einer Finanzplanerin oder einem Finanzplaner für deine eigene Situation durchrechnen. Zum Schluss startet ein ETF Sparplan. So sieht ein möglicher Ablauf aus.

Investieren ab 50 Schweiz ist ein Thema, das viele bewegt. Denn viele fragen sich, ob sich Geld anlegen ab 50 überhaupt noch lohnt. Kürzlich hat mir eine Leserin geschrieben. Sie ist 56 und hat noch nie investiert.

Die Ausgangslage meiner Leserin

Sie ist 56 Jahre alt und hat noch nie investiert. Ca. 75’000 CHF liegen auf klassischen Säule 3a Konten. Dazu kommen ca. 35’000 CHF auf dem Sparkonto. In der Pensionskasse hat sie eine Lücke von ca. 200’000 CHF. Diese verkleinert sie mit Einkäufen von 5’000 CHF pro Jahr. Sie beschreibt sich als ängstlichen Typ. Zudem plant sie, etwas länger als bis 65 zu arbeiten. Einen kompletten Überblick über das Schweizer Vorsorgesystem gibt ein Vorsorge-Guide für Frauen.

Lohnt sich Investieren ab 50 in der Schweiz?

Für viele kann sich das lohnen, eine pauschale Antwort gibt es aber nicht. Viele denken beim Investieren ab 50 nur an die Zeit bis zur Pensionierung. Das greift zu kurz. Dein Geld muss nicht am ersten Tag der Pensionierung komplett bereitliegen. Du brauchst es über viele Jahre verteilt. Ein grosser Teil bleibt also noch lange investiert.

Ein Beispiel macht das klar. Meine Leserin ist 56. Sie will etwas über das Referenzalter 65 hinaus arbeiten, also noch ca. 10 Jahre. Danach bezieht sie ihr Geld über weitere 10 bis 20 Jahre. Ein grosser Teil ihres Vermögens hat also 15 bis 20 Jahre Zeit.

Trotzdem gelten ab 50 andere Spielregeln als mit 30. Die Zeit für grosse Verluste fehlt. Falls du ganz am Anfang stehst, lohnt sich zuerst ein Blick in meinen Grundlagen-Guide Investieren für Anfänger Schweiz.

Podcastfolge zum Investieren ab 50

Zu diesem Thema gibt es auch eine Folge in meinem Finanzpodcast. Darin spreche ich mit Annelie Wüthrich, Finanzplanerin mit eidg. FA, über Chancen, Glaubenssätze und Strategien ab 50. Hör am besten gleich rein. Alle Details und Kapitel findest du in den Shownotes zur Podcastfolge.

Verzehr oder Dividenden? Kläre zuerst deine Strategie

Ein Punkt aus dem Gespräch mit Annelie hat mir besonders gefallen. Dein Anlagehorizont hängt von deiner Strategie ab. Es gibt zwei Wege.

Weg 1, der Vermögensverzehr. Du verkaufst im Ruhestand nach und nach Anteile und lebst davon. Dann endet dein Anlagehorizont früher. Denn du brauchst das Geld ab der Pensionierung.

Beispiel
Depotwert bei Pensionierung300’000 CHF
Jährlicher Verzehr (deckt Rentenlücke)19’200 CHF
Angenommene Rendite3% pro Jahr
Depot reicht bei diesen Annahmen für ca.21 Jahre

Das Beispiel zeigt es deutlich. Bei diesen Annahmen wäre das Geld ungefähr mit 86 aufgebraucht. Fällt die Rendite tiefer aus oder lebst du länger, reicht das Depot entsprechend weniger lang, deshalb bleibt das eine grobe Orientierung und keine Garantie.

Weg 2, die Dividenden. Dein Depot wirft regelmässig Dividenden ab und du lebst von den Ausschüttungen. Das Kapital bleibt investiert. Dein Anlagehorizont reicht dann weit über 65 hinaus. Wie das geht, zeige ich dir im Guide über das Einkommen mit Dividenden.

Die Basis für diese Entscheidung ist ein Budget. Rechne deine Ausgaben zusammen und stelle sie den erwarteten Renten aus AHV und Pensionskasse gegenüber. Der politische Zielwert liegt bei 60% des letzten Lohns. Viele erreichen aber nur 45 bis 55%. Bei hohen Einkommen ist es oft noch weniger. Verlass dich deshalb nicht auf eine Pauschalzahl. Prüfe deinen persönlichen Vorsorgeausweis. Die Differenz zu deinem Bedarf ist deine Lücke. So siehst du, ob Dividenden diese Lücke decken können oder ob du Anteile verkaufen musst.

Bleib bei den Dividenden aber realistisch. Durchschnittliche Dividendenrenditen liegen bei ca. 2,5 bis 3%.

Einstieg mit 50Nach 10 Jahren (mit 60)Einstieg erst mit 60
Investiertes Kapital50’000 CHF50’000 CHF (gleicher Kaufpreis)50’000 CHF
Rendite auf den Kaufpreis2,8%ca. 4,6%*2,8%
Dividenden pro Jahr1’400 CHF2’280 CHF1’400 CHF

*Angenommenes Dividendenwachstum von 5% pro Jahr, eine Annahme zur Illustration, keine Garantie.

Wer früher startet, profitiert von steigenden Dividenden auf den alten, tieferen Kaufpreis. Wer erst mit 60 einsteigt, bekommt für dieselben 50’000 CHF nur die dann aktuelle Rendite, also weiterhin rund 1’400 CHF.

Investieren ab 50 in vier Schritten

Eine mögliche Herangehensweise sind diese vier Schritte, jede Situation ist aber anders.

  1. Notgroschen sichernDrei bis sechs Monatsausgaben bleiben auf dem Sparkonto. Das sind oft 15’000 bis 20’000 CHF. Wie viel es bei dir genau sein sollte, findest du mit meinem Notgroschen Rechner heraus. Gut geeignet sind Smartphone-Banken wie Zak, Neon oder Yuh, dort gibt es Zins und du kommst jederzeit ans Geld. Dieses Geld wird nie investiert. Es gibt Sicherheit. So muss niemand in einem Börsentief verkaufen.
  2. Säule 3a in Wertschriften zügelnGeld auf einem 3a Zinskonto wächst kaum. Eine Wertschriften-Lösung nutzt die Zeit viel besser. Der Umzug zu einem digitalen Anbieter ist einfach. Bekannte Adressen dafür sind finpension, VIAC oder Selma, wenn du lieber automatisch verwalten lässt.
  3. Pensionskassen-Einkäufe prüfenEinkäufe in die 2. Säule sind eine Möglichkeit, keine feste Empfehlung. Offen ist zum Beispiel, ob dein Geld eher in einen ETF Sparplan oder in die Pensionskasse gehört, denn die Pensionskasse investiert nicht unbedingt nach deinem Geschmack.
  4. ETF Sparplan startenDas freie Geld über dem Notgroschen fliesst Monat für Monat in einen breiten Welt ETF. So verteilt sich der Einstieg auf viele Zeitpunkte. Das nimmt die Angst vor dem falschen Moment.

Notgroschen parkieren bei Zak*

Für den Notgroschen brauchst du ein einfaches Konto mit etwas Zins, kein Depot. Ich nutze dafür gerne die Zak App der Bank Cler. Du kannst dort kostenlos Unterkonti eröffnen und eines davon “Notgroschen” nennen. Einen Vergleich mit Yuh und neon findest du in meinem Neo-Banken Schweiz Vergleich. Mit meinem Code erhältst du CHF 50 Startguthaben.

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Mehr zum Notgroschen

Säule 3a in Wertschriften umschichten beim Investieren ab 50

Auf klassischen 3a Konten gibt es zwar Zins. Wachsen tut das Geld dort aber kaum. Die gute Nachricht ist, dass du dein 3a Guthaben jederzeit zügeln kannst. Digitale Anbieter investieren es dann in Vorsorgefonds. Den Aktienanteil wählst du selbst. Ab 50 wählen manche 40 bis 60%, das ist aber eine mögliche Orientierung und keine feste Regel. Ob auch 100% Aktien in der Säule 3a Sinn ergeben, habe ich hier separat durchgerechnet.

Wichtig ist die Aufteilung auf mehrere Töpfe. Denn beim Bezug fällt eine Steuer an. Wer alles in einem Jahr bezieht, zahlt mehr. Ab ca. 50’000 CHF lohnt sich deshalb aus meiner Erfahrung ein weiterer 3a Topf. Das ist keine gesetzliche Grenze, sondern eine bewährte Faustregel aus der Praxis. So kannst du später gestaffelt beziehen. Der Bezug ist frühestens ab 60 möglich. Wer weiterarbeitet, kann sogar bis 70 einzahlen.

Ein weiterer Punkt kam im Podcast zur Sprache. Das 3a Geld ist bis zum Bezug gesperrt. Du kannst bei einem Kurstaucher also gar nicht panisch verkaufen. Genau das trainiert die Ruhe, die es an der Börse braucht. Deshalb empfiehlt Annelie die Säule 3a als möglichen Startpunkt ab 50.

In meinem Säule 3a Gebühren-Vergleich findest du alle Anbieter im Detail. Mein Favorit für tiefe Gebühren ist finpension.

Säule 3a bei finpension*

finpension gehört zu den günstigeren 3a Anbietern der Schweiz. Die Vorsorgefonds sind steueroptimiert. Den Aktienanteil bestimmst du selbst. Mit meinem Code erhältst du eine Gebührengutschrift von CHF 25.

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Zum 3a Vergleich

Pensionskasse und Rentenlücke beim Investieren ab 50

Eine Rentenlücke von 200’000 CHF klingt nach viel. Bei einem späten Start in der Schweiz ist sie aber normal. Denn die Pensionskasse rechnet mit einem ganzen Berufsleben in der Schweiz.

Einkäufe in die Pensionskasse sind darum beliebt. Der Betrag lässt sich vom steuerbaren Einkommen abziehen und ist sicher angelegt. Für ängstliche Anlegerinnen und Anleger fühlt sich das gut an. Mach einen Einkauf aber nie nur, weil der Vorsorgeausweis eine mögliche Summe zeigt. Schau immer die Gesamtsituation an. Lohn, Lücken, Vermögen und Pläne sind bei jeder Person anders. Bei grösseren Beträgen oder einer Erbschaft lohnt sich zudem eine unabhängige Beratung auf Honorarbasis.

Nach einem Einkauf gilt zudem eine Sperrfrist von drei Jahren für den Kapitalbezug. Plane die letzten Einkäufe deshalb früh genug, falls du später Kapital statt Rente beziehen willst.

Damit du dir ein vollständiges Bild machst, hier die wichtigsten Nachteile einer Pensionskasse im Überblick.

  • Sinkender Umwandlungssatz. Der gesetzliche Mindestsatz von 6,8% gilt nur für den obligatorischen Lohnteil. Für den Rest legt jede Kasse den Satz selbst fest, und der ist im Schnitt von 6,74% (2010) auf 5,19% (2026) gesunken. Weniger Rente pro eingezahltem Franken also. Zu finden auf dem Vorsorgeausweis unter “Umwandlungssatz”.
  • Keine Wahl bei der Anlagestrategie. Du kannst nicht mitbestimmen, in welche Branchen oder Firmen investiert wird. Landet Geld in Bereichen, die du persönlich nicht unterstützen möchtest, hast du darauf keinen Einfluss, anders als bei einem eigenen ETF Sparplan. Wie deine Kasse investiert, steht im Jahresbericht, oft als PDF auf der Website deiner Pensionskasse.
  • Verwaltungskosten. Die Kosten pro versicherte Person unterscheiden sich zwischen Pensionskassen stark, von rund CHF 134 bis über CHF 695 pro Jahr. Diese Kosten siehst du auf deinem Vorsorgeausweis meist nicht direkt, sie gehen aber zulasten der Verzinsung deines Guthabens. Genaue Zahlen findest du im Jahresbericht deiner Kasse oder in unabhängigen Vergleichen wie dem PK-Rating des VZ VermögensZentrums.
  • Kein Einfluss auf die Verzinsung. Manche Kassen verzinsen 2025 mit 6% oder mehr, andere nur mit ca. 3%. Bei welcher Kasse dein Geld liegt, entscheidet dein Arbeitgeber, nicht du. Die Verzinsung des Vorjahres steht auf deinem aktuellen Vorsorgeausweis.
  • Geld ist gebunden. Ausser bei Wohneigentum, Selbstständigkeit oder Auswanderung kommst du vor der Pensionierung nicht an das Geld. Die genauen Bedingungen dafür stehen im Vorsorgereglement deiner Kasse, meist ebenfalls online abrufbar oder bei der Personalabteilung erhältlich.

Viele kombinieren darum drei Bausteine. Einkäufe in die Pensionskasse, Säule 3a mit Wertschriften und einen freien ETF Sparplan. Diese Mischung bringt Sicherheit, Steuervorteile und Flexibilität zugleich. Was ein Einkauf in deinem Fall konkret bringt, hängt zu stark von Kanton, Einkommen und Pensionskasse ab, als dass eine allgemeine Formel weiterhelfen würde.

Was ist eine Rentenlücke?

Der Begriff Rentenlücke wird für zwei verschiedene Sachen verwendet. Ich erkläre dir beide, mit Beispiel.

Die Einkommenslücke im Ruhestand

Das ist simpel erklärt. Du bekommst im Ruhestand weniger Geld, als du zum Leben brauchst. Die Differenz ist deine Lücke.

Warum entsteht sie? Der politische Zielwert für AHV und Pensionskasse zusammen liegt bei ca. 60% deines letzten Lohns. Aktuelle Studien zeigen aber, dass viele diesen Wert nicht erreichen. Bei einem Einkommen von 100’000 CHF sind es im Schnitt oft nur noch ca. 50%, bei höheren Einkommen sogar deutlich weniger. Pensionskassenrenten sind in den letzten Jahren spürbar gesunken, das ist der Grund. Diese Pauschalwerte ersetzen aber nie deinen eigenen Vorsorgeausweis. Nur dort siehst du deine persönliche Zahl.

Betrag pro Monat
Letzter Lohn6’500 CHF
AHV Rente2’100 CHF
Pensionskassen Rente1’400 CHF
Total aus AHV + PK3’500 CHF
Nötig zum Leben5’100 CHF
Rentenlücke pro Monat1’600 CHF

1’600 CHF pro Monat sind 19’200 CHF pro Jahr. Bei 25 Jahren Ruhestand fehlen also ca. 480’000 CHF. Diese Summe muss aus deinem eigenen Ersparten kommen. Zum Beispiel aus der Säule 3a oder einem ETF Depot.

Die Einkaufslücke in der Pensionskasse

Das ist die Zahl auf deinem Vorsorgeausweis. Dort steht oft “möglicher Einkauf”. Diese Zahl zeigt dir, wie viel Geld fehlen würde, wenn du seit dem 25. Altersjahr ohne Unterbruch mit deinem heutigen Lohn eingezahlt hättest.

So entsteht diese Lücke.

  • Späterer Start in der Schweiz. Wer erst mit 35 oder 40 in die Schweiz zog, hat viele Jahre keine Schweizer PK Beiträge geleistet.
  • Lohnerhöhungen. Steigt dein Lohn, rechnet die Pensionskasse rückwirkend nach. Jede Beförderung vergrössert also die Lücke auf dem Papier.
  • Teilzeit oder Pause. Wer weniger arbeitet oder eine Auszeit nimmt, zum Beispiel wegen Kindern, zahlt in dieser Zeit weniger ein.
  • Tiefer Lohn. Bei kleinen Löhnen bleibt kaum etwas übrig, das versichert wird.
  • Kapitalbezug. Wer zum Beispiel für ein Haus Geld aus der Pensionskasse bezogen hat, hat seither eine Lücke.

So hängen die zwei Lücken zusammen

Eine grosse Einkaufslücke in der Pensionskasse führt später zu einer kleinen PK Rente. Eine kleine PK Rente vergrössert wiederum deine Einkommenslücke im Ruhestand. Die beiden Lücken sind also verbunden.

ETF Sparplan einrichten beim Investieren ab 50

Vor diesem Schritt haben viele ab 50 Respekt. Ein Sparplan ist dabei eine vergleichsweise ruhige Form des Investierens. Du legst einen festen Betrag pro Monat fest. Zum Beispiel 300 oder 500 CHF. Dieser Betrag fliesst automatisch in einen breiten Welt ETF. Fertig.

Der Vorteil ist vor allem psychologisch. Niemand muss den richtigen Zeitpunkt treffen. Denn gekauft wird zu vielen verschiedenen Kursen. Fällt die Börse, gibt es mehr Anteile fürs gleiche Geld. Steigt sie, bist du dabei. Auch grössere Beträge vom Sparkonto lassen sich so über 12 bis 24 Monate verteilen. Für den Sparplan selbst nutze ich Swissquote für mein Hauptdepot und Yuh für kleinere, unkomplizierte Beträge.

Für ängstliche Typen gibt es einen einfachen Trick. Klein starten. Zuerst nur einen Betrag investieren, dessen Schwankung dich nicht nervös macht, bei Yuh geht das schon ab wenigen Franken. Nach einem Jahr Erfahrung darf es mehr sein. Denn Vertrauen in die Börse entsteht durch Erleben. Wenn du unsicher bist, mit welchem Betrag du starten sollst, hilft dir mein Betrags-Guide von 500 bis 50’000 Franken weiter.

Welche ETFs für die Schweiz spannend sind, zeige ich dir im Artikel über die besten ETFs für die Schweiz. Unsicher, welcher ETF zu dir passt? Meine ETF Auswahl Checkliste hilft dir bei der Wahl. Wie du einen Sparplan konkret einrichtest, zeige ich dir Schritt für Schritt im Artikel Yuh gratis ETF Sparplan.

Meine fünf Favoriten für den Start ab 50 sind Swissquote und Yuh für den ETF Sparplan, finpension für die Säule 3a, Zak für den Notgroschen und Findependent, wenn du lieber automatisch investieren lässt. Alle stelle ich dir gleich mit Code vor.

ETF Sparplan bei Swissquote*

Bei Swissquote richtest du wiederkehrende ETF Käufe ab CHF 3 Gebühren ein. Ich nutze Swissquote für mein eigenes Depot. Mit meinem Code erhältst du CHF 100 in Trading Credits. Dafür brauchst du innert 30 Tagen eine Einzahlung von CHF 1’000.

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Zu Swissquote

Einfacher Start mit der Yuh App*

Yuh eignet sich für den ersten Schritt. Die App vereint Konto, Karte und Investieren. ETF Käufe gehen schon mit kleinen Beträgen, auch als wiederkehrender Auftrag. Meine Yuh Erfahrungen habe ich ausführlich beschrieben. Mit meinem Code erhältst du CHF 50 Trading Credits plus 250 Swissqoin. Dafür brauchst du eine Einzahlung von CHF 500.

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Automatisch investieren mit Selma*

Du willst gar nichts selbst auswählen? Selma ist eine digitale Anlage-Assistentin. Sie erstellt ein Portfolio passend zu deinem Risikoprofil und verwaltet es für dich. Mit meinem Code verwaltet Selma 5’000 CHF während 12 Monaten gratis.

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Automatisch investieren mit Findependent*

Findependent ist eine Alternative zu Selma. Du startest schon ab CHF 500 und investierst automatisch in ausgewählte ETFs, ganz ohne eigene Auswahl. Mit meinem Code erhältst du CHF 20 Startguthaben direkt auf dein Anlagekonto.

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Zu meinen Findependent Erfahrungen

Länger arbeiten und AHV aufschieben ab 50

Meine Leserin will etwas länger als bis 65 arbeiten.

Ausserdem lässt sich die AHV Rente um ein bis fünf Jahre aufschieben. Dafür gibt es lebenslang einen Zuschlag von 5,2 bis 31,5%, je nach Dauer. Auch die Säule 3a läuft bei Erwerbstätigkeit bis maximal 70 weiter. Wer nach 65 arbeitet, zahlt also weiter ein und spart weiter Steuern. Mehr zum Schweizer Vorsorgesystem findest du in meinem Beitrag Vorsorge Schweiz erklärt.

Vermögensverzehr ab 50 richtig planen

Irgendwann kommt der Moment, in dem du vom Depot leben willst. Annelie rät im Podcast davon ab, dann jeden Monat Anteile zu verkaufen. Denn in einem Börsentief müsstest du viele Anteile für wenig Geld hergeben. Diese Anteile fehlen dir später, wenn sich die Kurse erholen.

Besser funktioniert der Verkauf in grösseren Schritten. In guten Börsenjahren nimmst du etwas mehr heraus und baust ein Cash-Polster auf. In schlechten Jahren lebst du vom Polster und musst nichts verkaufen. Das braucht Disziplin, schützt dein Depot aber spürbar.

Wichtig ist auch der Schalter im Kopf. Beim Vermögensaufbau investierst du jeden freien Franken. Im Verzehr gilt Sicherheit vor Rendite. Investiere nicht mehr alles und werde nicht gierig. Und du darfst das Geld auch wirklich brauchen. Dafür hast du schliesslich all die Jahre gespart.

Für die Übersicht in dieser Phase nutze ich Parqet*. Die App zeigt dir Vermögen, Dividenden und Performance über alle Depots hinweg an einem Ort. Gerade im Verzehr hilft das, den Überblick zu behalten, ohne jede Zahl selbst nachzurechnen.

Häufige Fehler beim Investieren ab 50

Aus vielen Nachrichten meiner Community kenne ich die typischen Stolperfallen. Diese fünf sehe ich am häufigsten. Eine ausführlichere Liste findest du auch in meinem Artikel 9 Finanzfehler von Schweizern.

Gar nicht starten. Das ist ein teurer Fehler. Denn 15 Jahre ohne Rendite kosten mehr als jede Börsenkorrektur.

Alles auf einmal investieren. Nach Jahren des Zögerns plötzlich das ganze Sparkonto investieren? Lieber nicht. Gestaffelt geht es entspannter.

Zu exotisch anlegen. Heisse Aktien-Tipps, Krypto oder Themenfonds sind ab 50 die falsche Baustelle. Breite Welt ETFs reichen völlig.

Die Steuern vergessen. Der gestaffelte Bezug von 3a und Pensionskasse spart oft mehrere tausend Franken. Dafür braucht es aber mehrere 3a Töpfe und etwas Planung.

Aus Panik Vollgas geben. Manche wollen nach dem späten Start mit 100% Aktien alles aufholen. Wohl fühlen sie sich damit aber nicht. Ein ehrliches Risikoprofil schützt vor teuren Kurzschlüssen. Nimm dir dafür mehr Zeit als ein paar schnelle Klicks beim Anbieter.

Mein Toolkit für Investieren ab 50 Schweiz

Zum Schluss noch eine kompakte Übersicht. Diese Anbieter nutze ich selbst oder empfehle ich guten Gewissens weiter. Alle Codes findest du auch gesammelt auf meiner Gutschein-Seite.

BausteinAnbieterBonus mit Code
NotgroschenZakCHF 50 mit ZAKLOV
Säule 3afinpensionCHF 25 mit LIEBXP
ETF SparplanSwissquoteCHF 100 mit MKT_LIEBEFINANZEN
Gratis ETF SparplanYuhCHF 50 + 250 Swissqoin mit YUHLIEBE
Automatisch investierenSelmaCHF 5'000 gratis verwaltet mit liebefinanzen
Automatisch investierenFindependentCHF 20 mit liebefinanzen20
Portfolio im ÜberblickParqetÜbersicht über alle Depots

FAQ zum Investieren ab 50 in der Schweiz

Ist Investieren ab 50 in der Schweiz noch sinnvoll?

Ja. Wer bis 65 oder länger arbeitet und danach gestaffelt bezieht, hat 15 bis 20 Jahre Zeit. Das reicht für einen sinnvollen Vermögensaufbau mit moderatem Aktienanteil.

Wie viel Aktienanteil ist ab 50 üblich?

Viele wählen ein ausgewogenes Profil mit ca. 40 bis 60% Aktien. Sehr sicherheitsbewusste Menschen bleiben eher bei 30 bis 40%. Zeit und Nervenkostüm entscheiden.

Pensionskassen-Einkauf oder ETF Sparplan?

Beides hat Vorteile. Der Einkauf spart sofort Steuern und ist sicher. Der ETF Sparplan bleibt flexibel und bringt langfristig meist mehr Rendite. Viele kombinieren beide Bausteine. Nach einem Einkauf gilt eine Sperrfrist von drei Jahren für den Kapitalbezug.

Lohnt sich die Säule 3a mit Wertschriften ab 50 noch?

Ja. Das Guthaben bleibt oft bis 65 oder länger investiert. Danach wird es gestaffelt bezogen. Bestehende Zinskonten lassen sich jederzeit zu einem digitalen Anbieter zügeln.

Wie viel Geld gehört auf das Sparkonto?

Drei bis sechs Monatsausgaben als Notgroschen. Dieses Geld wird nie investiert. Alles darüber kann gestaffelt in den Vermögensaufbau fliessen.

Was bringt Arbeiten über 65 hinaus?

Du sparst länger und beziehst später. Die AHV lässt sich um bis zu fünf Jahre aufschieben. Dafür gibt es lebenslang einen Zuschlag. Die Säule 3a läuft bei Erwerbstätigkeit bis maximal 70 weiter.

Mein Fazit

Investieren ab 50 ist in der Schweiz kein Wagnis. Es ist Vorsorge. Investieren ab 50 Schweiz heisst vor allem, mit Plan statt mit Hektik zu starten. Meine Leserin hat aus eigener Kraft 110’000 CHF aufgebaut. Sie zahlt konsequent in ihre Vorsorge ein. Ein grosser Teil der Arbeit ist also längst geleistet. Jetzt fehlt nur noch der Schritt, das Geld arbeiten zu lassen. Mit Notgroschen, Wertschriften 3a, Pensionskassen-Einkäufen und einem ETF Sparplan steht der Plan. Und wer klein startet, merkt schnell, dass die Börse weniger Angst macht als gedacht.

Danke, liebe Leserin, für den Anstoss zu diesem Artikel. Hast auch du eine Frage? Dann schreib mir. Vielleicht entsteht daraus der nächste Beitrag. Warum sich das Kümmern um die eigenen Finanzen gerade für Frauen lohnt, liest du auch in meinem Artikel Warum finanzielle Unabhängigkeit für Frauen wichtig ist.

Dieser Artikel ist keine Anlageberatung und keine Steuerberatung, sondern eine Sammlung von Ideen und Denkanstössen aus meinen eigenen Erfahrungen und Meinungen. Er ersetzt keine persönliche Beratung. Lass deine eigene Situation immer von einer unabhängigen Finanzplanerin oder einem unabhängigen Finanzplaner durchrechnen, bevor du etwas davon umsetzt. *Affiliate. Wenn du über meine Links oder Codes ein Konto eröffnest, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich. Oft profitierst du sogar von einem Bonus.

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