Säule 3a 2027: Wie du mit der richtigen Strategie Tausende Franken mehr herausholst

Strategie für 2027

Säule 3a 2027: Wie du mit der richtigen Strategie Tausende Franken mehr herausholst

Ab 1. Januar 2027 darfst du mehr in die Säule 3a einzahlen. Viel wichtiger als die 115 Franken mehr ist aber, was du mit deinem Geld machst. Wer investiert, günstig bleibt und den Bezug plant, hat am Ende oft fünf- bis sechsstellige Beträge mehr auf dem Konto.

Maximum mit Pensionskasse7’373
Maximum ohne Pensionskasse36’864
Dauerauftrag pro Monat614
Günstigste App 3a0,39%

Antwort in Kürze

Wie holst du 2027 am meisten aus deiner Säule 3a heraus?

Zahl 2027 den Maximalbetrag von CHF 7’373 früh im Jahr ein, investier das Geld bei langem Anlagehorizont mit hoher Aktienquote und wähl eine günstige App wie finpension, VIAC, frankly oder Yuh. Schliess Beitragslücken aus 2025 und 2026 mit der neuen Nachzahlung und verteil dein Guthaben auf mehrere Konten, damit du den Bezug später staffeln kannst.

TL;DR

  • Investieren statt sparen. Über 30 Jahre liegen zwischen 3a-Konto und günstigem 3a-Fonds in meinem Beispiel ca. CHF 160’000.
  • Gebühren zählen. 0,39% statt 1,2% pro Jahr machen über 30 Jahre ca. CHF 50’000 aus.
  • Neu 2027. Du kannst Lücken aus 2025 und 2026 nachzahlen, zusätzlich zum ordentlichen Beitrag.
  • Mehrere Konten. Gestaffelter Bezug senkt die Steuern bei der Auszahlung.
  • Das ist keine Anlageberatung, sondern meine persönliche Einschätzung als Orientierungshilfe.
Die Basis

Das gilt 2027 bei der Säule 3a

Bist du angestellt und in einer Pensionskasse versichert, kannst du 2027 bis zu CHF 7’373 einzahlen und vom steuerbaren Einkommen abziehen. Das sind 115 Franken mehr als 2026. Ohne Pensionskasse sind es bis zu 20% deines Erwerbseinkommens, höchstens CHF 36’864. Alle vier neuen Vorsorge-Beträge findest du in meinem Beitrag Vorsorge 2027, diese 4 Beträge ändern sich.

Bei einem Grenzsteuersatz von 25% sparst du mit dem vollen Betrag ca. CHF 1’840 Steuern pro Jahr. Das ist schön, aber nur die halbe Miete. Den grossen Unterschied machen die folgenden sechs Strategien.

Gute Nachricht für deine Planung. Die vom Bundesrat im Entlastungspaket 2027 vorgeschlagene höhere Besteuerung von Kapitalbezügen aus 2. Säule und Säule 3a hat das Parlament abgelehnt. Sie ist damit vorerst vom Tisch. Behalte das Thema trotzdem im Auge.

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Strategie eins

Investieren statt auf dem 3a-Konto parkieren

Viele zahlen brav jedes Jahr ein und lassen das Geld dann auf einem 3a-Sparkonto liegen. Bei Zinsen von wenigen Zehntelprozent verschenkst du so den grössten Vorteil der Säule 3a, nämlich den langen Anlagehorizont. Mit 3a-Vorsorgefonds investierst du in Aktien aus der ganzen Welt und profitierst über Jahrzehnte vom Zinseszinseffekt.

Was aus CHF 7’373 pro Jahr in 30 Jahren werden kann

Annahmen ohne Gewähr. Konto mit 0,5% Zins, Fonds mit 4% Bruttorendite pro Jahr abzüglich Gebühren.

3a-Sparkonto, 0,5% Zinsca. CHF 239’000
Teurer Bankfonds, 1,2% Gebührenca. CHF 349’000
Günstige 3a-App, 0,39% Gebührenca. CHF 402’000

Bei hohem Aktienanteil schwankt dein Guthaben, auch mal deutlich. Hast du noch zehn Jahre oder mehr bis zum Bezug, kannst du solche Phasen aussitzen. Wann eine sehr hohe Aktienquote sinnvoll ist, erkläre ich in Säule 3a mit 100% Aktien.

Kurz vor dem Bezug? Brauchst du das Geld in wenigen Jahren, etwa für die Pensionierung oder ein Eigenheim, reduzierst du den Aktienanteil schrittweise oder parkierst das Geld auf dem Konto.

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Strategie zwei

Gebühren tief halten

Gebühren wirken wie ein umgekehrter Zinseszins. Jedes Zehntelprozent frisst jedes Jahr an deinem ganzen Guthaben. Im Beispiel oben macht der Unterschied zwischen 1,2% und 0,39% nach 30 Jahren ca. CHF 52’000 aus, bei genau gleichen Einzahlungen und gleicher Marktentwicklung.

Klassische 3a-Fonds von Banken kosten oft um 1% oder mehr. Digitale Anbieter setzen auf günstige Indexfonds und liegen deutlich darunter. Den Wechsel zu einer App erledigst du mit einem Formular, der neue Anbieter holt dein Geld bei der alten Bank ab. Wie das konkret geht, zeige ich dir in Säule 3a wechseln.

AnbieterGebühren p. a.AktienquotePasst zu dir, wenn
finpension0,39% flatbis 99%du maximale Rendite und Flexibilität willst
VIACmax. 0,40%bis 99%du tiefe Gebühren und gebührenfreies Cash willst
frankly (ZKB)0,43% All-inbis 95%du es einfach magst und einer Kantonalbank vertraust
Yuh0,50% All-inbis 100%du Konto, Trading und 3a in einer App willst

Gebühren gemäss meinem Säule 3a Gebühren Vergleich, ohne Gewähr. Bitte prüf die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter.

Meine Empfehlungen

Mit diesen Apps startest du günstig in die Säule 3a

Alle vier Anbieter investieren in günstige Indexfonds, sind komplett digital und eignen sich für einen langen Anlagehorizont. Tippe auf einen Code, um ihn zu kopieren, und gib ihn bei der Eröffnung ein.

finpension 3a

0,39%

Meine Nummer 1 für tiefe Kosten

Pauschalgebühr inklusive Fondskosten, Aktienquote bis 99% und auf Wunsch eine selbst zusammengestellte Strategie. Du kannst mehrere Portfolios eröffnen und so den Bezug staffeln.

CHF 25 Gutschrift Zu meinem finpension Test →

VIAC 3a

max. 0,40%

Stark für Flexible

Die Verwaltungsgebühr fällt nur auf dem investierten Teil an, Cash bleibt gebührenfrei. Dazu ein Gebührencap und nachhaltige Strategien zur Auswahl.

Startbonus mit Code VIAC vs finpension vs frankly →

frankly 3a

0,43%

Ideal für Einsteigerinnen und Einsteiger

Die 3a-App der Zürcher Kantonalbank mit Swisscanto Indexfonds. Einfache All-in-Gebühr, keine Gebühr auf Cash und keine Zusatzgebühr beim Vorbezug fürs Eigenheim.

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Yuh 3a

0,50%

Alles in einer App

Säule 3a direkt in der Yuh App, zusammen mit Konto, Sparen und Trading. Fünf einfache Strategien bis 100% Aktien. Achtung, bei Yuh hast du nur einen 3a-Topf.

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Tipp für mehr Auswahl. Neben diesen vier gibt es weitere gute Anbieter wie Zak, Selma oder findependent. Bei findependent bekommst du mit dem Code liebe3a CHF 2’000 zeitlich unbegrenzt gebührenfrei in der Säule 3a. Alle Anbieter im Detail findest du im Säule 3a Ranking.

*Affiliate-Codes. Für dich entstehen keine Mehrkosten, ich erhalte bei einer Eröffnung gegebenenfalls eine kleine Provision.

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Strategie drei

Früh im Jahr einzahlen

Viele zahlen ihren 3a-Beitrag erst im Dezember ein. Investierst du dagegen schon im Januar, arbeitet dein Geld fast ein ganzes Jahr länger am Markt. Über Jahrzehnte summiert sich das spürbar.

Kannst du nicht den ganzen Betrag auf einmal überweisen, richte einen Dauerauftrag ein. Für 2027 sind das CHF 614 pro Monat und CHF 619 im Dezember. So nutzt du das Maximum genau aus und musst nicht mehr daran denken.

Für 2026 gilt noch die Frist. Den Maximalbetrag von CHF 7’258 für 2026 musst du bis Ende Dezember einzahlen. Viele Anbieter haben Annahmeschlüsse kurz vor Weihnachten, prüf das rechtzeitig.

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Strategie vier

Lücken aus 2025 und 2026 nachzahlen

Seit 2026 kannst du verpasste 3a-Beiträge nachzahlen und zusätzlich von den Steuern abziehen. Nachzahlen kannst du nur Lücken ab dem Jahr 2025, höchstens zehn Jahre rückwirkend. 2027 kommen damit zum ersten Mal zwei Lückenjahre in Frage, nämlich 2025 und 2026.

  • Zuerst das laufende Jahr. Du musst den ordentlichen Maximalbetrag 2027 voll einbezahlt haben, bevor du nachzahlst.
  • AHV-pflichtiges Einkommen. Du brauchst es im Lückenjahr und im Jahr der Nachzahlung.
  • Pro Jahr begrenzt. Die Nachzahlung ist pro Jahr auf den kleinen Maximalbetrag beschränkt, 2027 also CHF 7’373.
  • Doppelter Abzug möglich. 2027 kannst du so bis zu CHF 14’746 in die Säule 3a einzahlen und abziehen.

Beispiel. Sara hat 2025 wegen eines Jobwechsels nichts eingezahlt. 2027 zahlt sie zuerst CHF 7’373 für das laufende Jahr ein und danach CHF 7’258 für die Lücke 2025. Bei einem Grenzsteuersatz von 25% spart sie damit ca. CHF 3’650 Steuern in einem Jahr.

Alle Details zu Fristen und Formularen liest du in Säule 3a nachzahlen.

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Strategie fünf

Mehrere 3a-Konten für den gestaffelten Bezug

Bei der Auszahlung wird dein 3a-Guthaben separat und progressiv besteuert. Je grösser der Betrag in einem Jahr, desto höher der Steuersatz. Ein 3a-Konto kannst du nur als Ganzes beziehen. Deshalb lohnt es sich, dein Guthaben auf mehrere Konten zu verteilen und diese in verschiedenen Jahren aufzulösen.

Eine gängige Faustregel ist, ein weiteres Konto zu eröffnen, sobald ein Konto ca. CHF 50’000 erreicht hat. Bei finpension und VIAC eröffnest du dafür einfach weitere Portfolios in derselben App. Den Bezug kannst du frühestens fünf Jahre vor dem ordentlichen Referenzalter beginnen.

Achtung bei Ehepaaren. Bezüge von beiden Partnern im selben Jahr werden zusammengezählt. Plant eure Bezüge deshalb gemeinsam und verteilt sie auf verschiedene Jahre.

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Strategie sechs

Finger weg von der 3a-Versicherung

Eine Säule 3a bei einer Versicherung kann ich dir absolut nicht empfehlen. Sparen und Versichern zu kombinieren ist viel zu teuer. Hohe Kosten, wenig Flexibilität und lange Laufzeiten fressen einen grossen Teil deiner Rendite. Wenn du eine Familie absichern willst, schliesst du besser eine reine Risikoversicherung ab und investierst separat.

Wie Hausbank, Versicherung und App im direkten Vergleich abschneiden, zeige ich dir in Säule 3a Hausbank, Versicherung oder App.

Deine To-dos

Checkliste für deine Säule 3a 2027

  • 2026 ausschöpfen. CHF 7’258 bis zum Annahmeschluss deines Anbieters einzahlen.
  • Dauerauftrag anpassen. Ab Januar 2027 CHF 614 pro Monat, oder den ganzen Betrag gleich zu Jahresbeginn.
  • Gebühren prüfen. Liegt dein 3a-Fonds bei 1% oder mehr, lohnt sich ein Wechsel meist.
  • Aktienquote festlegen. Passend zu deinem Anlagehorizont und deiner Risikofähigkeit.
  • Lücken checken. Hast du 2025 oder 2026 nicht das Maximum eingezahlt, plane die Nachzahlung.
  • Zweites Konto eröffnen. Spätestens ab ca. CHF 50’000 Guthaben für den gestaffelten Bezug.
Fragen und Antworten

Häufige Fragen zur Säule 3a 2027

Wie viel darf ich 2027 in die Säule 3a einzahlen?
Mit Pensionskasse bis CHF 7’373 pro Jahr. Ohne Pensionskasse bis 20% deines Erwerbseinkommens, höchstens CHF 36’864. Hast du Lücken aus 2025 oder 2026, kannst du zusätzlich nachzahlen.
Welcher Säule-3a-Anbieter ist der beste?
Bei den Gebühren liegen finpension mit 0,39% und VIAC mit maximal 0,40% vorne. frankly punktet mit Einfachheit, Yuh mit der All-in-One-App. Wichtiger als der perfekte Anbieter ist, dass du investierst und günstig bleibst.
Lohnt sich ein 3a-Konto oder ein 3a-Fonds?
Bei einem Anlagehorizont von zehn Jahren oder mehr bringt ein günstiger 3a-Fonds mit hohem Aktienanteil langfristig meist deutlich mehr als ein 3a-Sparkonto. Brauchst du das Geld bald, ist das Konto sicherer.
Kann ich 2027 verpasste 3a-Beiträge nachzahlen?
Ja, für Lücken ab 2025. 2027 kannst du die Jahre 2025 und 2026 nachzahlen, sofern du den ordentlichen Beitrag 2027 bereits voll eingezahlt hast und in den betreffenden Jahren ein AHV-pflichtiges Einkommen hattest. Pro Jahr ist die Nachzahlung auf CHF 7’373 begrenzt.
Wie viele 3a-Konten sollte ich haben?
Das hängt von deinem Guthaben ab. Eine gängige Faustregel ist ein weiteres Konto pro ca. CHF 50’000. So kannst du den Bezug über mehrere Jahre verteilen und Steuern sparen.
Wird der Kapitalbezug aus der Säule 3a ab 2027 höher besteuert?
Der Bundesrat hatte das im Entlastungspaket 2027 vorgeschlagen, das Parlament hat diese Massnahme aber abgelehnt. Damit ist sie vorerst vom Tisch.
Fazit

Die richtige Strategie zählt mehr als der Maximalbetrag

Die 115 Franken mehr für 2027 sind nett. Tausende Franken mehr holst du aber heraus, wenn du investierst, bei den Gebühren genau hinschaust, früh einzahlst, Lücken nachzahlst und den Bezug planst. Starte am besten noch dieses Jahr, zum Beispiel mit meiner Anleitung für finpension. Wie du neben der Säule 3a investierst, liest du in meinem Investieren-Guide für Anfänger.

Weiterlesen

Quellen sind die Vorsorge-Kennzahlen 2027 des Bundesrats vom Oktober 2026 sowie die Konditionen der Anbieter gemäss meinem Gebühren-Vergleich. Rechenbeispiele mit angenommener Rendite von 4% pro Jahr, ohne Gewähr. Vergangene und angenommene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft.

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine Anlage-, Steuer- oder Vorsorgeberatung. Stand 12. Oktober 2026.

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