Vermögen aufbauen Schweiz: 8 Schritte in 4 Phasen
Update Juli 2026
Vermögen aufbauen Schweiz: Du möchtest schon länger mit Sparen und Investieren starten und fragst dich, wie du das systematisch angehst. In diesem Beitrag zeige ich dir meine 8 Schritte in 4 Phasen, mit denen du dir Schritt für Schritt ein Vermögen aufbaust, egal ob du bei null startest oder schon etwas gespart hast.
- Vermögensaufbau funktioniert in 4 Phasen: Wissen aufbauen, Einkommen steigern und sparen, investieren, dranbleiben.
- Bevor du investierst, gehören ein Notgroschen und die Rückzahlung bestehender Schulden zur Basis.
- Wichtiger als perfektes Sparen ist meist eine Einkommenssteigerung, das hat oft mehr Hebelwirkung.
- Warte nicht auf den perfekten Broker oder den perfekten Moment, jede verlorene Woche kostet dich Rendite.
Bevor du startest: Mindset und Eigenverantwortung
Um mit dem Vermögensaufbau zu beginnen, muss dein Mindset bereit sein. Es ist wie beim Abnehmen: Erst wenn es im Kopf “Klick” gemacht hat, widmest du dich der Sache wirklich und richtest deine Gewohnheiten danach aus.
Ich weiss, dass man als Einsteigerin oder Einsteiger nach Hilfe und Tipps sucht. Vertraue dein Geld deshalb bitte keinem Makler an und passe dich nicht blind einem Coach an, im Internet gibt es viele Fake-Coaches und Fake-Investoren. Ich bin eine Verfechterin der Eigenverantwortung: Nimm dein Geld selbst in die Hand und informiere dich selbstständig. Mach am Anfang kleine Schritte und geh nicht “all in”. Lies Bücher und Blogs, schau dir Videos an, die dir gefallen, aber überweise dein Geld nie an dubiose Gurus oder unklare Investment-Plattformen.
Bestehende Schulden solltest du zurückbezahlt haben, bevor du mit dem Investieren beginnst. Ausnahme ist meist eine Hypothek, die in der Schweiz üblich und steuerlich anders zu betrachten ist.
Übersicht und Wissen
Mindset und Ziele
Arbeite an deinem Mindset zu Geld. Visualisiere dein Ziel: Warum möchtest du ein Vermögen aufbauen, welche Lebensziele hast du? Definiere deinen Zeithorizont und einen konkreten Wunschbetrag mit Etappenzielen. Zum Beispiel: bis in 5 Jahren CHF 100’000 gespart und investiert haben, um danach das Pensum reduzieren zu können, oder mit 40 ein Eigenheim mit CHF 200’000 Eigenkapital kaufen.
Grundwissen aufbauen
Baue dir ein Grundwissen zu Finanzen und Börse auf, lies Bücher, schau dir gute Videos an. Sei kritisch mit dem, was du liest, und passe es an deine eigene Situation an. Prüfe verschiedene Vorgehensweisen und Meinungen, verzettle dich aber nicht, die Möglichkeiten sind unendlich. Konzentriere dich auf Bewährtes für den langfristigen Vermögensaufbau wie ETFs oder Dividendenaristokraten.
Budgetierung
Erstelle ein einfaches Budget, wie viel du einnimmst und ausgibst, und verschaffe dir einen Überblick über deine Finanzen. Lege deine höchstmögliche Sparquote fest, eliminiere unnötige Ausgaben und zügle deine Shopping-Lust. Schau dir bei dieser Gelegenheit auch deine Versicherungen an und prüfe Sparpotenzial, aber nie auf Kosten deiner Sicherheit.
Einkommen erhöhen und sparen
Einkommen erhöhen
Steigere dein Einkommen, baue dir Side-Hustles auf und schraube am Grundlohn in deinem Job. Ich bin kein Fan davon, extrem zu sparen, denn ich will mein Leben auch geniessen. Konzentriere dich lieber auf eine spürbare Einkommenssteigerung als auf pingeliges Sparen, meine Gedanken dazu findest du in Frugalismus Schweiz.
Sparen
Spare einen soliden Notgroschen an und tilge bestehende Schulden. Als Richtwert gelten 3 bis 6 Netto-Monatsausgaben. Prüfe, wo du im Alltag Unnötiges einsparen oder von Cashback profitieren kannst, zum Beispiel über Rabattcorner oder mit der Coop Supercard Kreditkarte. Mehr dazu in meinen Spartipps Schweiz. Überlege, was du wirklich brauchst, und renne nicht jedem Konsumtrend hinterher. Alles über dem Notgroschen kannst du fürs Investieren nutzen, am besten gestaffelt statt alles auf einmal.
Investieren
Investieren
Bei diesem Schritt zögern viele zu lange. Schiebe das Investieren nicht auf die lange Bank und vertrödle nicht zu viel Zeit mit dem Vergleichen von Brokern und Gebühren. Ich kenne Leute, die seit einem Jahr Broker vergleichen, aber noch keinen Franken investiert haben. Je früher du anfängst, desto einfacher wird der langfristige Vermögensaufbau. Überlege dir eine grobe Strategie: Dividendenstrategie oder lieber thesaurierende ETFs? Mit der Erfahrung kannst du deine Strategie später jederzeit anpassen. Alle Details dazu in meinem Guide: Investieren für Anfänger Schweiz.
Lege einen Teil deines Geldes, nicht den Notgroschen, in Aktien und ETFs an und lass den Zinseszins für dich arbeiten. Spekuliere nicht und lass dich nicht von Medien-Hypes beeinflussen. Richte automatisierte Daueraufträge auf deine Investmentkonten ein, direkt nach Lohneingang (pay yourself first), und reinvestiere deine Dividenden, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren.
Diese Anbieter nutze ich selbst für meinen Vermögensaufbau, mit meinen persönlichen Gutscheincodes für den Einstieg:
*Affiliate-Links. Bei einer Anmeldung über diese Links erhältst du die beschriebenen Boni, und ich erhalte gegebenenfalls eine Provision.
Als Schweizerin oder Schweizer kannst du zusätzlich ein Säule-3a-Konto eröffnen. Dieses Geld bleibt bis zur Pension gebunden, so kommst du gar nicht erst in Versuchung, es für Konsum auszugeben.
Controlling und Langfristigkeit
Kontrollieren
Kontrolliere und tracke deine Erfolge und Etappenziele, zum Beispiel mit einer einfachen Excel-Liste oder einem Tool wie Parqet. Bilde dich laufend weiter, damit du Fehler und Anpassungsmöglichkeiten in deiner Strategie erkennst. Überoptimiere aber nicht, “hin und her macht Taschen leer”.
Langfristigkeit
Bleib dran und gib nicht auf. Feiere deine Etappenziele und behalte dein grosses Ziel im Auge. Du kannst auch mit wenig Geld anfangen, ein Vermögen aufzubauen, wichtig ist nur, dass du jetzt startest und Schritt für Schritt weitermachst. Habe Geduld, es ist wie beim Abnehmen: Du wirst nicht über Nacht reich, aber mit jedem gesparten oder investierten Franken rückt dein Ziel näher.
Absicherung nicht vergessen
Wenn irgendwann wirklich viel Geld im Spiel ist, solltest du dir überlegen, ob deine Angehörigen im Ernstfall wissen, wo du dein Geld überall verteilt hast. Mit mehreren Online-Brokern und Smartphone-Banken ist die Übersicht nicht immer einfach zu wahren.
Zudem lohnt sich eine Patientenverfügung: Was passiert, wenn du krank wirst oder einen Unfall hast? Bei komplizierteren Familienverhältnissen, beim Hauskauf als unverheiratetes Paar oder bei speziellen Wünschen solltest du auch schon in jungen Jahren ein Testament erstellen und beim Notar hinterlegen lassen.
Reicht deine Rente im Alter, und wie viel musst du privat sparen und investieren, damit du später ein gutes Leben führst? Mehr dazu in meinem Beitrag Altersvorsorge Schweiz.
Häufige Fragen zum Vermögensaufbau Schweiz
Womit soll ich beim Vermögensaufbau zuerst beginnen?
Mit einem Notgroschen und einem einfachen Budget, danach folgen Einkommenssteigerung, Sparen und erst zum Schluss das eigentliche Investieren.
Ist Sparen oder Einkommenssteigerung wichtiger?
Beides ergänzt sich, oft bringt eine spürbare Einkommenssteigerung aber mehr als übertriebenes Sparen bei kleinen Ausgabeposten.
Wie hoch sollte mein Notgroschen sein?
Als Richtwert gelten 3 bis 6 Netto-Monatsausgaben auf einem separat zugänglichen Konto.
Soll ich zuerst Schulden zurückzahlen oder investieren?
In der Regel zuerst Schulden zurückzahlen, mit Ausnahme einer üblichen Hypothek, bevor grössere Summen investiert werden.
Wie lange dauert es, ein spürbares Vermögen aufzubauen?
Das hängt von Einkommen, Sparquote und Rendite ab, meist handelt es sich um einen Prozess über viele Jahre, nicht Monate.
Fazit
Vermögensaufbau in der Schweiz ist kein Geheimnis, sondern ein Prozess in 4 klaren Phasen: Wissen aufbauen, Einkommen steigern und sparen, investieren, dranbleiben. Wichtiger als der perfekte Broker oder die perfekte Strategie ist, dass du überhaupt anfängst und konsequent bleibst.
Bei welchem der 8 Schritte stehst du gerade? Und was ist dein persönliches Etappenziel für dieses Jahr?
*Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links.

Finanzbloggerin
Zertifizierte Vermögensberaterin IAF
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Die nächsten Jahre möchte ich ein kleines Vermögen aufbauen. Was ich nicht wusste war, dass die richtige Investition eine große Rolle spielt. Vielleicht kann ich mich von einem Steuerberater individuell beraten lassen.
Bevor ich 30 werde, möchte ich meine Finanzen gut organisiert haben. Ziemlich gut war hier zu lesen, dass man sich konkrete Ziele setzten sollte, die man erreichen möchte. Für weitere Beratung wende ich mich an eine Steuerberatung.