Diese 7 Fehler beim Freizügigkeitskonto kosten dich Rendite
Freizügigkeitskonto Fehler. Viele Milliarden Franken liegen in der Schweiz auf Freizügigkeitskonten. Meist auf einem Zinskonto, das kaum etwas abwirft. Das betrifft dich bei einem Jobwechsel, einem Sabbatical oder wenn du dich selbstständig machst. Ich zeige dir die 7 häufigsten Fehler und wie du sie vermeidest, inklusive der Anbieter, die ich selbst nutze.
Der grösste Fehler. Das Geld bleibt auf einem Bankkonto mit wenig Zins liegen, statt in ein Wertschriften-Depot zu wechseln. Dazu kommen hohe Gebühren, nur ein Anbieter, und ein Bezug zur falschen Zeit. Wer früh vergleicht und in Wertschriften investiert, hat am Ende mehr Geld.
Kurz zusammengefasst
- Freizügigkeitskonto nötig bei Jobwechsel, Sabbatical, Selbstständigkeit oder Arbeitslosigkeit ab 58.
- Fehler Nummer eins. Geld liegt auf dem Zinskonto statt in einem Wertschriften-Depot.
- Gebühren unterscheiden sich stark. Über 10 bis 20 Jahre macht das viel aus.
- 2 Konten statt 1 ermöglichen einen gestaffelten, oft steuergünstigeren Bezug.
- Keine Anlage- oder Steuerberatung, sondern eine allgemeine Einordnung.
Zuletzt aktualisiert am 10. August 2026
Wann du ein Freizügigkeitskonto überhaupt brauchst
Ein Freizügigkeitskonto brauchst du, wenn du die Pensionskasse verlässt und keine neue Stelle mit Anschlusslösung hast. Das passiert öfter, als man denkt. Bei Kündigung, Sabbatical, Selbstständigkeit oder Arbeitslosigkeit kurz vor der Pensionierung. Über diese Zeit machen tiefe Zinsen und hohe Gebühren einen grossen Unterschied.
Was ein Freizügigkeitsguthaben ist und wie es sich vom Pensionskassenguthaben unterscheidet, erklärt die Übersicht des Bundesamts für Sozialversicherungen.
Wie du ein Freizügigkeitskonto eröffnest, zeigt mein Beitrag Freizügigkeitskonto eröffnen, einen breiteren Überblick liefert Freizügigkeitskonto Schweiz. Wie Investieren mit Wertschriften funktioniert, erklärt mein Guide fürs Investieren als Anfänger. Dieser Beitrag hier zeigt dir die Fehler, die dabei am meisten Rendite kosten.
Die 7 häufigsten Fehler beim Freizügigkeitskonto
Warum Gebühren beim Freizügigkeitskonto so wichtig sind
Bei einem Zinskonto scheinen Gebühren egal, es gibt ja kaum Rendite, die sie schmälern könnten. Wechselst du aber in ein Wertschriften-Depot, ändert sich das. Ein tieferer Kostensatz macht über die Jahre viel aus.
| Anlagedauer | Kosten bei 0.9% p.a. | Kosten bei 0.4% p.a. | Ersparnis ca. |
|---|---|---|---|
| 5 Jahre | CHF 2’250 | CHF 1’000 | CHF 1’250 |
| 10 Jahre | CHF 4’500 | CHF 2’000 | CHF 2’500 |
| 20 Jahre | CHF 9’000 | CHF 4’000 | CHF 5’000 |
Rechenbeispiel für ein Depot von CHF 50’000, ohne Wertentwicklung oder Zinseszins gerechnet. Die echte Differenz hängt vom Anbieter, der Anlagestrategie und dem Markt ab. Vergleiche vor dem Wechsel die aktuellen Gebührenblätter.
Solltest du dein Freizügigkeitsguthaben aufteilen?
Anders als bei der Säule 3a ist die Aufteilung auf mehrere Freizügigkeitskonten nicht überall Pflicht. Viele Anbieter erlauben aber bis zu zwei Konten pro Austritt. Der Vorteil. Du beziehst das Geld in verschiedenen Jahren und brichst so die Steuerprogression, ähnlich wie beim gestaffelten 3a-Bezug.
- Prüfen, ob dein Anbieter mehrere Konten erlaubt. Nicht jede Pensionskasse teilt das Guthaben automatisch auf, oft musst du danach fragen.
- Zeitpunkt des Bezugs grob planen. Willst du früher teilweise pensioniert werden oder gestaffelt aufhören zu arbeiten, hilft dir die Aufteilung.
- Pro Konto einen passenden Anbieter wählen. Du kannst auch zwei verschiedene Anbieter nutzen, zum Beispiel einen fürs Zinskonto als Puffer und einen fürs Wertschriften-Depot.
Wie du den Bezug später richtig timst
Der reguläre Bezug ist frühestens 5 Jahre vor dem ordentlichen AHV-Alter möglich und spätestens 5 Jahre danach, sofern du weiterarbeitest. Der Bezug wird separat besteuert. Deshalb lohnt es sich, ihn nicht willkürlich in einem Jahr mit dem restlichen Vorsorgekapital zu bündeln. Beziehst du Freizügigkeit, Säule 3a und Pensionskasse gestaffelt über mehrere Jahre, senkst du oft die Steuerlast. Wie das genau funktioniert, erklärt mein Beitrag Pensionskasse splitten.
Freizügigkeitsdepot statt Zinskonto: so wechselst du
Diese 2 Anbieter nutze ich selbst für Wertschriften-Freizügigkeitsdepots. Beide sind günstiger als das klassische Zinskonto, und du bekommst bei der Anmeldung einen Bonus. Kurzer Vergleich.
| finpension | Descartes | |
|---|---|---|
| Kosten | 0.39% all-in | ähnlich tief, je nach Strategie |
| Aktienquote | frei wählbar, bis 100% | reine Aktienstrategien |
| Passt gut für | flexible Gewichtung | für alle, die voll auf Aktien setzen |
Freizügigkeitsdepot mit Wertschriften, bis 100% Aktienquote möglich, für 0.39% all-in.
- Aktienquote frei wählbar, bis 100%
- Nur 0.39% Depotgebühr all-in
- Auch gut als zweites Konto zum Aufteilen
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- Kontoeröffnung digital in wenigen Minuten
- Gute Ergänzung als zweites Konto
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Häufige Fragen zu Freizügigkeitskonto-Fehlern
Was ist der grösste Fehler beim Freizügigkeitskonto?
Kann ich mein Freizügigkeitsguthaben auf mehrere Konten aufteilen?
Was passiert mit dem Konto bei einem neuen Job?
Wann kann ich das Geld beziehen?
Lohnt sich ein Freizügigkeitsdepot mit Wertschriften?
Was passiert mit dem Freizügigkeitsgeld, wenn ich ins Ausland ziehe?
Kann ich mit dem Freizügigkeitsgeld ein Haus kaufen?
Mein Fazit zu den Freizügigkeitskonto-Fehlern
Viele behandeln das Freizügigkeitskonto als reine Formalität. Das ist der teuerste Fehler von allen. Vergleiche Anbieter, wechsle bei längerem Zeithorizont in Wertschriften und plane deinen Bezug. So bekommst du am Ende mehr von deinem Vorsorgegeld. Mit finpension oder Descartes sicherst du dir dabei gleich einen Bonus.

Finanzbloggerin
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