Was sind ETFs? SRF-Video mit Sales Guy Roman erklärt

Was ist ein ETF? Roman Sales Guy von VanEck erklärt

Update August 2026

Roman Sales Guy von VanEck im viralen SRF-Interview

Screenshot aus dem viralen SRF-Video: Roman im Interview mit Donat Hofer

Kennst du das Video? SRF-Reporter Donat Hofer spricht auf der Zürcher Bahnhofstrasse den Sales Guy Roman an. Sonnenbrille, Airpods, viel Denglisch. Roman verkauft ETFs für VanEck. Medien nennen ihn auch ETF-Händler Roman, andere schlicht den Sales Guy aus dem SRF-Video. Auf die Frage, wie viel er verdient, sagt er nur «Multiple Hundert». Das Video ging über Nacht viral. Allein auf Instagram gab es über 18’500 Likes, so viele Reaktionen, dass SRF die Kommentarfunktion deaktivieren musste.

Ehrlich gesagt, ich finde Roman sympathisch. Er liebt seinen Job, verdient gut dabei, und ein Teil der Reaktionen wirkt schlicht neidisch. Sein Video hat ETFs trotzdem bekannt gemacht, und das können wir für unseren eigenen Vermögensaufbau nutzen.

Wie kannst du ETFs für deinen Vermögensaufbau nutzen?

Die gleichen ETFs, die Roman im grossen Stil an Banken verkauft, kannst du für ein paar Franken im Monat genauso kaufen. Drei Dinge machen dabei den Unterschied.

  • Zeit: Je früher du startest, desto mehr arbeitet der Zinseszins für dich.
  • Regelmässigkeit: Ein Sparplan ab CHF 10 bis 50 im Monat reicht zum Einstieg.
  • Tiefe Kosten: Ein günstiger Welt-ETF lässt dir über die Jahre deutlich mehr vom Ertrag.

Antwort in Kürze

Was ist ein ETF?

Ein ETF ist ein Korb voller Aktien, den du mit einem einzigen Klick kaufen kannst. Statt eine Firma auszusuchen, kaufst du gleich hunderte auf einmal. Das verkauft Roman bei VanEck, im grossen Stil an Banken statt direkt an dich.

In 20 Sekunden erklärt
  • ETF heisst «börsengehandelter Fonds», ein Klick, und du hast hunderte Firmen im Korb.
  • Roman aus dem viralen Video verkauft ETFs für VanEck an Banken, nicht an dich privat.
  • Du brauchst keinen Sales Guy dafür, ein Online-Broker reicht völlig.
  • ETFs sind günstig, weil ein Computer den Index kopiert, kein teures Analystenteam nötig.

Wer ist Sales Guy Roman?

Roman arbeitet bei VanEck als «Director, Sales and Business Development». Das ist offiziell bestätigt. Er verkauft dort ETFs an Privatbanken und Pensionskassen, nicht an dich als Privatperson.

ArbeitgeberVanEck, US-amerikanischer Vermögensverwalter
RolleDirector, Sales and Business Development, Verkauf an Privatbanken und Pensionskassen (bestätigt)
Bekannt durchStrassen-Interview mit SRF-Reporter Donat Hofer, Format «Donat auf Achse»
Berühmtes Zitat«Multiple Hundert»
ReaktionenÜber 18’500 Likes auf Instagram, SRF deaktivierte die Kommentarfunktion
Am Ende fragt Donat Hofer, was Roman verdient. Seine Antwort lautet «Multiple Hundert». Dieser Satz machte das Video berühmt und brachte Roman einen Spitznamen ein, eine Anspielung auf Gordon Gekko aus dem Film «Wall Street», verkörpert von Michael Douglas.
💡 Der Vergleich passt eigentlich nicht. Gordon Gekko steht für riskante Wetten und hektisches Traden, Roman verkauft dagegen passive ETFs, die nur einen Index kopieren. Nur Anzug und Auftreten haben den Vergleich ausgelöst, nicht das Produkt.
Sales Guy Roman ETF Meme aus dem viralen SRF-Video

Der Sales Guy Roman wurde nach dem SRF-Video zum viralen Meme im Netz.

Roman hat nichts erfunden. ETFs sind ein normales, weit verbreitetes Produkt. VanEck ist nur einer von vielen Anbietern, neben UBS, iShares oder Amundi.

Wie läuft ein ETF-Verkauf an Grosskunden ab?

Wie genau Romans Alltag aussieht, weiss nur er selbst. Das Folgende ist eine Annahme, keine bestätigte Tatsache. So läuft ein Verkauf an Banken und Pensionskassen bei den meisten Anbietern aber ungefähr ab.

  • Beziehungen pflegen: Verkaufsleute wie Roman kennen die Portfoliomanager bei Banken und Pensionskassen persönlich. Diese Kontakte sind oft über Jahre gewachsen.
  • Produkt vorstellen: Sie erklären Index, Kosten und Tracking-Differenz im Vergleich zur Konkurrenz. Auch bei Neobrokern fragen sie an, ob der ETF in kostenlose Sparpläne aufgenommen wird.
  • Abschluss: Am Ende fliesst oft ein zwei- bis dreistelliger Millionenbetrag in den ETF, auf einmal.

Das erklärt, warum ETF-Vertrieb ein eigener Beruf ist. Wer die grossen Kunden gewinnt, entscheidet sich im Verkauf, nicht nur beim Produkt.

Was hat Roman eigentlich mit dir zu tun?

Direkt betrachtet nichts. Er verkauft nicht an dich. Du triffst ihn nie. Indirekt hängt trotzdem einiges zusammen.

  • Er hilft mit, dass der ETF genug Volumen bekommt. Ein ETF braucht ein gewisses Mindestvolumen, um sich für den Anbieter zu lohnen. Bleibt das aus, kann er wieder geschlossen werden. Das nennt man Delisting. Verkauf an grosse Kunden wie bei Roman trägt vermutlich dazu bei, dass das seltener passiert. Auch das ist eine Annahme, keine bestätigte Tatsache.
  • Mehr Volumen kann die Kosten drücken. Wächst ein Fonds, verteilen sich die Fixkosten auf mehr Geld. Viele Anbieter senken die TER dann mit der Zeit. Eine Garantie ist das aber nicht. Das entscheidet am Ende der Anbieter.
  • Du zahlst dieselbe TER wie eine Pensionskasse. Bei den meisten ETFs gibt es nur einen einzigen Preis. Egal ob privat oder Pensionskasse, alle zahlen dieselbe TER in Prozent. Bei manchen aktiven Fonds ist das anders. Dort zahlen grosse Kunden manchmal weniger.

Du profitierst also indirekt vom Verkauf im Hintergrund, einfach ohne Anzug und Meeting.

Was ist ein ETF?

Stell dir einen ETF wie einen Einkaufskorb vor. Statt einzelner Früchte liegen darin Aktien, je nach ETF von hunderten Firmen gleichzeitig.

Du musst keine einzelne Aktie aussuchen. Der ETF macht das automatisch für dich, indem er einen bekannten Index kopiert, wie den MSCI World. Manche sprechen deshalb auch von einem ETF Aktienfonds, gemeint ist aber immer dasselbe, ein passiver Fonds, der einen Index nachbildet. In der Schweiz gibt es ETFs übrigens schon seit September 2000, kein neuer Trend also.

Für Neulinge: ETF in 2 Minuten

Ein ETF ist ein Korb voller Aktien, den du mit einem einzigen Kauf erwirbst. Statt eine Firma auszusuchen, gehört dir automatisch ein winziges Stück von hunderten Firmen gleichzeitig.

Geld verdienst du dabei auf zwei Wegen gleichzeitig. Das zeigt die Grafik.

Dein ETF-Anteil 📈 Kursgewinn Aktienkurse im ETF steigen 💰 Dividenden Firmen schütten Gewinn aus Mehr Vermögen für dich
  • Kursgewinn: Steigen die Aktienkurse im ETF, steigt auch der Wert deines Anteils. Verkaufst du später, ist die Differenz dein Gewinn.
  • Dividenden: Viele Firmen im ETF schütten Gewinn aus. Der ETF sammelt das ein und gibt es an dich weiter, entweder ausbezahlt oder automatisch reinvestiert.
  • Und weil du in einen ganzen Markt statt in eine einzelne Aktie investierst, trägst du dabei automatisch weniger Risiko als mit Einzelaktien.

Wie kaufst du selbst einen ETF?

ETFs kaufen für Anfänger klingt komplizierter, als es ist. Ganz ohne Sales Guy, Anzug oder Meeting. Du brauchst nur ein Depot bei einem Online-Broker, in wenigen Minuten eröffnet.

  1. Depot eröffnen. Bei einem Online-Broker oder einer Finanzapp, siehe die Auswahl unten. Unsicher, ob Broker oder Robo-Advisor besser passt? Mein ETF Sparplan Vergleich hilft dir bei der Wahl.
  2. ETF auswählen. Für den Einstieg reicht ein einziger breiter Welt-ETF.
  3. Sparplan einrichten. Schon ab CHF 10 bis 50 im Monat, läuft danach automatisch.
Depot eröffnen

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Einfacher Einstieg

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Banking-App mit ETFs

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Für die Säule 3a

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Welche ETFs bei Yuh überhaupt verfügbar sind, zeigt meine Yuh ETF Liste. Und falls du die Broker lieber direkt nebeneinander vergleichst, hilft dir mein Swissquote vs. Saxo vs. Yuh vs. neon Vergleich weiter.

Warum sind ETFs für Anbieter wie VanEck so lukrativ?

Als Privatanleger kennst du den Nutzen von ETFs wahrscheinlich schon. Du kaufst günstig, hältst lange, der Zinseszins macht den Unterschied. Für einen Anbieter wie VanEck sieht das Geschäft aber ganz anders aus. Dort geht es um zwei Ziele, den ETF bekannt machen und möglichst viel Fondsvolumen einsammeln.

Warum Grösse sich lohnt

Warum sich mehr Fondsvolumen für VanEck lohnt, ist schnell erklärt. Egal ob im ETF 10 Millionen oder 10 Milliarden liegen, die Arbeit bleibt fast gleich. Ein Computer kopiert automatisch den Index. Die Kosten für Technik und Verwaltung steigen deshalb kaum. Die Einnahmen wachsen aber mit jedem neuen Franken. Ab einem gewissen Punkt ist fast jeder neue Franken für den Anbieter reiner Gewinn.

Die zwei Ziele eines ETF-Anbieters

1. Bekanntheit: Möglichst viele Menschen und vor allem grosse Kunden sollen den ETF überhaupt kennen, sonst kauft ihn niemand. Das virale Video hat VanEck genau das unverhofft gebracht.

2. Fondsvolumen: Möglichst viel Geld soll in den Fonds fliessen, damit möglichst viel TER verdient wird. Ob CHF 1’000 von dir oder CHF 500 Millionen von einer Pensionskasse, jeder Franken zahlt dieselbe TER in Prozent. Ein grosses Fondsvolumen bedeutet also automatisch mehr Einnahmen, ohne höhere Kosten. Deshalb ist ein Sales Guy wie Roman für VanEck so wichtig. Er sammelt das Volumen ein.

Romans Lohn kommt also nicht direkt von dir. Er verkauft riesige Summen an Banken, Millionenbeträge auf einmal. Solche Deals machen einen Sales Guy reich, nicht die kleinen Gebühren einzelner Sparerinnen und Sparer wie dir.

Für dich bleibt ein ETF trotzdem winzig günstig, nur 0.1 % bis 0.3 % pro Jahr. Diese Gebühr heisst TER und wird automatisch abgezogen. Du musst nichts extra bezahlen.

Beispiel VanEck Semiconductor UCITS ETF

  • TER 0.35 % pro Jahr
  • Fondsvolumen ca. USD 8.8 Milliarden
  • Enthält ca. 25 Halbleiter-Firmen wie Nvidia, Broadcom, AMD

TER-Rechenbeispiel VanEck Semiconductor ETF

Rechnen wir das kurz durch. USD 8.8 Milliarden × 0.35 % = USD 30.8 Millionen pro Jahr. Umgerechnet auf einen Tag sind das ca. USD 84’000. Dieser Betrag wird täglich in kleinen Häppchen aus dem Fondsvermögen abgezogen, du merkst nichts davon, es steckt schon im Kurs drin. Bei CHF 1’000 in diesem ETF zahlst du so etwa CHF 3.50 pro Jahr, kaum spürbar. Aber genau solche kleinen Beträge machen zusammen mit Millionen anderer Anleger die USD 30.8 Millionen aus.

Wie der ETF-Anbieter mit der TER verdient Fondsvolumen USD 8.8 Milliarden × TER (jährliche Gebühr) 0.35 % pro Jahr = Einnahmen für VanEck USD 30.8 Millionen pro Jahr

Die TER wird automatisch und täglich in kleinen Häppchen aus dem Fondsvermögen abgezogen, du merkst nichts davon.

Diese USD 30.8 Millionen gehen aber nicht komplett an VanEck. Mehrere Parteien teilen sich den Kuchen.

Wohin die TER-Einnahmen ungefähr fliessen VanEck ~60% Index ~15% Depotbank ~15% Prüfung VanEck: Verwaltung, Vertrieb (z. B. Roman), Gewinn Indexanbieter: Lizenzgebühr für den Index Depotbank: sichere Verwahrung des Fondsvermögens Prüfung & Verwaltung: Wirtschaftsprüfer, Buchhaltung

Vereinfachte, ungefähre Aufteilung zur Illustration. Die exakten Anteile veröffentlicht VanEck nicht.

  • VanEck selbst als Fondsanbieter, der grösste Teil, für Verwaltung, Vertrieb und Gewinn.
  • Der Indexanbieter, der den Index berechnet und pflegt, verlangt eine Lizenzgebühr dafür.
  • Die Depotbank, die dein Fondsvermögen sicher verwahrt, komplett getrennt von VanEck.
  • Wirtschaftsprüfer und Verwaltung, die den Fonds jährlich prüfen und die Buchhaltung führen.

Ein Sales Guy wie Roman bekommt aus diesem Topf vermutlich nichts direkt. Sein Gehalt zahlt VanEck wohl aus dem eigenen Anteil, wie oben beschrieben.

ETF vs. aktiver Fonds

Ein klassischer, aktiv verwalteter Fonds kostet oft 1 % bis 2 % pro Jahr, also deutlich mehr als ein ETF. Der Grund ist einfach. Mehr zum direkten Fonds oder ETF Vergleich findest du in meinem separaten Artikel.

Bei einem ETF sucht kein Mensch die Aktien aus, ein Computer kopiert einfach den Index, das braucht kaum Arbeit. Bei einem aktiven Fonds sitzt dagegen ein Fondsmanager mit Team davor und wählt Aktien von Hand aus, in der Hoffnung, den Markt zu schlagen. Dieses Team kostet Geld, und das zahlst du über die höhere Gebühr mit.

Kriterium ETF Aktiver Fonds
Wer wählt die AktienEin Computer, kopiert einen IndexEin Fondsmanager
ZielMarkt nachbildenMarkt schlagen
TER pro Jahr0.1 % bis 0.3 %, bei speziellen Themen-ETFs auch bis 0.65 %1 % bis 2 %
AusgabeaufschlagKeiner2 % bis 5 % beim Kauf

Drei Begriffe helfen dir dabei, ETFs besser zu verstehen.

  • Thesaurierend: Der ETF reinvestiert Dividenden automatisch. Du siehst nichts davon, dein Depot wächst dafür schneller.
  • Ausschüttend: Der ETF zahlt dir die Dividenden direkt aus, meist ein- bis viermal im Jahr.
  • Physisch replizierend: Der ETF kauft die echten Aktien, statt den Index nur synthetisch nachzubilden.

Was für dich besser passt, thesaurierend oder ausschüttend, kläre ich ausführlich in meinem Artikel ETF thesaurierend oder ausschüttend.

Themen-ETFs vs. Welt-ETFs

VanEck macht vor allem Themen-ETFs, ETFs zu einer einzelnen Branche wie Halbleiter, Goldminen, Gaming oder Weltraumtechnologie. Auch ein Schwellenländer ETF gehört in diese Kategorie, er setzt auf ganze Regionen statt Branchen, aber ebenfalls konzentrierter als ein Welt-ETF. Andere Anbieter setzen dagegen vor allem auf breite Welt-ETFs, die tausende Firmen aus aller Welt gleichzeitig abbilden. Ein Themen-ETF deckt nur einen kleinen Marktausschnitt ab. Du setzt auf eine Branche. Das erhöht das Klumpenrisiko. Themen-ETFs kosten 0.35 % bis 0.55 % TER, ein breiter Welt-ETF nur 0.1 % bis 0.2 %, weil er einfacher zu bauen ist und riesige Summen verwaltet. Für den Einstieg lohnt sich der breite, billigere Welt-ETF, meine ETF Auswahl Checkliste hilft dir bei der Entscheidung.

Welt-ETF

  • Tausende Firmen weltweit, alle Branchen
  • TER 0.1 % bis 0.2 %
  • Breit gestreut, wenig Klumpenrisiko
  • Ideal als Basis-Investment für den Einstieg

Themen-ETF (z. B. von VanEck)

  • Wenige Dutzend Firmen aus einer Branche
  • TER 0.35 % bis 0.55 %
  • Konzentriert, höheres Klumpenrisiko
  • Eher eine gezielte Beimischung, kein Ersatz für die Basis

Weitere bekannte VanEck-Themen-ETFs sind Video Gaming and eSports, Digital Transformation, Space Innovators, Rare Earth and Strategic Metals sowie Morningstar Developed Markets Dividend Leaders. Auch das sind Wetten auf einzelne Branchen, keine breiten Welt-ETFs.

Die 10 bekanntesten VanEck-ETFs im Überblick

ETF ISIN TER Fokus
Semiconductor UCITS ETFIE00BMC387360.35 %Halbleiter-Branche
Gold Miners UCITS ETFIE00BQQP9F840.53 %Grosse Goldminen-Firmen
Junior Gold Miners UCITS ETFIE00BQQP9G910.55 %Kleinere Goldminen-Firmen
Defense UCITS ETFIE000YYE6WK50.55 %Verteidigungsindustrie
Video Gaming and eSports UCITS ETFIE00BYWQWR460.55 %Gaming und eSports
Space Innovators UCITS ETFIE000YU9K6K20.55 %Raumfahrtindustrie
Uranium and Nuclear Technologies UCITS ETFIE000M7V94E10.55 %Uran und Nukleartechnologie
Rare Earth and Strategic Metals UCITS ETFIE0002PG6CA60.59 %Seltene Erden und Metalle
Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETFNL00116835940.38 %Dividendenstarke Aktien
Crypto and Blockchain Innovators UCITS ETFIE00BMDKNW350.65 %Blockchain-Aktien

Stand August 2026, TER und Fondsvolumen können sich ändern. Alle diese ETFs sind Themen-ETFs mit entsprechend höherem Klumpenrisiko als ein breiter Welt-ETF, siehe Vergleich oben.

Wo kaufst du einen VanEck-ETF, falls du willst?

Gleich wie jeden anderen ETF, über einen Online-Broker, nicht direkt bei VanEck. Zum Beispiel bei Swissquote, das die meisten VanEck-ETFs führt.

  1. ETF nach Name oder ISIN suchen (die ISIN ist die Kennnummer eines Wertpapiers).
  2. Börse auswählen, zum Beispiel SIX oder Xetra.
  3. Kauforder eingeben.

Vorher lohnt sich die Frage, ob eine einzelne Branchenwette zu deiner Strategie passt, oder ob ein breiter Welt-ETF nicht der bessere erste Schritt ist.

  • Ein einziger Welt-ETF reicht für den Einstieg völlig aus.
  • Schon ab CHF 10 bis 50 im Monat kannst du starten, zum Beispiel mit einem Sparplan bei Yuh.
  • Auch für die Säule 3a setzen viele Anbieter heute auf ETFs, ob sich das für dich lohnt, zeigt mein Vergleich ETF oder Säule 3a.

Mehr Details findest du in meinem Welt-ETF-Vergleich, oder rechne mit dem ETF Sparplan Rechner aus, wie viel über die Jahre zusammenkommt. Kompletter Einsteiger? Dann starte hier mit meiner Anleitung Investieren für Anfänger Schweiz.

Ist das riskant?

Ein ETF ist kein Garantieschein. Der Wert schwankt mit der Börse. In schlechten Jahren geht er auch mal runter. Deshalb lohnt es sich, langfristig zu denken, mindestens 10 Jahre. Dann gleichen sich Schwankungen wieder aus. Denk auch an die ETF-Steuern in der Schweiz, die solltest du von Anfang an im Blick haben.


Häufige Fragen

Wer ist Roman aus dem SRF-Video?

Er arbeitet bei VanEck als «Director, Sales and Business Development» und verkauft dort offiziell bestätigt ETFs an Privatbanken und Pensionskassen. Bekannt wurde er durch ein Strassen-Interview mit SRF-Reporter Donat Hofer.

Was bedeutet ETF?

Exchange Traded Fund, auf Deutsch börsengehandelter Fonds. Ein Korb voller Aktien, den du an der Börse kaufen kannst.

Sind ETFs sicher?

Ja, dein Geld ist rechtlich vom Anbieter getrennt und liegt sicher bei einer unabhängigen Bank. Geht der Anbieter pleite, bleibt dein Geld trotzdem geschützt. Das schützt dich aber nicht vor Kursschwankungen, der Wert deines ETFs bewegt sich weiterhin mit dem Markt.

Wie viel Geld brauche ich zum Start?

Das hängt vom Anbieter ab. Bei Yuh und neon reichen schon wenige Franken pro Monat für einen ETF-Sparplan. Das eignet sich ideal für einen kleinen Einstieg. Swissquote eignet sich eher für dein Haupt-Depot mit der grössten ETF-Auswahl. Dort liegen die Mindestbeträge aber etwas höher.

Reicht ein einziger ETF?

Ja. Ein breiter Welt-ETF deckt bereits tausende Firmen weltweit ab.

Wer ist Donat Hofer?

Donat Hofer ist SRF-Reporter und moderiert das Format «Donat auf Achse». Er hat Roman auf der Zürcher Bahnhofstrasse angesprochen und damit das virale Video ausgelöst.

Was ist ein ETF Sales Guy?

Jemand wie Roman, der bei einem ETF-Anbieter im Verkauf an Grosskunden arbeitet. Er überzeugt Banken und Pensionskassen, ETFs seines Arbeitgebers zu kaufen, nicht dich als Privatperson.

Was ist ein ETF?

Ein ETF ist ein Korb voller Aktien, den du mit einem einzigen Kauf erwirbst. Er bildet automatisch einen Index nach, wie den MSCI World, statt dass jemand einzelne Aktien aussucht.

Wie kann man mit ETFs Geld verdienen?

Auf zwei Wegen gleichzeitig. Erstens Kursgewinn, wenn die Aktien im ETF im Wert steigen. Zweitens Dividenden, wenn Firmen im ETF Gewinn ausschütten, entweder ausbezahlt oder automatisch reinvestiert.

Wie kaufe ich ETFs für Anfänger am besten?

Depot bei einem Online-Broker eröffnen, einen breiten Welt-ETF auswählen und einen Sparplan ab CHF 10 bis 50 im Monat einrichten. Mehr braucht es für den Einstieg nicht, eine ausführliche Anleitung findest du in meinem Guide Investieren für Anfänger Schweiz.

Wie wirst du dank ETF reich?

Roman verkauft das Werkzeug, aber reich wirst du nicht durch das Produkt selbst, sondern durch drei einfache Hebel, die jede und jeder nutzen kann.

  • Zeit statt Timing. Der Zinseszins-Effekt braucht vor allem Zeit. Wer 20 statt 10 Jahre investiert, verdoppelt nicht einfach den Ertrag, er vervielfacht ihn, weil jedes Jahr auf dem bereits gewachsenen Betrag weiterwächst.
  • Regelmässigkeit statt grosser Einmalbeträge. Ein Sparplan ab CHF 50 bis 100 im Monat baut über Jahrzehnte mehr Vermögen auf als die meisten grossen Einmalinvestitionen, weil du automatisch investierst, auch wenn die Börse gerade schlecht läuft. Auch mit Dividenden-ETFs für die Rente lässt sich dieses Prinzip später gezielt nutzen.
  • Tiefe Kosten statt hoher Gebühren. Ein ETF mit 0.2 % TER lässt dir über 30 Jahre deutlich mehr Geld als ein aktiver Fonds mit 1.5 %, allein wegen der Gebührendifferenz, ganz ohne bessere Rendite.

Ein Beispiel, damit es greifbar wird. CHF 300 im Monat, 25 Jahre, 6 % durchschnittliche Rendite pro Jahr. Das ergibt am Ende über CHF 200’000, wovon nur ein Bruchteil deine eigenen Einzahlungen sind. Der Rest ist Zinseszins. Du kannst das mit meinem ETF Sparplan Rechner für deine eigenen Zahlen durchspielen. Wie das in der Praxis aussieht, bespreche ich auch ausführlich mit Jo von ETFSchweiz.ch im Podcast Einfach Vermögen aufbauen mit ETFs (Spotify).

Das ist keine Anlageberatung, nur die Mechanik dahinter. Renditen der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft.

Fazit

Roman verkauft ETFs im grossen Stil an Banken. Du kannst dasselbe Produkt im Kleinen für dich selbst kaufen. Kein Anzug, kein Denglisch, kein «multiple Hundert»-Gehalt nötig. Nur ein Depot, ein Welt-ETF und ein Sparplan, fertig. Wenn du jetzt loslegen willst, findest du in meiner Anleitung für Investieren als Anfänger alle nächsten Schritte im Überblick.

Über die Autorin

Helga Baechler ist Finanzbloggerin und zertifizierte Vermögensberaterin IAF. Sie schreibt auf liebefinanzen.ch über ETFs, Dividenden und Vermögensaufbau in der Schweiz und führt selbst ein öffentliches Dividendendepot bei Swissquote.

Quellen

Keine Anlageberatung, nur zur Unterhaltung und Information.

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2 thoughts on “Was sind ETFs? SRF-Video mit Sales Guy Roman erklärt”

  1. Hallo Helga
    Ein wirklich guter Beitrag. Nur etwas stört mich fast immer wenn ich etwas zum Thema ETF lese oder höre. ETF steht für exchange traded funds. Was nichts anderes bedeutet, als dass der über die Börse jederzeit handelbar ist. Es ist absolut korrekt, dass der größte Teil aller ETFs passive Index Fonds sind. Aber es ist nicht zwingend eine Vorgabe. Es gibt mittlerweile auch ETFs mit aktivem Management. Die kann ich im Gegensatz zum klassischen Fonds nicht ausschließlich über den Fondsanbieter (einmal täglich) sondern wann immer ich möchte während den normalen Handelszeiten kaufen und verkaufen.
    Ich finde solche Details wichtig, da sich sonst „Halbwissen“ unkontrolliert verbreitet. 😉
    Aber eben abgesehen davon finde ich deinen Beitrag sehr gut. Vor allem auch weil du alles im Zusammenhang mit Roman (ich kenne ihn übrigens nicht) meiner Meinung nach sehr objektiv beschreibst. Hut ab!!!
    Ich wünsche einen schönen Sonntag
    Maurus

    1. Hallo Maurus

      Danke für deine Ergänzung! Du hast recht, ETF bedeutet «Exchange Traded Fund», also börsengehandelter Fonds. Ein ETF muss nich unbedingt passiv einen Index abbilden, es gibt auch aktiv gemanagte ETFs.
      Die meisten ETFs, die Privatinvestoren kennen, sind passive Indexfonds.

      Ob ein aktiver ETF sinnvoll ist, ist dann nochmals eine andere Frage. 😊 Der grosse Vorteil eines passiven ETFs liegt für mich gerade darin, dass ich breit diversifiziert und günstig einem Index folgen kann, ohne darauf setzen zu müssen, dass ein Fondsmanager bessere Entscheidungen trifft. Bei einem aktiven ETF würde ich genau auf Strategie, Kosten und den Mehrwert gegen einem einfachen Index ETF schauen. Für den Normalo Privatanleger werden aktive ETFs keinen Sinn ergeben.

      Grüsse
      helga

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