Krankenkassenprämien 2027 steigen. So profitierst du mit Pharma-Aktien von Dividenden und Kursgewinnen
Die Krankenkassenprämien 2027 steigen erneut, erwartet werden ca. 5 Prozent. Gleichzeitig lassen sich die Chefs der grossen Krankenkassen fast eine Million Franken Lohn auszahlen. Ärger allein zahlt aber keine Prämie. In diesem Beitrag zeige ich dir einfach und Schritt für Schritt, wie du als Aktionärin oder Aktionär an genau den Medikamenten mitverdienst, die unsere Prämien in die Höhe treiben. Du lernst den Unterschied zwischen Dividende und Kursgewinn, siehst anhand von 13 Pharmakonzernen als Anschauungsbeispiele, welche Medikamente dahinterstecken, und erfährst mit hypothetischen Rechenbeispielen, wie es Investorinnen und Investoren in der Vergangenheit hätte ergehen können. Das ist keine Anlageberatung und keine Kaufempfehlung.
Kann ich mit Pharma-Aktien von steigenden Krankenkassenprämien profitieren?
Ja, teilweise. Medikamente machen 22 Prozent der Kosten der Grundversicherung aus. Ein Teil davon wird bei Pharmakonzernen zu Gewinn, und den bekommst du als Aktionärin über zwei Wege zurück, über die jährliche Dividende und über Kursgewinne. Konzerne mit langer Dividendenhistorie, zum Beispiel Roche (39 Erhöhungen in Folge) oder Novartis (29 Erhöhungen), zeigen, wie das funktionieren kann. Ein Erfolgsmedikament allein garantiert aber keine Gewinne, das zeigt der Absturz von Novo Nordisk trotz Wegovy. Die genannten Firmen sind reine Beispiele und keine Kaufempfehlung.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Prämien 2027: Erwartet werden ca. 5 Prozent mehr. Seit 1996 hat sich die mittlere Prämie mehr als verdreifacht.
- Kassenchef-Löhne: Die CEOs von CSS und Helsana erhielten 2025 je knapp eine Million Franken.
- Zwei Gewinnquellen: Dividenden gibt es jedes Jahr aufs Konto, Kursgewinne sind in der Schweiz für Privatpersonen steuerfrei.
- Positive Beispiele (hypothetisch): Wer vor 12 Monaten Roche gehalten hätte, läge ca. 40 Prozent im Plus, dazu käme die Dividende. Eli Lilly war bisher der Gewinner der Abnehmspritzen.
- Negative Beispiele: Novo Nordisk liegt ca. 75 Prozent unter dem Höchststand, Bayer hat die Dividende um über 95 Prozent gekürzt.
- Anfänger-Tipp: Nie alles auf eine Aktie setzen. Ein breiter Welt-ETF enthält die grossen Pharmakonzerne automatisch.
- Startbonus: Mit meinen Codes bekommst du bis zu CHF 100 Trading Credits bei Swissquote (MKT_LIEBEFINANZEN) oder CHF 50 bei Yuh (YUHLIEBE).
Zuletzt aktualisiert am 29. September 2026 · Keine Anlageberatung
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Krankenkassenprämien 2027, wie stark steigen die Prämien?
Am 29. September 2026 gibt Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider die Krankenkassenprämien 2027 für die ganze Schweiz bekannt. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und das Vergleichsportal bonus.ch rechnen im Schnitt mit 4.5 bis 5 Prozent mehr. Comparis war im Mai mit 3.7 Prozent etwas optimistischer. Je nach Kasse, Kanton, Alter und Modell kann dein persönlicher Prämienanstieg 2027 laut bonus.ch aber bis zu 20 Prozent betragen.
| Prämienjahr | Durchschnittlicher Anstieg |
|---|---|
| 2023 | +6.6% |
| 2024 | +8.7% |
| 2025 | +6.0% |
| 2026 | +4.4% |
| 2027 | ca. +5% (Prognose) |
Quellen: BAG, bonus.ch, Comparis. Stand 29. September 2026, Angaben ohne Gewähr.
So viel verdienen die Chefs der Krankenkassen
Die Prämien steigen, und die Löhne an der Spitze der Kassen auch. Laut einer Auswertung der Geschäftsberichte durch den Tages-Anzeiger erhielten die CEOs von CSS, Helsana und Sanitas 2025 je ca. eine Million Franken. Das ist mehr als doppelt so viel wie ein Bundesratslohn.
| Krankenkasse | CEO | 2024 | 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| CSS | Philomena Colatrella | CHF 851’678 | CHF 998’611 | +17.3% |
| Helsana | Roman Sonderegger | CHF 795’726 | CHF 996’029 | +25.2% |
| Groupe Mutuel | Thomas Boyer | CHF 787’183 | CHF 797’155 | +1.3% |
| Swica | Reto Dahinden | CHF 757’969 | CHF 785’334 | +3.6% |
Quellen: Geschäftsberichte 2025 gemäss Tages-Anzeiger und Work-Zeitung. Lohn inkl. Beiträge an die Pensionskasse. Angaben ohne Gewähr.
Die CSS begründet den Anstieg mit einem der besten Jahresergebnisse ihrer Geschichte, Helsana mit dem gewachsenen Zusatzversicherungsgeschäft. Das Parlament will die Löhne künftig bei ca. CHF 400’000 deckeln.
Wohin dein Prämienfranken wirklich fliesst
Die Grundversicherung bezahlte 2024 Leistungen von 42.2 Milliarden Franken. Die drei grössten Blöcke sind Arztpraxen, Medikamente und Spitalaufenthalte. Allein für Medikamente flossen 9.2 bis 9.4 Milliarden Franken, das sind ca. 85 Franken pro versicherte Person und Monat.
| Wofür die Grundversicherung 2024 zahlte | Anteil |
|---|---|
| Arztpraxen | 22% |
| Medikamente | 22% |
| Spital mit Übernachtung | 19% |
| Spital ohne Übernachtung | 14% |
| Pflegeheime | 5% |
| Übrige Leistungen | 18% |
Quellen: BAG (priminfo.admin.ch), Helsana-Arzneimittelreport 2025. Angaben ohne Gewähr.
Die drei teuersten Medikamente der Grundversicherung kosteten laut Helsana zusammen über 467 Millionen Franken. Es sind das Krebsmittel Keytruda von MSD (Merck & Co.), das Augenmedikament Eylea und der Blutverdünner Xarelto, die beide ausserhalb der USA von Bayer vertrieben werden.
Nicht ärgern, sondern mitverdienen
Jedes Jahr im Herbst passiert dasselbe. Die neuen Prämien kommen, wir ärgern uns, schimpfen über die Kassenchefs und die Pharmaindustrie, und dann zahlen wir. Ich verstehe diesen Ärger gut. Nur ändert er an deinem Kontostand genau nichts. Das Umdenken beginnt mit einer einfachen Frage. Wer verdient eigentlich an dem Geld, das ich jeden Monat ausgebe, und kann ich mitverdienen?
Die Antwort ist oft ja. Du kannst nicht nur Kundin sein, sondern auch Miteigentümerin. Schon mit einer einzigen Aktie gehört dir ein kleiner Teil einer Firma, und damit auch ein kleiner Teil ihres Gewinns.
| 😤 Ärger-Modus (Kundin) | 💡 Mitverdien-Modus (Besitzerin) |
|---|---|
| Die Prämie steigt schon wieder, das ist unfair. | Die Prämie steigt. Wo kann ich sparen, und wer verdient an diesen Kosten? |
| Die Pharmakonzerne verdienen sich eine goldene Nase. | Dann will ich über Aktien oder einen ETF an diesem Gewinn beteiligt sein. |
| Ich kann eh nichts ändern. | Ich ändere meine Police und investiere die Differenz. |
| Geld ist am Monatsende einfach weg. | Ein Teil meines Geldes arbeitet für mich und bringt Dividenden. |
| Börse ist nur etwas für Reiche. | Schon mit CHF 10 im Monat kann ich per Sparplan mitmachen. |
Das Prinzip gilt übrigens nicht nur für Medikamente. Du trinkst jeden Tag Kaffee, telefonierst mit dem Handy und kaufst im Supermarkt ein. Hinter all dem stehen Firmen, deren Aktien du an der Börse kaufen kannst. Wer mit offenen Augen durch den Alltag geht, merkt schnell, dass er an vielen Stellen vom Zahlenden zum Mitverdienenden werden kann.
In 4 Schritten vom Ärger zum Mitverdienen
- Ärger bemerken. Nimm den Ärger über eine Rechnung als Signal, nicht als Endpunkt.
- Fragen, wer daran verdient. Bei der Krankenkassenprämie sind es unter anderem Pharmakonzerne, Apotheken und Generika-Hersteller.
- Beteiligung prüfen. Entweder über einzelne Aktien oder, für Anfängerinnen meist sinnvoller, über einen breiten ETF, der viele dieser Firmen automatisch enthält.
- Dranbleiben. Investiere regelmässig, lege Dividenden wieder an und lass den Zinseszins über viele Jahre arbeiten.
Der Kreislauf von Patientin, Medikament, Pharma-Aktie und Dividende
Wie hängt deine Krankenkassenprämie mit einer Pharma-Aktie zusammen? Stell dir einen grossen Kreis vor, in dem das Geld wandert. Die Grafik zeigt ihn Schritt für Schritt.
Vereinfachte Darstellung. Eigene Grafik liebefinanzen.ch
- Prämie. Du zahlst jeden Monat deine Krankenkassenprämie.
- Medikamente. Wirst du krank, bezahlt die Krankenkasse dein Medikament. Das Geld landet beim Pharmakonzern.
- Forschung. Der Konzern steckt einen grossen Teil seines Umsatzes in die Forschung. Ein neues Medikament zu entwickeln dauert oft über zehn Jahre und kostet Milliarden.
- Neue Medikamente. Aus der Forschung entstehen neue Therapien, etwa gegen Krebs oder Multiple Sklerose. Davon profitieren wieder die Patientinnen und Patienten.
- Dividende und Kursgewinn. Was nach Forschung, Löhnen und Steuern als Gewinn übrig bleibt, gehört den Aktionärinnen und Aktionären. Sie bekommen eine Dividende, und wenn die Firma wächst, steigt der Aktienkurs.
- Kapital. Aktionärinnen stellen das Geld zur Verfügung, das es für teure Forschung und neue Fabriken braucht. Ohne sie gäbe es viele Medikamente nicht.
- Wirtschaft. Pharmakonzerne zahlen Löhne und Steuern. In der Region Basel gehören Roche und Novartis zu den grössten Arbeitgebern. Die Steuern finanzieren unter anderem die Prämienverbilligung.
Dividende und Kursgewinn, so verdienst du an einer Aktie
Mit einer Aktie kannst du auf zwei Arten Geld verdienen. Für Anfängerinnen und Anfänger ist das der wichtigste Punkt in diesem Beitrag.
💰 Die Dividende
Die Dividende ist dein Anteil am Gewinn. Die Firma überweist sie dir einmal oder mehrmals pro Jahr aufs Konto, ohne dass du etwas verkaufen musst. Sie ist wie eine Miete, die deine Aktie abwirft.
Beispiel: Hättest du hypothetisch 10 Novartis-Aktien besessen, wären dir im März 2026 10 x CHF 3.70 überwiesen worden, also CHF 37.00 vor Steuern.
📈 Der Kursgewinn
Steigt der Preis der Aktie, ist dein Anteil mehr wert. Den Gewinn hast du aber erst sicher, wenn du verkaufst. Der Kurs kann aber auch fallen, dann machst du einen Verlust.
Beispiel: Roche kostete im September 2025 ca. CHF 252 und Ende September 2026 ca. CHF 355. Wer damals gekauft hätte, läge heute ca. 40 Prozent im Plus.
Die Dividendenrendite zeigt dir, wie viel Prozent des Kaufpreises jährlich als Dividende zurückkommt. Beispiel Novartis, CHF 3.70 Dividende geteilt durch CHF 119.70 Kurs ergibt ca. 3.1 Prozent. Die Gesamtrendite, also dein ganzer Gewinn, ist die Summe aus Dividende und Kursveränderung, und nur sie zeigt, ob sich eine Aktie wirklich gelohnt hat.
Welches Medikament gehört zu welcher Aktie?
Hinter fast jedem Medikament, das die Krankenkasse zahlt, steckt ein börsenkotierter Konzern. Diese Übersicht zeigt bekannte Medikamente und wer daran verdient. Sie dient nur der Einordnung und ist keine Kaufliste.
| Medikament | Einsatz | Hersteller (Aktie) |
|---|---|---|
| Keytruda | Krebs | MSD / Merck & Co. |
| Ocrevus | Multiple Sklerose | Roche |
| Hemlibra | Bluterkrankheit | Roche |
| Entresto | Herzschwäche | Novartis |
| Cosentyx | Schuppenflechte, Rheuma | Novartis |
| Kisqali | Brustkrebs | Novartis |
| Xarelto | Blutverdünner | Bayer, in den USA Johnson & Johnson |
| Eylea | Augenkrankheit im Alter | Bayer, in den USA Regeneron |
| Darzalex | Blutkrebs | Johnson & Johnson |
| Humira, Skyrizi | Rheuma, Morbus Crohn | AbbVie |
| Dupixent | Neurodermitis, Asthma | Sanofi mit Regeneron |
| Ozempic, Wegovy | Diabetes, Übergewicht | Novo Nordisk |
| Mounjaro | Diabetes, Übergewicht | Eli Lilly |
| Yasminelle | Verhütung (zahlt die Grundversicherung in der Regel nicht) | Bayer |
| Generika | günstige Nachahmer bekannter Wirkstoffe | Sandoz |
Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Angaben ohne Gewähr.
Positive Beispiele aus der Vergangenheit, Pharma-Aktien mit Dividende und Kursgewinn
Die folgenden Konzerne dienen als hypothetische Anschauungsbeispiele. Wer sie in den letzten Jahren gehalten hätte, wäre mit steigenden Dividenden, Kursgewinnen oder beidem belohnt worden. Die Zahlen zeigen den heutigen Stand, sind keine Garantie für die Zukunft und keine Empfehlung, diese Aktien zu kaufen.
Roche 🇨🇭
Ocrevus, Hemlibra, Krebsmittel, Labortests
Roche hat die Dividende im März 2026 zum 39. Mal in Folge erhöht, eine der längsten Serien Europas. Dazu kam 2026 ein kräftiger Kursanstieg von ca. CHF 252 auf ca. CHF 355. Seit der Generalversammlung 2026 hat das Roche-Wertpapier einen neuen Namen, es heisst jetzt Partizipationsschein. Für dich ändert sich beim Kauf praktisch nichts.
Novartis 🇨🇭
Entresto, Cosentyx, Kisqali
Novartis erhöht die Dividende seit der Gründung 1996 jedes Jahr, zuletzt um 5.7 Prozent. Der Kurs liegt Ende September 2026 bei ca. CHF 120, ca. 23 Prozent über dem Tief vom Oktober 2025. Alle Termine findest du bei der Novartis Dividende.
Eli Lilly 🇺🇸
Mounjaro, Zepbound (Abnehmspritzen)
Bisher der Gewinner des Abnehm-Booms. Mounjaro und Zepbound brachten im zweiten Quartal 2026 ca. 15 Milliarden Dollar Umsatz. Eli Lilly ist über eine Billion Dollar wert. Achtung, genau diese hohen Erwartungen stecken im Kurs, wie früher bei Novo Nordisk.
Johnson & Johnson 🇺🇸
Darzalex, Xarelto (USA), medizinische Geräte
Johnson & Johnson hat die Dividende 2026 zum 64. Mal in Folge erhöht. Das breite Geschäft mit Medikamenten und medizinischen Geräten macht den Konzern weniger abhängig von einem einzelnen Bestseller.
AbbVie 🇺🇸
Humira, Skyrizi, Rinvoq, Botox
AbbVie kommt, die Zeit als Teil von Abbott mitgezählt, auf 53 Dividendenerhöhungen in Folge. Spannend ist, wie der Konzern das Ende des Patentschutzes für seinen früheren Bestseller Humira mit Skyrizi und Rinvoq aufgefangen hat.
Galenica 🇨🇭
Apotheken Amavita, Sun Store, Beteiligung an Coop Vitality, Lieferung an Apotheken
Galenica verdient an sehr vielen Medikamenten mit, die in Schweizer Apotheken über den Ladentisch gehen, egal von welchem Hersteller. Das Risiko liegt bei den Medikamentenpreisen, die der Bund festlegt.
Sandoz 🇨🇭
Günstige Nachahmer-Medikamente (Generika)
Sandoz profitiert vom Spardruck, denn der Bund will mehr günstige Generika. Die Dividende stieg von CHF 0.60 auf CHF 0.80. Wer 2023 Novartis hielt, bekam Sandoz gratis ins Depot, als Novartis die Firma abgetrennt hat.
Quellen: Roche, Novartis, Johnson & Johnson, AbbVie, Galenica und Sandoz Investor Relations, finanzen.ch, Börsenkurse Ende September 2026. Angaben ohne Gewähr.
Negative Beispiele, wenn ein gutes Medikament keine gute Aktie ist
Die naheliegende Idee lautet, ich kaufe die Aktie hinter dem Medikament, das gerade alle nehmen. Diese Beispiele zeigen, warum das schiefgehen kann.
Novo Nordisk 🇩🇰
Wegovy, Ozempic
2023 und 2024 war Novo Nordisk dank Wegovy zeitweise die wertvollste Firma Europas, die Aktie stand bei über 1’000 dänischen Kronen. Dann kamen eine Gewinnwarnung im Sommer 2025, die starke Konkurrenz von Eli Lilly, günstige Nachahmer in den USA und eine abgebrochene Herzstudie. Ende September 2026 notiert die Aktie bei ca. 253 Kronen.
Bayer 🇩🇪
Xarelto, Eylea, Yasminelle
Bayer verkauft zwei der drei teuersten Medikamente der Grundversicherung. Trotzdem haben die Monsanto-Übernahme und Milliardenkosten für die Glyphosat-Klagen die Aktie belastet. 2023 gab es noch EUR 2.40 Dividende, seit 2024 nur noch das gesetzliche Minimum von EUR 0.11. Der Kurs lag 2015 bei über 140 Euro, Ende September 2026 bei ca. 50 Euro.
Pfizer 🇺🇸
Impfstoffe, Krebs, Herz-Kreislauf
Pfizer lockt mit einer Dividendenrendite von über 6 Prozent. Eine so hohe Rendite ist oft ein Zeichen, dass der Markt dem Geschäft wenig zutraut, hier nach dem Ende des Corona-Booms und wegen auslaufender Patente. Hohe Rendite heisst nicht sichere Rendite.
Merck & Co. 🇺🇸
Keytruda
Merck verdient mit Keytruda an einem der drei teuersten Medikamente der Grundversicherung und hat die Dividende 2026 erhöht. Der Patentschutz für Keytruda läuft aber gegen Ende des Jahrzehnts aus. Dann kommen günstigere Nachahmer und der Umsatz kann stark sinken.
Nie alles auf eine Aktie setzen
Stell dir vor, du hättest 2024 all dein Geld in Novo Nordisk gesteckt. Heute wären drei Viertel davon weg. Genau davor schützt dich das Streuen. Du verteilst dein Geld auf viele Firmen, dann trifft dich der Absturz einer einzelnen Aktie kaum.
Der einfachste Weg dafür ist ein Welt-ETF. Ein ETF ist wie ein Korb, in dem schon Aktien von über tausend Firmen aus der ganzen Welt liegen. Roche, Novartis, Eli Lilly, Novo Nordisk und viele weitere Pharmakonzerne sind darin automatisch enthalten, dazu Firmen aus allen anderen Branchen. Läuft eine Firma schlecht, gleichen die anderen das meist aus.
- ✅ Du musst nicht raten, welcher Konzern das nächste Erfolgsmedikament hat.
- ✅ Du profitierst trotzdem von Dividenden und steigenden Kursen der ganzen Branche.
- ✅ Mit einem Sparplan geht es schon ab CHF 10 im Monat.
Wie ein ETF genau funktioniert, erkläre ich dir in ETF einfach erklärt. Welcher Welt-ETF passt, zeigt dir der Welt-ETF Vergleich.
Wie viel Pharma steckt in einem Welt-ETF?
Wenn du einen Welt-ETF kaufst, bist du automatisch an Pharma- und Gesundheitsfirmen beteiligt. Aber wie viel davon steckt wirklich drin? Das zeige ich dir an den drei bekanntesten Welt-ETFs.
| Welt-ETF | Anzahl Firmen | Anteil Gesundheit und Pharma |
|---|---|---|
| iShares Core MSCI World (nur Industrieländer) | ca. 1’250 | ca. 9.3% |
| Vanguard FTSE All-World (VWRL, inkl. Schwellenländer) | ca. 3’780 | ca. 8.0% |
| ETFs auf den MSCI ACWI (inkl. Schwellenländer) | ca. 2’460 | ca. 8.5% |
Quellen: MSCI Factsheets MSCI World und MSCI ACWI, Vanguard Factsheet FTSE All-World, justETF. Stand 31. August 2026. Angaben ohne Gewähr.
Einfach gesagt steckt in jedem dieser ETFs ca. jeder zwölfte Franken in Gesundheitsfirmen. Der grösste Teil geht an Technologie-Firmen wie Nvidia, Apple und Microsoft.
Welche Pharmakonzerne sind am stärksten vertreten?
Im Gesundheitsteil des MSCI World sind diese Firmen am grössten. Die Prozentzahlen zeigen ihren Anteil innerhalb des Gesundheitsteils.
| Firma | Anteil im Gesundheitsteil | Anteil am ganzen MSCI World (ca.) |
|---|---|---|
| Eli Lilly | 10.9% | 1.0% |
| Johnson & Johnson | 7.5% | 0.7% |
| AbbVie | 5.3% | 0.5% |
| Merck & Co. | 4.3% | 0.4% |
| Roche | 3.6% | 0.3% |
| Novartis | 3.3% | 0.3% |
Quelle: MSCI World Health Care Index Factsheet, Stand 31. August 2026. Anteil am ganzen MSCI World eigene Berechnung (Anteil im Gesundheitsteil mal 9.27%), gerundet.
Ein ETF sortiert Verlierer von selbst aus
Ein Welt-ETF gewichtet jede Firma nach ihrem Börsenwert. Wird eine Firma wertvoller, bekommt sie automatisch mehr Gewicht, wie Eli Lilly heute. Fällt sie, schrumpft ihr Anteil, wie bei Novo Nordisk seit 2024. Du musst also nichts tun, der ETF passt sich laufend selbst an. Welcher Welt-ETF am besten zu dir passt, zeige ich dir im Welt-ETF Vergleich.
Was aus CHF 1’000 hätte werden können, hypothetische Gewinner und Verlierer
Die folgenden Rechnungen sind rein hypothetisch. Stell dir vor, du hättest zu verschiedenen Zeitpunkten je CHF 1’000 in eine dieser Aktien investiert. Die Rechnung ist vereinfacht, ohne Gebühren, Steuern und Wechselkurse.
| Aktie | Kauf | Wert Ende Sept. 2026 | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Roche | Sept. 2025 bei ca. CHF 252 | ca. CHF 1’405 plus ca. CHF 39 Dividende | ca. +44% |
| Eli Lilly | 52-Wochen-Tief bei ca. USD 712 | ca. 1’630 (in USD gerechnet) | ca. +63% |
| Novartis | Okt. 2025 bei ca. CHF 97 | ca. CHF 1’235 plus ca. CHF 38 Dividende | ca. +27% |
| Novo Nordisk | Hoch 2024 bei ca. DKK 1’030 | ca. 245 (in DKK gerechnet) | ca. -75% |
| Bayer | 2015 bei über EUR 140 | ca. 350 (in EUR gerechnet) | ca. -65% |
Eigene Berechnung auf Basis der Kurse von finanzen.ch, MarketScreener und ad-hoc-news. Vereinfachte Beispiele, keine Anlageberatung.
Wie viel bräuchtest du, um deinen Prämienaufschlag mit Dividenden zu decken?
Die mittlere Prämie liegt 2026 bei ca. CHF 393 pro Monat, also ca. CHF 4’716 pro Jahr. Steigt sie um 5 Prozent, zahlst du 2027 ca. CHF 236 mehr.
- Nur den Aufschlag decken. Nehmen wir als hypothetisches Beispiel Novartis mit CHF 3.70 Dividende pro Aktie. Für CHF 236 bräuchtest du ca. 64 Aktien, beim Kurs von ca. CHF 120 wären das ca. CHF 7’700. Am Beispiel Roche (CHF 9.80 pro Titel) wären es ca. 25 Titel für ca. CHF 8’900.
- Die ganze Prämie decken. Bei einer Dividendenrendite von ca. 3 Prozent brauchst du für CHF 4’716 pro Jahr ca. CHF 157’000 im Depot. Ein langfristiges, aber kein unerreichbares Ziel.
- Mitwachsen lassen. Solange Firmen wie Roche oder Novartis ihre Dividende erhöhen, würde ein solcher Prämien-Topf mitwachsen, wenn auch langsamer als die Prämien selbst. Garantiert ist das nicht.
Alle Beträge sind brutto, also vor Steuern. Was dein eigenes Depot abwirft, rechnest du mit dem SMI Dividendenrechner aus.
5 Regeln, bevor du Pharma-Aktien kaufst
- Breit streuen. Setze nie alles auf eine Aktie oder eine Branche. Pharma ist ein Baustein, nicht das ganze Depot. Wie du ein ausgewogenes Depot Schritt für Schritt aufbaust, zeigt dir mein Depot-Bauplan für Anfänger. Ein Welt-ETF enthält Roche, Novartis, Eli Lilly und Co. automatisch.
- Auf viele Medikamente achten. Konzerne mit vielen verschiedenen Medikamenten wie Roche, Novartis oder Johnson & Johnson verkraften es besser, wenn der Patentschutz für ein Medikament endet, als Firmen mit einem einzigen Bestseller.
- Dividendenhistorie prüfen. Eine lange Serie von Erhöhungen zeigt, dass eine Firma auch Krisen überstanden hat. Das siehst du schnell mit Tools wie Aktienfinder oder aktien.guide. Eine auffällig hohe Rendite ist dagegen oft ein Warnsignal.
- Nicht dem Hype hinterherlaufen. Wenn alle über ein Medikament sprechen, steckt die Hoffnung meist schon im Kurs. Novo Nordisk ist das beste Beispiel.
- Langfristig denken. Kurse schwanken stark. Plane mit mindestens zehn Jahren und investiere nur Geld, das du nicht für den Notgroschen brauchst.
Mit diesen Tools prüfst du Pharma-Aktien und behältst deine Dividenden im Blick
Bevor ich eine Aktie kaufe, schaue ich mir die Zahlen an. Wie lange steigt die Dividende schon? Wie viel Schulden hat die Firma? Und danach will ich sehen, wie viel Dividende mein Depot jedes Jahr bringt. Dafür nutze ich vier Tools. Du musst keine Profi-Kenntnisse haben, alle sind einfach zu bedienen.
Aktienfinder
Dividenden-Historie auf einen Blick
- Zeigt, wie zuverlässig eine Firma ihre Dividende erhöht
- Ideal, um Roche, Novartis oder Bayer zu vergleichen
- Viele Grundfunktionen gratis
aktien.guide
Aktien finden und einfach analysieren
- Bewertet Aktien mit einem einfachen Punktesystem
- Zeigt Schulden, Wachstum und Dividende verständlich
- Gut, um Warnsignale wie bei Bayer früh zu sehen
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Dein Depot und deine Dividenden übersichtlich
- Zeigt alle Dividenden, die du bekommst, im Kalender
- Rechnet deine Gesamtrendite mit Kursgewinn und Dividende
- Verbindet mehrere Depots in einer Übersicht
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Portfolio-Tracking mit Community
- Verfolgt dein Depot in Echtzeit
- Zeigt deine kommenden Dividenden
- Austausch mit anderen Investorinnen und Investoren
Ausführlich getestet habe ich die Tools in meinen Beiträgen Aktienfinder Erfahrungen, aktien.guide, Parqet Erfahrungen Schweiz und getquin Erfahrungsbericht.
Wo du Pharma-Aktien und ETFs in der Schweiz kaufst
Für einzelne Pharma-Aktien brauchst du einen Broker, für einen breiten ETF reicht auch eine App mit Sparplan. Welcher Anbieter zu dir passt, vergleiche ich ausführlich in Swissquote vs. Saxo vs. Yuh vs. neon. Diese vier Anbieter nutze ich selbst oder kenne sie gut. Mit meinen Codes bekommst du jeweils einen Bonus.
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- Sparpläne auf ausgewählte ETFs gratis
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| Anbieter | Code | Bonus | Passt für |
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| Findependent Gutschein Code | liebefinanzen20 | CHF 20 | Automatisch breit investieren |
| neon Gutschein Code | liebefinanzen | CHF 10 | ETF-Sparplan direkt im Konto |
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Stand September 2026. Die Bedingungen legen die Anbieter fest und können sich ändern. Alle weiteren Codes findest du in meiner Übersicht der liebefinanzen Finanzcodes.
So funktioniert ein Aktienkauf, erklärt am Beispiel einer Schweizer Aktie
- Konto eröffnen. Für Einzelaktien Swissquote, für kleine Beträge das kostenlose Depot von Yuh. Die Schritte zeigt dir meine Anleitung zum Aktienkauf.
- Titel suchen. Du suchst die Aktie über ihren Namen oder ihr Börsenkürzel, bei Novartis wäre das zum Beispiel NOVN an der SIX. Kaufst du in Franken, fällt keine Wechselgebühr an.
- Kauforder erfassen. Gib beim Kauf einen Höchstpreis an, zum Beispiel knapp über dem aktuellen Preis. So zahlst du nie mehr als geplant.
- Registereintrag beantragen. Bei vielen Schweizer Namenaktien, zum Beispiel Novartis, kannst du dich als Aktionärin offiziell eintragen lassen. Dann darfst du an der Generalversammlung (GV), dem jährlichen Treffen der Aktionäre, mit abstimmen. Wie das geht, steht beim Namensregister bei Swissquote.
Krankenkasse wechseln 2027, so sparst du bei den Prämien
Die beste Rendite ist oft die Prämie, die du gar nicht erst bezahlst. Die Prämien der Krankenkassen in der Schweiz unterscheiden sich für die gleiche Grundversicherung oft um mehrere hundert Franken pro Jahr. Ein Krankenkassen-Vergleich lohnt sich deshalb jedes Jahr. Bevor du investierst, lohnt sich ein Blick auf deine eigene Police.
- Bis 30. November kündigen. Deine Kündigung für die Grundversicherung muss bis spätestens 30. November bei der Kasse eintreffen, am besten per Einschreiben. Die Prämien 2027 vergleichst du auf priminfo.admin.ch, dem offiziellen Prämienrechner des Bundes.
- Franchise prüfen. Bist du selten krank und hast du einen Notgroschen, kann die höchste Franchise von CHF 2’500 deutlich günstiger sein.
- Modell wechseln. Beim Hausarzt-Modell gehst du immer zuerst zu deiner Hausärztin, beim Telmed-Modell rufst du zuerst eine Beratungsnummer an. Diese Modelle sind meist günstiger als die freie Arztwahl.
- Unfalldeckung streichen. Arbeitest du mindestens acht Stunden pro Woche beim gleichen Arbeitgeber, bist du dort schon gegen Unfall versichert.
- Prämienverbilligung beantragen. Je nach Kanton und Einkommen hast du Anspruch. Viele Berechtigte stellen nie einen Antrag.
- Differenz investieren. Sparst du CHF 50 im Monat, sind das CHF 600 im Jahr. Lege sie per Sparplan an. Was daraus werden kann, zeigt dir mein Sparrechner.
Häufige Fragen zu Prämien 2027 und Pharma-Aktien
Wie stark steigen die Krankenkassenprämien 2027?
Wie viel verdienen die Chefs der Krankenkassen?
Kann ich mit Pharma-Aktien von steigenden Prämien profitieren?
Wie hängen Krankenkassenprämie und Pharma-Aktie zusammen?
Was ist der Unterschied zwischen Dividende und Kursgewinn?
Welche Pharmakonzerne haben die längste Dividendenhistorie?
Warum ist die Novo-Nordisk-Aktie trotz Wegovy so stark gefallen?
Warum hat Bayer die Dividende so stark gekürzt?
Welche Schweizer Aktien profitieren von Medikamenten?
Wie viel muss ich investieren, um den Prämienaufschlag mit Dividenden zu decken?
Welcher Gutschein-Code lohnt sich für Pharma-Aktien?
Welche Krankenkasse ist 2027 die günstigste?
Wie bekomme ich eine Prämienverbilligung?
Bis wann kann ich die Krankenkasse für 2027 wechseln?
Mein Fazit
Die Krankenkassenprämien steigen weiter, und die Millionenlöhne an der Spitze der Kassen ärgern mich genauso wie dich. Selbst in der Hand hast du zwei Dinge. Erstens deine eigene Police, denn ein Wechsel oder eine höhere Franchise spart oft mehr als jede Dividende. Zweitens die Seite, auf der du stehst. Als Aktionärin von soliden Pharmakonzernen bekommst du über Dividenden und Kursgewinne einen Teil dessen zurück, was wir alle für Medikamente ausgeben. Jage aber nicht dem Medikament des Jahres hinterher. Novo Nordisk und Bayer zeigen, dass ein Bestseller in der Apotheke noch lange kein Bestseller im Depot ist.
📝 Update-Log
- 29. September 2026: Artikel veröffentlicht mit Prognose Prämien 2027, CEO-Löhnen 2025, Kreislauf-Grafik, 13 Pharma-Aktien, Medikamenten-Übersicht und Rechenbeispielen. Zweiter Faktencheck aller Kurse und Dividenden, Gutschein-Code-Übersicht ergänzt.

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