Kinderkonto Vergleich Schweiz 2026: Kinderdepot oder Sparkonto?

Kinderkonto oder Kinderdepot: Der grosse Anbieter-Vergleich für die Schweiz

Kinderkonto Vergleich Schweiz: Investieren für Kinder mit Kinderdepot

Für Göttis, Grosseltern und Eltern: Der erste Geburtstag, die Taufe, Weihnachten, kaum ein Anlass vergeht ohne die Frage, was man einem Kind schenken soll. Ein Kinderkonto ist eine der wenigen Antworten, die tatsächlich mit dem Kind mitwächst. Was heute ein paar Franken sind, kann in 18 Jahren beim Studium, der ersten eigenen Wohnung oder dem Führerschein den Unterschied machen. Der Clou dabei: Nicht jedes Kinderkonto ist gleich gut. Ein Kinderdepot mit Aktien wirft über die Jahre historisch deutlich mehr ab als ein gewöhnliches Sparkonto, dank des Zinseszinseffekts, der gerade bei einem so langen Anlagehorizont seine volle Wirkung entfaltet.

Was ist ein Kinderkonto? Ein Kinderkonto ist ein Bankkonto für Kinder, wobei man zwischen zwei Varianten unterscheidet. Das klassische Kinderkonto verzinst dein Geld, während das Kinderdepot es in Aktien und ETFs investiert und dadurch meist eine höhere Rendite erzielt.
Antwort in Kürze

Ein Kinderdepot mit ETFs bringt über 18 Jahre die höchste Rendite und schlägt damit ein klassisches Sparkonto deutlich. Besonders günstig sind VIAC und finpension, bei denen du schon ab CHF 1 starten kannst, während Findependent eine Einstiegssumme von CHF 500 verlangt.

Kurz zusammengefasst

  • Kinderdepot statt Kinderkonto: Aktien bringen langfristig deutlich mehr als Zinsen auf dem Sparkonto.
  • Günstigster Einstieg: finpension ist bereits ab CHF 1 möglich.
  • Findependent ab CHF 500: für alle, die direkt einen grösseren Betrag einzahlen wollen.
  • Steuerlich entscheidend: Läuft das Konto auf den Namen des Kindes, muss es nur bis zum 18. Geburtstag in der Steuererklärung der Eltern erscheinen.
  • Der Zinseszinseffekt: CHF 1’000 bei Geburt können bis zur Pensionierung auf über CHF 80’000 anwachsen, wenn sie investiert bleiben.

Zuletzt aktualisiert am 17. August 2026

Grundlagen

Kinderkonto vs. Kinderdepot, was ist der Unterschied?

Der Unterschied lässt sich schnell zusammenfassen:

Kinderkonto

Sicher, aber wenig Rendite

Ein normales Sparkonto für Kinder. Dein Geld liegt sicher, wirft aber nur einen tiefen Zins ab, oft sogar unter der Inflationsrate.

Kinderdepot

Investiert, mit mehr Wachstum

Investiert dein Geld in ETFs, die viele Aktien auf einmal bündeln. Über lange Zeiträume bringt das historisch 6 bis 8 Prozent Rendite pro Jahr.

Was ist ein ETF? Stell dir einen ETF wie einen Einkaufskorb vor. Statt eine einzelne Aktie auszuwählen, kaufst du mit einem einzigen ETF automatisch ein kleines Stück von hunderten Firmen gleichzeitig, zum Beispiel den grössten Unternehmen der Welt. Das streut das Risiko, denn geht es einer Firma schlecht, wiegen die anderen das meist auf. Mehr dazu in meinem Beitrag ETF einfach erklärt.

Gerade für ein Kinderkonto passt ein ETF besonders gut, aus drei Gründen. Erstens hat ein Kind viel Zeit, oft 15 bis 18 Jahre bis zur Auszahlung, und genau diese Zeit gleicht die üblichen Kursschwankungen am Aktienmarkt wieder aus. Zweitens musst du keine einzelne Aktie aussuchen oder beobachten, ein ETF läuft automatisch mit, ideal für alle, die sich nicht laufend um das Depot kümmern wollen. Drittens sind die Gebühren sehr tief, oft unter 0.5 Prozent pro Jahr, sodass über so viele Jahre kaum etwas von der Rendite verloren geht.

Gebühren beachten: Schon kleine Unterschiede bei den Gebühren machen über 18 Jahre viel aus. 0.5 statt 0.9 Prozent pro Jahr klingt nach wenig, kann aber über die ganze Laufzeit mehrere hundert Franken ausmachen. Schau dir immer die Gesamtkosten an, nicht nur die beworbene Verwaltungsgebühr, oft kommen noch Fondskosten (TER), Depotgebühren oder Mindestgebühren pro Transaktion dazu.
Faustregel: Je mehr Zeit bis zur geplanten Auszahlung bleibt, desto eher lohnt sich ein Kinderdepot mit hoher Aktienquote. Liegt der Horizont unter 3 bis 5 Jahren, ist ein Sparkonto meist die sicherere Wahl.

Meine Auswahl

Meine Empfehlungen für den Einstieg

Drei Anbieter kann ich dir besonders empfehlen, jeweils für eine andere Situation. finpension eignet sich für den kleinen Einstieg, Findependent passt, wenn du gleich etwas mehr einzahlen willst, und Inyova lohnt sich, wenn dir Nachhaltigkeit wichtig ist.

Günstigster Einstieg

🎁 finpension Invest

Du kannst bis zu 10 Kinderdepots führen, die Verwaltung läuft komplett digital, ideal für kleine Beträge ab CHF 1. Mehr dazu in meinem finpension Kinderdepot Guide.

finpension Kinderdepot Gutschein Code LIEBXP, CHF 25 Bonus
🎁 CHF 25 Bonus Code: LIEBXP
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Für grössere Beträge

🎁 Findependent

Eine faire und transparente Anlagelösung, bei der du deine Strategie selbst wählst, von defensiv bis 100 Prozent Aktien.

Findependent Kinderdepot Gutschein Code liebefinanzen20
🎁 CHF 20 Bonus Code: liebefinanzen20
Jetzt eröffnen →
Nachhaltig investieren

🎁 Inyova

Investiert nach deinen Werten in nachhaltige Aktien, ein Sparplan ist schon ab CHF 100 möglich, inklusive einem eigenen Kinderkonto-Angebot.

Inyova Kinderdepot Gutschein Code LIEBE-FINANZEN
🎁 12 Monate gratis Code: LIEBE-FINANZEN
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*Affiliate-Links.

Meine ehrliche Einschätzung: Willst du klein und flexibel starten, ist finpension mit CHF 1 Mindestanlage die einfachste Wahl. Hast du bereits CHF 500 oder mehr zur Verfügung, passt Findependent besser. Ist dir Nachhaltigkeit wichtig, lohnt sich Inyova, auch wenn die Einstiegshürde mit CHF 2’000 höher liegt. Wie stark sich diese Wahl langfristig auszahlt, zeigt der nächste Abschnitt anhand konkreter Zahlen.

Für Einsteigerinnen erklärt

Yuh als einfache Alternative: selbst ETFs und Aktien fürs Kind sparen

Robo-Advisor wie oben sind digitale Sparhelfer, du wählst nur, wie mutig angelegt wird, den Rest macht die Software automatisch. Bei Yuh machst du es stattdessen selbst: ein gratis Sparplan, ganz ohne Robo-Advisor, den du schon ab der Geburt deines Kindes nutzen kannst.

Warum das Wo eine Rolle spielt: Bei finpension, VIAC oder Findependent eröffnest du ein eigenes Kinderdepot, ein separates Konto beim Anbieter, das ausschliesslich für dein Kind läuft und getrennt von deinem eigenen Geld geführt wird. Bei Yuh gibt es das nicht, dort sparst du auf deinem ganz normalen persönlichen Konto einfach mit, ohne eigene Kennzeichnung fürs Kind. Das Geld ist also nicht sichtbar getrennt, du musst selbst den Überblick behalten, zum Beispiel mit einer eigenen Notiz oder einem separaten Sparziel in der App. Rechtlich und steuerlich ändert das nichts, du bist so oder so bis zur Volljährigkeit verantwortlich, aber ein eigenes Kinderdepot schafft mehr Klarheit, während Yuh mehr Eigendisziplin verlangt.

So gehst du vor

  • Eigenes Yuh-Konto eröffnen. Kinder unter 14 dürfen noch kein eigenes Konto haben, darum läuft es zuerst auf deinen Namen.
  • Sparplan einrichten. Zum Beispiel CHF 50 im Monat in einen Welt-ETF wie den Vanguard FTSE All-World. So besitzt dein Kind automatisch kleine Anteile an tausenden Firmen weltweit. Einzelaktien wie Nestlé kannst du optional dazunehmen.
  • 18 Jahre laufen lassen. Einfach nichts mehr tun. Bis zur Volljährigkeit läuft das Depot auf deinen Namen und in deiner Steuererklärung, danach übergibst du es deinem Kind.
Yuh Gutscheincode YUHLIEBE für Bonus
Kleine Klarstellung: Das ist nicht dasselbe wie das Yuh Jugendkonto aus der Tabelle weiter unten im Artikel. Das Jugendkonto ist ein eigenes Bankkonto für Jugendliche ab 14 Jahren, auf deren eigenen Namen. Hier geht es dagegen um dein eigenes Konto, das du schon ab der Geburt für dein Kind mitnutzt.

Robo-Advisor oder Yuh?

Robo-AdvisorYuh
Aufwandkeiner, läuft automatischdu wählst selbst
Einzelaktienneinja, optional
Kostenca. 0.25–1.2 % p.a.nur ETF-Kosten ab ca. 0.1 %
Passt zuwer sich nicht kümmern willwer gern mitentscheidet

Es gibt hier kein Richtig oder Falsch. Möchtest du dich um gar nichts kümmern, ist ein Robo-Advisor wie finpension die entspanntere Wahl. Hast du Lust, selbst mitzuentscheiden und keine Depotgebühren zu zahlen, ist Yuh eine schöne, kostenlose Alternative.

Der Kostenunterschied einfach erklärt:

Bei einem Robo-Advisor zahlst du jedes Jahr eine feste Gebühr, meist 0.25 bis 1.2 Prozent von deinem gesamten Depot. Bei CHF 10’000 im Depot sind das CHF 25 bis 120 pro Jahr.

Bei Yuh gibt es diese Gebühr nicht, du zahlst nur die normalen, sehr kleinen Kosten des ETFs selbst, meist nur ca. 0.1 bis 0.2 Prozent. Beim gleichen Betrag wären das nur CHF 10 bis 20 pro Jahr.

Kurz gesagt: Yuh ist meist günstiger. Über 18 Jahre kann dieser Unterschied mehrere hundert Franken ausmachen, weil die Gebühr jedes Jahr auf ein grösseres Depot berechnet wird.

Vor- und Nachteile fürs Kind

Yuh Gratis-Sparplan

✅ Vorteile

Keine Depotgebühren, das Geld bleibt zu 100 % im Depot des Kindes. Freie Wahl bei ETFs und Einzelaktien, das Kind erbt später ein Depot, das ganz nach deinem Geschmack aufgebaut ist. Kein Mindestbetrag, ideal für kleine, regelmässige Beträge wie Göttibatzen.

❌ Nachteile

Kein automatisches Rebalancing, die Aufteilung kann mit der Zeit aus dem Gleichgewicht geraten. Kein eigenes Kinderdepot, das Geld ist nicht sichtbar vom eigenen Vermögen getrennt. Du musst dich selbst um die Auswahl kümmern, das braucht etwas mehr Eigeninitiative.

finpension / Findependent

✅ Vorteile

Eigenes, klar benanntes Kinderdepot, das Geld ist sauber vom eigenen Vermögen getrennt. Automatisches Rebalancing hält die gewählte Strategie stabil. Läuft komplett automatisch, ideal wenn du dich nicht laufend kümmern willst.

❌ Nachteile

Jährliche Depotgebühr schmälert die Rendite des Kindes über die Jahre. Keine Einzelaktien möglich, nur das vorgegebene ETF-Portfolio. Findependent verlangt eine Mindesteinlage von CHF 500.

Gratis Sparplan für Einsteigerinnen

🎁 Yuh

Kostenloser Sparplan ohne Mindestbetrag, ideal wenn du zum ersten Mal fürs Kind investieren willst. Freie Wahl bei ETFs, Einzelaktien sind optional dazu möglich.

🎁 CHF 50 + 250 Swissqoin Code: YUHLIEBE
Yuh Erfahrungsbericht lesen →

Zahlen statt Bauchgefühl

Rechenbeispiele: Warum sich Investieren für Kinder lohnt

Der Unterschied klingt zunächst abstrakt, wird aber schnell greifbar, wenn man ihn konkret durchrechnet. Hier drei Beispiele, die zeigen, was der Zinseszinseffekt über die Jahre wirklich bewirkt.

Szenario (18 Jahre)Sparkonto ca. 0.5%Kinderdepot ca. 7%Differenz
CHF 50 pro MonatCHF 11’300CHF 20’400+ CHF 9’100
CHF 1’000 einmaligCHF 1’100CHF 3’380+ CHF 2’280

Diese Rechnung ist vereinfacht, in beiden Fällen wird derselbe Betrag eingezahlt, nur die Anlageform unterscheidet sich.

💡 Was aus CHF 1’000 werden kann, wenn sie liegen bleiben

Stell dir vor, du zahlst zur Geburt einmalig CHF 1’000 ein und rührst das Geld nie wieder an, auch nicht mit 18, sondern lässt es bis zur Pensionierung mit rund 65 Jahren einfach liegen.

ZeitpunktAlterWert bei 7% Rendite
Geburt0 JahreCHF 1’000
Volljährigkeit18 JahreCHF 3’380
Pensionierung65 JahreCHF 81’300

Der grösste Teil des Wachstums entsteht dabei nicht in den ersten 18, sondern in den 47 Jahren danach, genau das ist der Kern des Zinseszinseffekts, Zeit wirkt stärker als der eingezahlte Betrag.

Wichtig: Diese Beispiele rechnen mit einer historischen Durchschnittsrendite von 7 Prozent, das ist keine Garantie für die Zukunft. Ein Kinderdepot kann schwanken und in einzelnen Jahren auch Verluste zeigen, ein Sparkonto ist sicherer, bringt aber langfristig deutlich weniger.

📈 Startkapital plus jährliche Einzahlung, mit Kurve

Noch ein Beispiel, das den Zinseszinseffekt sichtbar macht. Bei der Geburt zahlst du einmalig CHF 5’000 ein. Danach kommen jedes Jahr CHF 1’000 dazu, bis dein Kind 18 wird. Insgesamt zahlst du so CHF 23’000 ein, CHF 5’000 zu Beginn plus 18-mal CHF 1’000.

CHF 50’900 CHF 24’000 Geburt 18 Jahre Sparkonto ca. 0.5% Kinderdepot ca. 7%

Illustrative Grafik, keine exakte Kurve. Sie zeigt das Prinzip, die Kinderdepot-Linie wird mit den Jahren zunehmend steiler.

AlterWert im Kinderdepot ca. 7%
GeburtCHF 5’000
5 JahreCHF 12’800
10 JahreCHF 23’700
15 JahreCHF 38’900
18 JahreCHF 50’900

Zur Einordnung: Auf einem Sparkonto mit rund 0.5% Zins wären es nach 18 Jahren nur etwa CHF 24’300, kaum mehr als die CHF 23’000, die überhaupt eingezahlt wurden. Im Kinderdepot dagegen steckt mehr als die Hälfte des Endbetrags reiner Zinseszins.

Ein Kinderkonto muss nicht allein von den Eltern gefüllt werden. Oft legen mehrere Personen gemeinsam etwas beiseite, zum Beispiel Eltern, Grosseltern und Götti oder Gotte, jeweils zum Geburtstag und zu Weihnachten. Schon kleine Beträge summieren sich dabei erstaunlich schnell.

Wer zahlt einAnlässe pro JahrBetrag pro AnlassTotal pro Jahr
ElternGeburtstag, WeihnachtenCHF 50CHF 100
GrosselternGeburtstag, WeihnachtenCHF 50CHF 100
Götti oder GotteGeburtstag, WeihnachtenCHF 50CHF 100
Total pro JahrCHF 300

Bleiben alle über 18 Jahre dabei, kommen so CHF 5’400 an reinen Einzahlungen zusammen. Investiert wächst daraus deutlich mehr als auf einem Sparkonto:

AnlageformRendite p.a.Wert nach 18 Jahren
Sparkontoca. 0.5%ca. CHF 5’600
Kinderdepot mit ETFsca. 7%ca. CHF 10’200

Vereinfachtes Beispiel, keine Anlageberatung. Die Rendite ist eine Annahme und keine Garantie.

💰 Wie dein Kind sogar Millionär werden könnte

Bleiben wir beim Familienbeispiel von oben. Das Kinderdepot wächst bis zum 18. Geburtstag auf rund CHF 10’200 an. Rührt dein Kind das Geld danach nicht mehr an und lässt es einfach im Depot liegen, wächst daraus bis zur Pensionierung mit 65 Jahren, weiterhin bei rund 7% Rendite und ganz ohne weitere Einzahlung, ein Betrag von rund CHF 245’000.

Macht dein Kind ab 18 selbständig weiter und legt monatlich CHF 200 zur Seite, etwa der Gegenwert eines Handy-Abos und eines Fitness-Abos zusammen, kommt bis zur Pensionierung eine zusätzliche Summe von rund CHF 790’000 dazu.

QuelleWert mit 65 Jahren
Kinderdepot aus der Kindheit, unangetastet weiter investiertca. CHF 245’000
Eigene Sparrate CHF 200 pro Monat ab 18 Jahrenca. CHF 790’000
Total mit 65 Jahrenca. CHF 1’035’000

Aus ein paar Geburtstags- und Weihnachtsgeschenken plus einer bescheidenen eigenen Sparrate im Erwachsenenleben kann so, rein rechnerisch, über eine Million Franken werden. Der grösste Teil davon ist gar nicht selbst eingezahltes Geld, sondern Zinseszins, der über Jahrzehnte Zeit hatte zu wirken.

Wichtig: Das ist eine Modellrechnung mit einer historischen Durchschnittsrendite von 7%, keine Garantie und keine Anlageberatung. Tatsächliche Renditen schwanken von Jahr zu Jahr, und niemand kann die Börse für die nächsten 47 Jahre vorhersagen.

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Übersicht

Vergleichstabelle der Anbieter

AnbieterTypMindestanlageKontoinhaberGebühren ca.Mein CodeBonus
VIAC GeschenksparplanKinderdepotCHF 1Eltern0.25% p.a.FNEzQPgEmpfehlungscode
finpension InvestKinderdepotCHF 1Eltern0.39–0.49% p.a.LIEBXPCHF 25
FindependentKinderdepotCHF 500Eltern0.45–0.69% p.a.liebefinanzen20CHF 20
InyovaKinderdepotCHF 2’000Eltern0.6–1.2% p.a.LIEBE-FINANZEN12 Monate gratis
True WealthKinderdepotCHF 1’000Kind0.40–0.75% p.a.——
Yuh Sparplan (flexibel)ETF- und Aktien-SparplanCHF 10Elternkeine Depotgebühren, nur ETF-TERYUHLIEBECHF 50 + 250 Swissqoin
Yuh JugendkontoBankkonto (ab 14)CHF 1Jugendliche:rgebührenfreiYUHLIEBECHF 50 + 250 Swissqoin
UBS key4 KinderdepotKinderdepotCHF 0Elternca. 0.64% p.a.——
ZKB FondsportfolioKinderdepotCHF 50Elternoft über 1% p.a.——
Postfinance KinderkontoSparkontoCHF 20Elterngebührenfrei, nur Zins——
Raiffeisen GeschenksparkontoSparkontofrei wählbarKindgebührenfrei, nur Zins——

Angaben ohne Gewähr, Stand August 2026. Prüfe die aktuellen Werte immer direkt beim Anbieter.


Gut zu wissen

Steuerliche Regeln bei Kinderkonten

Kinderkonten stehen unabhängig vom eingetragenen Inhaber in der Steuererklärung der Eltern, entscheidend ist dabei die Verfügungsgewalt, also wer über das Geld bestimmt und dafür auch die Steuern zahlt. Eine ähnliche Regel gilt übrigens bei der Säule 3a, auch dort lohnt sich ein Blick auf die Gebühren.

Beispiel: Eröffnet eine Tante ein Sparkonto auf ihren eigenen Namen und vereinbart informell, dass das Geld später ihrem Neffen zustehen soll, bleibt die Steuerpflicht trotzdem bei ihr, denn sie ist formal die Kontoinhaberin.

Läuft das Konto auf den Namen des Kindes, musst du es als Elternteil nur bis zum 18. Geburtstag in deiner eigenen Steuererklärung angeben. Mehr dazu in meinem Beitrag ETF Steuern Schweiz.


Entscheidend

Konto auf den Namen des Kindes oder der Eltern?

VarianteVorteileNachteile
Auf den Namen des KindesKürzere Steuerpflicht der Eltern, fördert EigenverantwortungAutomatischer, freier Zugriff mit 18 Jahren
Auf den Namen der ElternEltern bestimmen den Übergabezeitpunkt selbstErträge zählen zum Einkommen der Eltern
Praxistipp: Zahlen mehrere Personen ein, etwa Göttis und Grosseltern gemeinsam, lohnt sich eine kurze schriftliche Notiz, wer wie viel eingezahlt hat.

Anleitung

Kinderkonto eröffnen, in 3 Schritten

  1. Anbieter wählen. Entscheide dich zwischen einem normalen Kinderkonto (Postfinance, Raiffeisen) oder einem Kinderdepot mit Aktien (VIAC, finpension, Findependent), je nach deinem Zeithorizont. Auch kleine Beträge lohnen sich, mehr dazu in Mit 50 Franken investieren.
  2. Unterlagen bereithalten. Du brauchst als Elternteil deinen gültigen Ausweis sowie die Geburtsurkunde des Kindes.
  3. Kontoinhaber festlegen. Entscheide, ob das Konto auf deinen Namen oder auf den Namen des Kindes laufen soll, das bestimmt sowohl die Steuerpflicht als auch den Zugriff mit 18 Jahren.

Fragen & Antworten

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Kinderdepot mehr als ein Kinderkonto?
Ja, meistens deutlich. Über viele Jahre bringen Aktien 6 bis 8 Prozent Rendite, während ein Sparkonto oft nicht einmal die Inflation ausgleicht.
Muss ich ein Kinderkonto versteuern?
Ja, solange das Kind minderjährig ist, steht es in der Steuererklärung der Eltern. Läuft das Konto auf den Namen des Kindes, endet diese Pflicht mit dessen 18. Geburtstag.
Welcher Anbieter hat die tiefste Mindestanlage?
VIAC und finpension Invest lassen sich bereits ab 1 Franken eröffnen, Findependent verlangt eine Mindestanlage von 500 Franken.
Sind Kapitalgewinne beim Kinderdepot steuerfrei?
Ja, Kapitalgewinne im Privatvermögen sind in der Schweiz grundsätzlich steuerfrei, das gilt auch für Kinderdepots. Besteuert werden nur laufende Erträge wie Dividenden, die die Eltern in ihrer Steuererklärung angeben müssen.
Wie eröffne ich ein Kinderkonto?
Du brauchst deinen gültigen Ausweis und die Geburtsurkunde des Kindes. Bei den meisten Anbietern läuft die Eröffnung vollständig digital ab und dauert nur wenige Minuten.
Kinderkonto oder Kinderdepot, was ist besser?
Für Taschengeld und kurzfristiges Sparen eignet sich ein klassisches Kinderkonto. Willst du dagegen langfristig Vermögen aufbauen, ab etwa 10 Jahren Anlagehorizont, ist ein Kinderdepot mit Aktien fast immer die bessere Wahl.
Fazit

Mein Fazit

Für die meisten Familien passt ein Kinderdepot mit ETFs am besten, es bringt langfristig deutlich mehr als ein normales Sparkonto. Wichtiger als der perfekte Anbieter ist am Ende, überhaupt loszulegen, denn jedes Jahr, das du wartest, fehlt deinem Kind später ein Jahr Zinseszins. Für den kleinen Einstieg eignet sich finpension ab 1 Franken, für einen grösseren Betrag passt Findependent ab 500 Franken besser. Was du heute zur Seite legst, ist am Ende mehr als nur Geld, es ist ein Stück Zukunft für dein Kind.

📝 Update-Log

  • 17. August 2026: Artikel veröffentlicht.

Keine Anlageberatung, sondern meine persönliche Einordnung als zertifizierte Vermögensberaterin IAF. Angaben ohne Gewähr, Stand August 2026.

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