Säule 3a Tipps 2026: Einfach erklärt
Kurz gesagt
- Höchstbetrag 2026: CHF 7’258 mit Pensionskasse. Ohne Pensionskasse 20 Prozent deines Einkommens, höchstens CHF 36’288.
- Zahle jeden Monat ein statt im Dezember. Das sind rund CHF 605 im Monat.
- Investiere dein Geld, statt es einfach auf dem Konto liegen zu lassen.
- Vergleiche die Gebühren: Die günstigsten Anbieter kosten etwa 0.4 Prozent im Jahr, die teuersten fast das Doppelte.
- Eröffne mehrere Konten, ab etwa CHF 50’000 pro Konto ein neues, damit du später gestaffelt beziehen kannst.
Was ist die Säule 3a?
Die Säule 3a ist ein freiwilliges Sparkonto fürs Alter. Sie ergänzt die AHV, die Pensionskasse und dein eigenes Aktiendepot. Du kannst das Geld auf einem Konto liegen lassen oder in Fonds anlegen. Wenn du einzahlst, sparst du Steuern. Wenn du das Geld später beziehst, musst du dafür Steuern zahlen.
Die genauen Kosten aller Anbieter findest du in meinem Säule 3a Gebühren Vergleich.
Die 10 Tipps zur Säule 3a
1Zahle jeden Monat ein
Legst du dein Geld in Fonds oder Aktien an? Dann lohnt es sich, jeden Monat einen festen Betrag einzuzahlen, statt einmal im Dezember alles auf einmal. So kaufst du zu verschiedenen Kursen ein, mal etwas teurer, mal etwas günstiger. Über das Jahr gleicht sich das aus. Das nennt man den Cost-Average-Effekt.
2026 sind es CHF 7’258 pro Jahr. Geteilt durch 12 Monate sind das rund CHF 605 im Monat.
Noch ein Vorteil: Wer im Januar startet, ist länger investiert als wer bis im Dezember wartet. Und ganz praktisch: Am Jahresende ist das Geld oft schon für andere Dinge ausgegeben. Ein Dauerauftrag löst beide Probleme.
2Kenne deinen Höchstbetrag
Hast du eine Pensionskasse? Dann darfst du 2026 höchstens CHF 7’258 pro Jahr einzahlen.
Hast du keine Pensionskasse, zum Beispiel weil du selbstständig bist oder weniger als CHF 22’680 im Jahr verdienst? Dann darfst du 20 Prozent deines Einkommens einzahlen, höchstens aber CHF 36’288.
Wichtig: Diese 20-Prozent-Regel wird oft vergessen. Verdienst du zum Beispiel CHF 60’000, darfst du nicht CHF 36’288 einzahlen, sondern nur CHF 12’000. Den vollen Betrag erreichst du erst ab einem Einkommen von rund CHF 181’000.
Hast du gar kein Einkommen, auf das du AHV-Beiträge zahlst? Dann kannst du nicht in die Säule 3a einzahlen. Nutze stattdessen ein freies Sparkonto, zum Beispiel bei Swissquote, Yuh, Selma oder Inyova.
3Investiere dein Geld
Lässt du dein Geld einfach auf dem Zinskonto liegen, wächst es nur sehr langsam. Legst du es stattdessen in Fonds oder ETFs an, kann über viele Jahre deutlich mehr daraus werden. Über 30 Jahre kann der Unterschied mehrere zehntausend Franken ausmachen.
Eine Garantie gibt es dafür nicht: In schlechten Jahren kann dein Guthaben auch sinken. Wie viel du am Ende hast, hängt von deinem Aktienanteil, der Zeit und der Börse ab. Rechne dein eigenes Beispiel mit meinem Zinseszinsrechner durch.
finpension ist der günstigste Anbieter in der Tabelle unten. Mit meinem Code bekommst du eine Gebührengutschrift beim Start.*
LIEBXP ⧉Klicken zum Kopieren4Achte auf die Gebühren
Hohe Gebühren fressen einen Teil deiner Rendite auf. Das musst du nicht hinnehmen, denn es gibt viele günstige Anbieter. Finger weg von teuren, unflexiblen 3a-Lösungen bei Versicherungen.
Die Gebühren im Überblick
Hier siehst du die bekanntesten Schweizer Anbieter mit Fonds-Lösung, sortiert von günstig nach teuer.
| Anbieter | Gebühr pro Jahr | Besonderheit |
|---|---|---|
| finpension | 0.39% | Auf 3a spezialisiert, bis 99% Aktien |
| VIAC | max. 0.40% | Von der WIR Bank, bis 99% Aktien |
| Frankly | 0.43% | Von der ZKB, bis 95% Aktien |
| Descartes | 0.65 bis 0.80% | Als einziger mit Bitcoin-Beimischung |
| Selma | 0.42 bis 0.68% | Persönlichere Anlagestrategie |
| Inyova | ab 0.80% | Impact Investing mit Themenwahl |
| Yuh | 0.50% | Läuft im Hintergrund über Descartes |
Gebühren inklusive Fondskosten, Richtwerte Stand September 2026, ohne Gewähr. Manche Anbieter nennen nur die reine TER statt der Gesamtkosten, das wird oft vermischt. Die Details findest du im Säule 3a Gebühren Vergleich.
5Konto, Fonds oder ETF: Was ist der Unterschied?
Das Vorsorgekonto ist wie ein normales Sparkonto mit Zins. Sicher, aber es wächst kaum.
Der Vorsorgefonds legt dein Geld breit gestreut an: in Aktien, Obligationen, Immobilien oder Rohstoffen. Das bringt langfristig meist mehr, schwankt aber auch stärker.
Der ETF ist ein Fonds, der einfach einen Index nachbildet, zum Beispiel den SMI oder den MSCI World. Kein Fondsmanager wählt aktiv aus, deshalb ist er meist günstiger. Welche ETFs sich für die Schweiz eignen, zeige ich in meiner Übersicht der besten ETFs.
6Finde deine Anlagestrategie
Wie viel Risiko passt zu dir? Das musst du zuerst wissen.
Vorsichtig: weniger Risiko, mehr Obligationen und Cash, wenig Aktien.
Ausgewogen: eine Mischung aus Aktien und Obligationen, mittleres Risiko.
Risikofreudig: viele Aktien, mehr Schwankungen, dafür mehr Chance auf Rendite.
Faustregel: Je länger es bis zur Pensionierung dauert, desto mehr Schwankung kannst du aushalten.
frankly ist die Säule-3a-App der Zürcher Kantonalbank. Einfach zu bedienen und gut für den Einstieg. Mit meinem Code gibt es CHF 50 Gebührengutschrift.*
refhb99a0 ⧉Klicken zum Kopieren7Eröffne mehrere 3a-Konten
Warum mehrere Konten? Ein einzelnes 3a-Konto musst du beim Bezug immer ganz auflösen. Grosse Bezüge werden stärker besteuert als mehrere kleine, verteilt über verschiedene Jahre. Mit mehreren Konten kannst du das clever staffeln.
Faustregel: Ab etwa CHF 50’000 pro Konto lohnt sich ein neues Konto. Die genaue Grenze ist je nach Kanton unterschiedlich, weil die Steuer beim Bezug kantonal geregelt ist.
Für Verheiratete wichtig: Bezüge im selben Jahr werden in fast allen Kantonen zusammengezählt. Als Paar braucht ihr deshalb weniger Konten pro Person, meist zwei bis drei. Alleinstehende kommen je nach Situation auf etwa fünf sinnvolle Konten.
Die meisten Anbieter erlauben höchstens fünf Konten pro Person. Willst du mehr, nutzt du mehrere Anbieter. Das hat noch einen Vorteil: Geht eine Bank pleite, sind deine 3a-Gelder dort nur bis CHF 100’000 geschützt.
Lass dir die beste Aufteilung für deine Situation von einer Fachperson berechnen.
Passend zum Staffeln: Bei Descartes kannst du bis zu fünf 3a-Konten in derselben App führen. Mit meinem Code gibt es CHF 25 Rabatt bei 3a und Invest, CHF 50 beim Freizügigkeitskonto.*
liebefinanzen ⧉Klicken zum Kopieren8Mische keine Versicherung dazu
Eine 3a zusammen mit einer Lebensversicherung ist fast immer eine schlechte Idee. Trenne Versichern und Sparen. Wie teuer diese Mischung wirklich wird, zeigt der Kassensturz-Beitrag zur Kostenfalle gemischte Lebensversicherung.
9Denk an die Steuern beim Bezug
Beziehst du Pensionskasse und Säule 3a im selben Jahr, zahlst du mehr Steuern, weil sich die Beträge addieren. Verteile die Bezüge deshalb über mehrere Jahre. Ob Aktien in der Säule 3a steuerlich ein Nachteil sind, klärt mein Beitrag Zahlt man wegen Aktien in der Säule 3a mehr Steuern?
10Prüfe, ob sich die Einzahlung lohnt
Verdienst du wenig, bringt der Steuerabzug nicht viel. Gleichzeitig ist dein Geld bis kurz vor der Pensionierung gebunden. Dann kann ein freies Depot die bessere Wahl sein, zum Beispiel ein kleines Depot bei Yuh. Was für dich besser passt, klärt mein Vergleich ETF oder Säule 3a.
Yuh bietet ebenfalls eine Säule 3a an, die im Hintergrund über Descartes läuft. Praktisch, wenn du Bankkonto, freies Depot und Vorsorge in einer App willst. Sparpläne gibt es schon ab CHF 25.*
YUHLIEBE ⧉Klicken zum KopierenHäufige Fragen zur Säule 3a
Wie viel darf ich 2026 in die Säule 3a einzahlen?
Soll ich jeden Monat oder einmal im Jahr einzahlen?
Wie viele 3a-Konten soll ich eröffnen?
Lohnt sich die Säule 3a bei tiefem Einkommen?
Kann ich rückwirkend in die Säule 3a einzahlen?
Fazit
Die drei wichtigsten Tipps aus meiner Sicht: Zahle regelmässig übers Jahr ein statt im Dezember. Investiere dein Geld, statt es auf dem Zinskonto liegen zu lassen. Und achte auf die Gebühren, denn der Unterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter kostet dich über die Jahrzehnte mehr, als du denkst.
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*Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links, für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.

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