AHV Rente berechnen: Rechner, Formel und Beispiele 2026
AHV Rente berechnen: wie viel bekommst du später wirklich? Die AHV ist die Basis deiner Altersvorsorge, aber die genaue Rentenhöhe hängt von mehreren Faktoren ab. Mit meinem Rechner erhältst du eine erste Schätzung, dazu zeige ich dir, wie die Berechnung funktioniert.
Deine AHV-Rente hängt von zwei Faktoren ab: der Anzahl Beitragsjahre und deinem durchschnittlichen Jahreseinkommen. 2026 liegt die Vollrente zwischen CHF 1’260 und CHF 2’520 pro Monat. Für die Maximalrente brauchst du 44 lückenlose Beitragsjahre und ein durchschnittliches Einkommen von mindestens CHF 90’720. Mit dem Rechner weiter unten bekommst du eine erste, unverbindliche Schätzung.
Das Wichtigste in Kürze
- Die AHV-Rente 2026 liegt zwischen CHF 1’260 (Minimalrente) und CHF 2’520 (Maximalrente) pro Monat.
- Massgebend sind deine Beitragsjahre (max. 44) und dein durchschnittliches Jahreseinkommen.
- Fehlende Beitragsjahre kürzen deine Rente spürbar, meist um mindestens 2.3% pro fehlendem Jahr.
- Ehepaare erhalten zusammen höchstens 150% der Maximalrente, aktuell CHF 3’780 pro Monat.
- Ab Dezember 2026 kommt erstmals die 13. AHV-Rente dazu, automatisch und ohne Antrag.
- Für eine verbindliche Zahl bestellst du eine kostenlose Rentenvorausberechnung bei deiner Ausgleichskasse.
- Für Säule 3a, ETF-Sparplan oder Dividenden-Depot findest du weiter unten meine persönlichen Rabattcodes.
Zuletzt aktualisiert am 29. Juli 2026
Die zwei Faktoren deiner AHV-Rente
Deine spätere AHV-Rente (die Altersrente aus der 1. Säule) hängt von genau zwei Dingen ab: wie lange du Beiträge einbezahlt hast, und wie hoch dein durchschnittliches Jahreseinkommen während dieser Zeit war.
Beitragsjahre: Du zahlst AHV-Beiträge ab dem 1. Januar des Jahres, in dem du 21 wirst, bis zu deinem Referenzalter. Das ist aktuell 65, mit Übergangsregelung für Frauen der Jahrgänge 1961 bis 1969. Arbeitest du, zahlst du über deinen Lohn. Arbeitest du nicht, zahlst du den Mindestbeitrag von CHF 530 pro Jahr. Zahlst du alle Jahre ein, kommst du auf 44 Beitragsjahre. Das nennt sich Skala 44 oder Vollrente.
Durchschnittliches Jahreseinkommen: Die AHV addiert alle deine bisherigen Einkommen und teilt sie durch die Anzahl Beitragsjahre. Hast du Kinder betreut oder Angehörige gepflegt, kommen Gutschriften dazu. Dieser Durchschnitt zeigt, wo du zwischen Minimal- und Maximalrente landest.
AHV-Rechner: deine Rente schätzen
Willst du deine AHV Rente berechnen, brauchst du nur zwei Zahlen: dein durchschnittliches Jahreseinkommen und deine Beitragsjahre. Der Rechner zeigt dir sofort deine monatliche und jährliche Rente.
Dieser Rechner zeigt eine vereinfachte Schätzung für volle Beitragsjahre (Skala 44). Er berücksichtigt keine Gutschriften oder Sonderfälle. Bei Beitragslücken kann deine echte Rente davon abweichen. Für eine verbindliche Zahl bestelle eine Rentenvorausberechnung bei deiner Ausgleichskasse.
AHV-Eckwerte 2026 im Überblick
| Kennzahl | Wert 2026 |
|---|---|
| Minimalrente (voll) | CHF 1’260 / Monat |
| Maximalrente (voll) | CHF 2’520 / Monat |
| Ehepaar-Plafond (150%) | CHF 3’780 / Monat |
| Beitragsjahre für Vollrente | 44 Jahre |
| Einkommen für Maximalrente | ab CHF 90’720 im Schnitt |
| Mindestbeitrag Nichterwerbstätige | CHF 530 / Jahr |
| Referenzalter | 65 Jahre |
Beitragslücken und ihre Folgen
Ein fehlendes Beitragsjahr klingt nach wenig, wirkt sich aber dauerhaft aus. Laut Bundesamt für Sozialversicherungen führt ein fehlendes Beitragsjahr in der Regel zu einer Rentenkürzung um mindestens 2.3%, und zwar für den Rest deines Lebens. Typische Gründe für Lücken: ein Auslandaufenthalt, ein Studium ohne Einzahlung, oder eine Zeit ohne Arbeit, in der du den Mindestbeitrag vergessen hast.
Am einfachsten prüfst du deine bisherigen Beitragsjahre über einen IK-Auszug (individuelles Konto), den du kostenlos bei deiner Ausgleichskasse bestellen kannst.
Erziehungs- und Betreuungsgutschriften
Betreust du Kinder unter 16 oder pflegst du Angehörige, rechnet dir die AHV das an. Das gilt auch, wenn du in dieser Zeit wenig oder gar nichts verdienst.
Erziehungsgutschriften: Für jedes Jahr mit einem Kind unter 16 bekommst du ein zusätzliches Einkommen angerechnet. Es entspricht dem Dreifachen der jährlichen Mindestrente, egal ob du daneben arbeitest. Bei Ehepaaren teilt die AHV diese Gutschrift während der Ehejahre hälftig auf.
Betreuungsgutschriften: Wer einen pflegebedürftigen Elternteil, Partner oder nahen Angehörigen betreut, kann unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls eine Gutschrift beantragen.
Ehepaare: Splitting und Plafonierung
Splitting: Sobald beide das Referenzalter erreicht haben oder sich scheiden lassen, teilt die AHV die während der Ehe verdienten Einkommen hälftig auf. Das gleicht Unterschiede aus, zum Beispiel wenn ein Partner für die Kinderbetreuung pausiert oder weniger gearbeitet hat.
Plafonierung: Ehepaare bekommen zusammen höchstens 150% der Maximalrente, aktuell CHF 3’780 pro Monat. Ergäben die zwei Einzelrenten zusammen mehr, kürzt die AHV beide anteilig. Das betrifft vor allem Paare, bei denen beide eine hohe eigene Rente haben.
Die neue 13. AHV-Rente
Seit dem 1. Januar 2026 gilt die vom Stimmvolk angenommene 13. AHV-Rente. Ausbezahlt wird sie erstmals einmalig im Dezember 2026, automatisch und ohne dass du sie beantragen musst. Sie entspricht einem Zwölftel deiner Altersrente vom laufenden Jahr. Das wirkt sich wie eine zusätzliche Monatsrente aus. Witwen-, Witwer- und IV-Renten sind davon ausgeschlossen.
Ausführlich zur 13. Rente, dem Umlageverfahren dahinter und wie ich persönlich zur AHV-Diskussion stehe, schreibe ich in meinem Beitrag AHV Schweiz 2026.
Deine genaue Rente erfahren
- Bestelle ab deinem 50. Lebensjahr eine kostenlose Rentenvorausberechnung bei deiner zuständigen Ausgleichskasse, das dauert in der Regel wenige Wochen.
- Prüfe schon früher deinen IK-Auszug (individuelles Konto), um allfällige Beitragslücken frühzeitig zu erkennen und noch schliessen zu können.
- Melde Erziehungs- und Betreuungsgutschriften aktiv bei deiner Ausgleichskasse an, sie werden nicht automatisch erfasst.
- Denk daran, dass die AHV nur die 1. Säule ist, für ein gewohntes Lebensniveau im Alter lohnt sich zusätzlich die Säule 3a und ein eigenes Depot.
Wie du deine gesamte Altersvorsorge angehst, von der Pensionskasse über die Säule 3a bis zum eigenen ETF-Depot, zeige ich dir ausführlich in meinem Beitrag Investieren ab 50 in der Schweiz.
So schliesst du die AHV-Lücke
Die AHV deckt nur das Existenzminimum ab. Zusätzlich vorsorgen kannst du auf verschiedene Arten: steuerlich begünstigt über die Säule 3a, flexibel über einen ETF-Sparplan, oder mit einem eigenen Depot voller Dividendenaktien.
Säule 3a
Der steuerlich günstigste Weg, dafür ist dein Geld bis zur Pensionierung gebunden. Wichtig: Deine Säule 3a sollte in Wertschriften investiert sein, nicht nur auf einem tief verzinsten Konto liegen, sonst verschenkst du langfristig Rendite. Einen ausführlichen Vergleich aller vier Anbieter findest du in meinem Beitrag VIAC vs finpension vs Frankly, eine Übersicht der besten Anbieter im Säule 3a Ranking 2026.
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Eigenes Depot: ETF-Sparplan und Dividenden
Flexibel und jederzeit verfügbar: ein automatischer ETF-Sparplan baut diszipliniert Vermögen auf, ein Depot mit Dividendenaktien bringt dir schon vor der Pensionierung ein passives Zusatzeinkommen. Was für dich mehr Sinn ergibt, zeige ich dir in meinem Beitrag ETF oder Säule 3a?
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Podcast: Altersvorsorge einfach erklärt mit VorsorgeSteffi
Willst du das Thema noch vertiefen? In meiner zweiteiligen Podcast-Folge spreche ich mit Stephanie Köllinger, bekannt als VorsorgeSteffi, über Altersvorsorge, Investieren und warum Altersarmut in der Schweiz noch immer vor allem Frauen betrifft.
Teil 1: Altersvorsorge endlich verstehen
Teil 2: Mehr Geld im Alter
Steffi hat mit dem Vorsorge Guide ein praxisnahes Werkzeug durchs Schweizer Vorsorgesystem geschaffen. Mit dem Code VG_Helga10 bekommst du CHF 10 Rabatt.*
Häufige Fragen zur AHV Rente berechnen
Was ist ein AHV Rechner?
Wie hoch ist die AHV-Rente 2026?
Wie berechne ich meine AHV-Rente?
Was passiert bei Beitragslücken?
Wie viel bekommen Ehepaare zusammen?
Was bringt die 13. AHV-Rente ab 2026?
Reicht die AHV allein für die Pension?
Wo bekomme ich meine genaue AHV-Rente?
Mein Fazit
Deine AHV Rente berechnen lohnt sich schon lange vor der Pensionierung. Mit ein paar Eckwerten schätzt du sie gut ab. Für Details wie Gutschriften oder Beitragslücken lohnt sich der Blick in deinen IK-Auszug. Warte nicht, bis du pensioniert bist, um Lücken zu entdecken. Je früher du deine Beitragsjahre im Blick hast, desto einfacher lassen sie sich noch korrigieren. Und weil die AHV allein für die meisten nicht reicht, lohnt sich zusätzlich der Aufbau einer eigenen Vorsorge über Säule 3a und Investitionen.
📝 Update-Log
- 29. Juli 2026: Artikel veröffentlicht, mit interaktivem AHV-Rechner. Sektion “So schliesst du die AHV-Lücke” mit Säule 3a (Descartes, Yuh 3a, Frankly, finpension), ETF-Sparplan (Yuh) und Dividenden-Depot (Swissquote). Podcast-Folgen mit VorsorgeSteffi ergänzt. Sprache vereinfacht.

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